Peru 04 – Im Tal der Kondore – Colca Canyon

Für die nächsten zwei Tage ging es in den nahe gelegenen und wunderschönen Colca Canyon mit großartigen Panorama Landschaften, grünen Terassen, tosenden Flüssen und prächtigen Kondoren!

Am nächsten Morgen hieß es mal wieder früh aufstehen. Nach einem Frühstück im Hotel – das für peruanische Verhältnisse richtig vielfältig war :mrgreen:  – ging es wieder los. Unser Ziel war der Colca Canyon. Mit dem Bus ging es im Schneckentempo raus aus Arequipa. Mit dem Verkehr hat es wirklich Ewigkeiten gedauert. Es ging nur stockend voran. Die Sonne brannte, es war staubig und am Straßenrand versuchen Einheimische Wassereis, Getränke oder Snacks zu verkaufen, während die Autos und Busse im Verkehr gefangen waren   :lol:

Dann waren wir aber raus aus der Stadt und langsam verwandelte sich die Landschaft in saftig grüne Felder mit beeindruckenden Bergen :la:  Hier konnten wir auch freilaufende Alpakas und Vicuñas (gehören zur Familie der Kamele (Andenkamele)) beobachten.

Reisebericht Peru Colca Canyon

Die Aussicht war der Hammer und nur ein Vorgeschmack auf das, was uns noch erwarten würde…

Reisebericht Peru Colca Canyon

Die Wolle Vicuñas ist btw. noch teuerer als richtig gute Alpaka Wolle – sie ist die teuerste auf dem Weltmarkt – Socken können schnell mal 860 € kosten :wow:

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Als Snack hatte ich mir btw. Chifles eingepackt – Bananenchips, die gab es hier überall (Oups, ein wenig unscharf  :sweat: )

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Am Straßenrand gibt es immer mal wieder Einheimische die ihre Herde gern gegen ein wenig Kleingeld für Fotos zur Verfügung stellt  :razz:

Reisebericht Peru Colca Canyon

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Und natürlich darf ein Selfie nicht fehlen   :roll:   :lol:

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Noch ein Stop an der höchsten Stelle unserer Tour durch den Colca Canyon: dem Patapampa Pass auf 4.910m höhe.

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Man ist ein paar Schritte gelaufen und fühlte sich schon unglaublich KO – es ist wirklich krass, was diese Höhe ausmacht. Die Luft wird dünner und man fängt direkt an schwer zu atmen. 4 Stufen hoch gelaufen und man hat den Eindruck, man hat einen Marathon gelaufen :lol:  Ich habe auch gemerkt wie augenblicklich meine Haut und Lippen ausgetrocknet sind.

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Hier sieht man nochmal die Vulkane  :mrgreen:

Reisebericht Peru Colca Canyon

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Und noch ein Stop. Wir haben uns Mate de Inca besorgt. Das soll total toll sein und auch gut gegen die Höhenkrankheit sein. Geschmeckt hat es wie grüner Tee, sehr herb. Aber auch unglaublich gesund :pf: :kicher:

Wir hatten uns außerdem mit Coca Leafs eingedeckt (Siehe Klugscheißerei :kicher: ) und wir haben eine kleine Einführung zu diesem Thema erhalten.

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Mittags haben wir dann einen kleinen Stop in einem Restaurant gemacht. Es gab ein unglaublich leckeres Buffet mit lustigen Teigplatten, Hühnchen in Soße, Alpaka Geschnetzeltes, Bohnen, Reis, Kartoffeln, geröstete Maiskernen.

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…Und unglaublich großartigen Nachtisch: eine art Flan mit einem Kuchen und Passion Frucht Mousse und vielem mehr!   :hunger:

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Dann erreichten wir unser Ziel: Chivay.

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Der Colca Canyon ist ein großer und beeindruckender Canyon mit verschlungenen, tiefen Schluchten nördlich von Arequipa. Er ist an manchen Stellen bis zu 3400m tief und damit tiefer als der Grand Ganyon. Man hat hier großartige Panorama Landschaften, mit zahlreiche Terassen die sich durch das Tal schlängeln und tosenden Flüssen.Eines der Highlights im Canyon sind die Andenkondore, die man hier beobachten kann.

Das deutsche Wort „Kondor“ stammt btw. aus der Quechua Sprache ab: Kuntur. Darauß haben die Spanier dann Condor gemacht. Im Tal leben die Menschen noch sehr usprünglich: sie arbeiten auf dem Feld und die Frauen tragen aufwändige Trachten.

Der Name Colca bedeutet „Speisekammer“ – nicht sehr episch, aber der Name kommt daher, das die Region eine landwirtschaftlich wichtige Bedeutung hat – hier wurden zu Inka-Zeiten viele Gemüse- und Obstsorten angebaut.

Chivay ist das größte Örtchen im Tal und dabei alles andere als groß. Es gibt hier einen süßen Markt und ein paar Handwerksläden.

Wir bezogen quartier im Hotel und hatten dann erstmal eine Pause bis es weiter gehen sollte.

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Meine Zimmerkollegin und ich hatten allerdings Hummeln im Hintern und sind schon mal alleine los gezogen. Chivay ist wie gesagt nicht sehr groß, wirkt aber viel authentischer (oder wie man sich das halt vorstellt), als die bisherigen Städte die wir gesehen haben.

Reisebericht Peru Colca Canyon

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Hier gab es auch so lustige Statuen…

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Der Platz Parque Miguel Grau

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und die Kirche gegenüber (deren Name ich nicht rausfinden konnte)

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Die Peruaner lieben es offenbar irgendwelche Botschaften oder Motive an die Berge zu klatschen  :kicher:

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Wir ziehen mit der Gruppe nochmal los. Es geht durch den Ort nach draußen…

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… über den Rio Colca…

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…zu einer kleinen Ruine oberhalb der Stadt. Die Wanderung war bei der Höhe nicht unanstrengend ;-) Die Aussicht war aber nicht schlecht.

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Die Sonne geht unter und wir merken direkt wie frisch es hier oben wird.

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Es geht zurück in den Ort. Und ist inzwischen ein wenig kalt…

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… daher gönnen wir uns eine heiße Schokolade (mit Amaretto! Nom!) im Aromas Cafe.

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Nachts wurde es dann noch sooo kalt, das wir die Heizung (so ne kleine mobile für die Steckdose :kicher: ) angeschmissen haben!

Am nächsten Tag klingelte der Wecker richtig früh. Aber eigentlich haben wir diesen nicht gebraucht, denn die Küche befand sich direkt neben unserem Zimmer und die haben schon richtig früh angefangen terror zu machen :roll: :lol: Es gab ein schnelles Frühstück und um 6.30 Uhr war auch schon Treffpunkt mit der Gruppe.

Heute ging es in den Colca Canyon rein – in den Colca Valley.

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In unserer Tour war sozusagend nur ein Schnupperprogramm des Canyons enthalten. Wenn man möchte (und vor allem die Zeit hat), kann man dort richtig viel Zeit verbringen, den der Canyon ist richtig groß. Es werden auch Trails angeboten die um die 4 Tage dauern.

Reisebericht Peru Colca Canyon

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Wir haben mehrere Stops zum Fotos machen gemacht. Die Aussicht war wirklich grandios.

und es gab auch viele Stände wo man Kleinkram kaufen kann. Hier stehen zahlreiche Frauen in traditionellen Trachten herum, bewaffnet mit Lamas oder Alpakas, damit man sich mit Ihnen fotografieren lassen kann. Das kostet natürlich immer ein paar Soles ;-)

Peruanischer gehts nicht, oder?

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Unser Hauptziel war der Cruz del Condor. Zunächst eine kleine Wanderung zu einem Aussichtspunkt. In dieser Ecke soll man sehr gut Condore beobachten können.

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Am Anfang hatten wir nur einige wenige, die auch weit entfern waren gesichtet.

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Peruanische Hasenmäuse haben wir auch gesehen. Sind sie nicht putzig?  :kicher:

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Wir wanderten aber noch weiter bis zum Hauptpunkt (wo sich dann auch die Touristen gestapelt haben :shock: )

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Und da sind sie, die ersten Condore!  :kicher:

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Und dann sehen wir unzählige Condore! :durchdreh:

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Die sind schon echt beeindruckend mit ihren locker 3 m Spannweite, aber schön sind die Tiere nicht :kicher:

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Einer landete direkt vor unserer Nase  :mrgreen:

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Aber fast Lautlos, ohne Flugelschläge schweben sie durch die Lüfte. Unser Guide erzählt uns, dass die Condore im Leben nur eine Partnerschaft eingehen. Wenn der Partner stirbt begehen die Tiere selbstmord   :eek:

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Hier hatte ich dann auch meine Sonnencreme vergessen :roll: :tropfen: – als wir mit der Wanderung angefangen hatten, war es noch recht frisch und die Sonne noch schüchtern. Dann kam sie aber raus und brannte erbarmungslos auf uns hernieder. Hier habe ich mir dann meinen ersten Sonnenbrand geholt Buhu. :lol:

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Kolibris gab es auch zu sehen!  :kicher:

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Es ging wieder mit dem Bus zurück. Aber natürlich nicht ohne Untwerwegs noch div. Foto-Stops einzulegen.

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An einem Stand gab es die Kaktus-Pflanze „Sancallo“ zu kaufen. Sieht ein bisschen aus wie eine große Kiwi und ist richtig sauer.

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In Maca machen wir einen kurzen Stop…

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Hier gibt es den Colca Sour – das ist die Sancallo-Variaton vom Pisco Sour.

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Na dann mal Prost!

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Danach geht es wieder zurück ins Hotel. Nach einer kurzen Pause geht es weiter zu heißen Quellen – für diese ist die Region berühmt!

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Über lustige Brücken und provisorische Wege über den Fluss geht es in die Therme. Unter freiem Himmel sitzen wir total entspannt im heißen Wasser, während die Temperatur um uns herum sinkt.

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Zum Abendessen ging es in das Restaurante Turístico Capaqñan.

Hier gab es für mich einen Mixed Salad – bekommen habe ich jede Menge Avocado mit Gemüse (oh nein, schon wieder unscharf :sweat: ). War nicht ganz das was ich erwartet hatte – war aber sehr lecker! :smile:  Als Hauptgericht gebratenes Hühnchen mit Kartoffeln und Gemüse – diesmal ohne Foto. Dazu haben wir noch eine Flasche Wein geleert und als Nachtisch gab es einen leckeren Kuchen :la:

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Dazu gab es peruanische Live Musik und es wurden traditionelle Tänze vorgeführt. Die waren sehr lustig und auch ein bisschen Absurd. Der Herr hatte bei dem ersten Tanz eine halbe Maske auf, bei dem zweiten eine ganze Maske und bei dritten dann eine Condor-Maske auf :lol: Das war schräg! Natürlich wurde auch das Publikum eingebunden, aber ich konnte mich erfolgreich davor drücken xD

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Danach ging es in einen irischen Pub – eine sehr coole Locationen mit lauter gekritzel an der Wand. Da irgendwo an der Wand gibt es jetzt auch einen echten Goger :kicher: :mrgreen:  Eine aus unerer Gruppe hatte Geburtstag und das musste richtig gefeiert werden. So haben wir ein bisschen die Wirtschaft in Chivay angekurbelt und ordentlich einen über den Durst getrunken.

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Coca!

Der Cocastrauch ist eine Pflanzenart die in Peru weit verbreitet ist und als heilige Pflanze gilt. Darauß wird der beliebte Coca-Tee zubereitet. Man kann die Coca-Blätter aber auch lose kaufen und einfach kauen. Oder als Lutschbonbon oder Toffee kaufen. Oder als Kaugummi. Oder Kekse (btw. mit das widerlichste was ich in ganz Peru gegessen habe :xD: ) Inzwischen wird Coca in vielen verschiedenen Arten verkauft und man kommt in Peru nicht wirklich drum rum.

Wenn man die Coca-Blätter kauen möchte (was man unbedingt mal ausprobieren sollte), besorgt man sich am Besten welche mit einer Art Süßungsmittel (sieht aus wie ein Stück Kreide). Das  macht das ganze irgendwie erträglicher. Man sucht sich ein paar Blätter raus.Krümmelt ein bisschen was von dem Süßungsmittel drauf. Dann rollten man das alles irgendwie zusammen.
Und schiebt sich die Blätter in den Mund. Ein paar mal drauf rum kauen (aber nicht zu lang, sonst zerkaut man es und man hat lauter Blatt-Krümel im Mund, buärks) und dann mit der Zunge in die Mundecke schieben und da lassen.

Reisebericht Peru Colca Canyon

Ich fand es beim ersten Mal richtig furchtbar. Beim nächsten Mal war es dann aber schon etwas besser. Geschmacklich sollte man nichts besonderes erwarten: es sind halt Blätter und so schmeckt es auch ^^

Die Blätter helfen Hunger, Müdigkeit und Kälte zu verdrängen. Man wird davon einfach ein wenig fitter, außerdem sollen sie gegen die Höhenkrankheit helfen. Wäre ansich ein nettes Mitbringsel, der Import nach Deutschland ist allerdings verboten (inkl. dem Tee und der Bonbons), denn aus der Coca-Pflanze wird auch Kokain gewonnen. Man kann die Blätter aber gefahrlos kauen. In einem Blatt ist nur ca 0,5% Alkaloide enthalten, welches auch nur bis zu einem dreiviertel aus Kokain besteht.

Dieser Beitrag gehört zu meinem Peru-Reisebericht. Gehe zu…
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