Peru 06 – Am Nabel der Welt – Cusco Teil 1

Nach der langen Fahrt sind wir endlich im großartigen Cusco angekommen…

So. Da waren wir also.

Cusco – die Andenstadt, Stadt der Inka: die Stadt in 3.430m höhe ist irgendwie magisch, voll kulinarischer Schätze, unermüdlichem Nachtleben und voller quirligem Leben. Mit 350.000 Einwohner nicht die größte, aber sicherlich eine der schönsten – Sie streitet sich mit Arequipa um den Titel „die schönste Stadt Perus“.

Cusco ist für seine Regenbögen berühmt und die Flagge von Cusco ist einem Regenbogen nachempfunden – dies hat nichts mit der Flagge der Homosexuellen zu tun.

Reisebericht Peru Cusco

Bereits die Flagge der Inkas war in den Flaggen gestaltet.Der Name ist Quechua (Qosqo) und bedeutet „Nabel der Welt“. Lt. den Inkas ist Cusco der Ursprung des Lebens – von hier habe sich die Inkas in Südamerika verbreitet.
Das Andenkreuz “Chakuna“ steht für alle 4 Himmelsrichtungen und das Loch in der mitte ist Cusco als der Nabel der Welt

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Wir ließen unsere Sachen im Hotel, dem Cusco Plaza I – es war erst 6.30 Uhr und noch etwas zu früh zum einchecken. Also wollten wir uns erstmal was zum Frühstücken besorgen.

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Auf dem Weg dorthin kamen wir am Piedra de los 12 angulos  oder auch Twelve Angled Stone in der Gasse Hatunrumiyoc vorbei. Die Mauer stammt noch von den Inkas und der Stein  ist für seine 12 Ecken und seine passgenauen Verarbeitung berühmt.

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Es ist verboten die Wand zu berühren (da sie sonst immer dunkler werden würde) und die meiste Zeit ist auch ein Polizist anwesend (der mit den gelben Streifen), der darauf achtet  :kicher:

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Dann kamen wir an Jacks Cafe an. Hier kann man sehr gut Frühstücken gehen – es gibt von Porrige zu Pancakes alles und die Portionen sind mehr als ausreichend. Das Cafe ist aber sehr gefragt und daher mussten wir erstmal 10 Minuten draußen warten, bis für uns ein Platz frei geworden ist. Für mich gab es grandios leckere Pancakes mit Sirup und dazu eine großartige heiße Schokolade  :hunger:

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Wir checken das Viertel San Blas bei uns in der Gegend aus. Ein alternatives Künstlerviertel mit vielen kleinen Gassen, kleinen individuellen Designer- und Kunstläden etc.

Plaza San Blas

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Noch mal der Plaza, rechts mit der Kirche Iglesia de San Blas

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Wir wandern weiter. Von einer der höheren Terassen haben wir eine großartige Sicht auf ganz Cusco…

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Auf dem Plaza de Armas findet gerade irgendeine Parade statt und es ist richtig viel los. Hier heißt es dann wieder Taschen richtig gut festhalten und los ins getümmel.

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Cusco ist großartig. Ich merke direkt, dass diese Stadt meine Lieblingsstadt in Peru sein wird.

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Die Iglesia La Compañía, eine Jesuiten-Kirche.

Diese Kirche ist neben der Kathedrale die imposanteste Gebäude in Cusco. Sie wurde 1571 erbaut – das war 12 Jahre nach Baubeginn der Kathedrale, da die Jesuiten ihre eigene Kirche haben wollten. 1650 wurde sie während eines Erdbebens zerstört und 1668 wieder aufgebaut. Die Jesuiten Kirche war dabei größer und schöner als die Kathedrale zu werden – deswegen erhob der Bischof beim Papst in Rom einspruch. Der Papst verlangte auch einen Baustopp der Jesuiten-Kirche – bis diese Information auf dem Schiffsweg aber in Cusco angekommen war, war der Bau der Kirche bereits beendet.

Wie auch schon bei anderen wichtigen Gebäuden wurde die Kirche auch auf den Überresten eines Inka-Tempels erbaut. Im inneren hat man prunkvolle Einrichtung, meisterhaft geschnitzte Altäre, fantastische Gemäle – hier erkennt man heute noch den damaligen Reichtum der Jesuiten.

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Die Kathedrale Santo Domingo

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Lamas… große haarige Hunde.. wie auch immer… gibt es in Cusco natürlich auch  :mrgreen:

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Wir schlendern weiter und kommen am Sonnentempel vorbei – dazu später mehr.

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Unsere Gruppenrunde ist beendet und wir können endlich im Hotel einchecken.

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Wir legen uns ab und ziehen direkt weiter. Die haben hier sehr coole Wandbemalungen…

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Nochmal der Sonnentempel…

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Wir kommen auch nochmal am Hauptplatz vorbei…

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Hier links sieht man auch mal die Flagge von Cusco  ;-)

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Der Inka Springbrunnen auf dem Plaza de Armas

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Snacken zwischendurch geht immer: ein Stück Lemon Pie – frischer Kuchen aus Mürbeteig mit einer Schicht Zitronencreme und einer Baiserhaube! Köstlich  :xD:

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Unterwegs entdecke ich dann sogar endlich einen Sonnenbrillen Verkäufer, dem ich dankbar (aber nicht ohne „gnadenlos“ zu handeln :hehe: ) eine abkaufe.

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Abends stand auf dem Programm unser Vorbereitungs Meeting für den Inca-Trail. Wuhu! Aufregung. Wir sehen hier die Ausrüstung die wir bekommen und mieten können. Wir bekommen die einzelnen Routen erklärt und wie alles ablaufen wird. Aber dazu beim Inca-Trail dann mehr.

Danach sind wir hungrig und wir gehen zum Green Point essen. Ein veganes Restaurant – was uns nach dem ganzen Fleisch eine willkommene Abwechslung ist. Für mich gibt es „rohes“ Sushi – ohne Reis, dafür mit einer Art Nusspaste, Avocado, Blumenkohl, Mango, Paprika & Sprossen. Dazu frischer Ananassaft. Danach fühle ich mich voll gefressen und falle nur noch komatös ins Bett.

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Am nächsten Morgen wache ich abrupt auf weil.. jemand Feuerwerk abschießt…?! WTF? :eek: Also schleppe ich mich zum Frühstück – der Tag sollte eh früh beginnen. Für heute war zunächst eine Wanderung zu der Statur Cristo Blanco geplant. Die Statur thront über der Stadt. Man kann sie mit einem Taxi anfahren oder zu Fuß über viele, viele Treppen.

Wir haben uns die ganzen Stufen hoch gequält, was sehr anstrengend war. Im Hinterkopf sitzt eine fiese kleine Stimme, die dir zuflüstert, dass der Inca Trail zu Machu Picchu noch viel fieser wird :lol:

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Da ist er, der Mann der Stunde…

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Wir kommen oben an und genießen die Aussicht. Großartig. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt!   :la:

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Danach wandern wir noch weiter zu Sacsayhuamán (was von uns Touris gern wie „Sexy Woman“ ausgesprochen wird :kicher: ) – einer nahegelegenen Inka-Ruine.

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Wir sind allerdings nicht reingegangen, da es nur ein Ticket in Kombi (Boleto Turistico Ticket – lohnt sich schon, aber wir hatten nicht genug Zeit vieles zu sehen) mit anderen Sachen gab und das hätte sich für uns nicht gelohnt. Von außen macht es allerdings auch schon etwas her.

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Außerhalb von Cusco gibt es mehrere Inka Ruinen, aber Saqsaywaman ist die imposanteste. Damals sollen 20.000-40.000 Inkas über rund 70 Jahre an der Stätte gearbeitet haben. Die mächtigen Mauern schützten Cusco als Festung.

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Heute fragt man sich, wie sie es damals geschafft haben diese riesigen tonnenschweren Steine zu transportieren und so passgenau zusammenzufügen. Nach Eroberung durch die Spaniern nutzt diese die Ruinen als Steinbruch – allerdings konnten sie nur die kleinsten der Steine transportieren.

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Wir wandern zurück in die Stadt

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Und machen einen Abstecher bei King of Maps – hier gibt es unglaublich viele tolle Karten oder Bilder im Kartenstil von Südamerika und Peru zu kaufen. Ich hab mir dann eine Karte von Machu Picchu mitgenommen, die jetzt stolz an meiner Wand hängt.

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Beim bezahlen gab mir die Dame dann eine Münze zurück und sagte das wäre Falschgeld. OMG! :hibbel: :lol: Man hat mir Falschgeld angedreht! Sie hat mir den unterschied erklärt und wie man es erkennt und ich habe mit meinem Flaschgeld den Laden wieder verlassen (nachdem ich dann mit echtem Geld bezahlt habe). Das war aber eigentlich überhaupt keine große Sache: ich hab die Münze nachher für Snacks ausgegeben und den Verkäufer hat es überhaupt nicht gejuckt. Wer weiß wie viel Falschgeld ich schon in den Händen gehabt habe   :lol:

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Die Kirche San Cristobal

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Wir schlendern noch etwas durch die Straßen. Als kleinen Mittagssnack gibt es für mich noch einen Embalada mit Queso – eine leckere Teigtasche mit Käse gefüllt.

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Ich ziehe dann alleine weiter, weil ich andere Pläne hatte. Zunächst ging es zur Post. Ich hatte Postkarten geschrieben und wollte die einwerfen. Wie so oft in ärmeren Ländern, wirft man diese besser direkt bei der Post ein und nicht woanders, da es sonst passieren kann, dass irgendwer die Briefmarken entfernt und die Karten wegwirft   :wimmer:

Danach bin ich zum Sonnentempel: Qorikancha oder auch Korikancha. Der Tempel wurde ursprünglich Intikancha genannt und war einst ein wichtiger Inkatempel – er war ein heiliger Ort wo Hochzeiten, Krönungen und Bestattungen abgehalten wurden. Hier befindet sich der genaue Punkt von der sich die Welt in die 4 Himmelsrichtung teilt (Nabel der Welt).

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Er wurde während der spanischen Eroberung zerstört – heute sind nur noch ein paar Mauerreste übrig.

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Um 1650 wurde die Ruine von der Kirche Convento de Santo Domingo überbaut. Sie steht als Symbol für die Macht über die Inka. Bei einem Erdbeben im 17. Jahrhundert sind fast alle Gebäude der Spanier zerstört worden – während die Inka Bauten ironischerweise erhalten blieben.

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Während eines anderen Bebens um 1950 wurden aber Mauerreste des Tempels freigegeben, die man längst zerstört glaubte.

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Der Inka-Tempel durfte von den Inkas nur barfuß, nüchtern und mit einer Last auf dem Rücken (als Zeichen ihrer Demut) betreten werden. Ursprünglich gab es hier noch sechs weitere Tempel die neben dem Sonnengott Inti noch andere Götter wie Mama Killa (Mutter Mond), Illapa (Gott des Blitzes), Ch’aska quyllur (Kult der Venus) und Plejaden (Wetter- und Götter des Regenbogens) dienten.

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Diese Mauer stammt noch aus Inkazeiten.

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Man kann durch die Kirche spazieren. Es gab Räume mit Ausstellungen, in denen Fotografieren aber größtenteils nicht erlaubt war. Die goldene Scheibe hier, repräsentiert die Sonne.

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Da der Tempel den Inkas sehr heilig war, wurde hier später die Kirche errichtet um die günstige „heilige“ Position auszunutzen.

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Es geht weiter…

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Hupen ist hier verboten – interessiert nur niemanden  :lol:

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Danach zieht es mich in die Santo Domingo-Katedrahle von Cusco wieder am Hauptplatz. Hier kann man in die Vergangenheit Cuscos eintauchen. Hilfreich dabei ist sich gegen Pfand (Reisepass einpacken!) ein Audio Guide auszuleihen. Den gibt es sogar auf deutsch und man bekommt ein Tablet, das passende Videos abspielt :la:  Das ist echt sehr cool gemacht. In der Kirche (Hier durfte man natürlich auch nicht fotografieren) gibt es mehrere Station, wo man dann das entsprechenden Infovideo angucken kann/sollte.

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Die Kathedrale wurde zwischen 1560-1654 erbaut. Mit ihr hat man die Grundmauern des Palastes des 8. Inka Viracocha (1410) überbaut. Mit seinen acht Altären und zwei Nebenkirchen gehört die Kirche zu den größten von Amerika und ist sehr prunkvoll eingerichtet. Besonders beeindruckend ist der Hauptaltar in dem mehrere hundert kg Silber verarbeitet wurden und die geschnitzen Chorstühle mit 40 lebensgroßen Heiligenfiguren. Die Glocke Maria Angela, die die schwerste Glocke Südamerikas ist, kann man bis zu 40km weit noch hören.

Um es den Einheimischen damals einfacher zu machen von der ursprünglichen Glauben zu dem christlichen Glauben über zu gehen, wurden häufig in bekannten Bildern regionale Einflüsse eingebaut, z.B. hat man hier bei dem Gemälde des „Letzten Abendmals“ ein Meerschweinchen auf dem Teller liegen. Man nennt dies auch die „Schule von Cusco“ – eine Mischung aus altem und neuen.

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Genug von Kirchen, Tempeln und Ausstellungen. Ich wandere die Straße runter bis zum San Francisco Plaza.

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Hier steht natürlich auch die San Francisco Kirche  :mrgreen:

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Von da aus geht es zum San Pedro Market

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Direkt neben der Iglesia de San Pedro

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Der Markt – auch Inka-Markt genannt – ist ein riesiger Markt mit richtig vielen Ständen.

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Hier kann man noch ein paar Souvenirs shoppen und sich mit dem letzten Krempel für z.B. den Inca-Trail eindecken. Hier kann man gut handeln und der ganze Krempel ist günstiger als auf anderen Märkten/Ständen.

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Die Peruaner stehen unglaublich auf Wackelpudding!  :kicher:

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Souvenirs, Souvenirs und noch mehr Souvenirs

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Ich gönne mir eine kleine Portion Churros – das ist längliches spanisches Gebäck aus Brandteig. Die kannte ich auch schon aus Deutschland, mag die aber total gern. Häufig gibt es die mit flüssiger Schokolade – für mich gab es die mit ein wenig Zucker. Sehr lecker.

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Es ging zurück zum Hauptplatz – die Händler sind hier wirklich unglaublich penetrant und nervig   :roll: Da hilft nur: lächeln und winken   :mrgreen: Es zieht uns in ein Cafe im 2. OG, von dem Balkon haben wir eine gute Sicht auf den Platz und können das Treiben beobachten.

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Es gab Alfajores – ein äußerst leckerer Peruanischer Keks. Zwei Seiten und in der mitte eine leckere Karamell-Creme.

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Zurück im Hotel packe ich meinen Krempel für den Inca-Trail, was gar nicht so einfach ist. 6 Kilo können wir (inkl. Schlafsack etc) an einen Träger abgeben. Es muss also sorgfältig gewählt werden, was genau mitgenommen wird. Alles was die 6 Kilo übersteigt wandert in den eigenen Rucksack – der natürlich nicht zu schwer sein soll. Im Hotel gibt es eine Handwaage, die von uns mehrfach um Rat gefragt wurde   :hibbel:

Wir gehen zum essen. Die Aussicht von Cusco bei Nacht ist großartig! Leider nur ein Handy-Foto

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Wir landen im Andean Grill Restaurant. Hier gab es für die ganze Gruppe Meerschweinchen – das Teil war so riesig, ich war froh, das ich kein eigenes hatte. Jeder hat etwas von probiert. War sehr lecker – hat ein bisschen geschmeckt wie Hühnchen. Meerschweinchen wird traditionell eher bei besonderen Gelegenheiten serviert.

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Für mich gab es dann später ganz unspektakulär Hühnchen mit Püree.

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Von unserem Guide haben wir dann noch eine Kette mit einem Anden-Kreuz geschenkt bekommen. Dieses soll uns auf dem Inka-Trail Glück bringen. Ob das funktioniert hat, erfahrt ihr im nächsten Eintrag. Boahahaha. Voll der Cliffhanger… :mrgreen: :kicher:

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Eine Kultur und wilde Mischung aus Pachamama, alten Traditionen und christlichem Glauben

Perus ist ein Schmelztigel der Kulturen. Aufgrund der Geschichte – die Spanier brachten Afroamerikaner als Sklaven in das Land, die Chinesen kamen als Vertragsarbeiter – gibt es in Peru eine wilde Mischung an verschiedenen Kulturen, die am Ende einen ganz eigenen Mix ergeben. Heute ist die peruanische Kultur ein Mischung aus christlichem Glauben (durch die Missionierung der Spanier) und alten Traditionen. Religion spielt eine wichtige Rolle, das sieht man z.B. schon an mit Kreuzen vollgehängten Windschutzscheiben von Taxis, aber auch zahlreiche Ortsbenennungen nach Heiligen oder dem noch üblichen Tischgebet. In ländlichen Regionen haben die alten Traditionen mehr gewicht. Es gibt noch Opfergaben an die Mutter Erde oder auch der Glaube an Naturgottheiten.

Wenn man in Peru unterwegs ist hört man immer wieder das Wort „Pachamama“. Sei es in einem Lied oder einem Gespräch. Pachamama bedeutet auf Quechua „Mutter Welt“ „Mutter Kosmos“ – damit ist Mutter Erde gemeint, die das Leben schenkt und nährt. Viele indige Völker in Südamerika (nicht nur Peru) verehren sie. Es gibt im ursprünglichen Glauben kein Abbild (falls man doch mal welche Entdeckt sind es nur Souvenirs für Touristen) von ihr oder Daten an dem sie geehrt werden soll, da sie an jedem Ort und immer präsent ist. Genaugenomen ist sie auch nicht explizit weiblich. Sie wird aber als mütterliche Quelle des Lebens betrachtet. So sehen sich die Indigen selbst als ihre Kinder und sie wurde besonders von Frauen verehrt. Über die Jahrhunderte und unter westlichen Einflüssen wurde sie weiblich.

Seit der Ankunft der Spanier wurden die Götterbilder gegen christlische Heilige und die Jungfrau Maria ausgetauscht. Insbesondere die Jungfrau Maria sollte die heidnische Pachamama ersetzen. Dabei versuchte man teilweise den ursprünglichen Glauben mit dem christlichen zu vermischen und Elemente der peruanischen Traditionen/Kultur in den christlichen Glauben einzubauen (z.B. in der Kirche von Cusco befindet sich auf dem Bild vom letzten Abendmahl ein Meerschweinchen auf dem Teller) um die alten Traditionen besser ersetzen zu können.

Häufig sieht man außerhalb der Städte und am Straßenrand gestalpelte Steine. Diese sind Pachamama gewidmet und sollen für ihre Gaben danken und um weitere bitten.

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