Norwegen 01: Mit dem Motorrad nach Norwegen

Für den diesjährigen Sommerurlaub war eine 2-wöchige Tour mit dem Motorrad durch Norwegen geplant. Zunächst mussten wir aber quer durch Deutschland & Dänemark…

Norwegen – die Idee & Planung

Der große Jahresurlaub sollte diesmal nach Norwegen gehen. Mit Motorrädern. Eine kleine Herausforderung war hier die Gepäck Frage. Da ich selbst nicht Motorrad fahre sitze ich hinten drauf. So blieben uns zu zweit nur zwei nicht allzu große Seitentaschen, ein Tankrucksack und ein kleiner Foto-Rucksack*. Und zelten wollten wir auch noch – also kam noch ein Sack hinten drauf.

Der Plan war aus dem Rhein-Main Gebiet über Dänemark mit der Fähre nach Norwegen zu fahren. Gewünschtes Endziel: die Lofoten. Am Tag 10 war Deadline und umkehren angesagt. Egal wie weit wir gekommen sein würden, damit wir noch rechtzeitig wieder zurück kommen. 

Reisebericht NorwegenEin vollgepacktes Motorrad….

Wir hatten uns vorab eine grobe Route und Ziele rausgesucht, ansonsten aber nicht so viel geplant. Abends haben wir immer besprochen wie die Route für den nächsten Tag aussehen würde. 

Gut zu wissen: In Norwegen herrscht das Jedermannsrecht, d.h. man kann wild zelten (ein paar Regeln gibt es aber zu beachten. Hier dazu mehr). Wir hatten uns die Option offengehalten, falls wir mal keine Unterkunft finden sollten. Denn, da häufig nicht klar war, wie weit wir kommen würden, war die Unterkunfts-Suche häufig eine spontane Geschichte. Wir mussten allerdings (leider?) nicht davon gebrauch machen…

Mit dem Motorrad unterwegs in Norwegen – was muss man beachten?

Eigentlich dasselbe wie mit dem Auto. Aber ein paar Feinheiten gibt es da trotzdem noch…

  • Die Norweger sind unglaublich streng mit den Geschwindigkeitskontrollen. Da gibt es auch keinen Puffer. Also haltet euch an die Geschwindigkeiten, sonst kann es richtig teuer werden
  • Viele Straßen sind nicht immer einfach zu fahren oder auch verschmutzt (durch Traktoren etc). Man muss hier etwas Zeit einplanen, da man nicht immer so schnell fahren kann wie man will und darf. Im Schnitt sind wir 60-90km/h gefahren. 
  • die meisten Straßen sind Mautpflichtig. Hier freuen sich aber die Motorradfahrer: weil das Bezahlen mit Motorrädern so kompliziert ist (Autofahrer können sich alles schon parat legen, Motorradfahrer müssen erst stehen bleiben, Kram raus suchen etc. das Dauert zu lange) fahren diese kostenlos auf Norwegens Straßen! Juhu!
  • ein praktischer Vorteil für Motorrad-Fahrer ist außerdem, dass diese in Fähren meist vorgewunken werden, da die Plätze vorne im Schiff sind. Bei manchen Fähren (gerade oben bei den Lofoten) wurde allerdings ganz genau auf die Reihenfolge in der Schlange geachtet…
  • Das Wetter ist sehr wechselhaft. In dem einen Augenblick scheint die Sonne. Man kommt auf der anderen Seite aus einem Tunnel raus und plötzlich regnet es aus allen kübeln. In höheren Gefilden kann es auch im Sommer noch richtig kalt werden. Deswegen: gute Regenkleidung einpacken und das Zwiebelprinzip anwenden!
  • Eigentlich gibt es mehr als genug Tankstellen. An einigen Ecken waren sie aber doch dünn gesäht. Weil wir mit den beladenen Rädern alle 150-200km tanken mussten, haben wir hin und wieder mit einem Navi – bei dem Tankstellen eingetragen waren – gecheckt ob die Etappe zur nächsten reicht. Wirklich knapp ist es aber nie geworden…

Ansonsten: einfach fahren und genießen! Das Fotografieren auch mal sein lassen und einfach die Landschaft genießen – es gibt einfach zu viele schöne Stellen, die man einfangen möchte. Man macht sich verrückt, wenn man versucht alle zu kriegen ;-)

Die Anreise nach Norwegen

Zeit für ein paar Fakten:

    • Hauptstadt: Oslo
    • Sprache: Norwegisch
    • Einwohner: 5,233 Millionen (Stand 2016)
    • Währung: Norwegische Krone (NOK) (1 € = 9,31 NOK)
    • Strom: Typ F, kein Adapter nötig
    • Trinkgeld: Servicebetrag ist i.d.R. in der Rechnung enthalten, üblich ist aufrunden
    • Zeitumstellung: UTC+1, keine Zeitumstellung
    • Beste Reisezeit:  Sommer: Ende Juni und Mitte August, Winter: Anfang Dezember und Ende März

Reisebericht Norwegen

Wenn man mit seinen eigenen Fahrzeugen durch Norwegen fahren möchte, muss man auch eine entsprechende Anreise hinter sich bringen. So sind wir an unserem ersten Reisetag aus dem Rhein-Main Gebiet gestartet und hatten zunächst über 500km quer durch Deutschland zu bewältigen. Für unsere erste Übernachtung nahe Lübek konnten wir bei Freunden unterkommen.

Reisebericht NorwegenDas Wetter in Deutschland zeigt sich nicht von der besten Seite…
 

Am nächsten Tag mussten wir wieder knapp 500km bis zu der Spitze Dänemarks nach Hirtshals fahren.

Von hier aus haben wir die Fähre (Fjordline) nach Stavanger genommen. Abfahrt war um 20 Uhr und die Fahrt sollte 10 1/2 Std dauern. Für eine Kabine waren wir zu geizig und haben irgendwo auf dem Gang geschlafen …

Reisebericht NorwegenDie lange Schlange vor der Fähre…
 

Reisebericht Norwegen gut verzurrt…
 

Natürlich musste ich auch ein bisschen fotografieren. Das war btw. zu dem Zeitpunkt meine längste Fähre und ich war überrascht was es hier alles gibt: Cafes, Bars, Restaurants, Spielautomaten und ein Party-Bereich, wo man mit Live-Musik bespaßt wurde…

Reisebericht Norwegen

Reisebericht Norwegen

Reisebericht Norwegen

Reisebericht Norwegen

Reisebericht Norwegen

Reisebericht Norwegen So weit gefahren und dann sieht man doch wieder Frankfurt…
 

Und dann legte die Fähre in Norwegen an…

Siehe auch: Teil 2 meines Norwegen Reiseberichts: Angekommen in Stavanger
Übersichtskarte mit allen genannten Punken und Route

 

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