Peru 02 – Inseln, Wüsten & Bodenzeichnungen – Ballestas Inseln, Huacachina Oase, Nazca

Am nächsten Tag hatten wir zunächst noch ein paar Stunden für uns. Dann hieß es Sachen packen und los. Es sollte weiter gehen, die Küste hinunter nach Süden… Auf dem Plan stand die Übernachtung in Paraces mit den Ballestas Inseln, weiter zur Huacachina Oase und abschließend die Bodenzeichnungen in Nazca

Es ging mit einem (öffentlichen) Bus nach Paracas. Für die ca 250km haben wir etwa 4 Std. gebraucht, die ich damit verbrachte habe aus dem Fenster zu gucken und Landschaften in mich aufzusaugen. Die Landschaft war recht unterschiedlich: von ärmlichen Häusern, Küste mit Meer, sandigen Ebenen zu grünen Feldern und Bergen.

Reisebericht Peru Paracas Nazca

Die Bilder sind nicht so großartig, da die Scheiben verdunkelt waren

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Paracas ist ein kleines Fischerdörfchen auf einer Halbinsel. Wir haben unsere Zimmer im Hotel Refugio del Pirata bezogen.

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Die Aussicht war echt nicht verkehrt.

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Dann sind wir nochmal los. Es war schon recht spät, also haben wir nur eine kleine Runde am Hafen gemacht.

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Sonnenuntergang und Meer. Juhu!

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Danach ging es dann zum Essen in einem Restaurant eingekehrt, im Restaurant Paracas.

Hier habe ich dann auch meinen ersten Piscou Sour getrunken, das ist ein Cocktail der auf Pisco basiert (Traubenschnaps). Neben dem Schnaps ist dort auch Limettensaft und Eiweiß drin. Oben drauf gibt es meistens noch etwas Zimt. Dieses Getränk ist ein sehr typisches Peruanisches Getränk und die Peruaner sind sehr stolz auf ihren Pisco. Es wird zwar gestritten woher das Getränk ursprünglich kommt –die Chilenen erheben nämlich auch anspruch darauf, auf für einen Peruaner steht fest: der Cocktail kommt aus Peru! Er war durchaus sehr lecker, aber mir etwas zu säuerlich :-) ich mag es halt eher süß!

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Als Vorspeise gab es Causa de Pollo – eine traditionelle Vorspeise die es je nach Region in unterschiedlichsten Variationen gibt. Bei mir war ein Kartoffelbrei Törtchen mit einer Haube aus Hühnchen und Gemüse in einer Creme. Das Gericht stammt noch aus der Zeit während des Krieges zwischen Peru un Chile, als es nicht viel zu essen gab. Das war sehr lecker (… also, das Essen…)

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Als Hauptspeise gab es Tallarin saltado de pollo – Chinesische Nudeln auf peruanische Art. Da früher viele Chinesen eingewandert sind hat die Chinesische Küche einen festen Bestandteil in der Peruanischen Küche erhalten. Hat ein bisschen anders geschmeckt, aber ist sehr vergleichbar mit den Nudeln die es bei uns zu futtern gibt. War also lecker.

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Später habe ich mir noch ein Cusquena gegönnt – ein Peruanisches Bier. Das hat geschmeckt.. wie Bier halt (ich bin da nicht so der Feinschmecker :xD: )

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Danach sind wir noch in dem selben Gebäude im EG in eine „Zeitmaschine“ gestiegen, die uns einen Kurzfilm zum Thema Paracas gezeigt hat – das war ganz interessant (auch wenn das Englisch so grottig war, das ich kaum etwas verstanden habe) und süß gemacht.

Wir haben den Abend dann noch mit etwas Bier am Hotel eigenen Pool ausklingen lassen.

Für den nächsten Tag stand volles Programm an, also ging es früh zum Frühstück. Im Hotel war das Frühstück nicht inklusive, also gönnten wir uns den Luxus auswärts am Strand zu frühstücken. Leider hat die Dame in dem Restaurant so ewig gebraucht, das wir das Frühstück dann runter schlingen mussten um rechtzeitig zu dem nächsten geplanten Tourpunkt zu gelangen: es sollte mit dem Boot zu den Ballestas Inseln gehen  :applaus:

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Das Wetter war nicht so berauschend. Es war sehr nebelig. Was für diese Jahreszeit an der Küste aber nicht unüblich ist.

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Die Inseln gehören zum Nationalreservat Paracas, das es seit 1975 gibt um die vielfältige Flora & Fauna Welt dort zu schützen. Hier findet man zahlreiche Robbeln, Pelikane, Pinguine und andere Meerestiere und Vögel. Die Insel wird auch die „kleine Galapagos Insel“ genannt.

Früher gab es hier eine bekannte Felsformation „La Catedral“ – diese ist bei dem Erdbeben 2007 zu Bruch gegangen.

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Nationalreservat Paracas ist für seine roten Felsen bekannt. Aufgrund von Eisenerz hat das Gestein diese ungewöhnliche rote Farbe.

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Bevor wir zu den Inseln gekommen sind, sind wir noch an Candelabro de Paracas (Kerzenleuchter von Paracas), einer großen Felszeichnung, vorbei gekommen. Sie erinnert an die Nazca Linien, aber sie ist nicht so alt und steht in keinem Zusammenhang mit diesen. Man geht davon aus, das sie den Seefahrern als Orientierungszeichnung genutzt hat.

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Es ist immer noch recht nebelig. Die Fotos sind teilweise nicht ganz so gut geworden, da die Bootsfahrt sehr wackelig war  :mrgreen:

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Da sind sie dann, die Inseln, die dürfen btw. nicht ohne Genehmigung betreten werden, also ist unsere Tour eine reine Bootstour.

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Weee! Kleine Pinguine – die gehören zu den kleinsten der Welt.

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Natürlich gibts auch Seelöwen,…

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… und noch mehr Pinguine  :mrgreen:

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… und noch mehr Vögel! Das Gewässer ist hier sehr reich an Fischen und daher fühlen sich die Vögel hier natürlich besonders wohl   ;-)

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Was für ein Leben… :schlaf:

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„Weeee, ich kann fliiiegen!“  :kicher:

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Diese Touristen machen müde…

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Noch mehr farbenfrohe Pelikane…

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Oh, und Krebse!

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Zum Schluss haben wir dann noch Delphine gesichtet, aber das Wassergetier ist ja immer so schlecht zu fotografieren  :kicher:

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Nach der Bootstour ging es eigentlich ziemlich direkt weiter. Wir hatten 5 Minuten unseren Kram zu packen, unser Zeug in den Bus zu werfen und wir befanden uns auf dem Weg nach Ica.

Dort kamen wir in das Vergnügen einer Pisco Verkostung bei El Catador.

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Vorher habe es aber noch eine kleine Führung durch die Anlage mit Erklärung wie das Gesöff hier hergestellt wird.

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In diesem Pötten wir der hergestellte Alkohol gelagert bis er ausreichend gereift ist…

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Hatten wir überhaupt schon ein Selfie? Ich glaube nicht  :mrgreen:

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Wir haben uns danach willig durch alle Sorten probiert. Von sehr lecker bis schaurig war alles dabei.

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Die unzählige Sorten des peruanischen Getränks gibt es hier natürlich auch zu kaufen.

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Ein wenig angetüdelt ging es dann mit dem Bus weiter zur Huacachina Oase…
Unterwegs: Sind sie nicht süß?  :roll:

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Huacachina ist ein kleiner Ort mit etwa 200 Einwohner in der Provinz, einige Kilometer von der Stadt Ica entfernt. Hierbei handelt es sich um eine Oase die von Dünen umgeben ist. Sie bekommt ihr Wasser von einem unterirdischen Andenfluss und ist mir Ihren ca 100m hohen Dünen einer der höchsten des ganzen Landes. Die Oase ist eine DER Touristenattracktion Perus. Der Wasserspiegel sinkt in den letzten Jahren aber kontinuierlich.

Eine Legende erzählt, dass eine junge Frau den Tod ihres Geliebten betrauerte. Ihre Träne wurde von den Inkagöttern in die Lagune verwandelt und zu einem heiligen Ort. Eine andere Legende erzählt die Geschichte einer Prinzessin die sich im Spiegel betrachtete. Als sie von einem Jäger entdeckt wird, erschreckt sie sich und lässt den Spiegel fallen. Dieser zerbricht und die Scherben werden zu der Lagune, die die Prinzessin verschlang. Sie soll fortan als Meerjungfrau in dem Wasser leben.

Huacachina ist btw. auf der Rückseite des peruanischen 50 Sol-Scheines abgebildet

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Hier hatten wir auch nur ein paar Minuten und es ging direkt weiter mit dem Programm: wir hatten eine Tour in der Wüste gebucht. Zunächst ging es mit einem Baggy in einer tourbulent-wilden Fahrt raus in die Wüste. Die Fahrt war großartig und die Aussicht einfach nur wunderschön!

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Eine Wüsten-Chrisha  :kicher: (man beachte bitte immer meine wunderschöne gift-grüne Händedesinfektions-Flasche …  :roll: )

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Dann durften wir etwas Sandboarding machen. Da die Abhänge sehr steil waren, durften wir nicht im stehen fahren – aber mir als Anfänger war das nur recht. Wir haben uns auf das Board gelegt und sind die Dünen herunter gesaust. Das war wirklich großartig.

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Sandboarding-Chrisha

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Nachdem wir uns genug im Sand gewälzt hatten, ging es mit den Baggys wieder zurück. Ein kurzer Stopp für die grandiose Aussicht…

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… und dann ging es wieder zurück ins Dörfchen wo das Essen auf uns wartete…

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Die Aussicht beim Essen war echt nicht schlecht  :mrgreen:

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Als Vorspeise gab es Papa a la Huancaina – Kartoffelscheiben mit einer cremigen Soße aus Aji, Erdnüssen, Käse, Keksen und Milch mit einem angedeuteten Ei und einer Olive. War sehr lecker. Als Hauptgericht gab es eine Portion Reis mit Gemüse (Ohne Foto).

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Danach konnte man mich in den Bus rollen und es ging weiter nach Nazca.

Nazca ist eine kleine Stadt mit ca 23.000 Einwohnern. Wirtschaftlich lebt die Stadt in erster Hinsicht von dem Tourismus durch die Nasca Linien. Hierbei handelt es sich um die großen Scharrbilder (Geoglyphen) die man in der nahe liegenden Wüste betrachten kann. Auf einer Fläche von 500km²  kann man die Abbilder von Menschen, Affe, Vögeln etc. sehen. Aufgrund der riesigen Größe, kann man diese am Besten aus einem Flugzeug aus sehen, oder aber von Hügeln in der Umgebung.Die Entstehung der Linien wird inzwischen auf zwischen 800 und 600 v. Chr. vermutet. Sie sollen vermutlich im Rahmen von Fruchtbarkeitsritualen entstanden sein. Seit 1994 gehören die Bodenzeichnungen zum Welterbe der Menschheit der UNESCO

Die Region um Nazca ist eine der trockensten auf der ganzen Welt, daher wird die Stadt auch „City of Sun“ genannt.

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Die Fahrt dauerte sehr lange. Wir hatten noch die Aussichtsplattformen vor der Stadt auf dem Programmpunkt. Pünktlich zum Sonnenuntergang kamen wir dort an und konnten beim letzten Sonnenlicht von dem etwa 10m hohen Türmen (1 Soles Eintritt) gerade so noch 3 von den Figuren erkennen.

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Danach ging es in die Stadt – kurz im Supermarkt vorräte aufstocken und dann ins Hotel. Das Hotel (San Marcelo) lag etwas außerhalb der Stadt. Es gab von dort kein entkommen…  :lol:  aber die Aussicht auf die Stadt war mit Vollmond sehr schön!

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Im Zimmer angekommen gönnte ich mir eine Dusche, bei der ich gefühlt die halbe Wüste den Abfluss runter gespült zu habe.

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Zum Abschluss des Tages gab es noch ein gute Nacht Bier im Innenhof des Hotels und dann ging es später ins Bett. Mit Sand… überall war Sand…

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Eine kleine Leckerei hab ich mir am Abend noch gegönnt: Dona Pepa. Eine typisch Peruanische Süßigkeit. Eigentlich nur Schokolade mit Streusseln, ABER halt peruanisch xD

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Am nächsten Morgen rollten wir aus unseren Zimmern. In dem Hotel war das Frühstück nicht mit inbegriffen und so begnügte ich mich mit einem Snack im Bett  :mrgreen:

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Jetzt sollte es zunächst zum Flughafen von Nazca.

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Wir hatten einen Flug über die Nazca Linien gebucht – es gab sogar einen Stempel in den Reisepaß! Generell gibt es einen Haufen von Angeboten für Rundflüge – man sollte aber nicht unbedingt den günstigsten nehmen, denn hier wird häufig am Flugzeug gespart (z.B. werden keine Regelmäßigen Wartungen durchgeführt) und es gab in der Vergangenheit schon Unfälle.

Wir sind geflogen mit Aerodiana. Zuerst gab es eine kurze Einführung und Erklärung – wo wir was sehen können und wie wir was anfliegen und dann ging es auf den Flugplatz.

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Wir hatten Glück mit dem Wetter – je nach Witterungsverhältnissen kann der Flug auch verschoben und gecancelt werden.

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Und dann waren wir auch schon in der Luft. Bei uns lief alles nach Plan. Der Flug hat ca eine halbe Stunde gedauert. Wer einen empfindlichen Magen hat, sollte aufpassen – es kann ein bisschen tourbulent werden (der Pilot fliegt immer so, das jede Seite die Zeichen gut sehen kann, daher geht es hin und her).

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Auch hier waren die Scheiben etwas getönt und daher haben die Fotos diesen schicken grünen farbigen touch  :mrgreen:

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Dieses Scharrbild wird Astronauto (the Astronaut) genannt. Eigentlich stellt es aber nur einen – vermutlich – Schamanen dar, der gerade in einer Zeremonie ist. Das Bild ist ca 30m lang.

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Der Colibri, der etwa 90m lang ist.

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Die Arana – die Spinne

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Der Condor

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Der Loro – the Parrot

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Hier haben wir gleich 3: links unten der Alcatraz – the Heron Bird, mitte der Arbol (the Tree) und oben rechts Manos (the Hands). Als man damals die Straße mitten durch den Alcatraz baute, waren die Zeichen noch nicht entdeckt worden.

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Wir hatten alle keine Probleme und haben alle Zeichen entdecken können. Insgesamt gibt es 12 Stück, plus noch ein paar Kleinigkeiten die man hier und da entdecken kann.

Nach dem Flug ging es zurück ins Hotel. Für den frühen Nachmittag war eine Pachamanca Zeremonie eingeplant. Normalerweise macht man die eher Abends. Für die Nacht war aber eine Overnightbus geplant und damit keinem schlecht wird, haben wir das etwas vorgezogen.

Bei diesem Gericht wird ein Loch im Boden gegraben (Erdofen) und das Essen wird dort über mehrere Stunden (3 Std) gebraten. Für die Zeremonie brauchten wir eine Godmother und einen Godfather, die aus unserer Gruppe ausgewählt wurden, die Pachamama (Mutter Erde) für die Gaben und so weiter gedankt haben.

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Der Godfather verteilt einige der schönsten Coca Leafs (dazu wann anders mehr) auf dem Haufen und die Godmother träufelt dann etwas Bier auf jede Seite. Generell war das Getränke verschütten vor dem Trinken durchaus nicht unüblich – damit will man etwas von den Gaben zurück geben. Dann wurde das Loch aufgebuddelt und das Essen befreit.

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Ja, zwischendrin fragt man sich, ob man das wirklich essen möchte, wenn man sieht wie das da aus diesem Loch raus kommt. Es gab verschiedene Fleischsorten, Maispaste in Bananenblättern, Maiskolben, Süßkartoffeln und normale, Bohnen, eine leckere cremige Soße und dazu rotes Chicha Bier. Das war alles sehr lecker und ich war danach papp satt!

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Dann hieß es noch etwas warten. Bei einer Flasche Wein haben wir in der Gruppe noch etwas gechillt – gibt schlimmeres bei dem Wetter  :kicher:

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Abends ging es dann wie prohpezeit mit dem Nachtbus Richtung Arequipa. Ich war ziemlich müde, weil ich die letzten Nächte kaum geschlafen hatte und daher habe ich für meine Verhältnisse richtig viel in diesem Bus geschlafen. Die Fahrt war allerdings sehr wackelig (deswegen sollten wir vorher nicht viel essen) daher war der Schlaf nur mäßig erholsam.

Klugscheißerei für heute…

Essen in Peru

In der peruanischen Küche findet man unglaublich viele verschiedene Einflüsse, wie die traditionelle Küche der Inkas, aber natürlich auch die Spanische Küche aus der Kolonialzeit. Durch die Einwanderung im 19. Jahrhundert kommen weitere Einflüsse wie die afrikanische, chinesische, aber auch europäische hinzu.Das Essen in Peru wird hoch gelobt und manche Touristen kommen nur der Küche wegen hierher. In den letzten Jahren hat es viel aufmerksamkeit erregt.

Grundnahrungsmittel hier sind Mais, Kartoffeln und Reis. Es gibt beispielsweise bei fast jedem Hauptgericht Kartoffeln UND Reis als Beilage. Die Speisen können sich stark je nach Region unterscheiden: an der Küste hat man eher afrikanische und chinesische Einflüsse. Fisch wird hier natürlich auch ganz groß geschrieben. Wenn man sich für soetwas erwärmen kann, sollte man hier unbedingt Cevice probieren – roher Fisch-Salat (ist nicht meins, daher habe ich es nicht probiert).

In Lima gilt als Spezialität auf den Straßenständen Antichuchos – Rinderherzen auf einem Spieß. Bei Straßenständen muss man allerdings vorsichtig sein, ob unser verwöhnter europäischer Magen das verträgt, daher habe ich mich von diesen ferngehalten. Das Gericht habe ich aber auch in Restaurants entdecken können.

In der Anden-Region wird gerne Alpaka, Meerschweinchen, Mais und natürlich Kartoffeln gegessen. Pachamanca gilt als Festessen und gibt es nur zu besonderen Anlässen. Rund um den Titicaca-See ist die Forelle der Hit, die dort frisch gefangen wird. Im Amazonas Gebiet greift man häufig auf Fisch, Früchte und Knollengewächs zurück.

Im Allgemeinen gehört Peru als Südamerikanisches Land zu den Ländern, wo man immer ein Auge auf das Essen haben sollte. Man sagt, man soll nichts essen was nicht gekocht, geschält oder gebraten wurde (gleichzeitig wird einem Cevice (roher Fisch) oder Pisco Sour (rohes Eiweiß) empfohlen – ich denke, hier muss man einfach aufpassen WO man es konsumiert). Gerade bei Straßenständen oder auf Märkten sollte man eher vorsichtig sein (die Säfte werden auf den Märkten immer hoch gelobt, ich habe dort aber nie einen getrunken, weil ich der Sache nicht getraut habe). Eiswürfel sollte man auch eher vermeiden und möglichst nur Getränke aus verschlossenen Flaschen trinken (niemals, nicht aus dem Wasserhahn)(Ich hab mir auch die Zähne mit gekauftem Trinkwasser geputzt. Milch und Eis sind auch so Risikofaktoren (Eis nur eingeschweißtes). Bei Früchte habe ich mich auf jene beschränkt die geschält werden.
Wir sind eher in Touristen-Restaurants essen gegangen, da man hier davon ausgehen kann, dass man die Getränke (viele bekommt man ohne Flasche) trinken kann und das Essen okay ist. Das ist zwar sehr schade, aber sicherer.

Wie gewohnt werde ich in meinem Bericht selbst zeigen, was ich so gegessen/getrunken habe. Im großen und ganzen kann ich sagen, dass die Peruanische Küche sehr, sehr lecker ist. Ich muss aber auch gestehen, dass mir der Reis am Ende aus den Ohren rausgekommen ist :mrgreen:

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