Norwegen 08: Trondheim – kleine Stadt mit großem Dom

Unser nächstes größeres Ziel auf unserer Reise war die Stadt Trondheim, die für ihren grandiosen Dom und das gemütliche flair bekannt ist. 

Der lange Weg nach Trondheim

Wir hatten das Festland wieder erreicht. Bis Trondheim mussten wir allerdings noch etwas Strecke zurück legen. Es ging zurück über 80 an Fauske vorbei, wieder über die E6 – die wir ja auch schon auf dem Hinweg gefahren waren – wieder vorbei am Arctic Centre. Wir haben versucht es zu vermeiden Strecken doppelt zu fahren, aber hier hätte es zeitlich keinen Sinn für uns gemacht eine andere Route zu wählen. 

Nach 437km machten wir in Mo i Rana halt um einen Schlafplatz zu suchen. Wie so oft war es bereits sehr spät und erst das dritte Hotel hatte freie Zimmer für uns übrig: das Hotel Svartisen. Unser Zimmer war ganz cool, da es über zwei Ebenen ging. Eine Sitzecke mit Mini-Küche und Bad unten und das Bett oben. 

Reisebericht Norwegen Trondheim

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Am nächsten Tag ging es weiter. Heute wollten wir Trondheim erreichen. Diesmal ging es weiter die E6 runter, zwischen den Nationalparks Lomsdal-Visten und Børgefjell/Byrkije vorbei. Wir sehen einen Wasserfall und machen halt. Der Fluss Vefsna wird hier zum 5m hohen Wasserfall Fellingsforsen. Wir verbringen hier einen Moment und beobachten die Fische, die versuchen gegen den Strom den Wasserfall hinauf zu springen. Leider haben sie sich nicht fotografieren lassen.

Reisebericht Norwegen Trondheim

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Es geht weiter auf der E6 Richtung Süden und nach weiteren 505km erreichen wir Trondheim.

An der Mündung des Flusses Nidelva liegt die drittgrößte Stadt Norwegens: Trondheim. Sie ist der wichtigste Verkehrsknotenpunkt für den nördlichen Teil Norwegens.

Ursprünglich hieß sie Niðaróss (Mündung des Flusses Nið), was dann zu Kaupangen i Trondheimen (Handelsplatz in Trondheim) wurde und dann zu Trondhjem „danisiert“ wurde. Nach der Unabhängigkeit Norwegens versuchte man den dänischen Namen in Nidaros zu ändern, was auch 1930 gelang. Die Einwohner Trondheims protestierten aber heftig dagegen und so einigte man sich auf den Kompromiss „Trondheim“

Unsere Unterkunft in Trondheim

Genächtigt haben wir im Singsaker Sommerhotell – das eigentlich ein Studentenwohnheim ist. Ein Hotel ist es nur im Sommer, wenn alle Studenten Semesterferien haben. Die Zimmer waren nichts besonderes, aber für eine Nacht völlig OK. Die Badezimmer waren auf dem Gang. 

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Sightseeing in Trondheim

Natürlich sind wir dann direkt los gezogen – wir wollten nämlich noch ein wenig was von Trondheim sehen. Unser erstes Ziel war die Kristiansten Festning, die nicht weit von unserer Unterkunft entfernt war. Die Festung, die aus dem weißen vierstöckigen Turm besteht, sollte die Stadt ursprünglich vor Angriffen schützen und war dafür mit einigen Kanonen ausgestattet. Sie wurde nach dem großen Stadtbrand von 1681 erbaut. 1718 erfüllte sie sogar ihren Zweck und konnte einen Angriff durch die Schweden erfolgreich abwehren. 1816 wurde die Festung außer betrieb genommen und dient seitdem nur noch der norwegischen Armee zu übungszwecken. Im Sommer werden hier auch täglich Führungen angeboten.

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Von hier aus hat man einen schönen Blick auf die ganze Stadt. 

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Es geht weiter Richtung Stadt. Die Anhöhe ist hier so hoch, dass es einen Lift für Fahrräder gibt :-) 

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Über die Old Town Bridge kommen wir ins Stadtzentrum. Sie wurde 1862 erbaut um das Viertel Gamle Bybro mit dem Zentrum zu verbinden. Sie ist zum Wahrzeichen der Stadt geworden. Die ursprüngliche Brücke wurde bereits 1681 erbaut, musste aber im Laufe der Zeit verändert werden und wurde dann schließlich durch die heutige ersetzt. Zunächst wurden einzelne Holzteile der alten Brücke in die neue integriert, aber im 20 Jhd wurde dann alles durch Beton ersetzt.  

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Von hier hat man einen spektakulären Blick auf den Fluss und die Häuser, die direkt am Wasser stehen. 

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Viele der damals schmalen Gassen wurden durch breite Avenues und Straßen ersetzt – das sollte Stadtbrände verhindern. Ein paar der alten Gassen sind aber erhalten geblieben. Im Stadtzentrum fallen direkt die vielen schönen Gebäude und Stauten auf, was Trondheim ein schönes und gemütliches Stadtbild verleiht. 

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Das Stiftsgården (Hof des Stiftsamtsmanns) wurde 1770 errichtet und ist das größte Holzpalais Skandinaviens. Früher war dies ein Treffpunkt für die führende Schicht der Stadt.

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Der Kanalhavna (Kanalhafen) wurde mitte des 19 Jhd erbaut. Hier hat man für Trondheim typische Lagerhäuser, die direkt am Wasser liegen. Hier kann man auch die Klappbrücke Skansenbrua sehen, die anfang des 20 Jhd erbaut wurde. Sie ermöglicht den Schiffen die Einfahrt in den westlichen Kanalhafen.

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Die Bymisjon Kirche, direkt am Marktplatz. 

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Der Torget (Marktplatz) wurde im 17 Jhd erbaut. In der Mitte befindet sich eine 17m hohe Statue des Wikingerkönigs Olav I Trygvason. Die Pflasterung des Platzes hat die Form einer Kompassrose und soll der Navigationskunst der Norweger gedenken. Zusammen mit der Statue bilder der Platz so eine riesige Sonnenuhr.

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Der Nidarosdom – das Highlight von Trondheim

Unser Weg führt uns weiter zum Nidarosdom. Das Gebiet, in dem sich der Dom befindet, war bei Stadtgründung Gebiet des Königs und lag damit außerhalb  des mittelalterlichen Stadtkerns. Im 11 Jhd. wurde die kleine Holzkirche an diesem Platz durch eine aus Stein ersetzt. Als im 13 Jhd Trondheim zum Bischofssitz wurde, musste die Bischofsresidenz erweitert werden. Sie wurde später sogar zu einer Burg ausgebaut und gehört heute zu den besterhaltensten Gebäudekomplexen dieser Art in Europa.

Der Dom ist absolut sehenswert und das Highlight von Trondheim. Es gibt unglaublich viele Details an dem Gebäude die entdeckt werden wollen. 

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Den Tyholttårnet Turm haben wir nur von weitem gehen. Der 124 m hohe Turm besitzt eine Aussichtsplattform und ein Restaurant, dass sich dreht von und dem aus man eine großartige Sicht über Trondheim haben soll.

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Damit war unser kurzer Rundgang durch Trondheim beendet. 

Fazit Trondheim

Für die drittgrößste Stadt Norwegens ist Trondheim nicht wirklich groß. Das war mir bereits auch schon bei Bergen aufgefallen. Die Städte in Norwegen scheinen generell nicht besonders groß zu sein und man ist mit dem Sightseeing relativ schnell durch. Trotzdem hat mit Trondheim gut gefallen und ist einen Blick wert, wenn es auf dem Weg liegt. Gerade die Brücke und der Fluss mit den Häusern ist definitiv sehenswert. Und natürlich der Dom. Wenn man noch etwas Zeit hat, lohnt sich wohl noch ein Ausflug auf die Insel Munkholmen. Außerdem ist Trondheim ein super Ausgangspunkt für Ausflüge in die nähere Umgebung.

Siehe auch:
Teil 7 meines Norwegen Reiseberichts: Die Lofoten!
Teil 9 meines Norwegen Reiseberichts: ungeplant nach Oslo
Übersichtskarte mit allen genannten Punken und Route