Regensburg 1 – Ein Tag in der Stadt an der Donau

Für ein verlängertes Wochenende sollte es in die bayrische Stadt Regensburg gehen. Was hat die Studentenstadt an der Donau alles zu bieten?

Auf nach Regensburg!

Ich wollte mir selbst ein Geschenk machen und so entschloss ich mich für ein Wochenende in Regensburg. Die Stadt blickt auf eine 2.000 jährige Geschichte zurück und punktet neben der mittelalterlichen Altstadt mit ihrem südländischen Flair, putzigen schmalen Gassen und einem super gemütlichen Standort direkt an der Donau. Trotz ihres alters ist sie jung geblieben – ob das an den drei Hochschulen mit insgesamt 31.000 Studenten liegt? Die viert größte Stadt Bayerns hat auf jeden Fall einiges zu bieten… 

Reisebericht Regensburghübsche Häuschen entlang der Donau in Regensburg

Reisebericht RegensburgEin wenig römisches Feeling in Regensburg

Reisebericht Regensburg Die „Skyline“ von Regensburg

Eine Unterkunft mit Hindernissen und ein Abendessen mit ausgezeichneter Aussicht

Alles begann mit der Errichtung eines römischen Kastells gegen 90 n. Chr. Damit gehört sie zu den ältesten Städten Deutschlands. Das Kastell hat sich inzwischen zu einer Stadt mit 151.000 Einwohnern weiter entwickelt, aber der römische Einfluss ist noch heute zu spüren. Die Geschichte der Stadt erlebte einige aufs und abs. Im 12. und 13. Jhd genoss sie großen Reichtum durch den Handel bis nach Paris und Venedig, was man einigen Bauwerken heute noch ansehen kann. Nach der Eroberung Napoleons 1810 wurde Regensburg an Bayern übergeben. Hier wurde sie von der Industrialisierung etwas abgehängt, was der Altstadt heute aber zugute kommt. Während des Zweiten Weltkriegs blieb Regensburg weitestgehend von Bombenangriffen verschont, wodurch der historischen Stadtkern so wie er heute ist, erhalten blieb und er die größte noch erhaltenen mittelalterlichen Altstadt Deutschlands wurde. Seit 2006 gehört Regensburgs Altstadt zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Reisebericht RegensburgDas ist Regensburg: die Donau, die steinernde Brücke und der Dom!

Mit dem Auto folge ich der A3 eine gefühlte Ewigkeit (ok, etwa 3 1/2 Std.), bis ich in Regensburg ankam. Direkt ins Hostel gefahren. Gebucht hatte ich ein Mehrbettzimmer im City Hostel Regensburg*, die die Hotels hier schon etwas teurer sind. Dort angekommen musste ich feststellen musste, dass sie zwar meine Buchung erhalten haben, aber keine Reservierung für mich hatten. Für die erste Nacht war das kein Problem, aber für die zweite Nacht war kein Bett mehr frei. Mmh! Das hatte ich so auch noch nicht.

Aber das Problem ließ sich schnell lösen. Für mich wurde ein Zimmer in einem anderen Hotel reserviert. So musste ich zwar am nächsten Tag Vormittags wieder auschecken und gegen Nachmittags im neuen Hotel wieder einchecken, aber praktischerweise war ich ja mit dem Auto unterwegs. Das Mehrbettzimmer könnte ich dann zu einem Schnäppchenpreis (für 15 € extra) auf ein Einzel(doppel)zimmer upgraden (Mehrbettzimmer war 25 € pro Nacht, das Einzel(doppel)zimmer hatte mich dann 40 € gekostet, normalerweise wäre noch die Pauschale für die Einzelbelegung eines Doppelzimmers drauf gekommen). Mit dem Zimmer war ich auch sehr zufrieden. Trotz der verloren gegangenen Reservierung würde ich das Hostel/Hotel empfehlen. 

Reisebericht RegensburgMein Zimmer für die erste Nacht – für 40 € ein super Deal

Der Tag war nicht mehr ganz frisch, also habe ich mir das Sightseeing für den nächsten Tag aufgehoben. Ich wollte mir aber noch was gutes zu Essen gönnen, also ging es von der Unterkunft – die etwas außerhalb der Innenstadt liegt (1,8km, ca 20 Min bis zur Donau) – zu Fuß los. Dort habe ich es mir in dem Biergarten zur Alten Linde richtig gut gehen lassen.

Reisebericht RegensburgDie Alte Linde mit ihrem gemütlichen Biergarten

Die Alte Linde gilt als ein „Muss“ für Regensburg. Bei gutem Wetter sitzt man gemütlich im Biergarten. Das Restaurant befindet sich auf einer der kleinen Inseln auf der Donau und so hat man eine wirklich schöne Sicht auf das Stadtbild von Regensburg und den Dom. Das Essen war sehr lecker, die Bedienung super nett und schnell! Ich war rund um zufrieden.

Reisebericht RegensburgFür mich gab es leckeren gebackenen Feta – natürlich mit einem guten bayrischen Bier

Reisebericht RegensburgTolle Aussicht auf Regensburg

Danach ging es über einen kleinen Umweg über die Steinerne Brücke und Altstadt zurück zum Hotel. Ich habe es mir aber nicht nehmen lassen, mir bei Stellas Eiscafe – direkt bei dem Brückenturm – noch ein leckeres Eis als Nachtisch zu gönnen.

Reisebericht RegensburgSogar mit schwarzer Waffel!

Ein Tag in Regensburg

Am nächsten Morgen habe ich erstmal auscheckt und bin zu meinem neuen Hotel gefahren um dort schon mal das Auto abzustellen. Einchecken konnte ich erst später, also ging es erstmal in die Stadt. Auch dieses Hotel lag etwas außerhalb und in ca 2km ist man bis in die Altstadt gelaufen. Leider war das Wetter für heute nicht so gut angekündigt und es regnete immer mal wieder. Mein erster Stop wurde das Ostentor aus dem 14. Jhd. Es gehörte damals noch zur Stadtbefestigung und gehört heute zu den am besten erhaltenen gotischen Stadttoren Deutschlands. 

Reisebericht Regensburg

Direkt daneben befindet sich die Königliche Villa mit dem Villapark. Die Grünfläche ist zwar überschaubar aber für einen kurzen Spaziergang sehr hübsch. Durchquert man den Park einmal kommt man am Ufer der Donau raus. Von hier kann man einen ganz guten Blick auf die Villa werden, die die Sommerresidenz von König Maximilian II. von Bayern war. Sie wurde allerdings als Sommerresidenz nur selten genutzt. Nach Aufhebung der Monarchie ging die Villa in den Besitz Bayerns übers. Seit 2007 befindet sich hier das Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege.

Reisebericht RegensburgEin kleiner Spaziergang durchs grüne hat noch nie geschadet

Reisebericht RegensburgDie Königliche Villa

Reisebericht RegensburgGeht man durch den Villenpark kommt man an die Donau

Ich mache einen Schlenker nach Süden zum Schloss Emmeram Park. Hier finden auch die Schlosspark Festspiele statt, die zum Schloss Thurn und Taxis gehört. Das ehemalige Kloster wurde – nachdem es 1810 dem Fürstenhaus übereignet worden war – zu einem Fürstenhaus umgebaut. Der direkte Park, der zum Schloss gehört, ist nicht frei zugänglich und durch die vielen Bäume kann man nur kurze Blicke auf das Schloss selbst werfen. Leider kann es nur im Zuge einer Führung besichtigt werden. 

Reisebericht Regensburg Das Keplerdenkmal zu Ehren des berühmten Physikers Johannes Kepler

Reisebericht RegensburgTeile des Klosters sind heute noch erhalten und können von der Straße aus besichtigt werden

Weiter geht es zum Bismarckplatz. Er befindets ich im Westen der Altstadt und wurde nach dem Ehrenbürger der Stadt Otto von Bismarck benannt. Im Mittelalter diente der Platz am Stadtrand als Standort für Speicher- und Lagerhäuser. Im 19. Jhd wurden das heutige Theater und die Musikschule erbaut – sie dominieren noch heute  als klassizistische Bauwerke den Platz.

Reisebericht RegensburgHier kann man gemütlich einen Kaffee trinken… (Theater im Hintergrund)

Reisebericht Regensburg… oder den Abend ausklingen lassen

Hier um die Ecke befindet sich auch die Schottenkirche – bzw. eigentlich die Klosterkirche St. Jakob mit dem Schottenportal. Die Kirche entstand im 12. Jhd., der Vorgängerbau wurde aber schon 1090 von einem Wandermönch aus Irland gegründet. Daher auch der Name, da die irischen Mönche im Volksmund auch „Skoten“ genannt wurden. Bekannt ist die Kirche für ihr Portal. Die Portalwand ist 15m breit, 8m hoch und es sind 154 Figuren auf ihr abgebildet. Was auf dem Portal abgebildet ist, bleibt heute noch ein Rätsel, zu welchem es 65 Erklärungsversuche gibt.

Reisebericht RegensburgZum Schutz des Schottenportals hat es seit 1999 einen Glasvorbei

Reisebericht Regensburg Hübsche Details am Schottenportal

Reisebericht RegensburgGar keine Schotten in der Schottenkirche ……. ;-)

Reisebericht RegensburgDer Jacobsweg führt auch durch Regensburg – nur noch 2.705 km! 

Am westlichen Rand der Altstadt steht das Jakobstor. Er gehörte – wie das Ostentor – zu den ehemals vier Eingangsportale der mittelalterlichen Stadtbesfestigung. Heute sind nur noch die zwei Türmchen mit den gotischen Zinnenkronen von dem damaligen Portal erhalten.

Reisebericht Regensburg

Die erste Brücke über die Donau (von links gesehen) ist der Eiserne Steg. Die 115m lange Brücke ist alleine den Fußgängern vorbehalten und verbindet die Oswaldkirche und die Badstraße. Der vorherige Steg wurde von den abrückenden Truppen in 1945 schwer beschädigt. Von 1946-48 wurde der Steg aus Teilen einer Behelfsbrücke der ehem. Deutschen Wehrmacht neu aufgebaut. Zusammen mit der Steinernen Brücke ist der Eiserne Steg der einzige historische Übergang über die Donau im Stadtgebiet.

Reisebericht RegensburgDer Eiserne Steg in seiner ganzen Pracht

Der Haidplatz Regensburg im Zentrum der Stadt ist ein gemütlicher Platz für einen Kaffee oder einen heißen Kakao. Der Name kommt von dem althochdeutsche Wort Heida für ein Landstück was mit Sträuchern bewachsen ist. Im Mittelalter war der Platz noch lange mit Gras bewachsen. Später wurde aus ihm ein Platz für hochgestellter Besucher und Versammlungen. Ende des 20. Jhd war er so mit Autos überfüllt, dass er schließlich zu einer Fußgängerzone umgebaut wurde. 

Reisebericht RegensburgDer Platz ist auch bei Einheimischen sehr beliebt – vielleicht wenn das Wetter besser ist

Von da aus ist es nicht weit zum Alten Rathaus. Es wurde 1245 errichtet, als Regensburg zur Freien Reichsstadt ernannt wurde. Das älteste Überbleibsel des Gebäudes ist heute der 55m hohe Turm, der das Stadtbild prägt. 1360 wurde der Reichstagssaal angebaut, welcher ursprünglich als Tanzsaal gedacht war. Während des 17. Jhd wurden hier der Immerwährende Reichstag abgehalten, die als Vorläufer des deutschen Parlaments, der EU und der UNO gilt. Eine Besichtigung ist im Zuge einer Führung möglich.

Reisebericht RegensburgDer Turm des Alten Rathauses mit dem Regensburger Ratskeller

Reisebericht RegensburgTeile des Alten Rathauses

Reisebericht RegensburgHübsche Details

Reisebericht RegensburgViele der Straßenschilder sind in alter Schrift geschrieben

Reisebericht RegensburgUnterwegs in den Straßen von Regensburg

Frühstück bei Dampfnudel Uli und zum Regensburger Dom

Ein gutes Frühstück darf nicht fehlen und meine Wahl fiel auf den Klassiker: den Dampfnudel Uli! Hier soll es die besten Dampfnudeln geben und da sage ich nicht nein! Das Cafe ist klein und unglaublich putzig und mit liebe fürs Detail eingerichtet. Überall hängen Bilder oder Krüge und Zitate. Für mich gibt es natürlich: Dampfnudeln mit Vanille Soße. Das Cafe ist schon ein Original und ein Besuch wird nie eine falsche Entscheidung sein. 

Reisebericht RegensburgLecker und mit Liebe zum Detail: Dampfnudeln beim Uli

Ein weiterer Platz ist der Neupfarrplatz. Ursprünglich befand sich hier im Mittelalter das Judenviertel. Während des 15. und 16. Jhd wurde die Forderung laut, die Juden auszuweisen. Diese Forderung wurde zwar zunächst von Kaiser Maximilian I. abgelehnt, aber als er 1519 starb nutze der Rat der Stadt die Gelegenheit zur Vertreibung der Juden und abriss der jüdischen Gebäude. Man begann sofort mit dem Bau der Neupfarrkirche. Dieser musste aber wegen Geldmangels 1528 wieder eingestellt werden. 1542 ging der Rat zur evangelischen Konfession über. Die Kirche wurde zur erste evangelische Pfarrkirche. 1860 wurde der z.T. noch provisorische Bau fertiggestellt.

Vom Restaurant im oberen Stockwerk der Galeria Kaufhof hat man einen schicken Blick auf den Platz und auch die Türme des Dom!

Reisebericht RegensburgDer Blick vom Kaufhauf auf den Platz… 

Reisebericht Regensburg… und auf den Dom

Weiter ging es zum anderen Wahrzeichen der Stadt der Regensburger Dom. Egal von wo man das Stadtbild von Regensburg sieht, die 105m hohen Türme sind immer präsent. Neben dem Kölner Dom gehört die Kathedrale zu den bedeutendsten gotischen Kathedralen in Deutschland. Der Bau hat über 600 Jahre gedauert, so wurden immer wieder verschiedene Elemente aus den unterschiedlichen Epochen hinzugefügt. Begonnen hat er im Jahr 1270. 

Reisebericht RegensburgDie Spitzen wurden erst 1869 König Ludwig I aufgesetzt

Reisebericht RegensburgViele hübsche Details an der Fassade

Reisebericht Regensburg

Reisebericht RegensburgIm Inneren beeindrucken besonders die fast vollständigen erhaltenen mittelalterlichen Glasfenster aus dem 13. Jhd. 

Reisebericht Regensburg

Die Porta Praetoria zeigt uns ein weiteres mal ein Stück Geschichte: hierbei handelt es sich um ein römisches Tor, bzw. heute kann man hier die erhaltenen Mauerreste sehen. Es war einst das Haupttor von 4 Toren des Legionslagers aus welchem schließlich die Stadt Regensburg entstand. 

Reisebericht RegensburgRechts sieht man noch die Überreste des zweiten Turms

Läuft man die Goliathstraße weiter, kann man diese hübsche Fassadenmalerei entdecken. Sie stellt den Kampf zwischen David und Goliath dar. 

Reisebericht Regensburg

Über die Steinerne Brücke

Neben dem Regensburger Dom ist sie DAS Wahrzeichen und Symbol der Stadt: die Steinerne Brücke! Sie verbindet den Stadtteil Stadtamhof mit der Altstadt und galt im Mittelalter schon als echtes Wunder. So wurde sie – man schätzt um 1135 – 1146 – nur innerhalb von 11 Jahren erbaut und gilt heute als älteste erhaltene Brücke Deutschlands. Sie steht auf 16 Füßen und wurde ursprünglich von 3 Türmen bewacht. Da die Wirtschaft in Regensburg immer weiter wuchs, war ein dauerhafter Flussübergang nötig. Fast 800 Jahre (bis 1935) blieb sie der einzige Übergang über die Donau im Stadtgebiet.

Reisebericht RegensburgDie Steinerne Brücke – ein Stück Geschichte

Reisebericht RegensburgRegen über die Steinernen Brücke

In einer Stadtsage erzählt mal sich, dass der Brückenbaumeister mit dem Dombaumeister eine Wetter abschloss, wer sein Bauwerk zuerst fertig stellen würde. Die Chancen des Dombaumeister standen besser, so schloss der Brückenbaumeister einen Pakt mit dem Teufel ab. Der Teufel sollte dafür die ersten drei Seelen erhalten, die über diese Brücke gehen würden. Die Brücke wurde zuerst fertig gestellt und der Teufel forderte seine Seelen ein. Da der Brückenbaumeister aber keine Menschen opfern wollte, scheuchte er bei der Eröffnung zuerst einen Hahn, eine Henne und einen Hund hinüber. Der Teufel war darüber sehr verärgert und wollte die Brücke wieder zerstören, aber sie war halt „teuflisch gut“ gebaut. Man sagt der Brückenbaumeister sitzt immer noch auf der Brücke und hält nach dem Teufel ausschau. Tatsächlich war die Brücke aber schon lange vor dem Dom fertig gestellt worden (fast 130 Jahre).

Reisebericht RegensburgMan sagt der Brückenbaumeister hält immer noch nach dem Teufel ausschau…

Reisebericht RegensburgDie Fertigstellung der Brücke und des Doms – ein Wettbewerb? Wohl eher nicht. Aber eine tolle Geschichte

Von den drei Türem ist heute nur noch der Brückenturm erhalten, der am Eingang zur Altstadt thront. Der Turm stammt aus dem 13. bis 14. Jhd und er war wahrscheinlich der Nachfolger eines früheren Torbaus. Manchmal wird er auch Schuldturm genannt, da früher hier Schuldner eingesperrt wurden. Man sagt, sie wurden mittels einer Angel aus dem Turmfenster herab gelassen, wo sie um Münzen betteln durften um ihre Schuld zu begleichen. Ganz oben im Turm befand sich eine kleine Turmwohnung, von wo man die Stadt im Auge hatte und so rechtzeitig vor z.B. einem Feuer warnen konnte. Heute befindet sich hier ein kleines Museum drin, dass man für 2 € besichtigen kann. Hier gibt es ein paar Ausstellungsstücke zur Brücke und man kann bis in die Turmwohnung hinauf und hat so einen tollen Ausblick über Gegend.

Reisebericht RegensburgDer Brückenturm erwartet mich am Ende der Brücke

Reisebericht RegensburgDer Brückenturm von der Stadtseite aus

Reisebericht RegensburgDirekt am Eingang befindet sich eine kostenfreie Ausstellung über Regensburg 

Mittagessen am ältesten Fast Food Stand und eine nasse Bootstour

Es war Zeit für eine Stärkung. Direkt an der Steinernen Brücke befindet sich einer der vermutlich ersten Fast Food Stände überhaupt: der historische Wurstkuchl. Ursprünglich befand sich in dem Gebäude das Baubüro für den Bau der Brücke. Nachdem diese fertiggestellt war, zog der Wurstkuchl ein. Er befindet sich in Familienbesitz und sowohl die Bratwürste aus der eigenen Metzgerei, als auch der Senf und der Sauerkraut werden hier selbst hergestellt. Das sind hier auch die Klassiker und typisch in Regensburg (wenn auch zugegeben ein wenig touristisch): Bratwürste auf Kraut mit Kipferl.

Reisebericht RegensburgWar sehr lecker: Kraut und Würste

Reisebericht RegensburgDer historische Wurstkuchl Stand

Überquert man die Steinerne Brücke kommt man auf die hintere der Donauinseln. Auf der Straße gibt es noch ein paar hübsche Häuschen und zahlreiche Cafes zu sehen. 

Reisebericht Regensburghübsche bunte Häuschen

Reisebericht Regensburghübscher Blick auf die Brücke von den Donauinseln aus

Zum Abschluss habe ich dann noch eine historische Strudelrundfahrt gemacht. Benannt wurde sie nach dem Strudel, der durch die Steinerne Brücke verursacht wird. Die Brücke ist zwar für die Landverbindung damals sehr wichtig gewesen, für die Schifffahrt war sie, bzw. der dadurch entstandene Strudel, eher ein Hindernis. Die Rundfahrt geht zumindest 45 Min und schippert gemächlich einmal die Donau hoch und runter. Da das Wetter leider nicht so schön war, war es recht nass, windig und kalt. Ich kann mir aber vorstellen, dass sie bei schönem Wetter deutlich angenehmer ist.

Reisebericht RegensburgHeißer Kakao und ein Stadtplan auf bayrisch – letztes gibt es in der Touristeninformation in zahlreichen Sprachen,
aber auch viele deutschen Dialekten

Durchgefroren, wie ich nach der Schifffahrt war, ging es zurück zum neuen Hotel: das Hotel Dock 1*. Schnell war ich eingecheckt und dann konnte ich es mir gemütlich machen. Das Zimmer war auch sehr schön und nach der kalten Bootstour eine angenehme Möglichkeit sich aufzuwärmen. 

Reisebericht RegensburgDas Hotel Dock 1

Reisebericht RegensburgEin hübsches und gemütliches Zimmer

Eine tolle Möglichkeit in Regensburg seinen Abend zu verbringen ist, z.B. mit etwas zu Essen und Trinken an den Wiesen und Plätzen rund um die Donau zu chillen. Das ist gerade bei jungen Leuten sehr beliebt und stand eigentlich auch auf meinem Plan, allerdings muss ich gestehen, dass bei diesem Wetter mein Hotelzimmer einfach attraktiver war. So habe ich den Abend gemütlich in Regensburg ausklingen lassen. Fazit: Auch wenn bei mir das Wetter weniger optimal war, ist Regensburg eine sehr schöne Stadt und mit viel Geschichte, die man erleben kann! Wer eine weniger lange Anreise hat, kann auch nur für einen Tagesausflug vorbei kommen und spart sich so die (teurere) Unterkunft. 

Siehe auch:
Teil 2 von meinem Regensburg Reisebericht: Ziele in der Umgebung
Übersichtskarte mit allen genannten Punkten

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