Thailand 03 – Paradies ohne Luxus – Ko Phayam

Wir sitzen immer noch im Nachtbus von Bangkok nach Ranong. Endlich ging es in den Süden: ans Meer zu der „einsamen“ Insel Ko Phayam…

Ich kann eigentlich fast gar nicht schlafen – wie immer – also bewundere ich die Aussicht und ein bisschen das Landleben in Thailand – faszinierend: irgendwo ist immer irgendwer am rum wuseln – dieses Land scheint einfach nicht zu schlafen!

Mitten in der Nacht und mitten während der Fahrt werden wir auf einmal angehalten. Ein Polizist stürmt rein und will die Pässe sehen. Etwas trantütig suche ich meinen. Noch bevor ich ihn zeigen konnte, ist der Polizist schon wieder weg. Hä?! Später erfahren wir, dass diese keine Touristen – sondern nur Thailänder kontrollieren. Soso….

Ein weiteres Mal mitten in der Nacht halten wir an einer Art Tankstelle, oder einem Nachtmarkt. Ein kurzer Klogang und wir bekommen etwas zu essen serviert – was mir allerdings überhaupt nicht mundet! Buarks! Also hungere ich lieber.

Ankunft in Rangong ist 5 Uhr. Ich bin zunächst etwas beunruhigt, da die Busstation etwas außerhalb ist – wie sollen wir um 5 Uhr morgens irgendwo hin kommen? Mitten im Nirgendwo??? Aaaber kein Stress! In Thailand gibt es kein Markt, der nicht beliefert wird. Wir stehen keine zwei Minuten, als wir angequatscht werden ob wir zum Hafen wollen. Natürlich wollen wir zum Hafen – wo sonst hin? :sweat:

Also werden wir kurz darauf am Pier abgesetzt – unsere Sachen werden auch direkt von dem Herren in den nächsten Laden geschleppt, damit wir dort auch brav unser Geld lassen. Wir treffen eine überaus charmante und lustige Thailänderin Took (oder wie auch immer sie geschrieben wird). Gut gelaunt informiert sie uns über die nächsten Fähren – denn unser Ziel ist natürlich nicht Rangong, sondern die Naheliegende Insel Ko Phayam. Sie bucht uns auch total selbstlos ein nettes Bungalow dort (generell kann ich sie und ihren Shop wirklich empfehl (irgendwas mit Star Light-Shop) – natürlich möchte auch sie Geld verdienen, aber das tut sie auf sehr lustige Art und Weise und sie möchte dir nicht einfach nur etwas andrehen, sondern versucht dir dir dabei auch wirklich zu helfen – das habe ich selten in Thailand getroffen)

Wir haben immer noch ca 5 Uhr morgens und die erste Fähre geht um ca 9.30 Uhr. Also heißt es erstmal Zeit tot schlagen. Wir lernen einen lustigen Holländer und ein paar Asiaten kennen und quatschen uns den Mund fusselig.  Der Holländer ist schon länger und schon häufiger in Thailand gewesen und erzählt uns lauter praktischen Kram.

Ranong

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Ups! Ebbe… wie soll da denn ein Boot fahren?

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Kein Problem. Eine Stunde später ist der Fluss wieder voll und es kann los gehen :mrgreen:  Wir haben die Wahl zwischen einer Speed-Boot Fähre und einem normalen Bötchen, das ca 3 Std unterwegs ist – aber dafür billiger ist. Da wir eh viel zu früh dran sind für das Bungalow entscheiden wir uns für die lange variante und genießen eine hübsche Bootsfahrt zu unserer Insel.

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Es wird alles mitgenommen was geht. Da waren die lustigsten Sachen im Gepäck – aber man muss bedenken, die Insel wird nicht anderweitig beliefert (zwischen dem Touristen Gepäck liegt essen, eine Klimaanlage, irgendwelche Küchengeräte und lauter Krempel). Das Boot war generell sehr lustig, denn Geländer gab es nicht überall – lass sowas mal den TÜV in Deutschland sehen :lol:

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Unsere neuen Reisebegleiter (der Holländer und die Asiaten) verlassen das Bötchen bereits früher, denn sie besuchen eine andere Insel. Sieht schonmal gut aus!

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Für uns geht es noch weiter. Langsam kommen wir uns vor wie ein Stück Fleisch auf der Grillplatte – die Sonne knallt erbarmungslos auf uns runter. Aaaber.. draußen ist es doch sooo schön! :herz:

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Weeee! Ich glaube, das wird ein Sonnenbrand!

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Dann sind wir da! Juhu! Ein Pier! Wir sind auf Ko Phayam! Kurz etwas zu der Insel:  sie liegt etwa 35km vom Festland entfernt im indischen Ozean. Die Insel selbst ist nicht besonders groß und dünn besiedelt und dort gibt es keinen Autos – nur Roller.

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Wir verlassen also unser Schiff und suchen unser Resort. Okay, das ist etwas weiter entfernt vom Pier. Wie kommen wir hin? Ah, lustige Thailänder auf Rollern. Ehe wir uns versehen hat sich ein Thailänder mein Gepäck in den „Fußraum“ geworfen und ich sitze hinten auf so einem Roller drauf und erlebe eine lustige, holprige Rollerfahrt auf kleinen Wegen, durch den Regenwald (naja, nicht wirklich – aber irgendwie fühlt es sich für uns Stadt-Touristen doch sehr abenteuerlich an) auf die andere Seite der Insel zu unserem Restort. Gelegentlich den Kopf einziehen und gut festhalten – dann kommt auch alles an.

Wir wurden herzlichst in unserem Restort empfangen – nicht nur von den Besitzern, sondern auch von fröhlichen und gut gelaunten Gästen, die uns direkt ins Herz schließen. Und ich bin direkt begeistert – genauso habe ich mir das vorgestellt. Süße kleine Holz-Hüttchen – und nur das nötigste vom nötigsten. Keine richtigen Fenster (nur so Holzteile mit Glas davor zum auf und zu schieben). Einer Hängematte vor der Tür und einer super Aussicht direkt aufs Meer.

Hinter einem der Dschungel, vor einem Strand und Meer – was möchte man mehr?

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Ein absolut minimalisch eingerichtetes „Bad“ – es gibt nur kaltes Wasser, keine funktionierende Spülung (man kippt statt dessen noch das Wasser per Hand ins Klo) – und jetzt stellt euch vor, wie wunderbar eine kalte dusche nach ca 30 Std schwitzen und unterwegs-sein sein kann :tanz:

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Ein Bett – sonst nichts. Aber was braucht man schon anderes im Paradies?

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Wunderschön – oder nicht?

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Oh und erwähnen sollte man vielleicht auch, dass der Strom um halb 11 abgeschaltet wurde und manchmal auch einfach so zwischen drin ausgefallen ist. Mein Handy ist leer und Strom gibts erst wieder irgendwann – das nennt man wahre abgeschiedenheit! :herz: Es waren nicht alle Resorts auf dieser Insel so – viele waren etwas besser ausgestattet, aber ich habe ehrlich gesagt nicht mehr gebraucht! Es war perfekt! (Habe ich schon die Hängematte direkt vor der Hütte erwähnt?!)

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Rechts auf dem Bild sieht man unsere „Lobby“ – so geil! Eigentlich nur ein Dach und ein paar Pfeiler. Von allen Seiten offen. Wie geil ist das denn?

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Endlich Strand! Endlich Meer! :dance:

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Hab ich schon die Hängematte erwähnt?!??! *schaum vorm Mund hat*
Oh Richtig. Und ich hab mir einen lustigen Pseudo-Thailändischen Rock in Bangkok gekauft. Hart chillen und so.

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Und ich habe mir mal etwas süßes gegönnt! Cocosnuss-Chips. Diese kannte ich auch bereits aus Deutschland – aber auch hier – kein Vergleich. Yummi! Lecker! und in lustigen Farben.

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Wir celebrieren noch etwas den Strand und unsere Hütte, als die Welt mal wieder unter geht und es aus allen Kübeln schüttet (ich weiß nicht ob man es so gut auf dem Bild sieht). Eigentlich wollten wir nur eine Nacht auf Ko Phayam bleiben, aber wir sind so begeistert, dass wir direkt um eine Nacht verlängern – außerdem haben wir dann die Möglichkeit unsere Wäsche vor Ort waschen zu lassen.
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Gegen Abend lässt der Regen aber zum Glück wieder nach und wir begaffen wieder den Strand und das Meer.

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Dann gönne ich mir auch zur Abwechslung mal was richtiges zu essen. Es gibt gebratene Nudeln mit einem Cocosnuss-Shake. Lecker Lecker! Die Shakes & Smoothies sind generell in Thailand sooo bezahlbar. Und die gebratenen Nudeln sind lustig – ganz anders als bei uns. Insgesamt: sehr lecker :ja:

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Und dann gehen wir zum nächsten Programmpunkt über: den Sonnenuntergang. Ich entschuldige mich jetzt schon für die tausenden Fotos – ich konnte mich einfach nicht entscheiden welche ich besser finde :sabber:

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Den Abend haben wir dann zunächst in dem „Lobby-Restaurant“ mit Cocktails ausklingen lassen (Cocktails sind in Thailand auch echt bezahlbar :mrgreen: ). Auf dem ersten Bild hier lässt sich vielleicht erahnen, wie chillig und cool die Lobby war.

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Und dann ging es Nachts natürlich nochmal an den Strand – ein wunderbarer Sternenhimmel erwartet einen hier. Auf diesem Bild lässt sich nicht anseitsweise erahnen, wie wunderbar der Sternenhimmel dort ist! Ich hab es trotzdem versucht…

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Nach zwei Tagen on Tour und ohne Schlaf gab es nichts besseres als glücklich und zufrieden zu entspannedem Meeresrauschen ins Bett zu fallen…

Weisheit des Tages: Unterschiedliche Wörte je Geschlecht & Begrüßungen!

Es gibt verschiedene Begriffe die je nach Geschlecht verwendet werden. Während der Mann als höfliche Begrüßung (=Guten Tag) „Sawatdi Krab“ nutzt, verwendet die Frau „Sawatdi Krah“ (unabhängig an wen man das gesagt richtet)

Bei Danke ist es genauso: Der Mann sagt „Khop Khun Khap“ und das Weibchen „Khop Khun khaa“.

Oder auch Sweetheart hat für Frau und Mann eine andere Bedeutung, so wie „mein Sweetheart“ hat auch nochmal eine extra Bedeutung (diese weiß ich allerdings nicht mehr :mrgreen: )

Die gängie Begrüßungs-Geste in Thailand ist eine Verbeugung mit dem Zusammenlegen der Handflächen. In einer Angestellten-Kunden (z.B. im Hotel)-Beziehung ist es gängig, dass der Angestellte diese Geste macht und es ist nicht üblich, dass der Kunde dies erwiedert. Hier reicht ein höflichs nicken mit dem Kopf. Wenn man diese Geste ebenfalls mit Zusammenlegen der Hände erwiedert, wird man auch schon mal seltsam angeguckt. Ist man allerdings unter Familie oder Freunden ist diese Geste vergleichbar mit einer Umarmung :ja:

Dieser Beitrag gehört zu meinem Thailand-Reisebericht. Gehe zu…
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