Wiesbaden: Ein Besuch in der Fasanerie und eine Wanderung durch den Taunus-Wald

Eine Wanderung durch den Taunus-Wald und einen Besuch in der Fasanerie Wiesbaden – für einen Tag haben wir uns das Umfeld von Wiesbaden etwas genauer angesehen…

Wanderung durch den Taunus-Wald

Nachdem ich mir Mainz, Wiesbaden und auch das Kloster Eberbach angesehen habe, habe ich mich gefragt, was es hier im Umfeld noch alles so zu entdecken gibt. Dabei bin ich auf diese Rundwanderung aufmerksam geworden, die die Fasanerie mit ein paar hübschen Zielen auf dem Weg verbindet. Also habe ich mir meine Wanderschuhe angezogen und bin los gewandert…

Kilometer: 15,2 km
Wir haben gebraucht: ca 4:15 Std (inkl. Pausen und Fotostops)
Aufstieg: 415m, Abstieg 427m
(gemessen mit einer Tracking App)

Reisebericht Wiesbaden Fasanerie Wanderung

Geparkt haben wir an der Fasanerie und die Wanderung dann im Uhrzeigersinn gemacht. Da es an diesem Tag sehr heiß werden sollte, waren wir frühzeitig unterwegs gewesen, um noch so viel wie möglich von der morgendliche Frische mitzunehmen. Das hatte auch den Vorteil, das wir vor der Öffnung der Fasanerie da waren und so keine Probleme mit den Parkplätzen hatten. Der Platz ist zwar groß, aber es kann wohl – gerade im Sommer – durchaus auch etwas voller werden. Das Auto war abgestellt und es kann los gehen. 

Reisebericht Wiesbaden Fasanerie Wanderung

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Insgesamt macht die Wanderung eine schöne Runde durch den Taunus-Wald und es gibt unterwegs immer mal wieder etwas zu entdecken. Dazu kommt, dass es sehr viel durch den Wald geht und die Tour sich daher auch für sehr sonnige Tage anbietet, da der Weg insgesamt sehr schattig ist. Bei uns ist das Wetter tatsächlich nicht so schön geworden wie ursprünglich erwartet. Es hat mal wieder geregnet und war grau. So war es aber auch nicht zu warm. Wer die verlinkte Wanderung auch machen möchte, sollte aber etwas auf den Weg achten: wer „blind“ der Route von der getrackten Wanderung folgt, wird hier und da vom Weg abkommen, da Teile querfeldein sind. Wir waren an machen Stellen etwas verwirrt, haben den Weg aber trotzdem ohne Probleme gefunden. 

Reisebericht Wiesbaden Fasanerie Wanderung

Ein Stop auf der Wanderung war der Schläferskopf – ein 454m hoher Berg. Benannt wurde der Berg übrigends nach den hier lebenden Siebenschläfern. Sehenswert ist auch der Aussichtsturm Kaiser-Wilhelm-Turm. Leider ist dieser seit einiger Zeit geschlossen und sowohl das Restaurant, als auch die Aussichtsplattform können nicht besucht werden. Der erste Turm wurde bereits 1883 (10m hoch) errichtet. 1905 folgte ein 31m hoher Neubau. 2014 beschloss man, dass der Turm umfangreich saniert werden müsste. 2016 war die Sanierung abgeschlossen und Zurzeit wird noch ein Betreiber gesucht. Hoffen wir, dass sich da bald jemand findet, denn der Turm hat schon etwas märchenhaftes zwischen den Bäumen und eine grandiose Aussicht würde den Besuch noch abrunden.

Reisebericht Wiesbaden Fasanerie Wanderung

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Ein weiterer Stop war der Altenstein. In dieser Umgebung soll auch mal ein Ringwall gestanden haben, wobei dessen Existenz umstritten sein soll. Wir haben uns aber eher weniger für eine Ringwall-Anlage interessiert, sondern für den Fels, das Naturdenkmal Altenstein. Man vermutet, dass er früher als Versammlungs- oder Kultstätte genutzt wurde, wobei das bisher nur Spekulationen sind. Während 1854-57 wurde der Fels, der aus Quarzit besteht, als Steinbruch genutzt. So hat er einiges an seiner ursprünglichen Größe eingebüßt.

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Nicht weit davon entfernt, folgte der nächste Stop: der Spitzenstein. Um zu diesem Fels zu kommen muss man den eigentlich Weg auf einem schmalen Pfad verlassen. Zwischen den Bäumen taucht er dann plötzlich auf. Da dieser etwas abgelegener liegt als der Altenstein, hat der Ort eine besondere Atmosphäre. Teile des Steins sind mit Moos überwachsen. Man hat das Gefühl, obwohl der Weg eigentlich nicht so weit entfernt verläuft, dass man ganz alleine im Wald ist. Ein paar Vogelgeräusche mischen sich dazu. Ein sehr schöner und ruhiger Ort.

Reisebericht Wiesbaden Fasanerie Wanderung

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Wir setzen unseren Weg fort und es fängt an zu tröpfeln. Wir haben mehr als die Hälfte geschafft und befinden uns sozusagen wieder auf dem Rückweg. Wir freuen uns unterwegs über die Seerosen in einem kleinen Teich des Kesselbachs. Nach ein bisschen mehr wie 4 Std haben wir die Rundwanderung abgeschlossen. Insgesamt eine hübsche Runde, auch wenn der Weg auch mal kurze Abschnitte hat, die an der Straße entlang führen und daher weniger idyllisch sind. Wer zwischendrin noch ein Päuschen einlegen möchte, kann das z.B. bei der Gaststätte im alten Bahnhof Eiserne Hand oder im Waldrestaurant Fischzucht tun.

Reisebericht Wiesbaden Fasanerie Wanderung

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Ein Besuch in der Fasanerie Wiesbaden

Die Wanderung war beendet. Als letztes stand noch der Besuch in der Fasanerie oder auch „Tier- und Pflanzenpark Fasanerie“ an. Alles begann 1750 als der Fürst Karl von Nassau-Usingen eine Fasanenzucht hier gründete. Das Jagdschloss wurde von 1744-1749 errichtet. Sein Nachfolger Karl Wilhelm verlegte nach dem Tod des Karls 1775 sein Jagdgebiet hierher und löste die Fasanerie auf. 1912 ging das Jagdschlösschen in den Besitz der Stadt Wiesbaden über. 1955 wurde der heutige Tier- und Pflanzenpark eröffnet, das heute mit Hilfen von Spendengeldern finanziert wird.

Reisebericht Wiesbaden Fasanerie Wanderung

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In dem Jagdschloss, das heute unter Denkmalschutz steht, befindet sich ein Restaurant. Ansonsten ist der Eintritt kostenfrei. Neben Spenden kann man die Fasanerie auch mit dem Kauf von Futter unterstützen, mit dem man die Tierchen natürlich auch füttern kann. Auf 25 Hektar kann man heute etwa 40 einheimische Tierarten in naturnaher Umgebung bewundern und entdecken. Mit von der Partie sind Schafe, Ziegen, Schweine, aber auch Wölfe, Füchse und Bären!

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Bei uns war – wie bereits erwähnt – das Wetter nicht so bombastisch gut und daher hatten sich wohl einige Tierchen verzogen gehabt. Einige Gehege wirkten zumindest leer. Besonders angetan war ich aber von einer Voliere, in der verschiedene Pfauen herumspazierten. Neben Jungtieren, gab es sogar einen wunderschönen weißen Pfau mit großartigen blauen und grünen Federn!

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Nach unserem Rundgang, der uns auch an einem Hirschgehege, sowie einer kleinen Wasserwelt mit Störchen und Wasserratten vorbei brachte, war unser Besuch in der Fasanerie beendet und wir sind zufrieden wieder Richtung Heimat gefahren. Ob mit Wanderung oder ohne: die Fasanerie ist einen Besuch wert!

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Siehe auch:
Teil3 von meinem Mainz/Wiesbaden Reisebericht: Die Landeshauptstadt Hessen
Übersichtskarte mit allen genannten Punkten

Hinweis: Alle genannten Unterkünften/Touren/Restaurants/etc. habe ich selbst gebucht und bezahlt. Dies sind lediglich Empfehlungen bzw. Erfahrungsberichte meinerseits und es erfolgte keine Zusammenarbeit mit einer Firma. Ich wurde für die Verlinkung/Werbung nicht bezahlt. Ich bin ein privater Blog und verdiene damit keinerlei Geld. Ich habe einfach nur Spaß am bloggen und reisen und teile dies mit der Welt :-)