Schottland 05: Durch die Highlands zur Isle of Skye

An diesem Wochenende ging es für mich auf eine große Tour durch die Highlands mit einem Haufen von großartigen Zielen: Loch Lomond, Glencoe, Glenfinnan mit dem Jacobite Steam Train (auch bekannt als Harry Potter Zug), der Isle of Skye und natürlich Loch Ness!

Da diese ganzen Ziele unmöglich an einem Wochenende mit Öffentlichen Verkehrsmittel zu erreichen sind, habe ich eine 3-tägige Tour gebucht und zwar bei Discover Scotland Tours. Die Tour war gut organisiert mit den wesentlichen Highlights, auch wenn manche etwas zu kurz gekommen sind (aber das ist wohl absehbar bei so vielen Zielen in so kurzer Zeit). Der Guide war sehr nett und gut informiert. Einziger Kritikpunkt: die Gruppe war mit 31 Leuten viel zu groß! Nochmal würde ich diese Tour nicht buchen, aber ich habe das wesentliche gesehen ;-)

Der Bus sammelte uns morgens in Glasgow ein. Der Großteil der Gruppe wurde bereits in Edinburgh eingeladen. Nach einer kurzen Erklärung zum Ablauf ging es dann Richtung Norden. 

Ein nebliger Morgen am Loch Lomond & Luss

Unser erstes Ziel an diesem Tag war Loch Lomond – ein 23km großer See und Teil des Loch Lomond and the Trossachs Nationalparks. Er soll der schönste See Schottlands sein – außerdem ist er mit seinen 71km² der größte See Schottlands. Unser Stopp war bei dem kleinen Dörfchen Luss. Wir hatten die Möglichkeit den See vom kleinen Hafen aus zu bewundern und einen kleinen Spaziergang durch das Dorf zu machen.

Reisebericht Schottland Isle of Skye

Reisebericht Schottland Isle of Skye

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Dann ging es auch schon wieder weiter. Am Loch Lomond hätte ich gern noch etwas mehr Zeit verbracht, denn hier kann man auch wunderbar wandern gehen. Hätte ich noch einen Tag übrig gehabt, hätte ich noch mal eine Tagestour nur zum Loch Lomond gemacht. 

Ein Stop im Glen Coe-Tal

Ein weiterer geschichtsträchtiger Ort Schottlands ist die Ortschaft Glencoe, die wir selbst nicht gesehen haben. Für uns war der Stop am gleichnamigen Tal Geln Coe – das einfach wunderschön war. 

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Der Ort ist für das Massaker von Glencoe bekannt, dass in den 1690er Jahren statt gefunden hat. Damals wurden die MacDonald Clanmitglieder auf Befehl von König William III getötet, nachdem die engl. Soldaten längere Zeit die Gastfreundschaft der späteren Opfer genossen hatten.

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Von Fort William nach Mallaig – Unterwegs mit dem Jacobite Steam Train

Unser nächstes Ziel war Fort William – die größte Stadt in den westlichen Highlands. Leider stand unser Bus längere Zeit im Stau, da auf der Straße dorthin ein Unfall passiert war und so hatten wir keine Zeit mehr uns die Stadt genauer anzusehen. Denn der nächste Programmpunkt war die Fahrt mit dem Jacobite Steam Train (optional Programmpunkt, Kostenpunkt: 30 Pfund) und der Zug wartete natürlich nicht auf uns. Es war bis zum Schluss nicht klar, ob wir den Zug noch rechtzeitig erreichen würden, aber wir haben es im allerletzten Moment noch geschafft.

Der dampfbetriebene Zug fährt quer durch die westlichen Highlands von Fort William bis nach Mallaig und ist ein wahres Highlight. Er ist auch bekannt unter dem Spitznamen „Harry Potter Zug“, da er in einem der Filme über das Glenfinnan Viaduct fährt.

Reisebericht Schottland Isle of Skye Start in Fort William: es regnet

Mein Sitzplatz war grauenhaft (wurden automatisch zugewiesen) und der Zug ist in der zweiten Klasse von innen auch nicht besonders spekatkulär (die erste Klasse ist schon etwas spannender). Daher habe ich diesen direkt verlassen und mich zwischen zwei Wagons in den Gang gestellt. Dort gab es Fenster, die man einfach hoch schieben konnte und dort konnte ich nach herzenslust Fotos schießen und die Landschaft genießen.

Reisebericht Schottland Isle of Skye die zweite Klasse und ein paar gelangweilte Blicke :D

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Die Landschaft war wirklich großartig und das absolute Highlight war natürlich das Glenfinnan Viaduct, was plötzlich auftaucht und genauso schnell passiert ist. Ich hatte im Zwischengang aber natürlich einen optimalen Platz zum Fotos machen. Das 380m lange Viaduct wurde zwischen 1897-1898 erbaut. Es hat 21 Pfeiler und ist bis zu 30m hoch – es gilt als eines der ersten großen Betonbrücken überhaupt.

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In Glenfinnan gab es einen kurzen Stop (ca 20 Min), wo man Zeit hatte, den Zug zu verlassen und sich kurz um zu sehen. Glenfinnan ist ein kleines Dorf mit ca 100 Einwohnern. Der Zug wurde nach den Jakobitern benannt worden, da in Glenfinnan der letzte Aufstand gegen die britische Krone statt fand.

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Hier gibt es auch ein kleines Museum und einen Schlafwagen in dem man übernachten kann. Außerdem ein Cafe in einem Wagon :-)

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Gelegentlich schmuggelt sich etwas Dampf auf die Fotos :-) Bei längeren Tunneln sollte man unbedingt die Fenster schließen, da sonst im Inneren alles voller Dampf ist. 

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Nach etwa 3 Std erreichen wir unser Endziel: Mallaig. An kleiner Dorf mit ca 800 Einwohnern an der Westküste Schottlands. Von hier aus geht die Fähre rüber auf die Isle of Skye. Hier haben wir etwas Zeit uns umzusehen und uns ein Abendessen zu besorgen.

Reisebericht Schottland Isle of Skye Der Zug ist angekommen

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Der letzte Programmpunkt für heute: die Fahrt zur Isle auf Skye. Das Wetter war an diesem Tag insgesamt etwas wolkig und regnerisch, aber es hat sich gehalten. 

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Isle of Skye

Unser Hauptziel auf dieser Tour war die Isle of Skye – die größte Insel der Inneren Hebriden an der Westküste Schottlands. 

Ganz praktisch war die Übernachtung auf der Tour gelöst: hier konnte man sich die Unterkunft komplett selbst aussuchen, aber den Anbieter in verschiedenen Kategorien um die Buchung einer Übernachtungsmöglichkeit bitten. Der Bus hat die Teilnehmer zu der jeweiligen Unterkunft gebracht und am nächsten Morgen wieder abgeholt. 

Meine Unterkunft in Kyleakin – das Skye Backpackers

Ich wollte nicht so viel Geld ausgeben, daher habe ich mich im Skye Backpackers eingequartiert und zwar in einem 4er Frauen-Schlafsaal mit Bad auf dem Gang. Mit 19,50 Pfund pro Nacht ein wirkliches Schnäppchen auf der Isle of Skye, wo die Übernachtungen sonst eher teurer sind. Das Hostel war ganz putzig und für irgendwas mit 2 Pfund gab es ein einfaches, aber ausreichendes Frühstück dazu. 

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Der Abend endete dann mit einem Spaziergang inkl Sonnenuntergang am Wasser. Hier posiert so schön die Skye Bridge für uns. Die 500m lange Brücke wurde 1995 eröffnet und hatte früher ein Mautgebühr von 11,40 Pfund und war damit deutlich teurer als die ursprüngliche Fahrt mit der Fähre für dieselbe Strecke. Das führte natürlich so immensen Protesten und zog Mautverweigerung mit 500 Verhaftungen und 130 Verurteilungen nach sich. 2004 wurde die Mautgebühr dann abgeschafft.

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Am nächsten Morgen wurde ich zeitig wach und war dementsprechend viel zu früh auf den Beinen. So hatte ich aber noch etwas Zeit um das kleine Örtchen zu erkunden. In Kyleakin gibt es nicht viel: ein paar Restaurants/Bars, ein paar Unterkünfte. Die Einwohnerzahl liegt unter 1000. An diesem Morgen lag ein großartiger Nebel auf dem Örtchen während ich am Hafen entlang spazierte. Das hat das frühe aufstehen auf jeden Fall entschädigt. 

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Auf dem Weg nach Elgol

Dann ging die Tour los und unser erster Stop war Cill Chriosd – eine Kirchenruine aus dem 16. Jhd. Die Kirche wurde bis 1840 genutzt, dann wurde die Kirche verlegt und das Gebäude verfiel. 

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Der nächste Stop war ein kurzer Fotostop am Loch Slapin – ein absolut friedlicher Anblick.

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Dann ging es aber weiter zu unserem eigentlichen Ziel: Elgol – einem kleinen Fischerdörfchen mit ca 150 Einwohnern, das direkt an der Küste des Atlantiks liegt. Für Touristen ist es ein beliebtes Ziel – denn von hier aus starten mehrere Wanderrouten. Vom Hafen aus starten div. Bootstouren und das war genau unser Ziel.

Reisebericht Schottland Isle of Skye atemberaubende Küsten

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Reisebericht Schottland Isle of Skye das Wasser war wahnsinnig klar

Reisebericht Schottland Isle of Skye Schon vom Hafen aus hat man einen wahnsinnsblick auf die Cuillin Hills

Die Bootstour war optional und man konnte zwischen eine schnellen RIP Tour wählen und einer langsamen geführten Tour. Ich habe mich als Fotografin für die letztere Tour entschieden. Die Tour mit Bella Jane Boat Trips hat 26 £ gekostet und ca 3 Stunden gedauert (wahlweise kann man auch One-Way nehmen und von da aus dann weiter wandern). Sie war informativ und die Aussicht war wirklich klasse!

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Unterwegs haben wir auch Robben gesehen :-)

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Die Hafenstadt Portree

Um die Mittagszeit stoppten wir in Portree, wo jeder ein bisschen Zeit für sich hatte. Portree ist mit 2318 Einwohnern der Hauptort der Insel. Die Stadt ist bei Touristen sehr beliebt und muss im Sommer wohl sehr überlaufen sein – insbesondere zu den Highland Games im August. Ich habe mich bei dem Sightseeing überwiegend auf den Hafen beschränkt, der mit seinen hübschen bunten Häuschen und der grandiosen Aussicht auf den Loch Portree überzeugt.

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Reisebericht Schottland Isle of Skye rechts oben die Portree Free Church of Scotland

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Die atemberaubende Aussicht vom The Quiraing

Danach sollte es weiter Richtung Norden gehen. Oberhalb von Idrigil machten wir einen kleinen Fotostop. Es sollte hier einmal quer über die Insel gehen und es wurde bergig – die Aussicht war spekatkulär.

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Aber dann zu unserem eigentlichem Ziel – the Quiraing. Dabei handelt es sich um eine durch Erdrutsche entstandene Formation von Felsen und gehört damit zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Insel. Übersetzt heißt der Name „Gerundete Falte“ (Altnordisch). Hier kann man ausgiebige lange Spaziergänge machen und diese bizarre Landschaft genießen.

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Ein felsiger Schottenrock mit Wasserfall: Kilt Rock

Von dieser grandiosen Aussicht ging es gerade weiter zur nächsten, dem Kilt Rock – einem Felsen, wo man damals eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Tartan-Muster eines Schottenrocks in den langen Säulen gesehen haben will. Lavaströme – die hier vor 60 Millionen Jahren entlang flossen, sollen dieses Muster nach und nach geformt haben. Besonders sehenswert ist hier der beeindruckende Wasserfall, den man von einer kleinen Plattform aus gut bewundern kann.

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Außerdem lohnt sich auch ein Blick nach links auf die massiven Klippen. 

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The Old Man of Storr

Die letzte Aussicht für heute war der Old Man of Storr – eine 48m hoher Felsennadel. The Storr is das 719m hohe Gebirge. Auch hier entstand durch Erdrutsche diese auffällige Abbruchkante. Die anderen Felsnadeln werden auch als seine Familie bezeichnet – eine Legende besagt, dass die Familie auf der Suche nach einer entlaufenen Kuh war. Sie kreuzten dabei den Weg von Riesen und wurden versteinert. Die Felsnadel, die als seine Frau bezeichnet wurde ist bereits vor einigen Jahren eingestürzt.

Reisebericht Schottland Isle of Skye Der alte Mann ganz rechts

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Verzaubertes Wasser unter der Sligachan Old Bridge

Der wirklich letzte Stop an diesem Tag war an der Sligachan Old Bridge. Eine Legende besagt, dass die Magie der Feen durch diesen Fluss fließt und wer für 7 Sekunden sein Gesicht unter Wasser taucht wird mit ewiger Schönheit belohnt.

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Die Aussicht auf Cuillins – die felsige Gebirgslandschaft – ist auch nicht zu verachten.

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Kyleakin – die Ruine Caisteal Maol

Dann war ich zurück in Kyleakin. Es war zwar bereits Abend, aber ich hatte mir noch eine kleine Wanderung vorgenommen und zwar zur Ruine Caisteal Maol. Ein kleiner Pfad führt über die „S Obbe Road“  an den abgelegenen Ort. Wer sich die Mühe macht, wird außerdem mit der Entdeckung einer kleinen Bucht und zwei alten Schiffen belohnt.

Die Ruine selbst ist klein und fast komplett zerstört. Die Aussicht auf die Stadt ist grandios.

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Der letzte Morgen der Tour war ich auch wieder zeitig auf den Beinen und schlenderte etwas durch das kleine Örtchen. An dem Morgen habe ich mir das War Memorial angeguckt, das auf einem kleinen Hügel liegt. Von dem Hügel aus hat man einen netten Ausblick auf die Umgebung. 

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Zurück an Land – auf zum Eilean Donan Castle

Dann ging es aber los – zurück aufs schottische Festland über die Skye Bridge zum Eilean Donan Castle. Das Schloss liegt in der Nähe der Ortschaft Dornie am Loch Duich auf einer kleinen Landzunge. Bei Flut ist sie nur noch eine winzige Insel und man kann sie nur über die Fußgängerbrücke erreichen. Sie ist der Sitz des Clans Macrae.

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Die Burg soll um 1220 erbaut worden sein und ursprünglich zur Verteidigung gegen wikingischen Überfällen dienen. Damals hatte die Burg noch eine Burgmauer. Ab Winter 1307/08 suchte Robert the Bruce dort Schutz, als er sich auf der Flucht vor den Engländern befand. Durch den damalige dort ansässigen Clan – die Mackenzies – erhielt er dabei nicht besonders viel Unterstützung.

1427 wurden alle Clan Chiefs von König Jakob I. unter Zusicherung von freiem Geleit nach Inverness gerufen. Dort angekommen wurden diese aber entweder direkt hingerichtet oder eingekerkert. U.a. auch Alexander Mackenzie, der damalige Chief der Burg. Die Burg wurde dann besetzt und alle Mitglieder des Clan Mackenzie galten als Rebellen. 1503 eroberte und besetzte der Graf von Huntly die Burg und hielt sie im Interesse der britischen Krone. 1511 wurde die Burg an den Clan Macrae übergeben.

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1719 versteckten sich spanische Soladen – die für den Jakobiter Aufstand angereist waren – in der Burg. Die Royal Navy beschoss die Burg eineinhalb Tage, bevor sie die Burg stürmten. Dort fand man 300 Fass Schießpulver, mit dem sie die Burg schließlich sprengten. 1912 wurde die Ruine von John MacRae-Gilstrap gekauft und wieder restauriert. Die komplette Wiederherstellung hat noch bis 1932 gedauert. Die Burg ist nach dem Tod MacRae unbewohnt und wird als Museum genutzt. Sie gehört zu den meist fotografierten Motiven Schottlands und wurde auch schon als Kulisse für den ein oder anderen Film genutzt, wie z.B. Highlander und Braveheart.

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Loch Ness & Fort Augustus

Weiter ging es nach Fort Augustus und zum Loch Ness. Wer kennt nicht den Namen Loch Ness mit dem berühmten Nessi Monster? Aber mal zu den Fakten: Loch Ness ist mit seinen 37km länge der zweitgrößte Süßwassersees Schottlands. Aufgrund seiner Tiefe von bis zu 230m besitzt er aber das größte Wasservolumen aller schottischer Seen. Er gilt als fischreichstes Gewässer Großbritanniens – hier findet man Lachse, Aale, Forellen, Hechte, Elritzen und Stichlinge. Das Wasser enthält sehr viel Torf – weswegen es sehr dunkel gefärbt ist und man nicht hindurch sehen kann. Das dunklen Wasser ist natürlich eine super Vorlage für die Legende Nessi. Leichen, von Ertrunkenen, tauchen nie wieder auf, weil sie wohl im Schlamm fest hängen. Oder werden sie etwa von Nessi gefressen?

Was hat es jetzt mit dem Ungeheuer von Loch Ness auf sich? Die erste (niedergeschriebene) Sichtung stammt bereits von 565 – diese Geschichte ist allerdings etwas zweifelhaft, da ein Missionar das Monster nur mit einem Kruzifix vertrieben haben soll und damit einem Pikten das Leben gerettet hat und diese Geschichte fleißig für seine Missionierung nutze. Es gab weitere Sichtungen im 16. Jhd und 18. Jhd. Berühmt wurde es aber durch die Sichtungen in 1933 – hier sollen viele Besucher Nessie gesehen haben und es soll auch ein Foto entstanden sein, dass nicht manipuliert wurde (später beichtete der Fotograf allerdings, dass es eine Fälschung gewesen sein sollte). Immer wieder tauchten Fotos von „Nessie-Jägern“ auf, die aber alle keinen sicheren beweis liefern konnten.  

Vom Aussehen her wird Nessie wie ein Saurier beschrieben. Manche erklären sich das Überleben des seit über 65 Millionen Jahren ausgestorbenen Wesens damit, dass der See vom Meer abgetrennt wurde und es in Loch Ness die besten Lebensbedingungen hatte. Keine Feinde, viel Fressen durch das fischreiche Gewässer und außerdem soll der See viele Spalten und Hählen als Schlupfwinken haben. Gegen diese Theorie spricht aber, dass es eine große Anzahl von diesen Tieren gegeben haben müsste, damit sie über so einen langen Zeitraum überleben könnten. Man geht davon aus, dass der Mythos absichtlich am Leben erhalten wurde, da Loch Ness zu eines der Hauptziele für den Tourismus in Schottland wurde.

Das Ungeheuer soll schon so oft gesichtet worden sein, dass man sich endlich Gewissheit wünschte. Wissenschaftler zogen los um das Geheimnis zu lüften. Es wurde eine Messung mit Sonargeräten durchgeführt und tatsächlich entdeckte man dort auch „größere Objekte“ – aber ein richtiger Beweis wurde nicht gefunden. Für eine weitere Messung fehlte dann das Geld. Also wieder nichts mit Gewissheit. Es wurden schließlich sogar 500.000 Pfund Belohnung versprochen für eine echte Dokumentation.

Reisebericht Schottland Isle of Skye Der Hafen von Fort Augustus

Reisebericht Schottland Isle of Skye Nessie, bist dus?

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Fort Augustus selbst ist ein kleines Örtchen mit ca 620 Einwohnern am südlichen Teil Loch Ness. Der Name stammt von einer früheren Festung die 1742 von dem „Schlächter von Culloden“ dem Duke of Cumberland errichtet wurde. Heute ist der Ort wegen Loch Ness ein beliebtes Touristenziel.

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Ein Whiskey-Eis in Pitlochry

Der letzte Punkt auf der Tour war Pitlochry – eine kleine Gemeinde mit ca 2.800 Einwohnern. Es ist wohl ein beliebtes Touristenziel, aber ich weiß nicht so recht wieso. Die Häuschen sind ganz süß und es ist wohl auch ein guter Ausgangspunkt für Ziele in der Umgebung, aber viel zu sehen gab es hier nicht.

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Was man – wenn man in Pitlochry ist – wohl probiert haben sollte, ist das Whiskey-Eis. Das wollte ich mir auch nicht entgehen lassen, also ging es zu einer der Eisdielen (davon gab es zahlreiche). 

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Und da ist es… das Whiskey Eis. Abgesehen von einer leichten Note hat es nicht wirklich nach Whiskey geschmeckt. Interessant fand ich, dass es nicht wirklich süß war, was bei einem Eis irgendwie irritierend ist. Insgesamt aber eine witzige Idee und ich fand es eigentlich ganz lecker.

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Danach ging es über Edinburgh wieder zurück nach Glasgow. Von der Autobahn aus konnten wir noch einen kurzen Blick auf die Kelpies – zwei riesige Skulpturen aus Stahl – werfen.  Dann war es aber wirklich vorbei mit dem Sightseeing und es ging müde zurück in mein Apartment. 

Kurzes Fazit nach so einem langen Beitrag: Die Isle of Skye ist absolut spektakulär und darf auf keiner Schottland Rundreise fehlen! 

Siehe auch:
Teil 4 meines Schottland Reiseberichts: Schottisches Wetter auf Iona
Teil 6 meines Schottland Reiseberichts: In den Norden zu Glen Affric & Inverness
Übersichtskarte mit allen genannten Punkten

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