Peru 07 – Auf dem Weg der Inkas – Inka Trail Machu Picchu

Es ist soweit! Wir begeben uns auf den aufregenden Pfad zu Machu Picchu! 4 Tage wandern & zelten in den Anden!

Ein Feuerwerk weckt mich wieder sehr zeitig, also nutze ich die Zeit. Packe meinen letzten Kram, gehe ausreichend Frühstücken und checke aus dem Zimmer aus. Wir haben den Vormittag noch für uns und können unser Gepäck im Hotel lassen. Unser „Hauptgepäck“ bleibt eh im Hotel in Cusco. Wir nehmen nur unseren Tagesrucksack, unseren sogenannten „Puffle-Back“ (die 6 kg, die wir an einen Träger abgegeben dürfen) für den Inca-Trail und noch ein paar Kleinigkeit für die letzte Nacht mit.

Wir ziehen nochmal durch Cusco um die letzten Sachen zu besorgen. Ich hätte gern Hustenbonbons, da ich wegen den starken Temperatur unterschiede ein wenig Halskratzen habe, der sich hartnäckig hält. Und Zelten im kalten wird es sicherlich nicht besser machen. Das stellt sich aber bald als eine kleine Mission Impossible raus. Ofenbar gibt es in Peru keine Hustenbonbons! :eek:  Diese ganz einfachen, die es bei uns in jedem Supermarkt gibt. Schließlich landen wir in einer Apotheke und ziehe mit „richtigen“ Medikamenten wieder ab. Immerhin besser als nichts   :lol:

Mittags geht es dann mit dem Bus Richtung Ollantaytambo. Auf dem Weg genießen wir schonmal die großartige Aussicht im Heiligen Tal und kommen langsam richtig in Stimmung.

Reisebericht Peru Cusco Inka-Trail Machu Picchu

Das Heilige Tal ist eine Region in den Anden und ist das „Eingangstor“ zu Machu Picchu. Hier kann man die traumhafte Lanschaften der Anden und Schneebedeckte Gipfel mit saftig grünen Tälern bewundern. Hier gibt es massenweise Tempel- und Terassenanlagen die besichtigt werden wollen – wenn man die Zeit hat. Wir hatten diese leider nicht. Der Name „Heiliges Tal“ kommt von den zahlreichen Heiligtümen (Huacas) der Inkas – damit sind aber nicht nur Tempel gemeint, sondern auch die Flüsse, Berge und Brunnen. Hier ist es in der Regenzeit besonders fruchtbar.

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Nach etwa 2,5 Std. kamen wir in Ollantaytambo an – eine Stadt in einer Höhe von 2.792m. Hier kann man noch Teile eine Inka-Stadt im ursprünglichen Zustand sehen, wie z.B. Gebäude, Inka-Terassen und enge Gassen.

Wir checken im Hotel Las Orquideas ein…

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….und machen einen Rundgang durch die Stadt.

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Die Stadt ist komplett umgeben von Bergen.

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Eine Inka Ruine (Sitio Arqueológico de Ollantaytambo) für die wir leider keine Zeit mehr hatten…

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Eine von den vielen großartigen Gässchen

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Wir besuchen ein „Inka-Haus“, welches für den Tourismus geöffnet ist. Hier können wir alte Inka-Gegenstände und Waffen betrachten. Der kleine Kollege hier (hab den Namen vergessen) soll wünsche erfüllen: was du dir wünscht, hängst du ihm um (Geld, Auto, Essen… etc.), in den Mund kriegt er eine Zigarette und wenn die Zigarette aufgeraucht ist, geht der Wunsch in Erfüllung  :lol:

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An der Wand gibt es auch Lama & Alpaka Föten. Totenköpfe hängen an der Wand – das hat nichts damit zu tun, das die Bewohner besonders „Bad-Ass“ oder Satanisten oder so sind :lol:  In den eher traditionellen Ecken von Peru ist es durchaus Üblich, die Knochen von verstorbenen Verwandten aufzuheben und irgendwohin zu hängen. Die Geister der Verstorbenen sind dann immer noch da und sollen die Lebenden beschützen.

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Auf dem Boden wuseln Meerschweinchen durch die Gegend.

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Anderes seltsames hängt getrocknet an der Decke…

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Danach machen wir eine kleine Wanderung zu einem sogenannten Warenhouse, genannt „Depositos de Pinkuylluna“.

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Der Weg ist nicht lang, dafür geht es direkt steil hoch (und man denke immer noch an die Höhe!). Wieder ein Vorgeschmack auf den Inka Trail.

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Die Aussicht von da oben ist grandios! Die Stadt sieht aus wie eine Spielzeug-Stadt :lol: Durch die ganzen Berge wird es recht schnell dunkel.

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Danach gehen wir im Restaurant „The station food and drinks Restaurant” essen. Als Vorspeise gibt es süße Teigtaschen die mit Apfelmus oder so gefüllt sind…

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…und als Hauptspeise gibt es für mich Aji de Gallna. Hühnchen, Reis und Kartoffeln. Dazu eine leckere Soße und Eier. Dann hieß es nur noch zurück ins Hotel gehen, die letzten Akkus aufladen und voller Vorfreude ins Bett gehen.

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Zwischen Zug-Geräuschen und Flussgeräusche schlafe ich schließlich ein.

T a g  1  I n k a – T r a i l

Und da ist er dann schließlich! Der erste Tag des Inca-Trails! Das war eines der Highlights der ganzen Reise und ich war total aufgeregt. Wir stehen früh auf und schieben uns ein üppiges Frühstück rein. Ich fühle mich etwas schummrig – wird wohl die Aufregung sein. Wir packen unsere Sachen und es geht mit dem Bus für ca 45 min zur Station KM82. Der 82te Kilometer des Inca Trails. KM0 ist übrigens in Cusco und auch groß an der Wand markiert.

Wir kriegen hier das letzte Equipment. Für mich ist das nur eine Iso-Matte, da ich meinen eigenen Schlafsack und meine Wanderstöcke mitgebracht habe.

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Der Trail ist einer der bekanntesten und meistbegangenen Inka-Wege Südamerikas. Er führt zu der Inka-Stadt Machu Picchu, was natürlich das Hightlight der 4-tägigen Wanderung mit etwa 43km ist.Inzwischen darf der Trail nur noch mit Genehmigung und Führung betreten werden. Feuer und Übernachtung ist nur noch an fest zugewiesenen Plätzen erlaubt – damit soll die Umwelt und die Wege erhalten werden. Denn jährlich strömen massen an Menschen herbei um die Wege zu bewandern. Inzwischen wurde die Anzahl an Personen auf 500 pro Tag (inkl. Träger, Köche und Guides, was etwa 300 Leute ausmacht) begrenzt. Im Februar ist der Trail komplett wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. Wie man sich vorstellen kann ist der Trail bei ca 200 personen pro Tag sehr schnell ausgebucht – hier muss man (gerade in den Saison-Monaten) am besten schon Monate im Voraus buchen. Wer diese Chance verpasst kann sich aber mit dem Lares Trek trösten. Einige aus unserer Gruppe haben diesen auch gemacht und die Resonanz war sehr positiv. Hier gibt es keine Begrenzung und es ist eine gute Alternative.

Der Teil der heute als „Inca-Trail“ weltberühmt ist, ist aber nur ein kleiner Teil des eigentlichen Inka-Pfads (auch Qhapaq Ñan) – dieser ist ein System aus vielen Pfaden mit einer länge von mehr als 23.000km und führt durch Kolumbien, Westbrasilien, Ecuador, Chile, Argentinien und natürlich Peru.

Es gibt ein kleines Fresspacket und wir kriegen die Anweisung die darin enthaltene Banana gleich zu essen. Wir sollen darauf achten, den ganzen Trail über regelmäßig Snacks zu uns zu nehmen, da der Trail schon recht kraftraubend sein kann. Mein Magen sagt eigentlich nein zur Banana, aber ich zwinge sie mir irgendwie rein.

Das berühmte Schild  :kicher:

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Auf dem Weg zur Passstation (ja, die Eintrittskarten werden hier genaustens mit Passdaten kontrolliert, hier muss alles passen!) wird mir plötzlich schlecht. Ehe ich versah verließ die Banane meinen Magen auf dem Weg, auf dem sie reingekommen war :shock: :eek: :tropfen:  Wäh?! Was sollte das? Ich werde doch nicht krank jetzt zum Inka-Trail?

Es geht durch die Passkontrolle und dann sind wir drin. Es fängt direkt steil an.

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Als erstes steht der T’Arayoc Weg/Pass auf dem Plan. Ca 5km – nur mit mäßiger höhe.

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Der Zug der direkt zu Machu Picchu fährt (für die faulen   :razz:  )

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Wir machen eine kleine Pause. Alle essen Snacks – bei dem Anblick wird mir noch schlechter. Ich schnorre eine Tablette gegen Übelkeit und dann ging es wieder los. Ich entleerte meinen Magen (der inzwischen nur noch literweise Wasser enthielt) neben der Hütte einer Frau, welche mein Präsent begeistert mit einem riesigen Eimer Wasser davon spülte. Aargh!  :lol:

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Ich habe aber auch schon bei schlecherer Aussicht gelitten   :roll:    :lol:

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Wir erreichen unser Mittagscamp. Es wurde bereits ein Zelt von unseren Portern aufgebaut. Es gibt erstmal heißes Wasser zum Hände waschen. Während die Anderen das volle Programm zu essen kriegen, gibt es für mich nur Suppe und Reis – und selbst davon kriege ich kaum was runter – aber immerhin bleibt es drin. Ich kriege Wasser mit Electrolyten und soll die brav trinken.

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Danach gibt es noch eine Strecke von ca 6km – weiter auf dem T’Arayoc Pass – bis wir zu unserem Camp für die Nacht kommen. Stellenweise geht es jetzt deutlich steiler von statten, aber die Strecke ist ok. Nicht so schwer.

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Als wir gegen Abends im Camp Wayllabamba ankommen bin ich schon etwas fertig. Ich ruhe mich kurz auf und bin direkt eingeschlafen. Irgendwann wache ich auf, übergebe mich nochmal (elegant aus dem Zelt raus  :lol::pf: Es ist ziemlich kalt geworden und wir müssen uns gut einpacken. Vom Abendessen kriege ich fast nichts mit, das ist aber nicht weiter tragisch. Ich verschlafe praktisch den ganzen Abend in meinem Zelt (nehme aber noch den großartigen Sternenhimmel war!  :wow:

Tag 1 geschafft-Foto: Fix und Fertig! (und die geile Jacke hab ich mir in Cusco gekauft  :mrgreen: )

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T a g  2  I n k a – T r a i l

Am nächsten tag werden wir gegen 5.30 Uhr von unserem Guide mit einer heißen Tasse Coca-Tee gewecket. Ich fühle mich total gut und bin absolut überzeugt, dass das Thema Übelkeit von Gestern abgehakt ist. Wir packen unsere Sachen – die fertig gepackten Taschen können wir im Zelt lassen. Die Träger bauen diese ab und packen dann auch direkt unser Zeug ein. Um 6.15 Uhr gibt es Frühstück. Es gibt Porrage und Pancakes – ich kriege das Zeug halbswegs runter. Bin noch etwas Appetitlos. Es geht noch ein letztes mal auf die letzte brauchbare Toilette (danach folgen nur noch Plumpsklos xD) und um 7 Uhr machen wir uns auf den Weg.

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Heute ist der schwierigste Tag mit 1.115 Höhenmeter. Es beginnt direkt sehr steil: Ayapata Pass mit 2 km. Ich komme kaum hinterher und bin plötzlich komplett fertig. Mir geht es schlagartig richtig schlecht. Das Frühstück verlässt auch vorzeitig meinen Körper – danach ist es etwas besser  :roll:

Seht ihr den Weg?  :xD:

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Die anderen rennen mir alle davon und ich trotte leident hinter ihnen her. Eine Guide – Lucy – hat die Arschkarte gezogen und darf hinter mir her wackeln und muss auf mich aufpassen. Als die Träger an uns vorbei kommen, drückt sie einem von ihnen meinen Rucksack in die Hand, da ich so entkräftet bin, dass ich das Gewicht kaum tragen kann. Und dahin lief meine Sonnencreme  :xD:

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Es geht weiter zu dem Pass Llullucha, diesmal mit 2,5km. Ich quäle mich Schritt für Schritt weiter. Dann sind wir an dem berühmten Pass der toten Frau (Warmiwañusca) : 3,5km. Ewig viele Stufen, es ist staubig und trocken, mitten in der Sonne. Es knallt unglaublich. Meine Sonnencreme ist geflohen, Lucy ist mit meinem Wasser auch entschwunden. Ich komme mir vor, als wäre ich irgendwo gestrandet und würde kurz vor dem Verdursten stehen.

Aber die Aussicht ist nach wie vor grandios  :mrgreen:

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Aber ich quäle mich Stufe für Stufe weiter. Aufgeben gibt es nicht (im Nachhinein haben sie mir erzählt, dass man zwichendurch drüber nachgedacht hatte, mich zurück zu schicken :tropfen: :ne: ). Immer wenn man denkt, gleich hat man das Ziel erreicht, sieht man irgendwo das der Weg doch weiter geht.

Der Kollege wirft sich mir in den Weg  :lol:

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Schließlich erreiche ich den höchsten Punkt des Trails mit 4.215m. Ich bin fix und alle.

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Auf dem Foto sieht man gar nicht wie beschissen es mir eigentlich geht. Ich habe es geschafft.

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Danach geht es auf dem Pass Paq’Aymayu für 4km nur noch bergab. Das ist richtig gechillt und ich komme wieder etwas zu kräften dabei.

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Unterwegs hole ich sogar noch die letzten aus unserer Gruppe ein. Juhu! 1 ½ Std später kommen wir im Camp an.Ich habe noch etwas Probleme mit dem Essen, aber es ging bergauf!

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Ich kann mir dann sogar noch ein wenig die Gegend anschauen…

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Tag 2 geschafft-Foto: Juhu! Der schlimmste Tag ist geschafft!  :la:  (und ja, natürlich habe ich mir eine Peru-Mütze gekauft und sie getragen – es war so kalt!)

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T a g  3  I n k a – T r a i l

Aufstehen – Frühstück – los, dieselbe Routine wie am Vortag. Es geht mir besser und ich weiß: das wird mein Tag!

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Der Tag beginnt mit 1,5km aufwärts auf dem Runcuraqay Pass zu dem höchsten Punkt an diesem Tag auf 3.950m. Es ist anstrengend, aber machbar.

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Wir besichtigen hier eine kleine Ruine am Wegesrand. Die Ruine nennt sich Runcuracay (wie der Pass) und man geht davon aus, dass sie ein Rastplatz für Kuriere auf dem Weg nach Machu Picchu waren. Man hat hier mehrere Schlafsäle und Stallungen für Tiere. Die Mauern sind geneigt gebaut worden – d.h. sie wurden so konstruiert, dass die  Erdbeben stand halten.

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Hier sollte man auch sehen, warum der schwierige Pass von gestern, der Pass der toten Frau heißt. Angeblich soll man in dem Gebirge das Profil einer auf dem Rücken liegendenden Frau sehen. Ich habe lange hingeguckt, aber ich konnte nix entdecken. Seht ihr es?

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Dann geht es weiter auf dem Sayaqmarca Weg: 2,5km. Aber sehr angenehm zu laufen. Die nächste Pause machen wir an einem kleinen See. Unser Guide erzählt uns ein bisschen was über die Geschichte der Gegend.

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Er spielt uns etwas auf der Flöte vor. Es ist total friedlich  :smile:

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Weee!

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Die Leute, die noch Lust auf ein paar Stufen haben können noch die Ruine Sayacmarca besuchen.

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Ich habe Lust, also husch husch die Treppen rauf und ich kann diese großartige Aussicht genießen. „Unerreichbarer Ort“ bedeutet der Name – finde ich jetzt etwas übertrieben, immerhin haben wir ihn erreicht, aber gut  :xD:

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Danach folgen 6km auf dem Phuyupatamarca weg. Hier laufe ich die meiste Zeit alleine – ich hab mein gewohntes Tempo zurück und es ist einfach großartig.

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Landschaftlich ist es der schönste Tag und es ist total ruhig und friedlich. Ich bin sehr froh, dass ich diesen Tag richtig genießen konnte.

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Hinter diesen Bergen liegt bereits Machu Picchu!  :wah:

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Unser Mittags-Camp ist schnell erreicht.

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Ruinen! Überall Ruinen!

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So sahen übrigens immer unser Ess-Zelt aus

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Als Überraschung zum letzten Tag haben sie uns sogar eine Torte gebacken! So eine richtige! Das ist der Wahnsinn, was die mit so wenig Equipment eben mal so auf die Beine gestellt haben! Und der Kuchen war richtig lecker (den konnte ich natürlich essen, der Nachtisch-Magen war nicht betroffen  :kicher: )

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Das mit den Portern war eh so eine Sache. Die sind i.d.R. nach uns gestartet (mussten ja hinter uns aufräumen  :roll: ) mussten uns dann unterwegs überholen, damit sie vor uns da sind und alles aufbauen können. Dementsprechend sind die mit ihrem schweren Gepäck in einem ordentlichen Tempo unterwegs. Wenn einer uns überholen wollte wurde laut „Porter!“ gerufen und jeder hat zugesehen, dass er aus dem Weg kam.

Wenn wir dann Abends im Camp angekommen sind, haben uns die Porter immer applaudiert. Das fand ich irgendwie total seltsam und lächerlich. Eigentlich müssten wir *ihnen* applaudieren. Nicht die uns…  :ja:  ;-)

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So, naja. Nach dem Essen ging es dann weiter.

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Die letzte Ruine wartete auf uns: Wiñay Wayna. Das ist Quechua und bedeutet „für immer jung“.

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Es gibt hier sehr viele Treppenartige bauten und die Aussicht auf den Fluss Urubamba ist einfach einmalig!

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Und dann war die Wanderung für den dritten und letzten Tag schon vorbei. Wir haben unser letztes Zelt-Quartier bezogen und die Aussicht genossen. Btw. sind wir jetzt auf der Dschungelseite der Anden.

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Unser Zelt auch mal von innen  :mrgreen:

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Tag 3 geschafft-Foto: Juhu! Es ist überstanden!  :lol:

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Nach einem kleinen Essen ging es dann wieder in die Schlafsäcke. Der nächste Tag sollte früh beginnen. Natürlich war es an dem Abend furchtbar warm (wtf?!) und wir haben uns in unseren Schlafsäcken hin und her gewälzt  :lol:

T a g 4   M a c h u P i c c h u

Am nächsten Morgen wurden wir um 3.30 Uhr geweckt. Heute ging alles etwas schneller von statten, denn die Porter sollten danach wieder zurück gehen und natürlich nicht weiter dem Weg folgen. Schnelles Frühstück, schnell alles zusammen gepackt – unsere Sachen würden wir dann woanders wieder bekommen.

Um 4 Uhr waren wir bereit und es ging noch im Dunkeln im Entenmarsch mit Stirnlampen bewaffnet durch das Gestrüpp. Nach ein paar Minuten hatten wir dann das Ende der Schlange erreicht – wir mussten nochmal durch die Passkontrolle und die sollte erst öffnen, also hieß es zunächst warten.

Dann kamen wir endlich durch und nach etwa einer Stunde wandern, kamen wir schließlich am Sonnentor (Inti Punku) an. Von hier aus kann man die Inka Stadt das erste mal sehen! Sie ist noch in Schatten gehüllt und wir warten gespannt darauf, dass die Sonne endlich aufgeht.

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Wir hatten übrigens wirkliches Glück, dass das Wetter so klar und schön war – das ist wohl nicht immer so.

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Dann lag sie da vor uns: völlig in Sonnenlicht gehüllt, die magische Inka-Stadt Machu Picchu!

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Von hier aus hatten wir nochmal ein wenig Fußweg zu bewältigen, bis wir dann schließlich da waren.

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Posing gehört dazu  :mrgreen:

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Wir mussten zunächst nochmal „raus“ um ganz offiziell „rein“ zu kommen  :lol: – dafür gab es aber auch nochmal einen Stempel in den Reisepaß! Juhu!  :cool: und bei der Gelegenheit konnten wir aufs Klo gehen und noch etwas trinken. Ich sage euch: das war die beste Toilette und die beste Cola seit langem  :lol:

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Dann haben wir zunächst eine Führung von unserem Guide bekommen. Er erzählt uns ein wenig was über die Stadt.

Machu Picchu
Wer kennt sie nicht, die mystische Ruinenstadt auf 2.360m höher die von den Spaniern niemals gefunden wurde. Man vermutet, dass die Stätte 1450 erbaut wurde – wahrscheinlich als königlicher Landsitz, aber man ist sich bis heute nicht sicher. Damals umfasste die Stadt 216 Gebäude mit einer (noch heute) funktionsfähige Wasserversorgung und zu besten Zeiten sollen dort 1000 Menschen gelebt haben. Der eigentliche Name der Stadt ist unbekannt, daher nanntem an sie nach dem nahe gelegenen Berggipfel.Die Stadt der Inkas wurde von den Spaniern nie entdeckt, da sie so weit oben in den Anden liegt. Sie wurde offiziell erst 1911 von einem amerikanischen Wissenschaftlicher Hiram Bingham entdeckt. Damals war sie völlig überwuchert von Moos und Pflanzen. Man geht aber davon aus, dass sie bereits früher entdeckt wurde: ein Italiener hatte 1865 eine Landkarte in der die Stadt eingetragen war, auch ein Deutscher entdeckte sie bereits 1867 auf der suche nach Gold. Man kann auch davon ausgehen, dass seit etwa 1894 die Ruine bei der Bevölkerung bekannt war. Es fanden sich in der Bevölkerung bereits die ersten Führer. Als Bingham die Ruine entdeckte, war er eigentlich auf der Suche nach der InkaStadt Vilcabamba, die erst in den 1960er Jahren entdeckt wurde.In 1912 und 13 wurde die Stadt denn freigelegt. Man sagt, dass Bingham die Stadt bereits früher entdeckt hatte und vorher das ganze Gold und die Grabbeigaben wegbringen ließ. Diese Schätze lagen jahrelang in der Yale University und wurden erst 2008 nach Peru überführt.Seit 2007 gilt Machu Picchu als eines der neuen 7 Weltwunder und gehört zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten weltweit.

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Unser Guide erzählt uns, dass „Machu Picchu“ wie wir meisten Touristen es aussprechen eigentlich „kleiner Penis“ bedeutet  :eek: und wir es alle falsch aussprechen. Richtig wäre: Machu Pictchu“  :lol: Wir fragen, wieso er uns das erst jetzt sagt und die Antwort ist ganz einleuchtend: Damit die Porter was zu lachen haben  :xD:

Reisebericht Peru Cusco Inka-Trail Machu Picchu

Was wir zu sehen bekommen ist einfach großartig. Natürlich sind hier viele Touristen unterwegs, aber man findet auch immer eine Stelle, wo man völlig für sich ist, weil die Anlage so groß ist.

Reisebericht Peru Cusco Inka-Trail Machu Picchu

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Es wurden auch unterschiedliche Steine benutzt – je nachdem für was oder wen das Gebäude gebaut wurde. Um so feiner, um so wichtiger war natürlich die Person  ;-)

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Lamas gibt es hier natürlich auch ^^

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Nachdem wir uns satt gesehen hatte, ging es mit dem Bus nach Aguas Calientes –  das bedeutet „warmes Wasser“, denn – welch Überraschung – hier gibt es heiße Quellen.

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Wer den Ort nicht gesehen hat, hat nichts verpasst. Hier ist es laut und touristisch übelst überlaufen. Ich würde jedem empfehlen den Trail über Ollantaytambo zu starten. Hier haben wir eine kurze Pause eingelegt, etwas gegessen, unser Gepäck zurück bekommen und gewartet bis die Gruppe wieder vollständig vereint war. Für mich gab es eine fettige Pizza – das musste einfach sein – und ich habe sie so gierig herunter geschlungen, dass ich nichtmal dran gedacht habe ein Foto zu machen  :lol:

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Danach ging es mit dem Zug zurück nach Ollantaytambo. Der Zug ist btw. die einzige Möglichkeit – neben dem Trail – nach Machu Picchu zu kommen. Es gibt zwei Anbieter zur Auswahl plus einen Localen, der allerdings nur für die Einheimischen gedacht ist. Touristen machen sich mit der Benutzung von diesem Strafbar  :shock: :lol:

Der Zug war echt putzig und es total gemütlich am Fluss entlang.

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Nachdem wir in Ollantaytambo angekommen waren, haben wir unsere Sachen zurück bekommen, die wir hier gelagert hatten und es ging mit dem Bus zurück nach Cusco. Hier durften wir wieder einchecken und haben auch unser Hauptgepäck zurück bekommen.

An diesem Abend hieß es nur noch ausgiebig duschen und chillen!

Dieser Beitrag gehört zu meinem Peru-Reisebericht. Gehe zu…
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