Peru 08 – Auf dem Rücken eines Pferdes – Cusco Teil 2

So, da waren wir also wieder in Cusco. Einen Tag hatten wir noch zur freien Verfügung und da wollte ich die nahe Umgebung von Cusco ein wenig erkunden… und zwar auf dem Rücken eines Pferdes…

Am Tag zuvor sind wir ja in ein anderes Zimmer eingecheckt. Sieht aber im prinzip genauso aus wie vorher  :lol:

Reisebericht Peru Cusco

Ich bin zeitig aufgestanden und bin noch ein wenig durch die Straßen im San Blas Viertel gestreift.

Reisebericht Peru Cusco

Die mögen definitiv die Farbe blau  :lol:

Reisebericht Peru Cusco

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Den Kerl da oben kennen wir schon :mrgreen:

Reisebericht Peru Cusco

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Mir ging es immer noch nicht so berauschend – ich hatte noch Probleme mit dem Magen und beim Essen – daher war die Tour eher kurz.

Für Nachmittags hatte ich eine Horseback-Riding Tour geplant. Auf dem Rücken eines Pferdes ging es außerhalb von Cusco in das Sacred Valley.

Reisebericht Peru Cusco

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Mein Pferd war ein kleines Arschloch :lol:  Es hat getan was es wollte – was selbstredend meistens das Gegenteil von dem war was ich wollte :xD: Ich fand die Organisation der Tour nicht besonders gut. Es war total chaotisch. Wir wurden auf das Pferd gesetzt und das wars. Keine Erklärung, nichts. Also sollte man bei so einer Tour am besten schon vorher reiten können  :tropfen:  :razz:

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Ich habe dann einfach mal gehofft, dass mein Pferd weiß wohin es galoppiert :lol:  Es hat mich zumindest zum Templo de la luna, dem Mondtempel gebracht

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Hier sind wir fast alleine – keine Touristenmassen, Ruhe, Eukalyptusbäume und eine grandiose Aussicht.

Reisebericht Peru Cusco

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Ansonsten sind wir noch durch die Gegend galoppiert. Ein Augenschmaus.

Reisebericht Peru Cusco

Insgesamt war die Tour noch mal eine schöne Ergänzung zu Cusco, allerdings weiß ich nicht, ob die Organisation den Preis rechtfertigte  :roll: ;-)

Reisebericht Peru Cusco

Ein letzter Blick auf Cusco. Am nächsten Tag würde es wieder weiter gehen… *sfz*

Reisebericht Peru Cusco

Abends ging es mir dann nochmal richtig schlecht. Ich wusste, in den nächsten Tagen wären wir wieder voll on Tour, daher beschloss ich zum Arzt zu gehen. Das musste ich aber gar nicht, denn der Arzt ist zu mir gekommen – was für ein Service :mrgreen:

Eine kurze Diagnose später: ich habe mir einen Parasiten eingefangen :eek:  Naja. Ich hatte ein bisschen den Eindruck das war seine Standard Aussage. Wie auch immer. Ich muss aber auch jede Erfahrung mitnehmen. Willkommen in Südamerika :lol: Ich hab wohl einfach was falsches gegessen. Also gabs Medikamente, durfte so geile Electrolyte trinken und sollte eine „Soft Diät“ einhalten. Nur Reis, Kartoffeln oder Nudeln. Pur. Kein Gemüse. Kein Obst, kein gar nichts   :eek:   :pf:   :wimmer:

Fazit Cusco
Was soll ich sagen. Cusco war definitiv meine Lieblingsstadt in Peru. Diese Stadt ist einfach magisch. Quirliges Leben, Inkas und Kolonialzeit gemixt, positive Energie, Geschichte, Sightseeing und Abenteuer!, panorama Landschaften, blauer Himmel, leckeres Essen und ein traumhaftes Stadtbild im Dunkeln: für jeden ist etwas dabei. Hier schlägt das Reiseherz purzelbäume. Das ging nicht nur mir so, sondern auch Freunden die schonmal da waren, aber auch Leuten aus meiner Reisegruppe! Cusco muss man einfach gesehen haben: ganz großes Kino.

Indige Bevölkerung
Peru hat mehr als 50 indigen Völker. Jedes dieser Völker hat seine eigene Sprache, Traditionen und Lebensphilosphien. Die größten und bekanntesten Völker sind die Aymara (findet man eher rund um den Titicaca-See) und die Quechua (findet man eher in der Andenregion um Cusco). Im Amazonas hat man auch viele Völker, die i.d.R. Nomaden sind und je nach Jahreszeit durch den Regenwald ziehen.Die indigen Völker und Ihre Lebensweisen sind wegen Ölförderung, Abholzung und sonstiger Ressourcengewinnung immer wieder bedroht. Es gibt zwar verschiedene Vereinbarungen, die ihre Rechte und ihr Land schützen sollen, aber diese Vereinbarungen werden häufig nicht eingehalten. Auch wenn die Lage – insbesondere die wirtschaftliche – in den letzten Jahren in Peru besser wurde und stabil ist, leiden gerade die Indigen Völker unter der sozialen Ungleichheit. Peru gehört zu den wenigen Ländern, wo die Mehrheit der Bevölkerung indig ist oder indige Wurzeln hat, diese aber trotzdem durch die „Hellhäutigen“ (Nachfahren der Spanier, die Minderheit im Land) diskriminiert werden. Indige Gesichtszüge werden meistens mit fehlender Bildung und Armut gleichgesetzt und abgewertet. Während „weiße“ Peruaner mit evtl. europäischen Gesichtszügen automatisch als besser angesehen und reich empfunden werden. Glücklicherweise ist ein positiver Trend zu erkennen, und der Stolz auf die indige Abstammung („identidad peruana“ genannt) lebt auf.Einen genauen Zahlenmäßigen Anteil zu nennen ist recht schwierig, da es keine genauen Zählungen gibt. 1993 wurde eine Zählung anhand der Muttersprache durchgeführt. Dabei wurde erfasst, dass 20% nicht Spanisch als Muttersprache sprechen. Hiervon waren 83% Quechua, 11% Aymara, 1,7% Ashanika und 4,3% weitere Amazonassprachen. Die Indigen werden in erster Hinsicht anhand der gesprochenen Sprache unterteilt:

Quechua
Der Sprachraum erstreckt sich über Kolumbiens, aber auch Ecuador, Bolivien, Chile und Argentinien. Der großteil lebt aber in Peru im Andenraum. Man spricht sie der Kultur der Inka zu. Sie ist in Südamerika mit ca 7 Millionen „Sprechern“ hinter Spanisch und Portugisisch die am dritt-häufigsten gesprochene Sprache.

Aymara
Die Aymara leben überwiegend im Andenraum in Peru und Bolivien, ein kleiner Teil lebt auch noch in Chile. Ein sehr geringer Anteil befindet sich auch noch in Ecuador, da zur Kolonialzeit die Spanier einen Teil Zwangsumgesiedelt hat um den Zusammenhalt und damit einen Widerstand vorzubeugen. Die Aymara haben kulturell viel mit den Quechua gemeinsam, z.B. weisen die Religionen viele gemeinsame Elemente auf, aber auch die Sprachen haben viele gemeinsame Wörter, daher werden sie in derselben Sprachfamilie Quechumaran gefasst

Ashaninka
Die Asháninka findet man im östlichen Regenwald von Peru, sowie im westlichen Brasilien. Man schätzt die Anzahl auf 25.000-65.000 Menschen. Sie gehören zu der größten Gruppe der im Regenwald Perus lebenden Indigen. In Brasilien selbst leben nur etwa 900 Menschen – man geht davon aus, dass sie ende des 19. Jahrhunderts aus Peru ausgewandert sind, als der Kautschukboom sie zur Flucht zwang.
Die Ashaninka halten an ihrer traditionellen Lebensweise fest, nutzen aber gleichzeitig moderne Kulturelemente, wie Photovoltaikanlagen und Internet, mit dem sie Kontakt zu Behörden aufnehmen können, wenn es Probleme mit z.B. illegalem Holzabbau gibt.Viele Menschen in Peru (gerade die im Regenwald und in den Anden lebenden) besitzen noch ein detailliertes Wissen über natürliche Medizin un Heilpflanzen. Es gibt Schamane die Zeremonien mit Heilpflanzen durchführen oder Opfergaben an die Mutter Erde „Pachamama“ werden zelebriert. Diese Events kann man auch als Touren buchen, wenn man hierzu mehr erfahren möchte.

Dieser Beitrag gehört zu meinem Peru-Reisebericht. Gehe zu…
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