Peru 10 – Bye, Bye Peru – La Paz & Rückreise

Heute sollte es über die Grenze nach Bolivien La Paz gehen und damit war unser letzter Tag auf unserer Rundreise auch schon gekommen…

Es hieß wieder früh aufstehen. Es ging zunächst mit einem öffentlichen Bus Richtung Copacabana. Kurz vor der Stadt halten wir um zunächst unsere letzten Soles in Boliviano zu tauschen. Ich habe mir noch ein paar Soles für den Flughafenaufenthalt auf dem Rückweg auf.

Gegen 10.30 Uhr kommen wir an der Grenze aus. Zunächst „checken“ wir in Peru aus. Wir kriegen einen Ausreisestempel im Reisepass. Wir laufen 500m weiter und stehen in Bolivien beim Amt um einen Einreisestempel zu bekommen. Tadaaa, Bolivien!

Reisebericht Peru Bolivien la Paz

Zeit für ein paar Fakten:

  • Hauptstadt: Sucre
  • Sprache: Quechua, Aimara und Spanisch
  • Einwohner: 10.631.486
  • Währung: 1 Boliviano (BOB) = 100 Centavos (= 0,1276 €)
  • Trinkgeld: jap
  • Zeitumstellung: UTC−4

Bei uns ging es relativ flott, aber ich habe auch schon gehört, dass das etwas länger dauern kann – je nachdem wie viele Touristen hier gerade angeschwemmt werden.

Dann sind wir in Copacabana – Dank Zeitverschiebung ist es plötzlich eine Stunde später. Die Stadt liegt auf etwa 3.818m Höhe und hat ca 5.000 Einwohner. Wir kriegen nicht viel zu sehen, denn wir haben nur eine halbe Stunde um uns etwas zu essen zu besorgen. Es zieht uns in ein kleines Cafe und ich bestelle ein Hähnchen Sandwich/Burger (ja, nach der Pizza war meine „Soft-Diät“ völligst abgehakt :sweat: ) mit Pommes. Der Arzt in Cusco hatte mich bereits vor dem Essen in Copacabana gewarnt – Hygienisch wäre das alles nicht so optimal. Da ich aber Tabletten genommen habe, die 95% aller Baktierien in Peru tötet, wollte ich das Risiko eingehen :roll: :lol:  Immer wenn die Tür zur Küche aufklappte sah man aber Sachen, die man nicht sehen wollte. Mein Sandwich bekam ich dann nach 20 Min und hatte demnach nicht viel Zeit mein Essen runter zu würgen um dann ganz schnell wieder zum Bus zurück zu hasten.

Reisebericht Peru Bolivien la Paz

Dann ging es weiter nach La Paz. Diesmal waren wir in einem Privat angemieteten Bus unterwegs, den wir uns mit einer anderen Reisegruppe vom selben Anbieter geteilt haben. Ich hatte wieder die Musik auf den Ohren und die letzten Landschaften genossen. Bei Tiquina mussten wir einen schmalen Teil des Sees mit der Fähre überqueren.

An dem Tag war ich etwas unmotiviert was das fotografieren anging, also eher qualitativ nicht so schöne Handyfotos  :tropfen:

Reisebericht Peru Bolivien la Paz

Reisebericht Peru Bolivien la Paz

Reisebericht Peru Bolivien la Paz

Danach ging es ohne Stop weiter Richtung La Paz. Gefühlt sehr zeitnah, erreichten wir die Randgebiete von La Paz. Hier hatten wir eine Ansammlung Ruinenartiger bauten – eins neben dem anderen. Und unzählig viele Baustellen.

Der alte Che chillt hier auch rum…

Reisebericht Peru Bolivien la Paz

La Paz quetscht sich zwischen die Berge. Krasser Anblick!

Reisebericht Peru Bolivien la Paz

Es hat noch eine halbe Ewigkeit gedauert bis wir dann in La Paz selbst waren. Unser letztes Zimmer – findet ihr nicht auch, das alle Zimmer irgendwie gleich aussahen?  :lol:

Reisebericht Peru Bolivien la Paz

Der Blick aus unserem Hotel. Leider habe ich nicht viel von La Paz selbst gesehen – das meiste nur aus dem Bus heraus, was ich sehr schade fand, denn das, was ich gesehen habe, sah schonmal echt krass aus!

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La Paz ist der Regierungssitz von Bolivien. Sie liegt in einer Höhe von 3.200-4.100m und gehört zu den höchstgelegenen Städten der Welt. Früher hieß die Stadt vollständig „Nuestra Señora de La Paz“, was soviel bedeutet wie „Unsere Liebe Frau des Friedens“. Den Namen verlieh man der Stadt nachdem diese 1548 von den Spaniern eingenommen wurde. Sie wurde auf der alten Inkasiedlung Choqueyapu erbaut. Heute leben in La Paz rund 2 Millionen Menschen. Sucre ist zwar die offizielle Hauptstadt von Bolivien und die Stadt liegt weit entfernt – dennoch ist La Palz das politische und geistige Zentrum des Landes.

Der Höhenunterschied zwischen den einzelnen Vierteln beträgt bis zu 1.000m, was auch einen Temperaturunterschied von bis zu 10° ausmachen kann. Im Gegensatz zu anderen Städten gilt hier die Regel: je weiter oben man wohnt, desto ärmer ist man. Nachts sieht man ein beeindruckendes Lichtermeer.

Nachdem wir kurz in das Hotel eingecheckt haben sollte es weiter gehen. Ich wollte das Hotel WiFi nutzen um noch in meinen Rückflug einzuchecken, aber die hatten gerade Probleme mit ihrem Internet und konnten nicht garantieren, dass es später wieder gehen würde. Narf. Unterwegs hatte ich noch kurz die Gelegenheit, aber das war ein einziges Desaster.

Es ging dann auf den Mercado de las brujas – den bekannten Hexenmarkt. Hier findet man allerlei skuriles: getrocknete Lamaföten, Schlangenfleisch, Liebestränke, Salze gegen den Bösen Blick und Heilkräuter – aber selbstverständlich auch Souvenirs und lauter Krempel. Ursprünglich war der Markt sehr traditionel und man hat z.B. K’oa – Brandopfer für Pachamama hergestellt. Den Alteingesessenen ist der Hype um den Markt ein Dorn im Auge.

Reisebericht Peru Bolivien la Paz

Diese Leckereien in Form von Zuckertafen kommen in das K’oa Brandopfer. Woher soll Pachamama sonst wissen, was man sich eigentlich wünscht?

Reisebericht Peru Bolivien la Paz

Reisebericht Peru Bolivien la Paz

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Der Markt war sehr schön. Aber dann war der Abend auch schon rum und es ging wieder zurück ins Hotel. Für mich bedeutete der nächste Tag abreise…

4:30 Uhr – La Paz – der Wecker klingelt. Mit dem Tage geht es um 5 Uhr zum Flughafen
8:00 Uhr – La Paz – 3,30 Std. unterwegs – wir starten etwas früher Richtung Lima

La Paz – ein einziges Meer aus Häusern!

Reisebericht Peru Bolivien la Paz

Ein letzter Blick auf die großartigen Landschaften…

Reisebericht Peru Bolivien la Paz

… und den Titicaca-See

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8.45 (-1 Std) Uhr – Lima – 5,15 Std unterwegs – Ich erreiche Lima. Draußen herrscht eine einzige dicke Nebelsuppe.

Reisebericht Peru Bolivien la Paz

20:00 Uhr – Lima – 16,30 Std unterwegs – eeendlich Ablfug in Lima Richtung Amsterdam. Grausamerweise hatte ich nur 10 min kostenfreies WLan und die restlichen 10 Stunden habe ich mir die letzten Shops angeguckt, bin im Kreis gerannt und habe mir etwas zu essen gejagt  :xD:
15.25 Uhr – Amsterdam – 29 Std Unterwegs -Endlich wieder in Europa. Witzigerweise auf dem Fughafen beim aussteigen noch Leute aus meiner Reisegruppe wieder getroffen, die offenbar im selben Flieger waren wie ich, ohne das wir uns bemerkt hatten  :lol: Der Flieger startet mit Verspätung  :roll:
19:07 Uhr – Frankfurt – 32 1/2 Std Unterwegs – Eeeendlich wieder in Deutschland  :kicher: Gepäck kommt auch an! Juhu! Mein Bus fährt mir noch vor der Nase weg. Gnah!
20:13 Uhr Darmstadt – 33 1/2 Std Unterwegs – Daheim. Endlich. War wie immer ein langer Heimweg. Hungrig falle ich erstmal über gutes Deutsches Essen her und freue mich trotz der coolen Reise wieder zu hause zu sein  :cool:

Fazit Peru
So und an diesem Punkt komme ich schließlich zum Ende meines Reiseberichts. Ich denke, ich muss nicht erwähnen, wie großartig diese Reise war. Peru ist ein unglaubliches Land mit so unfassbar grandiosen Ausblicken. Und so verdammt vielfältig! Hier findet man eigentlich alles was das Reiseherz begehrt: Küste und Meer! Tierchen die man beobachten kann. Geschichte die man hautnah erleben kann! Inkas! Highlights wie Machu Picchu. Wüste, aber auch Berge und Dschungel. Sportliche Aktivitäten sowieso. Irgendwie von allem etwas. Einfach ein grandioses Land zum reisen und gerade im Süden des Landes ist der Fern- und Nahverkehr sehr gut ausgebaut. Die Peruaner (ich habe ja zugegeben, nicht so viel kontakt zu ihnen gehabt) sind ein aufgeschlossenes, hilfsbereites und nettes Völkchen.Natürlich hat das ganze auch seine nicht so schönen Seiten. Wie es in solchen Ländern natürlich ist immer ist, muss man auf sich und sein Zeug gut aufpassen. Auch wenn ich nicht einmal in der Situation war, dass ich mich unsicher gefühlt habe, kann das in der falschen Gegend sehr schnell, sehr unangenehm werden – das darf man in der ganzen euphorie niemals vergessen. Auch fand ich viele Verkäufer, die einem unbedingt etwas andrehen wollten, einfach unglaublich nervtötend. Da ist man als Tourist natürlich wieder wie Geld-Kuh, die gemolken werden will – aber das muss man ihnen wohl in deren Situation nachsehen.Sehr krass fand ich auch den Kontrast: in den Hauptstädten (in den Zentren) habe ich mich eigentlich gefühlt wie zuhause, da hat man gar nicht den Eindruck in einem armen Land zu sein – während man außerhalb der Städte einfach nur die ganze Armut sieht. Wie wenig manche Menschen dort haben und unter welchen Bedingungen sie leben müssen. Das können wir uns gar nicht vorstellen. Und wir Touristen fahren da mit unseren klimatisierten Luxus-Bussen durch die Gegend. Manchmal war mir das zuviel. Da ich mit der vororganisierten Tour unterwegs war konnte ich mir natürlich die einzelnen Fortbewegungsmittel nicht aussuchen. Manchmal wäre mir etwas weniger lieber gewesen (und es wäre auch authentischer gewesen).

Aber im Großen und Ganzen darf man sich von sowas nicht den Spaß verderben lassen. Es ist wie gesagt ein traumhaftes Land. Auswandern werde ich hierhin allerdings nicht – denn das mit dem Käse bekommen die irgendwie nicht so hin

Hier gibt es zum Abschluss noch die Karte mit (fast) allen von mir genannten Punkten:


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