Allgäu 3: die Wanderschaft durch die Breitachklamm

An unserem letzten Tag im Allgäu wollten wir wieder etwas wandern gehen – und zwar durch die Breitachklamm. Ein Blick aus dem Fenster offenbarte uns, dass das Wetter heute etwas wechselhaft war. Das sollte uns aber nicht aufhalten.

Reisebericht Oberstdorf Winterwandern

Es tropfelte etwas und es war sehr glatt. Zunächst ging es auf einer kleinen, abenteuerlichen Wanderung zum Bahnhof von Oberstdorf. Hier haben wir uns einen Bus gesucht der uns bis zur Station Walserschanze (Buslinie 1 Walsertal) bringen sollte. Der Busfahrer war ein kleiner Scherzkeks und hat – obwohl wir auf „Stop“ gedrückt hatten – einfach die Station übersprungen und ist weiter gefahren :lol: Ausgesetzt hat er uns dann in Österreich (der hat versucht uns abzuschieben :lol:  :lol: ). Also den nächsten Bus wieder eine Station zurück genommen. Jetzt waren wir zumindest nur an der Grenze zu Österreich :lol:

Von hier aus ging es dann einen sehr verschneiten Weg zur Breitachklamm – unserem Ziel.

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Die Breitachklamm ist eine tiefe Felsenschlucht – eine der tiefsten in Mitteleuropa. Nach einer Eiszeit – als die Gletscher zu schmelzen begannen – hat sich das Wasser durch den Fels einen Weg gesucht und dadurch die Schlucht erschaffen. Heute fließt hier die Breitach durch. Man kann die Klamm sowohl im Winter, als auch im Sommer besuchen. Der 2,5km lange Weg wird jährlich von etwa 300.000 Menschen besucht.

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Wir hatten den Weg zunächst ganz für uns alleine. Faszination Schnee, Fluss und Eiszapfen :herz:

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Der Weg geht eng an dem Fels entlang und des öfteren war Kopf einziehen angesagt ;)

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Sogar ein bisschen blauer Himmel zeigte sich…

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Nach einem kurzen Stück gab es dann eine Art Kasse, da die eigentliche Klamm Eintritt kostet (7 €). Diese war aber unbesetzt, da man die Klamm von zwei Seiten aus durchwandern kann – bezahlen sollte man dann am anderen Eingang.

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Hier hat man überall wunderschöne Eiszapfen und gefrorenes an den Felswänden. Total schön. Im Sommer sind dann logischerweise eher kleine „Wasserfälle“ angesagt.

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Das Eis schmilzt – getropft hat es hier aber auch schon ein wenig ;)

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Nach einem viel zu kurzen Marsch (ich hätte da stundenlang durch laufen können!) sind wir aus der Klamm draußen. Es folgt noch ein hübscher Spaziergang und dann ist man am anderen Eingang angekommen. Brav bezahlen wir unseren Eintritt und wir sind draußen :grin:

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Von hier aus fährt auch wieder ein Bus zurück nach Oberstdorf, aber wir wollten zurück wandern.

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Der Weg zurück nach Oberstdorf ist sehr hübsch – führt uns zunächst noch an der Breitach entlang An einer Stelle wird dieser dann überquert…

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… und es geht zunächst einen Berg hinauf. Hier kommen wir ein wenig ins schwitzen.

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nicht mehr ganz so frisch…

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Kurz darauf können wir schon Oberstdorf vom Hügel aus sehen…

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Die Lampen haben hier überall diese lustigen „Schneehüte“ :lol:

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Kurz darauf kommen wir in Oberstdorf raus und die Sonne versucht durch die Wolkenschicht zu brechen

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Nach einer kurzen Pause im Hotel sind wir nochmal los gezogen. Wir haben aber diesmal keine feste Route genommen, sondern sind so ein bisschen hier, ein bisschen da entlang gelaufen.

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Wir sind auch wieder an der Trettach vorbei gekommen…

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Nach der Tour haben wir wieder ein gutes Stück Weg hinter uns gebracht und es ging zu unserem – inzwischen – traditionellen Stück Kuchen :lol: Hier gab es ein Stück Nusskuchen mit Preiselbeeren und Baiser-Haube. Nom! Außerdem eine weiße heiße Schokolade.

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Durch die Stadt ging es dann wieder zurück ins Hotel.

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Mit einem malerischen Himmel verabschiedete sich Oberstdorf an diesem Abend von uns..

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Es gab noch essen – für mich ein leckeres Schnitzel Wiener Art :x

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Abends sind wir dann nochmal an den Kurpark gegangen. Hier feierte Oberstdorf ein kleines Winterfest. Es gab kleine Hütten mit Getränken und Essen – wie ein kleiner Weihnachtsmarkt. Außerdem gab es eine Live-Band, die irgendwie leicht verstörende … was war das… Volksmusik? gemacht hat? Ich weiß es nicht so genau. Meine Freundin meinte dann nur, so wie die aussehen, heißen die bestimmt Hubert und Nikolaus. Zwei Minuten später stellten sie sich als Hubert und Nicki vor   :lol:    Also entweder sollte ich meiner Freundin die Auswahl der Lotto-Zahlen überlassen oder sie ist ein heimliches Fan-Girl. Ich habe es nicht herausfinden können :lol:

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Nach dem ein oder anderen Getränk ging es dann wieder zurück ins Hotel.

Geschaffte Leistung: 20,4km und 30.135 Schritte

Die letzte Nacht war schnell rum und am nächsten Morgen ging es fast unspektakulär (das Navi führte uns wieder etwas umständlich :lol: ) wieder zurück nach Hause. Damit war unser Schnee-Wochenende zu ende  :heul:

Fazit Oberstdorf
Ja, was soll ich sagen? Ich denke die Bilder sprechen für sich. Wir hatten ein unglaubliches Glück mit dem ganzen Schnee, dem Wetter und überhaupt. Das Wochenende hat richtig Spaß gemacht – sich nur auf den Weg konzentrieren und die Seele baumeln zu lassen. Schneeschuh-Wandern ist total witzig (und anstrengend :xD: )  und möchte ich nochmal irgendwann „richtig“ machen. Die Gegend Oberstdorf ist zwar irgendwie schon sehr touristisch, aber trotz allem so unglaublich schön und wer sich dem Wintersport (oder auch im Sommer ^^) hingeben möchte, wird hier definitiv auf seine kosten kommen. Von mir eine eindeutige Empfehlung und ich schließe ein Wiederkommen nicht aus :mrgreen:

Dieser Beitrag gehört zu meinem Oberstdorf-Reisebericht. Gehe zu…
– 03 – 02 01