Vietnam 1 – Hanoi | auf nach Nord- und Zentralvietnam

Im Dezember hat es uns noch für 2 Wochen nach Vietnam verschlagen. Begonnen haben wir in der quirligen Hauptstadt Hanoi und sind dann weiter an die Halong Bucht und nach Zentral Vietnam …

Zum Jahresende musste noch etwas Urlaub genommen werden. Das muss man mir nicht zweimal sagen. Aus dem Bauch heraus entschieden wir uns für Vietnam. Da wir nur zwei Wochen hatten und das ein paar Tage zu wenig für eine Reise bis ganz in den Süden war, haben wir uns für eine Backpacker Tour von Norden bis nach Zentralvietnam entschieden. Die endgültige Entscheidung, wohin es uns treiben sollte, haben wir vor Ort getroffen und auch alle weiteren Hotels erst vor Ort gebucht, damit wir flexibel sind.

Reisebericht Vietnam Hanoi Hanoi – mitten drin anstatt nur dabei…

Zeit für ein paar Fakten:

  • Hauptstadt: Hanoi
  • Sprache: Vietnamesisch
  • Einwohner: 95.415.000 
  • Währung: Đồng (VND) (1 € = 26.439,2963 VND)
  • Strom: es werden wohl Typ A, C und G genutzt, wir waren mit unseren DE-Steckern aber immer erfolgreich
  • Trinkgeld: unterschiedlich: meisten wie fast überall je nach Zufriedenheit aufrunden – in den Garküchen wollten sie aber z.T. nichts von einem Trinkgeld wissen
  • Zeitumstellung: UTC+7 (5 Std vor Deutschland, Sommerzeit) 
  • Beste Reisezeit:  November – April (kommt aber auch auf die entsprechende Region an)

Reisebericht Schottland

Von Frankfurt nach Hanoi

Wir hatten uns gegen einen Direktflug mit Vietnam Airlines und für die zusätzliche Beinfreiheit mit Emirates entschieden. Es ging von Frankfurt aus zunächst 6.15 Std. nach Dubai und von dort aus weitere 6 Std. nach Hanoi. Der Flug war mit Emirates sehr komfortabel und ich konnte sogar 20MB kostenloses WiFi im Flug geniessen! Echt abgefahren.

Reisebericht Vietnam Hanoi Wir hatten eine mega Aussicht!

Für uns war es von Vorteil, dass wir nur zwei Wochen in Vietnam unterwegs waren, denn bis 15 Tage kann man kostenlos ohne extra Visumantrag einreisen. Bei längerem Aufenthalt muss vorab ein Visum beantragt werden.

In Hanoi angekommen sparten wir uns das Verhandeln mit einem Taxifahrer (die Schlepper sind hier fleißig und zahlreich vorhanden!). Statt dessen wählten wir den Bus 86, der alle 30 min Richtung Stadt unterwegs ist. Die Fahrt kann je nach Verkehr 1 Std. oder länger dauern. Mit 30.000 VND (ca 1,11 €) ist man hier auch sehr günstig am Start und man hat sogar richtig viel Platz für sein Gepäck. 

Hanoi – die Hauptstadt Vietnams

Als Hauptstadt des Landes gilt die Stadt als das „Zentrum der Macht“ – aber trotzdem soll es hier noch etwas ruhiger zugehen, als in der Südlichen Metropole Ho-Chi-Minh-Stadt. Wobei „ruhig zu gehen“ definitiv nicht auf Hanoi zutrifft. Sie ist einer dieser chaotischen, ruhelosen asiatischen Städte, die scheinbar nie zu schlafen scheint. Man findet hier zusammengewürfelte Häuschen in kleinen Gässchen, wilde Stromkabelkonstruktionen und ein Menschengewusel vom feinsten. Am dominatesten sind aber die Rollerfahrer. Die sind einfach _überall_ und ständig am hupen. Ein niemals enden wollender Strom an Rollerfahrern fährt täglich über die Straßen von Hanoi. Dabei sind sie ebenso unbeeindruckt von Gegenverkehr, Bürgersteigen, roten Ampeln oder Zebtrasteifen wie sie kreativ sind im beladen dieser kleinen Fortbewegungsmitteln. Während man sich am Anfang bei so viel Verkehrt etwas überfordert fühlen kann, gewöhnt man sich im Laufe der Tage schnell daran. Wenn man die Straße überqueren möchte, muss man seinen Mut zusammen nehmen und einfach in einem konstantem Tempo unbeirrt weiter gehen – die Rollerfahrer werden einfach um dich herum fahren. Eine andere Sache ist es bei Autos und Bussen…

Reisebericht Vietnam Hanoi Ein Gewusel wie in einem Ameisenhaufen!

In Hanoi findet man aber alles: vietnamesische Architektur, französisch angehauchten Kolonialstil, pompöse Regierungsgebäude und breite Alleen, kleine Cafés und Restaurants, Museen und Kunstsammlungen, Theater und Oper, Diskotheken und Bars. Schauen wir uns das doch mal genauer an… 

Reisebericht Vietnam Hanoi

Die Altstadt

Das pulsierende Herz der Stadt ist natürlich die Altstadt. Hier findet man massenweise putzige verwinkelte Gassen. Verkäufer versuchen Ihre Waren unters Volk zu bringen und überall gibt es Garküchen. Moderne Boutiquen und Hotels befinden sich direkt neben alten Handwerkbetrieben. Hanoi wird auch „die Stadt der 36 Strassen“ genannt – obwohl es heutzutage deutlich mehr sind. Früher waren die Handwerker zu Zünften zusammen geschlossen und wohnten nah beieinander. So kam es, dass in jeder Straße eine Zunft zu hause war. In einer Straße findet man nur Schuhmacher, in einer anderen nur Schneidereien. Wobei mir das im lebhaften Stadtgewusel gar nicht so krass aufgefallen ist. 

Reisebericht Vietnam Hanoi

Reisebericht Vietnam Hanoi

Reisebericht Vietnam Hanoi

Wenn man – wie wir – das Glück hat Hanoi zwischen Freitag und Sonntag zu besuchen, sollte man unbedingt über den Nachtmarkt spazieren. Am Wochenende ist die Altstadt um den Hoan-Kiem-See für Fahrzeuge gesperrt und so kann man bequem zwischen den Ständen herum schlendern und das Treiben der Stadt bewundern. Den Nachtmarkt findet ihr in der Straße „Hang Dao“ und ist eigentlich nicht zu übersehen.

Reisebericht Vietnam Hanoi Manche bauen schon ab, andere erst auf! Auf dem Nachtmarkt ist einiges los…

Reisebericht Vietnam Hanoi im EG befinden sich meistens die Geschäfte und Restaurants – in den oberen Geschossen sind
die Wohnräume.

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Die Seele der Stadt ist der Hoan-Kiem-See mit dem Ngoc Son Temple und dem Turtle Tower. Der See wird auch „See des zurück gegebenen Schwertes“ genannt, denn lt. einer Legende aus dem15 Jhd. hat der vietnamesischer Held Le Loi (beliebt auch für Straßennamen) beim fischen in dem See ein Schwert gefunden. Mit diesem magischen Schwert besiegte er die Chinesen. Als er 10 Jahre später an den See zurückkehrte um sich zu bedanken, erschien eine riiesige Schildkröte und nahm das Schwert wieder mit in den See. Tatsächlich lebte bis Anfang 2016 hier auch eine riesige Schildkröte. Der Turtle Tower ist das Wahrzeichen der Stadt. 

Reisebericht Vietnam Hanoi Nachts ist der Tempel auf der Insel geschlossen – aber dafür schön beleuchtet…

Reisebericht Vietnam Hanoi Die Brücke zum Ngoc Son Temple

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Die Umgebung um den Hoan-Kiem-See ist voller Leute und die Stimmung ist ausgelassen. Überall stehen die Menschen auf der Straße und singen, tanzen oder führen etwas vor – andere sehen zu. Gemeinsames Yoga oder Sport in Gruppen im Park sind tatsächlich sehr beliebt in Vietnam und werden zu jeder Tageszeit praktiziert. 

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Reisebericht Vietnam Hanoi Der Turtle Tower am Tag… 

Reisebericht Vietnam Hanoi …und bei Nacht. 

Es lohnt sich auf jeden Fall sich in der Altstadt treiben zu lassen und einfach nur die Straßen zu erkunden. Hier sehen wir Ô Quan Chưởng – ein Tor von 1749, das ursprünglich noch zu der alten Stadtmauer gehörte. Damals wurde das ganze Viertel von der Mauer umgeben und es gab insgesamt 16 von diesen Toren.

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Das Ho Chi Minh Mausoleum und Umgebung

Westlich von der Altstadt ist das Ho Chi Minh Mausoleum. Hier befindet man sich in einer ganz anderen Ecke Hanois – denn hier gibt es Verbotsschilder und Polizei. Nichtsdestotrotz ein schöner Fleck in Hanoi, denn das Mausoleum ist imposant und die Grünanlagen dahinter sehr schön. 

Wer ist Ho Chi Minh? 

Ho Chi Minh war ein vietnamesischer Revolutionär und später Präsident von Vietnam (1945-69). Während des Zweiten Weltkriegs und darüber hinaus war er Anführer der Viet Minh – die gegen die Japaner und später gegen die Franzosen und die USA kämpfte. Durch seinen Einsatz für die Unabhängigkeit Vietnams erreichte er – auch über Asien hinaus – einen großen Bekanntheitsgrad und er gilt neben Che Guevara als einer der bedeutendsten Guerillakämpfer. In Vietnam wurde er zum Vorbild der Revolution.

Er starb im September 1969. In seinem Testament gab er an, dass er verbrannt werden wollte und seine Asche sollte in Nord-, Zentral- und Südvietnam verteilt werden. Sein Leichnam wurde aber gegen seinen Willen einbalsamiert und in dem Mausoleum bestattet.

In dem Mausoleum liegt die einbalsamierte Leiche. Dieses kann auch besichtigt werden, aber da schieben sich wohl Menschen hinter Menschen einfach nur durch die Gänge. Wir wurden nicht vor die Wahl gestellt, denn einmal im Jahr muss „Onkel Ho“ nach Russland reisen, wo die Balsamierer ihn wieder herstellen. Das Mausoleum ist von September bis Dezember immer geschlossen. 

Reisebericht Vietnam Hanoi links das Mausoleum, rechts der Ba Dinh Square

Reisebericht Vietnam Hanoi Das Ho Chi Minh Mausoleum – vor dem Gebäude findet regelmäßig eine Wachablösung statt

Reisebericht Vietnam Hanoi Der Ba Dinh Square mit dem Nationalversammlung Gebäude im Hintergrund

Reisebericht Vietnam Hanoi Wenn man links an dem Mausoleum vorbei geht, gibt es noch einiges zu entdecken.

Die Einsäulenpagode gehört zu den ältesten Pagoden der Stadt und ist aufgrund der außergewöhnlicheren Bauweise eines der Wahrzeichen. Ursprünglich wurde die Pagode 1049 auf einem Baustamm erbaut. Die Rekonstruktion wurde dann auf Beton gesetzt, da der Baumstamm im Laufe der Jahre verfault war. Die Legende besagt, dass der König Lý Thái Tông, der keine Kinder hatte, im Traum die Göttin der Barmherzigkeit Quan Âm gesehen hatte, die ihm ein Kind versprach. Kurz darauf bekam der König einen Sohn und aus Dankbarkeit ließ er die Pagode errichten. Ursprünglich hatte sie die Form einer Lotusblüte, aber sie wurde immer wieder zerstört (z.B. 1954 durch die Franzosen).

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Um die Ecke befindet sich das Ho Chi Minh Museum. Der Eintritt kostet 10.000 Dong (ca 0,37 €) und man findet hier – wie sollte es auch anders sein bei den Namen? – allerlei zu Ho Chi Minhs Leben.

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Direkt nebendran befindet sich noch ein kleiner Tempel, dessen Namen ich nicht herausfinden konnte. Er ist innen sehr hübsch geschmückt.

Reisebericht Vietnam Hanoi

Reisebericht Vietnam Hanoi Überladen? Nur ein bisschen… ;-)

Reisebericht Vietnam Hanoi

Ho Chi Minh war bekannt für einen einfachen Lebenstil und Bescheidenheit. Er lebte in einer Hütte (Onkel Ho’s Haus) neben dem Regierungsgebäude, das auch heute noch steht und besichtigt werden kann. Die Öffnungszeiten sind von 7:30 – 11:00 Uhr und 13:30 – 16 Uhr. Wir waren während der Mittagspause da und es war leider geschlossen.

Außerdem sind wir noch an dem Präsidentenpalast vorbei gekommen: ein großes, gelbes Gebäude. Dieses kann wohl auch besichtigt werden. Da streng guckende Wärter vor der Tür standen, habe ich mich nicht getraut ein Foto zu machen, aber ich glaube, es wäre erlaubt gewesen :-)

Hinter dem Ho Chi Minh-Gelände befindet sich der Botanische Garten. Er ist die grüne Lunge der Stadt und wurde 1890 noch von den Franzosen angelegt und erstreckt sich über eine Fläche von 33ha. Mit 2.000 Dong (ca 0,07 €) ist man dabei. Wirklich viel zu sehen gibt es nicht, aber für 7 Cent kann man einen schönen Spaziergang im Grünen machen und in der lauten und überfüllten Stadt ein wenig zur Ruhe kommen. 

Reisebericht Vietnam Hanoi Wasser gibt es hier natürlich auch…

Reisebericht Vietnam Hanoi Auf einer kleinen Insel gibt es ein paar Taubenhäuschen

Reisebericht Vietnam Hanoi Da ist irgendwas im Wasser…

Am West-Lake

Nicht weit vom Botanischen Garten befindet sich der Hồ Tây – der West-Lake. Er ist mit seiner Uferlänge von 17km und eine Fläche von 500ha der größte See Hanois und ein beliebter Erholungsort. Ein Spaziergang über die Straße Ba Đình am Wasser entlang und dann rechts abbiegen um wieder in die Altstadt zu kommen lohnt. 

Direkt vor dem See befindet sich der Đền Quán Thánh Tempel. Da dieser nochmal Eintritt gekostet hätte, haben wir ihn uns nur von aussen angesehen. Der Tempel stammt aus dem 11 Jhd. und gehört zu den beliebten Touristenattracktionen. Übersetz heißt der Name wohl „Platz der Götter“.

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Reisebericht Vietnam Hanoi Ein alter, verlassener Dampfer?

Ein der Mitte der Straße Ba Đình befindet sich die Tran Quoc-Pagode. Sie ist der älteste buddhistische Tempel in Hanoi und befindet sich auf einer kleiner Insel. Sie wurde im 6 Jhd. erbaut und befand sich zunächst am Red River. Der Fluss stieg aber an und daher wurde die Pagode um 1615 an den heutigen Standort versetzt. Bei uns war sie leider geschlossen.

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Reisebericht Vietnam Hanoi Blick über den See auf die Altstadt

Der Literatur-Tempel 

Auch sehr sehenswert ist der Literatur-Tempel (Eintritt 120.000 Dong, ca 4,39 €). Bei einem Literaturtempel handelt sich in dem Sinne um keinen Tempel, noch wird er für Religiöse Zwecke benutzt. Es gibt mehrere davon in Vietnam verteilt, aber dieser ist der bedeutendste. Der Anlagenkomplex wurde 1070 erbaut und sie gilt als erste Akademie (oder auch Eliteuniversität) des Landes die zwischen 1076 und 1915 unterrichtet hat.

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Reisebericht Vietnam Hanoi Es gibt so großartige und gewaltige Bäume in Vietnam!

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Reisebericht Vietnam Hanoi Der Pavillon des Sternbilds der Literatur (Khue Van Cac) ist auch auf dem 100.00 Dong Schein angebildet..

Die Schildkröten tragen auf ihrem Rücken steinerne Stelen, auf denen Name, Geburtsort und Ergebnisse des jeweiligen Prüflings angeben. Leider ist die Sammlung heutzutage nicht mehr vollständig.

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Reisebericht Vietnam Hanoi Der Khai Thanh Tempel

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Reisebericht Vietnam Hanoi Cola ist doch eine gute Opfergabe, oder?

Reisebericht Vietnam Hanoi Nur ein bisschen schief…

Reisebericht Vietnam Hanoi Alte Druckvorlagen für Schriftrollen

Reisebericht Vietnam Hanoi Räucherstäbchen in Tempeln dürfen niemals gelöscht werden – sie brennen bis zum ende durch…

Reisebericht Vietnam Hanoi So hat es früher hier mal ausgesehen. Da wo heute Stadt ist, war damals alles grün!

Reisebericht Vietnam Hanoi Im Inneren des Tempels ist alles aus dunklem Holz gefertigt

Reisebericht Vietnam Hanoi Es ist eine alte Tradition Geld auf das Dach zu werfen, als Investition für eine bessere Zukunft

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Neben dem Tempel befindet sich der kleiner Văn Miếu, Đống Đa Park. Hier steht ein Pavillion und einige schöne alte Bäume!

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Reisebericht Vietnam Hanoi könnt ihr die Stille spüren?

Gegenüber, auf der anderen Straßenseite ist der kleiner Teich Hồ Giám, den man in ein paar Minuten umrundet hat. 

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Das Französischen Viertel

Wandert man durch das französische Viertel, wird man irgendwann auf die St. Joseph’s Kathedrale stoßen. Da es eine Kathedrale im neogotischen Stil ist, wird man im ersten Moment vielleicht irritiert sein – aber natürlich stammt diese noch aus der französischen Kolonialzeit von etwa 1886. Wie man schon am Namen des Viertels erahnen kann, haben die Franzosen in Vietnam ihre Spuren hinterlassen. Wenn man durch das Viertel schlendert, wird man einige Villen entdecken. Außerdem findet man hier auch einige der teuersten Boutiqen Hanois.

Reisebericht Vietnam Hanoi Wie sich das im Dezember gehört – auch mit Weihnachtsbaum – denn in Vietnam wird zu Weihnachten fleißig geschmückt!

Hier kamen wir an dem Lý Thái Tổ Monument vorbei. Lý Thái Tổ war von 1009 – 1028 Herrscher des damaligen Reiches, wo heute Nord-Vietnam ist. Er gilt als Gründer der Stadt Hanoi – die übrigens als die älteste Stadt Südostasiens sein soll.

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Das Opernhaus Hanoi wurde 1901 – 1911 von der französischen Kolonialverwaltung erbaut. Als Vorbild diente hier damals die Opéra Garnier de Paris. Heute werden hier neben westlichen Klassikern auch traditionelle vietnamesische Vorführungen angeboten.

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Was wir hier entdeckt haben, kann ich gar nicht so genau sagen. Wir waren südlich unterwegs beim See Hồ Bảy Mẫu, als wir dieses leuchtende Tor durchschritten und dann auf so einer Art Großhandelsmarkt waren. Es sah nicht aus wie ein normaler Markt für Endverbraucher, wir waren die einzigen Nicht-Asiaten und niemand hat auch nur versucht uns was zu verkaufen. War interessant.

Reisebericht Vietnam Hanoi

Reisebericht Vietnam Hanoi

Essen in Hanoi: Garküche und vieles mehr!

Was man unbedingt in Hanoi probieren sollte, ist die Garküche! Sie ist eine traditionelle vietnamesische Hausmannskost, die preiswert und frisch ist. Gerade in der Altstadt befinden sich am Straßenrand und in den Ecken überall kleine Garküchen, wo schnell ein wenig Essen zubereitet wird. Es gibt kleine Plastikstühle und -tische, wo die großen Europäer aussehen, als würden sie an kleinen Kindertischen sitzen. Bei der Entscheidung an welchen Stand man sich letztendlich setzt, sollte man auf sein Bauchgefühl hören. Wie sauber ist der Stand? Sitzen dort auch viele Einheimische?

Reisebericht Vietnam Hanoi

Wir haben uns für Phở gà entschieden: eine Nudelsuppe mit Hühnchen. Häufig gibt es diese auch mit Rind (Phở bò). Diese Suppe wird zu jeder Tageszeit (auch zum Frühstück) bei den Vietnamesen gegessen und ist ein sehr traditionelles Gericht.

Reisebericht Vietnam Hanoi Einfach – aber gut!

An einem anderen Abend hat es uns in das Restaurant Bún Chả Đắc Kim verschlagen. Ich hatte gelesen, dass es hier ein gutes Bun Cha gibt – ein ebenfalls traditionelles Gericht für Hanoi. Man bekommt hier eine Schale mit gegrilltem Fleisch und Frikadellen. Dazu gibt es noch Reisnudeln, Ingwer und Salat. Bei unserem Paket gab es auch noch Nem (Frühlingsröllchen) mit dazu. 

Reisebericht Vietnam Hanoi An meinen Food-Fotografien muss ich noch arbeiten :-) Aber lecker wars!

Wer gern Süßes mag, sollte sich unbedingt bei den Damen, die mit ihren Körben in der Altstadt unterwegs sind, umschauen. Hier gibt es leckere Bällchen (mit Sesam oder Banane, z.T. frittiert – es gab einige Variationen), die man für wenig Geld als Snack zwischendurch besorgen kann (aber Achtung! Hier kann man ordentlich handeln, z.T. verlangen die Damen zunächst einen viel zu hohen Preis). Leider haben wir in unserem Urlaub nicht raus finden können, wie diese Bällchen heißen. Wir haben sie auch praktisch nur in Hanoi gesehen.

Unsere Unterkunft: das Hanoi Royal Palace Hotel

Die ersten zwei Nächte hatten wir bereits im Voraus gebucht. Wir hatten uns für das Hanoi Royal Palace Hotel 2* entschieden. Es liegt gut gelegen nicht weit vom Hoan Kiem See entfernt. Unser Zimmer war sehr schön eingerichtet, das Bett war bequem und wir hatten eine Badewanne (was wohl in Vietnam nicht unbedingt Standard ist…). Die Angestellten waren sehr höflich und bemüht. Für die zwei Nächte haben wir 69,3 $ (ca 57,53 €) bezahlt. Das Frühstück war inklusive und sehr lecker! 

Reisebericht Vietnam Hanoi

Reisebericht Vietnam Hanoi

Reisebericht Vietnam Hanoi Die Aussicht von unserem Hotel

Ein paar Allgemeine Sachen zu Vietnam:
  • US Dollars sind dort unglaublich beliebt. Bei vielen Hotels oder Touren werden direkt nur die Dollar Preise angegeben. Natürlich kann man auf Wunsch auch mit Vietnamesischen Dongs zahlen (wir hatten natürlich keine Dollar dabei und wollten auch nicht wechseln), da muss dann oft erst umgerechnet werden
  • Verwickelt Einheimische in keine politischen Gespräche – das ist Tabu und kann für den betroffenen Verhöhre und Gefängnis bedeuten
  • Natürlich, wie in so vielen Ländern: keine fotos von militärischen Einrichtungen etc.
  • Wenn wir schon beim Thema Fotos sind: wenn Asiaten euch ansprechen und mit dem Fotoapparat wedeln, wollen sie wahrscheinlich nicht das *ihr* ein Foto macht – sie wollen mit euch zusammen ein Foto machen – das ist uns mehrfach passiert, war aber immer witzig!
  • In manchen Tempeln und Pagoden müssen die Schuhe ausgezogen werden – aber Schilder weisen immer darauf hin, falls es nötig ist. Ansonsten natürlich: Schultern und Knie müssen bedeckt sein.
  • Den Vietnamesen ist die Kleidung sehr wichtig. Was gar nicht gern gesehen wird, sind schmuddelige Touristen in kaputten und dreckigen Klamotten!
  • Lautstarke Auseinandersetzungen sind unüblich, in Vietnam führt man eher leise Unterhaltungen
  • es gilt als unhöflich abzulehnen – man wird so also eher selten ein klares Nein hören
  • Wie überall in Südostasien sollte man kein Leitungswasser trinken. Wenn ihr Wasser in den Geschäften kauft, achtet darauf, dass diese versiegelt sind – sonst besteht die Gefahr, dass die Flaschen einfach mit Leitungswasser aufgefüllt wurden. 
  • Man merkt, dass Vietnam noch nicht so überlaufen ist wie Thailand. Gerade im Norden sind die Verkäufer noch nicht wirklich penetrant. Gefühlt wurde es schlimmer, je weiter man in den Süden gekommen ist. Ansonsten hat es überall gereicht (bis auf ein paar Ausnahmen) mit dem Kopf zu schütteln und kein weiteres Interesse zu zeigen
  • In Vietnam ist es absolut normal sich in größeren Gruppen in der Öffentlichkeit (Parks z.B.) zu treffen und dort gemeinsamen Aktivitäten, wie Sport & Yoga nach zu gehen
  • Heiraten scheint auch ein richtig großes Ding in Vietnam zu sein. Egal in welchem verlassenen Kaff am Arsch der Welt du bist – mindestens ein Brautmoden Geschäft gibt es dort immer! Beliebt sind auch öffentliche Plätze für Shootings – wo manchmal 3 Shootings gleichzeitig statt finden!
    Reisebericht Vietnam HanoiIn der Nähe des Ly Thai To Monument – drei Shootings auf kleinstem Raum! 
Siehe auch:
Teil 2 meines Vietnams Reiseberichts: die großartige Halong Bucht & die Insel Cat Ba
Übersichtskarte mit allen genannten Punkten

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