Schottland 08: 2 Tage in Edinburgh

Zum Abschluss meiner Schottland Tour sollte es nach Edinburgh gehen – so lange schon wollte ich diese Stadt besuchen…

Wie schnell 4 Wochen rum gehen können! Natürlich musste ich aber noch die Schottische Hauptstadt Edinburgh erkunden. Die Stadt ist einfach vollgestopft mit wahnsinnig großartigen Gebäuden. Ich konnte mich auf meinen Entdeckungstouren häufig kaum entscheiden in welche Richtung ich laufen sollte, denn überall gab es etwas zu entdecken. Jedes schöne Gebäude hier zu erwähnen, würde den Rahmen sprengen, daher habe ich versucht mich auf das wesentliche zu konzentrieren. 

Edinburgh ist seit dem 15 Jhd die Hauptstadt und nach Glasgow die zweitgrößte Stadt Schottlands. Ausgesprochen wird der Name btw. wenn es schottisch sein soll „Edinbrra“. Die Stadt ist sehr international und für jeden Geschmack ist etwas dabei: historische Gebäude und Geschichte kann erkundet werden, Shopping auf der berühmten Royal Mile und man kann sogar auf Arthur’s Seat wandern gehen, wenn man raus in die Natur möchte.

The Edinburgh Castle und die Umgebung

Das Schloss

Egal wo man in Edinburgh unterwegs ist – das Castle scheint überall präsent zu sein. Es thront auf dem Castle Rock – einem erloschenen Vulkan – über der Stadt und gehört zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Schottlands. Man geht davon aus, dass das Schloss im 7. Jhd erbaut wurde, aber natürlich hat sich bis zum heutigen Schloss da noch einiges getan. Das Schloss kann natürlich besichtigt werden – mir war es mit 17 £ zu teuer (zumal ich bereits das Castle in Stirling besucht hatte). Ich habe mich einfach an dem Anblick erfreut. 

Reisebericht Schottland Edinburgh Hier das Castle mit dem National Gallery of Scotland im Vordergrund

Reisebericht Schottland Edinburgh

Reisebericht Schottland Edinburgh Am Eingang sammeln sich schon die Touristen

Reisebericht Schottland Edinburgh Es ist überall in der Stadt präsent..

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Princes Street Gardens

Der  Princes Street Gardens befindet sich direkt vor dem Schloss und ist ein öffentlicher Park im Zentrum der Stadt. Früher befand sich hier der Loch Nor, der in den 1820er Jahren trocken gelegt wurde. In den See flossen damals die Abwässer der höher gelegenen Altstadt. Heute ist der Park ein beliebter Treffpunkt und hier finden regelmäßig feierlichkeiten und Konzerte statt.

Reisebericht Schottland Edinburgh Für die Konzerte gibt es das Ross-Konzertpavillon 

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Reisebericht Schottland Edinburgh In dem Park gibt es einige Monumente zu besichtigen

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Reisebericht Schottland Edinburgh Die Floral Clock am östlichen Eingang des Parks

The Parish Church of St Cuthbert

In dem Princes Street Garden befindet sich auch die Parish Church of St Cuthbert – eine Pfarrkirche aus dem 8. Jhd. Drum herum befindet sich ein Friedhof mit wunderbar alten Gräbern, die zu einem Spaziergang einladen. 

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St. John’s Episcopal Church

Eins weiter befindet sich die St. John’s Episcopal Church. Eine Denkmalgeschützte Kirche aus dem Jahre 1816.

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Das New College

Auf dem Weg zum Schlosseingang kommt man an dem New College vorbei. Es ist eines der größten und renommiertesten Zentren für Theologie- und Religionswissenschaftsstudien in Großbritannien. Das beeindruckende Gebäude wurde 1846 eröffnet und gehört seit 1930 zur Universität von Edinburgh.

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Wenn man auf dem Weg zu einem Sightseeing-Objekt ist, lohnt es sich wie immer auch einen Blick in die Seitengassen zu werfen. Hier entdeckt man immer wieder tolle Gässchen. 

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Die Altstadt 

Die Altstadt versprüht heute noch einen mittelalterliches Charme – hier findet man neben unzähligen Läden für schottische Souvenirs verwinkelte Gässchen und versteckte Plätze. Es lohnt sich hier einfach mal zu verweilen und das Treiben zu beobachten.

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Die Closes der Stadt

Die zahlreichen kleinen und verwinkelten Gassen nennen sich Closes. Manche – normale Gassen – andere schmal, dass man beide Häuserwände berühren kann. Früher wurden die Häuser so hoch gebaut (durchaus bis zu 12. Stockwerke!), dass man hier kaum Tageslicht abbekommen hat. Im mittelalterlichen Edinburgh war der Platz so rar, dass hunderte von Menschen auf dem engsten Raum leben mussten. In den oberen Stockwerken lebten die Reichen, während sich unten Bordelle, Pubs und einfache Handwerksläden befanden. Die schlimmen hygienischen Zustände zu der Zeit sorgten um 1645 für eine schlimme Pestepidemie, bei der rund die Hälfte der Bevölkerung starb. Wer sich für diesen Teil der Geschichte interessiert kann einen Blick in Mary Kings Close werfen – hier lokalisierte man damals den Ursprung der Epidemie, worauf hin man die Gasse zumauerte und die Bewohner dort elendig starben. Die Legende besagt, dass die Seelen der Toten keine Ruhe fanden und dort bis heute noch als Geister herum spuken. Heute kann man die „Stadt unter der Stadt“ (auch genannt „Peststraße“) wieder besichtigen.

Es lohnt sich auf jeden Fall, von der Hauptstraße in die ein oder andere Close abzubiegen und die Gassen und Hinterhöfe zu erkunden.

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Royal Mile

Die Royal Mile ist die zentrale Straße in der Altstadt. Sie ist tatsächlich etwa eine schottische Meile lang und zieht sich vom Edinburgh Castle bis zum Palace of Holyroodhouse. Hier kann man nach Herzenslust in Souvenirgeschäften stöbern, die wunderbaren Bauten bewundern und in den kleinen Restaurants und Pubs am Straßenrand ein Päuschen einlegen. Allerdings ist die Straße auch sehr Touristen überlaufen.

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The Hub

The Hub ist eine ehemalige Kirche aus dem Jahre 1839. Sie wurde 1979 geschlossen und heute befinden sich in dem Gebäude Veranstaltungsräume, ein Cafe und eine Bibliothek. Der Kirchturm ist der höchste Punkt der Innenstadt. Sie ist außerdem die Festivalzentrale für das berühmte Edinburgh Fring Festival.

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St. Giles Cathedral

Nicht zu übersehen ist auch die St. Giles Cathedral – sie gehört zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Die erste Kirche an dieser Stelle wurde wohl um 854 errichtet. Sie ist ein Ruhepool mitten in der geschäftigen Royal Mile mit tollen Fenstermotiven. Fotos kosten 2 Pfund und es gibt sogar einen Souvenir-Shop!

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Direkt vor der Kirche befindet sich das Heart of Midlothian (Herz von Midlothian). Früher befand sich hier der Eingang des Tolbooth – ein Verwaltungssitz mit einem Gefängnis. Ursprünglich wurde dieses Herz bespuckt – als Zeichen der Verachtung gegenüber dem Gefängnis. Heute wird diese eher als „Glücksgeste“ verstanden…

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Mercat Cross

Auf der anderen Seite der Kirche befindets ich das Mercat Cross. Das Kreuz hat mehrfach die Position geändert und wurde 1756 sogar abgerissen, da es den Verkehr behinderte. Seit 1866 befindet es sich neben der Kirche – es wurde auf einem neuen Sockel aufgebaut, da einige der Säulen beim abriss zerbrochen waren. An dem ursprünglichen Platz trafen sich Händler, aber es wurden auch öffentliche Bekanntmachungen und Hinrichtungen gemacht. Die königliche Ankündigungen wurden hier i.d.R. 3 Tage nach den Ankündigungen in London veröffentlicht – solange brauchte ein Reiter damals von London nach Edinbrugh.

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Tron Kirk & Royal Mile Market

In der ehemaligen Kirche Tron Kirk befindets ich heute ein kleiner Markt von Künstlern, die hier ihre Werke anbieten. Ein kleiner Rundgang ist ganz interessant, allerdings wird hier auch viel Kitsch angeboten.

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Victoria Street

Die Victoria Street ist eine der meist fotografiertesten Plätze der Stadt. Sie wurde zwischen 1829–34 erbaut und verfügt über zwei Ebenen. Von unten sieht sie aus wie eine Brücke – oben merkt man davon aber überhaupt nichts und sie sieht aus wie eine normale Straße. Hier wurden schon div. Filme wie „Cloud Atlas“ gedreht. Hier findet man div. tolle Restaurants und Pubs. 

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Der Grassmarket

Direkt neben der Victoria Street befindet sich der Grassmarket – ein kleiner Marktplatz wo sich sowohl Touristen, als auch Einheimische tummeln. Früher wurde hier Vieh- und Pferdehandel getrieben. Hier befand sich außerdem die öffentliche Hinrichtungsstätte. Heute gibt es hier überwiegend Restaurants und Cafes.

Reisebericht Schottland Edinburgh Die Kurve, für die der Grassmarket berühmt ist

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Greyfriars Bobby Monument

Die kleine Statue des Hundes Bobby ist das Idol der schottischen Hauptstadt. Das Hündchen hat seinem verstorbenen Herrchen auch nach seinem Tod noch die Treue geschworen und soll 14 Jahre an seinem Grab verbracht haben. Nach seinem Tod wurde er heimlich bei seinem Herrchen beerdigt – denn auf dem Friedhof durften eigentlich keine Tiere beerdigt werden. Scheinbar bringt es Glück, wenn man seine Nase rubbelt – weswegen diese meistens „blank gerubbelt“ ist.

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Greyfriars Kirkyard

Direkt hinter dem Monument befindet sich der Greyfriars Kirkyard Friedhof. Hier kann man wieder zwischen einigen alten Gräbern spazieren gehen. Aufmerksame Harry Potter Fans können hier z.B. das Grab von Thomas Riddel finden. J.K. Rowling soll hier inspiration für div. Harry Potter Namen gesucht haben.  

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Scots Monument

Ein weiteres Highlight in Edinburgh ist das Scott-Monument – das größte Denkmal für einen Schriftsteller: Walter Scott. Das Denkmal wurde 1844 errichtet und ist 61m hoch. Dieses kann für 5 £ besichtigt werden. Um die grandiose Aussicht von ganz oben genießen zu können, müssen zunächst 287 Stufen bestiegen werden und oben wird es ganz schön eng. Unterwegs hat man aber mehrere Plattformen und Details die innen und außen entdeckt werden wollen.

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Reisebericht Schottland Edinburgh Natürlich hat man auch eine mega Aussicht auf das Schloss…

Reisebericht Schottland Edinburgh … und auf alle anderen Ecken von Edinburgh

Das Monument liegt an der Princes Street, die Haupteinkaufsstraße des Stadtzentrums.

Museen in Edinburgh

Natürlich gibt es auch zahlreiche sehenswerter Museen in Edinburgh – und wie in ganz Schottland sind die meisten davon kostenfrei zu besichtigen. 

National Gallery of Scotland

Die National Gallery of Scotland ist eine Gemäldegalerie, welches 1859 eröffnet wurde. Der Schwerpunkt liegt auf schottischer und europäischer Kunst, also Gemälde, Drucke, Zeichnungen aber auch Skulpturen aus dem 14. bis 19. Jhd .

Reisebericht Schottland Edinburgh Die  National Gallery of Scotland  mit dem New College im Hintergrund

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The Royal Scottish Academy

Die Royal Scottish Academy ist eine private Institution von Künstlern und Architekten. Sie wurde 1826 gegründet. Hier findet man Ausstellungen zu zeitgenössischer Kunst. Sonderausstellungen kosten hier wohl extra.

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Scottish National Portrait Gallery

Die Scottish National Portrait Gallery ist ein weiteres Kunstmuseum in Edinburgh. In dem Gebäude aus rotem Sandstein von 1889 kann man sich die Sammlung von Portraits von schottischen Staatsmänner ansehen.

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Edinburghs Camera Obscura

Das Camera Obscura – nahe dem Castle – ist ein Turm mit interkativen Illusionen. Das ganze ist wohl Wetterabhängig und sollte eher bei gutem Tageslicht besucht werden. Man kann wohl außerdem die Camera Obscura selbst besichtigen und von der Aussichtsplattform auf dem Turm hat man wohl eine schöne Aussicht. Mit 15 £ allerdings etwas teuer und wohl eher für die Jüngeren interessant.

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Museum on the Mound

Das Museum on the Mound ist nicht nur von außen schön anzusehen. In dem Gebäude der Bank of Scotland dreht es sich um Geld und Münzen: man kann eine Millionen Pfund und die älteste Banknote Schottlands sehen. Dieses Museum ist allerdings nur noch bis zum 29. Dezember 2017 geöffnet und wird dann dauerhaft schließen. 

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Royal Museum

Das Royal Museum wurde 1888 eröffnet und man findet hier Ausstellungen zum Thema Naturwissenschaft, Technik und Kunst. Das Museum ist nicht nur wegen der Ausstellungen sehr sehenswert – auch die lichtdurchflutete Eingangshalle macht etwas her. 

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Reisebericht Schottland Edinburgh Tiere hängen hier dekorativ rum

Im oberen Stockwerk gibt es eine Ausstellungsplattform, von wo man eine schöne Sicht auf die Stadt hat. 

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Calton Hill

als nächstes sollte es Richtung Osten gehen zum Calton Hill – eine der markantesten Erhebungen der Stadt. Hier befinden sich das Dugald Stewart Monument, National Monument, Old Observatory House und das Nelson Monument. 

Das Dugald Stewart Monument ist ein Denkmal von 1831 für den Philosophen Dugald Stewart. Von dem Denkmal aus hat man einen wahnsinns Blick auf die Stadt. 

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Das Nelson Monument wurde in Gedenken an den Vizeadmiral Nelson errichtet, um den Sieg über die französischen und spanischen Flotten 1805 zu feiern, bei dem er auch sein Leben verlor. Der Turm kann für für 5£ besichtigt werden. 

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Dahinter finden wir noch das National Monument. Es ist Schottlands Nationaldenkmal für die schottischen Soldaten, die im Napoleonischen Krieg gestorben sind. Der Bau begann 1826, wurde aber 1829 wegen fehlender Mittel abgebrochen. Daher hat dieses Monument auch die Spitznamen „Schottlands Schande“, „Der Stolz und die Armut Schottlands“ oder „Edinburghs Torheit“

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Hier sehen wir noch St. Andrew’s House – es ist Sitz der schottischen Regierung. Früher stand hier das Gefängnis „Calton Jail“, dass in den 1930er Jahren überbaut wurde. In den 1920er Jahren wurde der Wunsch nach einer eigenen Regierung in Schottland immer größer und so wurde ein Schottland-Minister ernannt, der seit 1999 hier sein Büro hat.

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Reisebericht Schottland Edinburgh Ein Denkmal auf der North Bridge

Der Holyrood Park

Arthur’s Seat

Da ich ja gerne wandern gehe, wollte ich auch unbedingt noch auf Arthur’s Seat. Man sagte mir, wenn man nur 2 Tage in Edinburgh hat, sollte man das lieber auslassen, aber ich wollte unbedingt und ich habe es nicht bereut. Arthur’s Seat ist ein 251m hoher Berg, den man sehr gut aus den meisten Ecken der Stadt sehen kann. Er liegt direkt im Osten der Stadt und ist unproblematisch zu Fuß zu erreichen. 

Es gibt mehrere Wege den Hügel zu besteigen. Ich fand den Summit Path sehr angenehm und nicht zu steil. Wer es lieber hart möchte,  sollte den süd-westlichen Pfad nehmen. 

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Wer den Summit Pfad nimmt, kommt noch an der Saint Anthony’s Chapel Ruine vorbei. 

Reisebericht Schottland Edinburgh Von hier hat man einen schönen Blick auf North Edinburgh

Reisebericht Schottland Edinburgh es geht weiter bergauf…

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Oben angekommen ist der Gipfel bereits sehr voll! Das Wetter war an diesem Tag ganz gut und so hatten sich einige Leute auf den Weg gemacht. Mir war es etwas zu voll. Also habe ich die Aussicht genossen und mich dann wieder auf den Weg bergab gemacht – denn hier war der Weg das Ziel. 

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Reisebericht Schottland Edinburgh Die Aussicht auf die Stadt war wirklich hervorragend  

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Für den Rückweg habe ich die „Radical Road“ gewählt. Hier kommt man nochmal näher an die Stadt heran und hat wieder mal einen tollen Blick auf das Schloss und die Altstadt. 

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Reisebericht Schottland Edinburgh Es gibt auch einen tollen Blick auf Calton Hill

Holyrood Palace

Wieder unten angekommen stolpert man praktisch über den Holyrood Palast. Er ist die offizielle Residenz der britischen Königin in Schottland und kann für £12,50 besichtigt werden. Mir war das zu viel und ich begnügte mich mit der Aussicht von draußen. 

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Die aufmerksamen Beobachter werden schon öfters das Einhorn auf den schottischen Wappen entdeckt haben. Es ist der Schildhalter des eigentlichen Wappens (rote Löwe). Das Einhorn ist das Nationaltier Schottlands, da es rein, unschuldig und heilende Kräfte haben soll. Den Schotten interessierte wohl aber sicher mehr die Eigenschaften stolz, wild, frei und wunderschön. Es wird sehr oft angekettet dargestellt, da nur eine Jungfrau genug Unschuld und Reinheit besitzt dieses wilde Tier zu bändigen. 

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Scottish Parliament Building

Direkt gegenüber vom Palast befindet sich das Schottische Parlamentsgebäude, dass kostenfrei nach einer Durchsuchung (wie beim Flughafen) besichtigt werden kann. Das Gebäude wurde 2004 eröffnet und gewann 2005 einen Architekturpreis. Trotzdem wird dieses Gebäude – da es so modern ist und manche der Meinung sind, es passt nicht in das mittelalterliche Stadtbild Edinburghs – mit Skepsis betrachtet. 

Im Inneren gibt es verschiedene kleine Ausstellungen, wo man sich rund um das Thema informieren kann. 

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New Calton Burial Ground

Nicht weit entfernt bin ich noch auf den New Calton Friedhof gestolpert. Er wurde 1817 gegründet und man hat von hier aus einen tollen Blick auf den Holyrood Park. Hier findet man 1.000 alte Grabsteine, Denkmäler und Skulpturen aus dem 18. und 19. Jhd und einen alten Wachturm. 

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Reisebericht Schottland Edinburgh Mit Arthur’s Seat im Hintergrund

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Das Edinburgh Festival

Zu erwähnen ist unbedingt auch das Fringe Festival – das weltweit größte jährlich stattfindendes Kulturfestival. Im August ist Edinburgh dann immer voll und überall kann man darstellende Künste, Theater und Comedy sehen. Zum Festival selbst habe ich es nicht geschafft, aber ich hatte das Glück die Abschlussvorstellung besuchen zu können: das Scottish Chamber Orchestra spielt im Princes Street Garden und der Abschluss wird mit einem gewaltigen Feuerwerk untermalt! Viel zu voll, aber großartig! Wer einen tollen Platz möchte, sollte natürlich zeitig dort sein. 

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Reisebericht Schottland Edinburgh Das Feuerwerk über dem Castle

Underground Tour 

Unterhalb der South Bridge gibt es historische Gewölbe, die ende des 17. Jhd eröffnet wurden und sollten als Lagerplatz dienen, aber auch als Werkstätten. Sie wurden aber bereits 1830 wieder geschlossen, da die nicht so praktikabel waren wie erhofft. Dann gerieten sie in Vergessenheit und wurden erst 1996 wieder entdeckt. Es gibt die unterschiedlichsten Touren – ich hatte mich für die deutsche Tour von Mercat Tours entschieden und war damit sehr zufrieden. Wir haben einen Einblick in die damaligen Lebensverhältnisse bekommen und sind durch die Vaults gewandert. 

Reisebericht Schottland Edinburgh Es ist sehr dunkel in den Vaults…

Reisebericht Schottland Edinburgh Ein vergessener Tourist..?

Essen in Edinburgh

Natürlich kann man auch hervorragend in Edinburgh essen gehen. Ich besuchte folgende Lokalitäten: 

Patisserie Valerie

Wer richtig leckeren Kuchen essen möchte, macht einen Stop in der Patisserie Valerie, wo es grandiosen handgemachten köstlichen Kuchen gibt. Die erste Konditorei wurde 1926 von der Belgierin Madame Valerie in London eröffnet. Inzwischen gibt es mehrere Niederlassungen – eben in Edinburgh, aber auch z.B. in Glasgow.

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Bread Meats Bread

Das Bread Meats Bread war die Empfehlung einer Arbeitskollegin und ich habe es in Glasgow in den 4 Wochen nicht geschafft dort mal essen zu gehen. Glücklicherweise gab es eine Filiale auch in Edinburgh. Hier gibt es leckere Burger in einer coolen Location und die Süßkartoffelpommes sind ein kleines Highlight.

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The Elephant House

Dieses kleine Cafe erfreut sich heute touristischer Beliebtheit, da J.K. Rowling hier die Harry Potter Bücher geschrieben hat und sich von dem Blick auf das Castle inspirieren lassen hat.

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Wings Edinburgh

Wer auf Hähnchen Wings steht, sollte sich das Wings Edinburgh nicht entgehen lassen. In dieser unglaublich nerdigen Location gibt es Wings in allen möglichen Panaden mit leckeren Beilagen. Nicht nur für Nerds ein Highlight.

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Fried Mars Bar in the Clam Shell

Was man unbedingt in Schottland probieren sollte ist ein Deep Fried Mars Bar. Ein frittierter Mars Riegel? Klingt im ersten Moment etwas seltsam, aber mit einer Kugel Vanille Eis wirklich sehr köstlich! Erfunden wurde dieses Gericht Stonehaven, es kann aber inzwischen in den größeren Städten Schottlands genossen werden. Ich wurde in the Clam Shell fündig und war begeistert.

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Siehe auch:
Teil 7 meines Schottland Reiseberichts:  Irvine – mit einem Drachen allein am Strand 
Übersichtskarte mit allen genannten Punkten