Rom 03 – letzte Highlights: Kolosseum, Tiber, Vatikan

Der letzte Tag ist schnell erreicht. Wir wollen noch das Kolosseum besuchen und Rom am Tiber entlang erkunden. Außerdem darf der Vatikan natürlich auch nicht fehlen…

Unsere Sightseeing Tour begann an diesem Tag in der San Clemente al Laterano –  eine Kirche. Die erste Bebauung ist auf vor 64 n Chr. zurück zu führen. Zumindest fand man nach dem großen Brand von Rom dort Fundamente, die für nachfolgende Bauten wiederverwendet wurden.

Die obere Kirche, wie sie heute zu sehen ist, stammt aus dem 12. Jahrhundert.  Der Unterbau hat eine lange Bau-Geschichte, da sie im Laufe der Jahren (seit 64 n Chr.) immer wieder überbaut oder neugebaut wurde.

Zunächst scheint die Kirche – im Gegensatz zu vielen anderen großen und pompösen Kirchen Roms – recht unspektakulär. Sehenswert ist allerdings der Unterbau, den man besichtigen kann. Fotos machen ist nicht erlaubt, also gibt es gerade nichts zu zeigen. Den Eintrittspreis von 10 € (Mo–Sa 9.00–12.30 Uhr & 15.00–18.00 Uhr, So 12.00–18.00 Uhr) fand ich etwas überzogen, aber trotzdem fand ich den Rundgang durch die alten Katakomben nicht schlecht. Da wir direkt früh morgens da waren, waren wir die ersten und hatten  die Gemäuer zunächst für uns alleine :xD: Außerdem werden von den Eintrittspreisen die Ausgrabungen weiter finanziert. Also wollen wir mal nicht so sein

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Danach ging es weiter zum  Kolosseum. Dank dem Rome Pass mussten wir uns nicht anstellen und kamen daher ohne wirkliches warten direkt rein (verkürzt die Zeit erheblich, kann ich also nur empfehlen)(täglich, 9 Uhr-1 Stunde vor Sonnenuntergang, 14 € Ticket umfasst das Forum Romanum, das Kolosseum und den Palatin, gültig für zwei Tage). Zum Kolosseum selbst muss ich ja eigentlich nichts sagen – es ist das Wahrzeichen von Rom!

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Es ist nicht nur das größte Amphitheater aus dem Antiken Rom, sondern auch das größte je gebaute der ganzen Welt.

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Es wurde zwischen 72 und 80 n. Chr. erbaut und wurde von dem Kaiser Vespasian in Auftrag gegeben. Es sollte alles vorherige Übertreffen zum Ruhme der neuen Dynastie

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Wir schlenderten also durch das Kolosseum. Natürlich war mega viel los! Und man quetschte sich also stellenweise an den Leuten vorbei um einen Blick auf den „Innenhof“ werfen zu können. Aber trotzdem SO beindruckend wie groß und mächtig dieses Gebäude ist und SO Sehenswert!

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Der Konstaktinsbogen – direkt beim Kolosseum. Er wurde 315 n Chr. zu Ehren des Kaisers Konstaktin errichtet.

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Die Kirche Santa Maria in Cosmedin beinhaltet eine kleine Touristenattraktion und zwar Bocca della verità – den Mund der Wahrheit. Das Relief ist ca 2000 Jahre alt und hängt seit 1632 in der Vorhalle der Kirche. Der Legende nach, mussten z.B. Angeklagte seine Hand in den Mund legen. Wenn er schuldig war und gelogten hatte, wurde ihm die Hand „abgebissen“. Vermutlich handelt es sich bei der Scheibe aber eher um einen Kanaldeckel. Das klingt aber nicht so spannend  :mrgreen:

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Wer sich mit der Platte fotografieren lassen möchte, kann dafür anstehen. Damit das mit dem Anstehen und den Fotos funktioniert, ist jemand da der es überwacht und einen wegscheucht falls es ausartet. Ich habe mich offenbar keiner lüge schuldig gemacht, denn die Hand ist noch dran :lol:

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…und danach ein kurzer Rundgang durch die Kirche selbst.

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Gegenüber der Kirche ist das Forum Boarium. Dies war ein Marktplatz des Antiken Roms, der als Viehmarkt diente. Der Tempel des Hercules Victor und der Tempel des Prtunus sind nicht zu übersehen. Sie sind besonders gut erhalten, da sie im Mittelalter zu Kirchen umgebaut wurden.

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An dem Punkt suchten wir bereits etwas verzweifelt nach einem Brunnen um unsere Wasserflaschen auffüllen zu können. Aber wie das so ist, war natürlich keiner auffindbar. :pf:

Ein kleiner Schwenker führte uns über die Tiberinsel. Sie ist 270m lang und 67m breit. Der Legende nach entstant die Insel, weil man nach einer Schlacht die geplünderten Kornähren in den Tiber warfen und sich so eine Insel bildete :lol:

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Früher hatte die Insel eine wichtige Bedeutung, da sie die Überquerung des Tibers erleichterte. Die Brücken stammen noch aus dem Jahre 62 und 42 v. Chr.

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Heute befindet sich auf der Insel ein Krankenhaus, welches von dem Ordern der Barmherzigen Brüdern geführt wird und eine Basilika.

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Dann schlenderten wir ein wenig durch die Straßen des Viertels Trastevere. Hier gaben wir die Suche nach einem Brunnen zunächst auf und behalfen uns mit „kostenpflichtigem“ Wasser. Dieses Viertel war früher das Arbeiterviertel der Stadt – heute gilt es als das Volkstümlichstes Viertel der Stadt.

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Man hat hier viele kleine Gässchen mit alten Häusern und viele Gastronomiebetriebe, sowie kultur Angebote. Das macht das Viertel sowohl für Einheimische, als auch für Touristen interessant.

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Zufälligerweise war zu der Zeit als wir dort waren das Lungo il Tevere Festival am Tiber. Entlang des Flusses findet man viele Stände die Wein, Cocktails und Fressalien anbieten, aber auch Stände mit Blödsinn und Spielen. Wir waren in dem Moment etwas früh dran und daher waren noch keine der Stände geöffnet. Da wir aber eh noch eine Abendbeschäftigung gesucht haben, wollten wir später wieder kommen.

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Wir schlenderten weiter den Tiber hinauf. So viel Wasser und doch kein Wasser  :heul:

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Ein Blick auf unser nächstes Ziel! Die Engelsburg!

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Und den Petersdom kann man auch schon erblicken  :lol:

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Über die Engelsbrücke sollte es dann wieder auf die andere Seite des Tibers gehen – zur Engelsburg. Sie wurde 134 n Chr. erbaut wegen den heranströmenden Scharen von Pilgern, die ihre Sünden erlassen bekommen wollten. Alle anderen Brücken hätten der Masse nicht standhalten können.

Auf die Engelsburg selbst haben wir nur einen Blick geworfen. Im Inneren befindet sich heute ein Musuem in dem die Schatzkammer und weiteres Rund um das Thema der Päpste besichtigt werden kann. Sowie können manche Innenräume der Burg besichtigt werden. Uns hat das nicht so interessiert, daher haben wir uns die lange Schlange gespart.

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Ursprünglich war die Engelsburg ein Mausoleum und wurde im Jahre 139 fertig gestellt. Es wurden immer wieder Änderungen oder Naubauten gemacht, z.B. als im Jahre 395 die Stadtmauern verstärkt wurden, wurden diese in das Bauwerk integriert (in dieser Mauer ist ein Gang eingebaut, der von der Vatikanstadt in die Burg führt. Diese wurde gelegentlich von Päpsten genutzt um sich vor Plünderung oder Besetzung zu retten). Im 6.Jahrhundert wurde das Mausoleum zu einem Stützpunkt ausgebaut. Im 15 Jahrhundert dann zur Festung. Später diente sie sogar auch als Gefängnis (Galileo Galilei hatte z.B. das Vergnügen). Im 19 Jahrhundert wurde sie dann zum Museum umgebaut.

Wenn man einst seinen Ritterschlag auf der Engelsbrücke bekam, wurde dieser als höchstes bewertet. Die Engelsstatur an den Seiten der Brücke sind nicht Grund der Benennung, sondern folge dieser.

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Unsere verzweifelte Suche nach Wasser hielt weiterhin an. Die Brunnen versteckten sich aber weiter hartnäckig vor uns :???: Aber schließlich entdeckten wir eine Menschentraube an einem unspektakulären Plätzchen. Das konnte nur eins bedeuten: Wasser! :freu: Endlich konnten wir uns auffüllen. Es geht doch nichts über eiskaltes Wasser ;-) :mrgreen:

Dann standen wir auf dem riesigen Platz, den man irgendwie aus dem Fernseh kannte – dem Petersplatz. Nur irgendwie aus einer anderen Perspektive ;)

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Der Vatikan
Mit 0,44 quadratkilometern und 840 Einwohnern ist der Vatikan der kleinste Stadtstaat der Welt. Er ist von einer Stadtmauer umgeben und verfügt über eine eigene Währung, Hymne, Autokennzeichen, eigene Post mit Briefmarken und vieles mehr.Innerhalb der Grenzen findet man den Petersplatz, den Petersdom, das Vatikanische Museum, die Sixtinischen Kapellen, sowie die Vatikanischen Paläste und Gärten. Der Monarch ist der Papst, der durch die Kardinäle gewählt wird. Die Vatikanische Staatsbürgerschaft ersetzt niemals eine andere, da diese immer nur auf Zeit erteilt wird.

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Der Vatikan hat keine eigenen Streitkräfte. Um alle möglichen Dienste und um die Palastwache kümmert sich die Schweizer Garde. Der Ursprung der Garde stammt aus dem 15 Jahrhundert. In der Zeit wurde die Schweizer Garde immer wieder als Hilfe herangezogen. Schließlich war man so zufrieden mit ihnen, dass eine Garde von 200 Mann zum festen Bestand gemacht wurde.Heute umfasst die Garde etwa 100 Schweizer und es gibt strikte Anforderungen: sie müssen katholisch sein, mind 1,74m groß, beim Amtseintritt zwischen 18-25 Jahre und unverheiratet sein. Amtsdauer beträgt 2 Jahre. Die lustigen Uniformen wurden nicht – wie hartnäckig behauptet wird – von Michelangelo entworfen. Sie entstand erst 1914 in Anlehnung an eine Medici-Kriegstracht aus dem 15. Jahrhundert. Im Alltag dürfen die Soldaten eine dunkelblaue Uniform tragen.Und ja, das sind alles Schweizer. Die auch so kommentare wie „Die armen Schweine…“ verstehen, aber gutmütig/stoisch überhören. Peinlich wird es dann nur für einen selbst, wenn sie dann auf andere Fragen in deutsch antworten. Ups.  :sweat:

Der Petersplatz wurde zwischen 1656 und 1667 in Rom angelegt. Er bildet die Staatsgrenze zwischen der Vatikansstadt und Italien. 140 Staturen stehen auf der Brüstung und der Platz wird von 17 Säulen geziert. In der mitte des Platzes steht der Obelisk Vaticano. Er wird auf das 13 Jahrhundertg v. Chr. datiert und wurde erst später auf den Petersplatz umgezogen.

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Natürlich kann man den Petersdom nicht übersehen. Dieses riesige Gebäude umfasst eine bebaute Fläche von 15.160m² und ist mit seinen 187m eines der größten Kirchengebäude der Welt. Es kann 12.000 Menschen umfassen. Der päpstliche Hochaltar befindet sich an der Stelle, an der der Heilige Petrus 67 n Chr. nach seiner Kreuzigung beerdigt worden sein soll.

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Ursprünglich befand sich an der Stelle der Privatzirkus des Kaisers Nero. 550 n. Chr. wurde an dieser Stelle die erste Peterskirche erbaut. Sie wurde schnell das Zentrum der Christenheit im Mittelalter. Im 15/16 Jahrhundert entstand die Idee eine neue Kirche zu bauen. Nach zwei gescheiterten Versuchen durch den Tod der Projektanten wurde schließlich Michelangelo für die Arbeit herangezogen.

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Die Schlange für den Eintritt war so abartig lang, dass wir nicht eine Sekunde darüber nachgedacht haben, uns anzustellen (Hier kann man vermutlich einen halben Tag nur anstehen).

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Dafür haben wir die größe bewundert. So krass beeindruckend groß. Das kommt auf den Fotos überhaupt nicht rüber. Nicht Ansatzweise.

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Links und rechts von dem Obelisken findet man runde Marmoplatten im Boden eingearbeitet .Stellt man sich auf diese Platten und guckt auf die nächste Säule dann scheint es, als gäbe es anstatt der 4 hintereinander stehenden Säulen nur eine.

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Uns taten zwar jetzt schon die Füße weh, aber wir haben noch einen kleinen Abstecher zu den Terme di Caracalla (9 Uhr-1 Stunde vor Sonnenuntergang, 7 EUR, zusammen mit dem Grabmal der Caecilia Metella, dem Circus des Maxentius und der Villa dei Quintili (Appia Antica Card), gültig 7 Tage, reduziert 4 EUR) gemacht.

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Hier war es – im direkten vergleich zum Vatikan – angenehm leer. Aber auch hier war das Motto wieder: beeindruckend groß! Die Anlage gehört zu den größten Thermenanlagen Roms.

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Man vermutet, dass der Bau um 206 begonnen hat. Einige Bögen und Dekorationen sind erst später hinzugekommen, also kann man sagen, dass die Therme erst 235 n Chr. vollständig vollendet war. Die Therme wurde durch einen Seitenarm der Aqua Marcia versorgt.

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Das Gebäude stand in einer zu der Zeit sehr poplulären Gegend was prächtige Gebäude anging und ich denke, das konnte damals gut mithalten. Sie gehörte zu den öffentlichen und eintrittsfeien Badepalästen.

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537 wurden die Wasserleitungen durch die Goten zerstört und nachdem 847 weitere Zerstörungen durch ein Erdbeben hinzukamen verfiel die Anlage vor sich hin. Dann wurde sie lange Zeit als Steinbruch genutzt.

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Im Jahre 1824 begann man mit der systematischen Ausgrabung und Untersuchung des Geländes. Heute werden häufig Freilucht-Opernaufführungen dort veranstaltet.

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Nach so viel Laufen war auch etwas Nachtisch drin! Nom! Tiramisu und Panna Cotta!

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Abends ging es dann wieder zu dem Fest am Tiber nach Trastevere. Wir haben den Abend dann mit etwas Wein am Tiber mit gemütlicher Beleuchtung verbracht. Es hat auch kaum gestört, das Gelegentlich eine „Duftwolke“ des Tibers zu uns hoch schwabbte :lol: (der könnte echt sauberer sein :xD: )

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Auf dem späteren Weg Richtung Bett haben wir noch einen Abstecher gemacht um uns ein paar Sehenswürdigkeiten beleuchtet anzugucken. Genial.

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Und dann ging es leider am nächsten Tag schon wieder nach Hause  :wimmer:

Fazit Rom
Ich denke man kann gut auf den ganzen Foto erkennen, dass Rom so eine gewaltige Stadt ist. Und damit meine ich gar nicht die Stadt ansich, sondern die ganzen vielen, unglaublichen großen und beeindruckenden Gebäude die eins neben dem anderen stehen. Man kommt aus dem Staunen nicht raus. Irgendwo habe ich gelesen, dass die Stadt ein einzig großes Freilichtmusuem ist und dem kann ich nur zustimmen. Es gibt die vielen Antiken Stätten die man besuchen kann, Untergrundgänge, die zahlreichen Kirchen in groß und klein, Museen, und dann auch wieder modernere Denkmähler. Dann hat man doch mal eine Gegend gefunden, in der sich keine Sehenswürdigkeit breit gemacht hat und ist einfach hin und weg von den kleinen Gässchen mit den putzigen Häusern und den Menschen die dort vor den Häusern sitzen. Rom hat einen ganz eigenen Charme.Ich habe mich in Rom sehr wohl gefühlt und hatte dort viel spaß. Ich kann mir vorstellen, dass es sich auch lohnt sich ein wenig außerhalb Roms umzuschauen. Dafür hat unsere Zeit aber leider nicht gereicht.

Selbstverständlich ist Essen und Trinken – gerade in den Touri Gebieten – nicht unbedingt günstig, aber das sollte man in so einer Gegend nicht erwarten. Dafür war es immer sehr lecker. Die meisten Touristen-Attracktionen sind sehr überlaufen – ich denke das geht noch schlimmer als bei uns. Es war unglaublich heiß (aber wir waren auch im Sommer da), aber häufig wehte ein angenehmes Lüftchen durch die Straßen und die Brunnen mit dem kostenlosen, eiskalten Trinkwasser waren genial. Die Öffentlichen Verkehrsmittel waren sehr gut ausgebaut und wenn in der nähe keine Tram oder Metro fuhr, hat stets ein Bus ausgeholfen.Es bleibt zu sagen: Rom ist GROSSartig und ich kann es jedem Empfehlen.

Dieser Beitrag gehört zu meinem Rom-Reisebericht. Gehe zu…
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