Norwegen 02: Angekommen in Stavanger

Die Fähre legte um 6.30 Uhr an und somit waren wir in Norwegen angekommen! Unser heutiges Ziel war die Stadt Stavanger…

Stavanger ist die viertgrößte Stadt Norwegens. Die Stadt wurde im Laufe der Geschichte immer wieder von schlimmen Bränden heim gesucht.

Im 17. Jhd wuchs sie – nachdem sie vorher eher klein und unbedeutend war – auf eine Anzahl von 1.460 Bewohnern an. 1684 brannte aber ein großes Feuer einen Großteil der Stadt nieder – so wurde beschlossen, die Stadt aufzugeben und den Sitz der Stadtrepräsentanten nach Kristiansand zu verlegen. Erst im 18. Jahrhundert begann die Stadt wieder aufzublühen und den wirtschaftlichen Aufschwung verdankte sie dem Fischfang, der Schifffahrt und schließlich auch der Konservenindustrie.

Heute leben im Großraum Stavanger etwa 200.000 Menschen.

Stavanger: Sverd i fjell – die Schwerter im Felsen

Da waren wir also nun: angekommen in Norwegen. Da was noch viel zu früh war für den Check-In in unserer Unterkunft ging es zunächst zu unserem ersten Sightseeing Ziel: der Hafrsfjord. Dieses Ziel liegt ein wenig außerhalb von Stavanger und hatte sich daher für einen vorab-Besuch angeboten. Hier kann man das Monument Sverd i fjell (Schwerter im Felsen) sehen. Die drei Schwerter wurde zu Ehren von Harald Schönhaar aufgestellt, der 872 Norwegen zu einem Königreich vereinte – sie stehen für Freiheit, Einheit und Frieden. Dabei wurden die Griffe der Schwerter echten Wikingerschwertern (Funden) nachempfunden.

Reisebericht Norwegen Stavanger

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Reisebericht Norwegen Stavanger Die Schwerter sind richtig groß!

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Der Fjord selbst ist auch ganz hübsch. Das Wasser ist hier sehr flach, weswegen hier keine großen Schiffe anlegen können.

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Norwegen begrüßte uns mit einem grauen Himmel – es regnete nicht, aber es war noch etwas mürrisch…

Unsere Unterkunft in Stavanger – das Pop-Up Hostel

Genächtigt haben wir im Pop-Up Hostel in Stavanger. Das Hostel scheint aus Containern (?) zu bestehen und macht auf den ersten Blick einen eigenwilligen/improvisierten Eindruck. Aber das Hostel schneidet bei uns gut ab: die Mitarbeiter waren sehr freundlich und haben uns deutlich früher in das Zimmer gelassen als der normale Check-In gewesen wäre.

Wir hatten ein großes Apartment mit zwei Schlafzimmern (insgesamt hätten hier 6 Personen schlafen können), das einen eigenen Container neber dem Hauptgebäude hat. Die Schlafzimmer waren mit einander verbunden und es gab keine Tür – das wäre das einzige was ich hier zu bemängeln hätte. Im Wohnzimmer findet man hier eine wilde Mischung an den unterschiedlichsten Büchern und die Küche ist mit dem Notwendigsten ausgestattet. In die Stadt ist man je nach Schrittgeschwindigkeit in 10-20 Min gelaufen. 

Fazit: Ich würde hier wieder einkehren. Wer es etwas schicker mag, sollte eher nach etwas anderem Ausschau halten. Wer günstig und ohne Schnick-Schnack unterkommen will, wird hier fündig werden.

Reisebericht Norwegen Stavanger

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Sightseeing in Stavanger

Nachdem wir kurz die Füße hoch gelegt hatten, sollte natürlich noch die Stadt erkundigt werden.

Die Stavanger bybru (Stavanger-Stadtbrücke) beim Badedammen – der älteste Badebereich der Stadt. Hier sollen Kinder planschen, Lehrer verabreichen Schwimmtraining und Mitarbeiter von Fabriken nehmen dort an heißen Sommertagen eine Abkühlung.

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Es gab auch einiges an Streetart zu entdecken…

Reisebericht Norwegen Stavanger Streetart in der Pedersgata

Reisebericht Norwegen Stavanger Streetart in der Strandkaien

Schnell sind wir zu Fuß am Hafen von Stavanger angekommen. Von hier aus hat man eine wunderbare Sicht auf die umliegenden Häuser, Landschaften und Schiffe

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Hier konnte man auch viele Quallen beobachten

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Der Geopark wurde zu dem Thema Erdöl farbenfroh gestaltet. Hier kann man klettern, skaten, Volleyball spielen und einiges mehr. Platz für Graffitis war auch.

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Direkt gegenüber befindet sich das Norsk Oljemuseum (Norwegian Petroleum Museum). Hier geht es rund um das Thema Förderung in der Nordsee. Das Gebäude soll an eine kleine Bohrplattform erinnern und ist das Wahrzeichen der Stadt.

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Ein – gefühlt – riesiges Kreuzfahrtschiff liegt derzeit im Hafen vor Anker. Es können bis zu vier solcher Schiffe im Hafen von Stavanger platz finden!

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Dieses hübsche Gebäude ist die Hall Toll – ein Restaurant, wo man wohl sehr gut Asiatisch und Sushi essen gehen kann.

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In der Hafenbucht Vågen finden wir ca 60 Sjøhus (Speicherhäuser). Diese wurden im 18. und 19. Jhd erbaut für das Einsalzen von Heringen und als Lagermöglichkeit. Heute findet man hier lauter Restaurants und Cafes, aber auch Wohnungen und Büros.

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Hier sehen wir das Stadtwächtermuseum im Valbergtårnet (Valbergturm). Der Turm wurde 1850-53 erbaut und war der damalige Aussichtsturm für die Nachtwächter. Diese sollten u.a. die Stadt warnen, falls ein Feuer ausbricht. Heute befindet sich im 1. OG das Museum.

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Auf der anderen Seite der Hafenbucht befindet sich Gamle Stavanger (Altes Stavanger) – das historische Zentrum der Stadt. Hier kann man weiß gestrichene Holzhäuschen aus dem 18/19. Jhd bewundern.

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Die Stavanger Domkirke (Dom zu Stavanger) ist die älteste Bischofskirche ganz Norwegens. Der Grundstein wurde 1100 gelegt – trotz Brände und Plünderungen ist die Kirche seit dem 13 Jhd fast unverändert.

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Reisebericht Norwegen Stavanger Möven – überall sind Möven!

Reisebericht Norwegen Stavanger Ohne Verpackung sicherlich sehr hübsch…

Der Byparken wurde rund um den Dom aufgebaut – er gilt als wichtigster Treffpunkt der Stadt. Hier findet man neben dem Dom auch einige Restaurants, den Bahnhof und Hotels. 2005 wurde die Anlage aufwändig renoviert – dabei war es ihnen sehr wichtig, die alten Bäume im Park zu erhalten.

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Was isst man so in Norwegen? Und wie bezahlt man das?

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich kaum einheimisch in Norwegen gegessen haben. Das Essen ist in Restaurants unglaublich teuer! Deutlich günstiger kommt man bei einer Norwegen Reise weg, wenn man die Küche im Apartment oder den Camping-Kocher nutzt. Zwar sind auch die Produkte im Supermarkt teuer – aber wenn man genau hinguckt, findet man sogar welche, die günstiger sind als bei uns. Frischer, richtig guter Lachs z.B. ist (im Verhältnis) günstiger als bei uns. Importiere Produkte (wie z.B. Camembert) sind deutlich teurer. Genauso wie Alkohol! Wahnsinnig teuer – aber dann verzichtet man in diesem Urlaub einfach mal auf diese.

Zumindest haben wir deswegen eher selbst gekocht und das war nicht besonders „norwegisch“. Die Norwegische Küche hat sich aber wohl zu früher ganz neu erfunden – früher war sie als öde und eher langweilig bekannt. Inzwischen werden viele Rohstoffe in Norwegen angebaut und die Norweger sind bereit mehr Geld dafür zu zahlen, dass diese Produkte auch aus der Region kommen.

Klassisch ist hier natürlich Fisch, aber auch Lamm. Elch gilt als Delikatesse. Ansonsten haben die Norweger offenbar eine Schwäche für Softeis und Hotdogs. Und der Freitag ist als Taco-Freitag bekannt :-D

Fazit Stavanger

Stavanger ist nicht sehr groß und man hat schnell alles gesehen. Nichtsdestotrotz eine schöne Stadt und einen Spaziergang am Hafen entlang durch den Park wert. Viel Zeit muss man hier aber nicht einplanen. Wir haben die Stadt als Anfangspunkt für unsere Tour genutzt und die Zeit zum akklimatisieren und eingewöhnen genutzt.

Auch die Schwerter im Felsen sind ein toller Anblick und definitiv einen Stop wert!

 

Siehe auch:
Teil 1 meines Norwegen Reiseberichts: Mit dem Motorrad nach Norwegen
Teil 3 meines Norwegen Reiseberichts: Bergen – das Tor zu den Fjorden
Übersichtskarte mit allen genannten Punken und Route