Ukraine 01 – Kiew, Kiev, Kyiv oder Київ? In Zwei Tage durch Kiew

Schon seit längerem war eine Tour in die Tschernobyl-Sperrzone geplant – dann haben wir kurzfristig einen Termin festgelegt und dann war es auch schon soweit. Vorher sollte aber noch die Hauptstadt der Ukraine erkundet werden. Was kann man in 2 Tagen in Kiew alles sehen?

Mit dem Flugzeug starteten wir von Frankfurt und in 2 ½ Std waren wir da.

Reisebericht Kiew

Einreise-Infos

Ein Reisepass ist für die Einreise nötig, aber kein Visum für Deutsche (bei bis zu 90 Tagen Aufenthalt). Außerdem muss man auf Nachfrage eine finanzielle Absicherung vorweisen (auch wenn das bei Deutscher Staatsbürgerschaft eher seltener angefragt wird): Der 20-fache Betrag des Existenzminimums für eine Person. Genau definiert ist das nicht. Die Quellen sind unterschiedlich. Man sagt ca. 550 Euro wöchentlich. Als Nachweis kann Bargeld, Kontoauszüge, Kreditkartenabrechnungen etc. dienen. Wir hatten ausreichend Bargeld dabei und für den Notfall noch eine Kopie eines Kontoauszugs. Nähere Infos beim Auswärtigen Amt. Außerdem soll man auch bei den Handgepäck Kontrollen am Flughafen seine Sachen gut im Auge behalten und Wertsachen direkt vor Ort auf Vollstädigkeit prüfen.

Die Einreise war erfolgreich und wir befanden uns auf Urkainischem Boden.

Zeit für ein paar Fakten:

Sprache: Ukrainisch, aber auch viel Russisch
Alphabet: Kyrillisch
Einwohner: 2.907.000
Fluss: Dnepr
Währung: Hrywnja, UAH (1 € = 29,4684 UAH), auch Griwna genannt (Achtung! Tauscht nur so viel Geld, wie ihr wirklich braucht. Besser erstmal weniger und ggf. nochmal vor Ort. Wenn Restgeld übrig bleibt, am Besten direkt vor Ort zurück tauschen – wieder in Deutschland werdet ihr das Geld kaum noch los)
Strom: wie in Deutschland, kein Adapter nötig
Trinkgeld: Ja, üblich sind 5-8%
Zeitumstellung: + 1 Std vor Deutschland
Beste Reisezeit: Je nach Region Mai bis September

Ukraine

Ein wenig Geschichte?

Kiew ist die Hauptstadt und größe Stadt der Ukraine. Sie trägt den Namen „Mutter aller russischen Städte“, da sie früher im mittelalterlichen Großreich „Kiewer Rus“ der Großfürstensitz war. Da sie außerdem unglaublich viele Kirchen und Klöster hat, wird sie auch „Jerusalem des Ostens“ bezeichnet. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde sie zur Heldenstadt ausgezeichnet.

Die einen sagen, das Kiew von den vier Geschwistern Kyi, Schtschek, Chorwik und Lybid im 6. Jhd gegründet wurde. Sie wurde nach dem älteren bruder Kyi (Kiew – „Stadt von Kyi“) benannt. Andere sagen, das die Stadt 840 von muslimischen Söldnern gegründet wurde und um 930 von Slawen erobert wurde.

Im 11. Und 12. Jhd war Kiew mit 50.000 Einwohnern eine der größten Städte in ganz Europa. Darauf folgte der Tod des damaligen Herrschers Jaroslaws und ein Erbfolgekampf, der negativen Einfluss auf die Stadt hat. Der Eroberer Andrei Bogoljubski nahm seinen Titel mit in seine Residenz im Norden, wodurch die Stadt sehr an Bedeutung verlor. Im 13. Jhd. wurde die Stadt durch Batu Khan belagert und fast vollständig niedergebrannt.

Im 17. Jdh wurde die Stadt russisch und die Orthodoxie gewann an Einfluss. Im 19. Jhd war sie mit 250.000 Einwohnern ein wichtiger Handels- und Verkehrszentrum. Am Ende des Ersten Weltrkiegs und nach der Russischen Revolution entstand für kurze Zeit der Nationalstaat: der Ukrainische Staat mit Kiew als Hauptstadt.

Ab 1920 wurde Kiew sowjetisch. 1934 wurde die Stadt vom Verwaltungssitz zur Hauptstadt der Ukrainischen Sozialistischen Sowjetrepublik (SSR). Während der 1930er Jahre wurden viele historische Bauwerken durch die sowjetischen Behörden zerstört. Während des zweiten Weltkriegs erlitt die Stadt durch den Einmarsch der Deutschen großen Schaden. Im 6. November 1941 wurde sie nach 778 Tagen deutscher Besetzung durch die Rote Armee befreit.

Seit 1991 ist sie die Hauptstadt der unabhängigen Ukraine.

Kyrillisch?

Richtig, in der Ukraine – wie auch in Russland – wird das kyrillische Alphabet genutzt. Davon brauch man sich aber nicht abschrecken lassen. Es gibt einige Buchstaben, die anders aussehen, aber ansonsten dieselbe Bedeutung haben wir bei uns. Wenn man diese lernt – und das geht relativ fix – kann man vieles lesen. Ich habe mich vor dem Urlaub kurz mit dem Alphabet beschäftigt und konnte vieles verstehen. Viele Namen kann man sich dann herleiten oder häufig ist das kyrillische Wort ein englisches Wort, was man nachdem man die Buchstaben entziffert hat, plötzlich lesen kann. Es ist alles halb so schlimm wie es aussieht.

Der Flughafen KBP ist ca 30 km von Kiew entfernt. Der Sky-Bus fährt bequem alle 20min zum Hauptbahnhof und braucht ca 45 Min. Kostenpunkt: sehr günstig mit 80 UAH (ca 2-3 €). 

Es dauerte nicht lange und wir waren wieder unterwegs. 

Noch ein paar Regeln für Kiew

  • Der Konsum von Alkohol auf öffentlichen Plätzen ist nicht gestattet!
  • Es herrscht Ausweispflicht, also am Besten immer den Reisepass oder eine Kopie davon dabei haben
  • in Kirchen und Klöster sollten Schultern und Knie bedeckt sein und in Kirchen ist fotografieren verboten

Das südliche Kiew am Dnepr entlang

Es ging zunächst mit der Straßenbahn zum Mutter-Heimat-Museum (Батьківщина-Мати). Am besten plant man hier einen Besuch unter der Woche ein, da das Gelände am Wochenende wohl übelst überlaufen sein soll. Das Denkmal wurde in den 80iger Jahren von den Russen aufgestellt. Es soll an die sowjetischen Streitkräfte vom Großen Vaterländischen Krieg erinnern. Heute findet man hier das Nationale Museum der Geschichte der Ukraine im Zweiten Weltkrieg und die Statue selbst. Man kann hier alte Kriegswaffen und den 127m hohen Aussichtsplattform der Statue besichtigen. Bei uns war die Plattform schon geschlossen, also mussten wir mit der Aussicht vom Boden aus vorlieb nehmen. Diese war auch schon nicht schlecht. 

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Nicht weit davon entfernt findet man das  Mariä-Entschlafens-Kathedrale mit dem Höhlenkloster (Києво-Печерська лавра). Das Gelände ist recht weitläufig. Ich wollte unbedingt das Höhlenkloster sehen – gefunden haben wir erstmal nur die „near Cave“ und die war nicht besonders spektakulär. Die Damen müssen sich den Kopf verschleiern und da ich Hosen und keinen Rock anhatte, musste ich mir noch eine schicke grüne Schürze umwickeln. Für ein paar Griwna haben wir uns eine Kerze gekauft und dann ging es runter. Das Höhlenkloster war hier eher ein Keller und kaum waren wir drin, waren wir schon wieder draußen. Der Durchgang war sehr kurz und es gab nicht viel zu sehen. Es gab 2 Räume wo gebetet wurde, da wollten wir nicht rein platzen. Wir waren dann etwas verwirrt und nicht sicher, ob es das tatsächlich war. Dann sind wir noch etwas auf dem Gelände rum geeiert – sind davon aber nicht schlauer geworden. Es gibt wohl noch eine „far Cave“, die evtl. spektakulärer ist. 

Der untere Teil ist kostenfrei – der obere Teil ist kostenpflichtig. Diesen haben wir uns dann nicht mehr angesehen. Hier gibt es noch eine barocke Kathedrale von 1073.  Sie war lange Zeit der wichtigste Sakralbau Altrusslands, wurde aber während der deutschen Besetzung in 1941 gesprengt. 1998 bis 2000 wurde sie wieder möglichst original hergestellt. 

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Hier sehen wir das „heiligen Toren“. Früher glaubten Orthodoxe, dass sie von Gott Vergebung für ihre Sünden erhielten, wenn sie durch das Tor gingen. Falls man stolpern musste, sagte man, dass dieser viele Sünden hat, die ihn nach unten ziehen würden. 

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Folgt man der Straße entlang des Dnepr kommt man zum Holodomor Denkmal und das Grabmal des unbekannten Soldaten

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Es ging weiter zur Nikolaus-Kirche auf Askolds Grab (Церква Святого Миколая на Аскольдовій могил). Hierbei handelt es sich um ein ukrainisch-griechisch-katholisches Kirchengebäude im Park „Askolds Grab“. Es wurde 1810 im klassizistischen Stil einer Pavillonkirche erbaut. Die Legende erzählt, dass sie auf dem Grab des Waräger-Fürsten Askold erbaut wurde. 

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Hier hängen die Bilder noch an Bäumen!

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Den nächsten Stop machten wir am Marienpalast (Маріїнський палац), ein barocker Palast, der heute als offizielle zeremonielle Residenz des Präsidenten genutzt wird. Er wurde 1752 von der Kaiserin Elisabeth in Auftrag gegeben. Diese ist aber vor Vollendung verstorben und hat ihn nicht mehr zu sehen bekommen. Der Palast wurde im 19 Jhd durch ein Feuer zerstört und 1870 anhand von Zeichnungen so detailgetreu wie möglich wieder aufgebaut. 

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Das Kiewer akademisches Puppen-Theater lag auf dem Weg zu unserem nächsten Ziel. Es wurde 1927 errichtet und ist damit das älteste Puppentheater von Kiew – hübsch anzusehen.

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Hier sehen wir das Denkmal der Völkerfreundschaft (Арка дружби народів). Es wurde zwischen 1978 und 1982 errichtet. Neben und um das Denkmal herum befindet sich eine Freilichtbühne – von hier aus hat man einen schönen Ausblick auf den Dnepr.

Genaugenommen findet man hier drei Denkmäle. Das erste ist der 60m hohe Regenbogen aus titan – er symbolisiert die Freundschaft zwischen Russland und der Ukraine. 

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Hier sieht man die beiden andere. Das zweite Denkmal aus Granit soll an den Vertrag von Perejaslaw erinnern. Das dritte Denkmal ist eine 6,2m hohe Bronzekulptur und soll an die Wiedervereinigung zwischen Russland und der Ukraine erinnern. 

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Von hier hat man auch einen Guten Blick auf das Denkmal für Wladimir den Heiligen (Па́м’ятник Володи́миру). Es ist eines der Wahrzeichen der Stadt und wurde am 10. Oktober 1853 eröffnet. Es soll an den Initiator der Taufe der Kiewer Rus im Jahr 988 Wladimir I. erinnern. Das Denkmal ist 20,4m hoch. 

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Wenn man von hier aus wieder Richtung Stadt läuft kommt man zum Europäischen Platz. Hier steht das Ukrainische Haus (Український дім). Der Platz ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt und ist das Symbol der Fußball-Europameistersch 2012.

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Das Zentrum von Kiew

Die Wladimirkathedrale (Володимирський собор) ist die bedeutendste Kathedrale der ukrainisch-orthodoxen Kirche. Sie wurde von 1859-1882 errichtet.  Zwischendrin wurde sie auch immer mal wieder als Museum und Archiv genutzt. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde sie wieder eingeschränkt als Sakralbau genutzt. 

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Das Goldene Tor (Золоті воротаSoloti worota) . Es wurde zum 1500-jährigen bestehen von Kiew in 1982 fertiggestellt. Im inneren befindet sich ein Museum.

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Die Sophienkathedrale (Софійський собор) ist eine fünfschiffige Kreuzkuppelkirche und Weltkulturerbe. Es gilt als eines der herausragendsten Bauwerke europäisch-christlicher Kultur  und wurde im 11 Jhd begonnen. Sie wurde immer wieder zerstört und neu aufgebaut. Heute wird sie nicht mehr als Kirche genutzt, sondern als Musuem. Man sollte unbedingt den Kirchturm besteigen, denn von hier hat meine wunderbare Aussicht (Eintritt 40 Griwna)

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Als wir in Kiew waren, fand ein Fest statt, das über die ganze Stadt verteilt war. Überall waren auf den Plätzen Stände und hier vor der Kirche gab es zahlreiche dekorierte und bemalte Eier. 

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Der Ausblick auf das St. Michaelskloster 

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Von da aus ging es weiter zum Michaelplatz mit dem Außenministerium und dem Denkmal der Fürstin Olga (Пам’ятник княгині Ользі)

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An dem Platz befindet sich außerdem das Michaelskloster (Mихайлівський золотоверхий монастир) – ein Mönchkloster. Auf dem Gelände findet man eine goldenen Torkirche, eine Kathedrale, ehemalige Wohnbauten, eine Trapezkirche, ein Wirtschaftstor, ein Refektorium & weiteren Gebäuden, die von Theologischen Schule genutzt wird. Davor findet man eine Gedenkstätte für die Millionen Opfer des Holodomor – der großen Hungersnot von 1932–1933. Das Kloster wurde 1936 gesprengt und in den 1990er-Jahren wiederaufgebaut. 

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Es ging weiter zum Andre Abstieg (Андрiïвський узвiз). Hier findet man zahlreiche Straßenkünstler und Stände die Nippes verkaufen. Er zieht sich den Andreas-Hügel herunter nach Padol, dem ältesten Stadtteil. Am Wochenende ist hier viel los. Wir waren etwas zeitig dran, daher war es bei uns noch ruhiger. 

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Die faulen können auch mit der Seilbahn herunter fahren – dann verpasst man aber die ganzen Stände!

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Auf dem Weg nach unten trifft man auf die  Andreas-Kirche (Андріївська церква). Sie wird auch wegen ihrer „Leichtigkeit und Plastizität“ fliegende Kirche genannt. Sie hat eine wunderschöne smaragdgrün Fassade mit goldenen Kuppeln. 

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Im Stadtteil Podol lebten früher Handwerker und Fischer. 1811 brannte der Bezirk, der überwiegend aus Holzbauten bestand, ab. Heute hat man hier viele hübsche und interessante Gebäude. Und natürlich – wie überall in Kiew – tolle Streetart.

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Der Majdan-Platz (Майдан Незалежності) ist der Unabhängigkeitsplatz. Hier findet man unzählige Denkmäler und Gebäude: das unterirdische Einkaufszentrum, das Ljadski-Tor mit der Bronzeskulptur des Erzengels Michael, der Schutzpatrons der Stadt, das 63m hohe Unabhängigkeitsdenkmal, den dreistöckiger Glaspalast mit Einkaufszentrum, das 16 stöckige Hotel „Ukrajina“, den Brunnen der Stadtgründer mit den Statuen der vier legendären Gründer Kiews (Kyj, Schtschek, Choriw und Lybid), die Nationale Musikakademie, das Kosak Mamai-Denkmal und den Oktober-Palast.

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Abends ist der Platz auch schön beleuchtet.

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Am Wochenende ist der Platz für Fahrzeuge gesperrt. Hier laufen dann alle auf der Straße herum – Straßenkünstler spielen Musik und es gibt lauter Büdchen. 

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Der Platz ist direkt an der Kreschatik Street (Хрещатик) – wenn man so möchte, die Prachtstraße von Kiew. Hier gibt es viele Cafes und Geschäfte.

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Zum Abschluss wollte wir uns in dem Stadtteil Lypky noch das Haus mit Chimären (Будинок Городецького) ansehen. Das Gebäude wurde 1902 im Jugendstil errichtet. Bei uns war es leider nicht so beeindruckend, da der schöne Teil – die Vorderseite – gesperrt war. Nachts soll es toll beleuchtet sein. 

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Ich fand das Präsidialamt der Ukraine – das gegenüber steht – fast hübscher.

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Definitiv spanneder fanden wir die Nationalbank. Ein tolles und riesiges Gebäude mit richtig vielen coolen Details. 

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Ein Besuch sind auf jeden Fall auch die Metro-Stationen wert. Jede die wir besucht haben, war von innen auf eine andere Weise eindrucksvoll dekoriert. Hier der Hauptbahnhof mit riesigen beeindruckenden Kronleuchtern. 

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Und ansonsten kann man einfach mit offenen Augen durch die Straßen schlendern – man findet hier lauter hübsche Monumente, Gebäude und Ecken. 

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Was isst man in Kiew?

Zu unserer Schande muss ich gestehen, dass wir gar nicht so typisch Ukrainisch gegessen haben. Das Essen war aber durchweg großartig: 

Shato Robert Doms (ШАТО ПИВОВАРНЯ) 

Das Shato Robert Doms ist eine Brauerei mit Restaurant an der Khreschatyk Street. Sehr gemütliche Einrichtung. Für uns gab es Kiewer Koteletten (Chicken Kiew) mit Pommes und ein Steak. Dazu natürlich Hausgemachtes Bier.

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Rukkola Kiew (Руккола)

Rukkola ist ein Italiener mit super leckeren Pizzen und einem leckeren Tiramisu (wenn auch nicht unbedingt klassisch, trotzdem gut). 

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Lviv Handmade Chocolate (Львівська майстерня шоколаду)

Hier haben wir unterwegs einen kleinen Stop gemacht um ein wenig was zu snacken. Bei Lviv Handmade Chocolate gibt es Kaffee, Kuchen und natürlich unmengen Schokolade. Klassisch für Kiew ist der Napoleon Kuchen, der wirklich hervorragend war. Sehr lustig außerdem: ich dachte, ich hätte heiße Weiße-(Trink)Schokolade bestellt – bekommen habe ich geschmolzene Schokolade zum einfach so löffeln! Harte Schoki Überdosis – aber lecker.

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Tiger Bills

Bei Tiger Bills gibt es irgendwie alles: Burger, Salat, asiatisches, gegrilltes etc. Für uns gab es einen Burger mit Pommes und Rippchen. Kann ich empfehlen – war sehr lecker! 

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Und sonst so? Es gab natürlich auch ukrainisches Bier (die große Flasche war fast günstiger als die kleinen  :mrgreen:  ) und Wodka (den wir aber nicht empfehlen können…) 

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Supermärkte finde ich im Ausland ja immer sehr spannend. Hier in Kiew hatten die sogar Sonntags geöffnet und man konnte sich in diesem z.B. alles einzelnd nehmen und abwiegen lassen. Fischstäbchen, Mehl, Zucker, Süßigkeiten – alles was man wollte (und das zu Cent Beträgen!).

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Was auch immer das ist. Wie auch immer es heißt – es ist großartig :D

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Und natürlich habe ich auch Süßigkeiten mit nach Hause gebracht. Kyiv Vechirnij (Kiew am Abend)  von Roshen sind klassiker aus Kiew! Nom.

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Geschlafen in Kiew

Man sagt Hotels sind in Kiew eher teurer. Wir waren in zwei Hotels/Hostels in Kiew und diese waren sehr günstig. Aber diese waren auch etwas durchwachsen: 

Suit Hotel

Befindet sich in der nähe des Bahnhofs. Keine Schilder am Haus, keine Wegbeschreibung. Es hat etwas gedauert und wir mussten uns von Tür zu Tür durchfragen, bis wir endlich das richtige Gebäude gefunden haben, wo das Suit Hotel im 5 OG ist. Mit 490 UAH (ca 17 €) für eine Nacht sehr günstig. Die Größe war soweit okay. Es war nicht besonders hübsch, aber zweckmäßig eingerichtet. Wir hatten ein eigenes Bad, das auch sauber war. Die Dusche war etwas angeschimmelt, aber soweit okay. Weniger angenehm war die Matratze – wo man jede einzelne Feder gespürt hat – wobei wir dann doch relativ gut darauf geschlafen haben. Wenn man nicht empfindlich ist, kann man hier schon übernachten, – nochmal würde ich hier aber nicht schlafen, wenn ich eine bessere alternative finden kann. 

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Railway Hostel

Nach unserer Tschernobyl-Tour sind wir in dem Railway-Hostel für zwei Tage untergekommen. Für diesen Zeitraum waren viele Unterkünfte bereits ausgebucht, daher haben wir uns für dieses entschieden. Es befindets ich ebenfalls in der nähe des Bahnhofs und ebenfalls waren hier keine Schilder an der Tür. Wir haben bei der Haustür (anhand der Hausnummer der Adresse gefunden) geklingelt, dann saß da ein Mann, der uns durchgewunken hat. Dann waren wir auf einem Hinterhof wo wir dann das Hostel gefunden haben. Dort hat man kein Wort englisch gesprochen – ein Mann, der nebendran am Wände streichen war, hat dann hin und wieder mal was übersetzt   :lol:   Das Zimmer war dann etwas durchwachsen. Sehr klein, nicht unbedingt sauber. Die Bettwäsche war zu klein, sodass die Decken/Kissen noch rausgeguckt haben. Es gab ein Gemeinschaftsbad was alles andere als sauber war und es gab auch kein Toilettenpapier xD das Highlight war aber das Fenster: Die Aussicht war das Nachbarzimmer, einer der Schlafsäle   :shock:  Zum Glück nur für große Menschen auf Kopfhöhe. Bezahlt haben wir 710 UAH (ca 25 €), was dann wieder okay war. Empfehlen tue ich es trotzdem nicht   :lol:

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Fazit

Die Ukrainer sprechen in Kiew teilweise gar keins bis richtig schlechtes englisch (wenn dann in den Restaurants, die auch die Touris ansprechen) – ich empfehle hier unbedingt noch ein Ukrainisch (oder Russisches) Wörterbuch. Nichtsdestotrotz konnten wir uns irgendwie verständigen. Die Ukrainer sind sehr freundlich und hilfsbreit und freuen sich, wenn man bemüht ist. 

Kiew ist eine hübsche Stadt mit einigen richtig hübschen Klöstern & Kirchen. Der Anblick der goldenen Kuppeln, die im Sonnenlicht leuchten ist schon großartig. Sie hat einen tollen Charme und natürlich kann man hier super günstig richtig gut essen und trinken. Ansonsten fand ich, dass die Stadt nicht unbedingt die großen Hightlights hat, weswegen man sie unbedingt besuchen muss – wenn man aber beispielsweise eine Tschernobyl-Tour macht, sollte man noch eine Kiew Tour mit dran hängen. Zwei Tage reichen hier völlig aus. 

Zum Abschluss noch eine Karte mit allen genannten Punkten: 

Sie auch: Teil 2 meines Ukraine Reiseberichts: Durch die Zone – Tschernobyl & Prypjat