Meine 9 Highlights in Marokko

Meine Highlights in Marokko

Ehrlich gesagt hatte ich Marokko ewig nicht als Reiseziel auf dem Schirm gehabt. Erst, als ich durch einen Reisebericht auf eine Wüsten-Tour aufmerksam wurde, habe ich angefangen mich ein wenig zu informieren. Kurz darf war ich begeistert und dann war auch schon eine Reise gebucht. Für zwei Wochen ging es durch dieses wunderschöne Land, das so vielfältig und abwechslungsreich ist. Marokko hat traumhafte Landschaften zu bieten, wunderbare Farben, pulsierende Städte, verwinkelte Gassen in alten Medinas, mächtige Berge, wilde Küsten, die beeindruckende Sahara und natürlich die Atmosphäre von 1001 Nacht!

Reisebericht Marokko Merzouga

Marokko kann im ersten Augenblick schon auch ein ganz schöner Kulturschock sein. Einiges läuft hier anders als bei uns. Auf der einen Seite ist Marokko durchaus sehr modern, – gleichzeitig kann es aber auch sehr traditionell sein. Handeln steht natürlich ganz oben auf der Liste in Sachen Geld ausgeben – sei es beim shopping, aber natürlich auch beim Taxi und wo es noch geht. Kleingeld sollte man immer aufbewahren und nicht vergeuden, denn häufig haben die Empfänger kein Wechselgeld (für größere Beträge). Wer Unterwegs mal kurz aufs Klo will, sollte auch immer 1-2 Dirhams zur Hand haben, denn das ist eigentlich nirgendwo umsonst. In Sachen Kleidung tut sich etwas: im Idealfall sind Knie und Schultern bedeckt und man trägt luftige, nicht zu enge Sachen. Ich habe aber häufiger Frauen gesehen, die auch in kurzen Hosen, oder Shirts mit Spaghettiträger rum gelaufen sind und hatte nicht den Eindruck, dass diese negativ aufgefallen sind. Das kann man in den großen Städten wie Marrakesch schon machen (hier sieht man aber auch schon einheimische Frauen ganz selbstverständlich ohne Kopftuch und mit z.B. engen Jeans) – auf dem Land ist das natürlich nochmal was anderes.

Reisebericht Marokko Chefchaouen

Kommen wir zu meinen Highlights auf meiner Marokko Reise: 

Die Moschee von Casablanca

Ich hatte schon vorab gelesen, dass die größte Stadt Marokkos auf Rundreisen gern mal übergangen wird, da sie nicht so viel Sehenswertes zu bieten hat. Ich fand es in Casablanca ganz schick, aber ja – Marokko hat einige spannendere Ziele zu bieten. Das wahren Highlight von Casablanca ist die aber Moschee Hassan II, die definitiv einen Besuch wert ist. Sie ist nicht nur eines der größten religiösen Gebäude Afrikas, sondern auch eine der wenigen Moscheen die für Nichtmuslime geöffnet ist. Genau genommen ist das 210m hohe Gebäude die fünft größte Moschee und das höchste religiöses Bauwerk der Welt. 

Reisebericht Marokko Casablanca

Sie wurde anlässlich des 60. Geburtstags des damaligen marokkanischen Königs Hassan II. errichtet und konnte am 30. August 1993 – pünktlich zum Geburtstag des Propheten Mohammed – eingeweiht werden. 6 Jahre lang arbeiteten rund 2.500 Arbeiter, 6.000 Künstler und 10.000 Handwerker an diesem Kunstwerk. 

Die Moschee kann im Zuge einer Führung besichtigt werden. Die Gebetshalle hat eine Fläche von 20.000m² – Insgesamt 25.000 Personen können sich zum Gebet hier einfinden. An technischen Schnickschnack wurde auch nicht gegeizt: die Mosche hat ein sich automatisch öffnendes Dach – so kann man z.B. direkt unter dem Sternenhimmel beten -,  eine Fußbodenheizung und einen Laserstrahl, der Nachts Richtung Mekka strahlt und auch noch in 30km Entfernung zu sehen sein soll. Im UG befindet sich spezielle Räume für die Waschung mit 41 Brunnen.

Reisebericht Marokko Casablanca

Wie es so üblich ist, muss man vor dem Eintreten in die Moschee seine Schuhe ausziehen – dafür gibt es im Eingangsbereich extra Stofftüten, in die man seine Schuhe packen kann. Angemessene Kleidung gehört natürlich auch zum Pflichtprogramm. Positiv überrascht war ich, dass man als Frau kein Kopftuch tragen musste. Die Führung kostet 120 Dirham (ca 11,20 €) und man bekommt einige Infos während des etwa 45 Min Rundgangs. Sie startet zu festen Zeiten – am Besten vorher mal die Website checken, da die Zeiten je nach Jahreszeit oder z.B. zum Ramadan unterschiedlich sein können. 

Reisebericht Marokko Casablanca

→ Mehr zu Casablanca und der Hassan II Moschee in meinem Reisebericht

 

Chefchaouen, die blaue Stadt

Chefchaouen gehört zu den schönsten Städten Marokkos. Die Häuschen des kleine Bergdorf im Norden, ist in einem mal helleren, mal dunkleren blau gestrichen. Die Medina ist recht klein und nicht so überfüllt, wie die anderer Städte und kann relativ einfach erkundet werden. Die Gassen sind zwar durchaus auch mal schmal und verwinkelt, aber nicht so verwirrend, als das man sich wirklich verirren könnte. Zu der blauen Farbe kommen rot gedeckte Terrakotta Dächer, die dem ganzen noch einen andalusischen Flair verleiht.

Reisebericht Marokko Chefchaouen

Es gibt in Chefchaouen selbst nicht so wahnsinnig viele Sightseeing-Attraktionen, bzw. ist die Stadt selbst die Attraktion. Wir haben uns gleich zwei mal einen Rundgang durch die hübsche Stadt gegönnt. Einmal früh am Morgen, bevor sie sich dem geschäftigen Alltag widmet und man schöne Fotos ohne Stände und Menschen machen kann und einmal am Nachmittag, wo die kleine Medina im vollen Gange ist. Die Gassen bieten zu verschiedenen Zeiten unterschiedlichste, tolle Motive. 

Reisebericht Marokko Chefchaouen

Reisebericht Marokko Chefchaouen

Chefchaouen ist, aufgrund seiner tollen Lage inmitten des Rif-Gebirges ein Paradies für Wanderer. Die umliegenden Berge sind von zahlreichen Wanderpfaden durchzogen und man hat von da oben eine grandiose Aussicht. Wir haben an einem Nachmittag eine geführte Wanderung von knapp 7,5km entland des Gebirges unternommen. Wir wandern entlang von staubigen Pfaden neben Kakteen und anderen exotischen Pflanzen. Vorbei an der Spanischen Moschee (die auch ein toller Platz für den Sonnenuntergang ist!) tauchten wir weiter in die Region und das Gebirge rund um Chefchaouen ein. 

Reisebericht Marokko Chefchaouen

→ Mehr zu Chefchaouen in meinem Reisebericht

 

Die Medina von Fès

Die Stadt Fes – eine der vier Königsstädte Marokkos – erlebte 817-818 einen großen Einwanderungszustrom, welches technisches und handwerkliches Können mitbrachte. So entwickelte sie sich zum kulturellen Zentrum und religiösen Herzen Marokkos. Man kann Fes in drei Stadtteile aufteilen: Die Altstadt/Medina, die von der Stadtmauer eingeschlossen wird, die mittelalterliche Neustadt (Fes el Jedid) mit dem Königspalast und das jüdische Viertel und die Ville Nouvelle, die ursprünglich als Residenzviertel für die Europäer entstand und heute flächen- und einwohnermäßig den größten Teil der Stadt darstellt.

Reisebericht Marokko Fes

Das Herzstück der Stadt ist die gewaltige Medina. Sie ist von der alten Stadtmauer umgeben und ist mit ihren 9000 Gassen die größte mittelalterliche Altstadt der Welt und gehört seit 1976 zum Unesco-Weltkulturerbes. Hier lebt der Orient! Viele der Gassen sind so eng, dass man – zusammen mit der Masse an Menschen, die sich hier durch die Medina schlängelt – kaum durch kommst. Nebenbei versuchst du das bunte Spektakel zwischen Gewürz-, Lebensmittel-, Souvenir- und Teppichhändlern, Gerbereien, Kupferschmiede, Töpferwaren und andere Handwerksarbeiten in dich aufzunehmen. Überall sitzt jemand, der versucht seine Waren zu verkaufen. Dazu das Getümmel aus Einheimischen und Touristen, die versuchen den besten Preis auszuhandeln oder ihren Weg durch die labyrinthartige Medina suchen. Dazwischen noch Esel, die Waren transportieren und gemütlich durch die engen Gassen trotten.

Reisebericht Marokko Fes

Reisebericht Marokko Fes

Dank der Handwerklich geprägten Vergangenheit, kann man heute in Fes auch noch ein paar Handwerksbetrieben besuchen und ihnen über die Schulter zu gucken, wie sie ihre Produkte auf die traditionelle Art herstellen. Denn Fes gilt als die Hauptstadt des marokkanischen Handwerks! Besucht haben wir eine traditionelle Töpferei, Berberei und Weberei. Hier wurde uns der Arbeitsprozess erklärt und anschließend konnten wir natürlich auch etwas kaufen.

Reisebericht Marokko Fes

→ Mehr zu Fes in meinem Reisebericht

 

Die beeindruckende Todra-Schlucht

Neben den tollen Städten hat mir in Marokko auch die Natur sehr gut gefallen. Den Hohen Atlas Richtung Südosten haben wir über den 2.260m hohen Gebirgspass Tizi n’Tichka überquert um die Stadt Tinghir zu erreichen. Die Oasenstadt ist bekannt für ihre großflächigen Dattelpalmen“wälder“. Die Palmen ziehen sich wie eine grüne Ader durch die Stadt/Gegend. Bekannt ist die Gegend auch für die Todra-Schlucht, durch die sich der Fluss Oued Todra schlängelt. Auch wenn es hier keine großen Attraktionen zu sehen gibt, ist die Schlucht selbst mit ihren 300m hohen, fast senkrechten Felswänden ein Hingucker für sich. Sie zählt zu den landschaftlichen Höhepunkten im Süden Marokkos.

Reisebericht Marokko Todra

Reisebericht Marokko Todra

Außerdem haben wir noch eine kleine Wanderung durch die Palmenhaine zu machen. Die Wanderung war streckenmäßig nicht weiter erwähnenswert, aber bei der Gelegenheit konnten wir die Gegend und die Palmenhaine näher erkunden. Insgesamt eine sehr schöne und ruhige Gegend, die gerade nach den geschäftigen Städten eine Erholung ist.

Reisebericht Marokko Todra

→ Mehr zu der Todra-Schlucht in meinem Reisebericht

 

Die magische Wüste

Natürlich durfte auch ein Besuch in der Wüste nicht fehlen. Leider konnten wir nicht in einem klassischen Wüstencamp übernachten, da diese überhand genommen haben und die Regierung diese kurzfristig verboten hat. So endeten wir in einem schicken Hotel am Rand der Wüste – was aber auch nicht schlecht war. Die Sahara ist die größten Trockenwüste der Erde und der Süden Marokkos gehört z.T. dazu. Hier gibt es zwei Sanddünenlandschaften: die Erg Chegaga und Erg Chebbi.

Reisebericht Marokko Merzouga

Wir besuchten die Wüste Erg Chebbi. Sie ist nicht besonders groß und leicht zugänglich. Das merkt man, man ist nie wirklich alleine. Aber die Aussicht ist phänomenal: feiner Sand und grandiose orange-rote-beige Sanddünen! Zu unserem Besuch gehörte Tour auf Andromedaren zum Sonnenuntergang in die Wüste hinein. Hier bin ich tatsächlich etwas zwiespaltigen. Die Wüste hat mir total gut gefallen und ich war mega begeistert. Allerdings muss man sagen, dass das Programm schon wirklich sehr touristisch aufgezogen wurden. Wir wurden alle auf die Andromedare gesetzt, sind ein Stück durch die Wüste getrabt, wurden wieder abgesetzt, hatten Zeit uns den (zugegeben sehr grandiosen) Sonnenuntergang anzusehen, wurden wieder auf die Andromedare gesetzt und kamen im Dunklen wieder im Hotel an. Für mich war es das erste mal mit Andromedaren, von daher muss ich schon zugeben, dass es für mich ein Erlebnis war. Aber es hat sich eben nicht sehr authentisch angefühlt. Auf der anderen Seite darf man wohl von so einer gebuchten Tour nichts anderes erwarten. (Aber immerhin soll es den Tieren dabei ganz gut gehen)

Reisebericht Marokko Merzouga

Warum es trotzdem ein Highlight war? Insgesamt war das schon ein sehr schönes Erlebnis für Einsteiger und wer Fotos machen will, wird auch auf seine Kosten kommen. Wenn man die Möglichkeit hat, sollte man aber vielleicht eher 2 Übernachtungen buchen. Unsere Zeit ging so schnell rum, ich hatte nicht das Gefühl es richtig genießen zu können, da wir gefühlt von einem Termin zum nächsten gescheucht wurden. Wer etwas weniger Tourismus möchte, kann sich auch mal über die Zagora-Wüste oder Erg Chegaga schlau machen. Hier soll es etwas ruhiger und authentischer zu gehen. Mir hat es insgesamt trotzdem gut gefallen und ich kann mir vorstellen, soetwas nochmal zu machen, aber dann in einer der anderen Wüsten. 

Reisebericht Marokko Merzouga

Wer möchte kann auch noch eine Tour mit einem Jeep buchen, der einen zu verschiedenen Stationen in der Wüste bringt. Uns führte unsere Tour zum saisonalen See Dayet Srij bei dem man Zugvögel, wie z.B. Flamingos, beobachten kann. Weiter ging es zu einer Nomaden Familie, die uns ein wenig von ihrem Leben erzählt haben und zu einer kleinen Minenstadt, deren Häuschen fast nur noch aus Ruinen bestehen.

Reisebericht Marokko Merzouga

→ Mehr zu meinem Trip in die Wüste in meinem Reisebericht

 

Die Kashbah Aït Ben Haddou

Ein weiteres Fotohighlight ist die Kasbah Aït-Ben-Haddou. Diese liegt an der Straße der (1.000) Kasbahs. Den Namen hat sie von den vielen jahrhundertealten Lehmburgen entlang der Route, die mit den Grünen Oasen und den malerischen Bergen im Hintergrund verschmilzen. Aït-Ben-Haddou ist ein befestigtes Berberdorf, dass an den südlichen Ausläufern des Hohen Atlas auf 1300 m Höhe liegt. Der alte Ortskern ist komplett seit 1987 als UNESCO Weltkulturerbe anerkannt worden. Er besteht aus vielen kleinen, eng aneinander gebauten Wohnburgen (Tighremt) – so entsteht ein verschachteltes Gebilde. Die Lehmmauern, die häufig Ecktürmen und Zinnen haben, verleihen dem ganzen Ort ein wehrhaftes Aussehen.

Reisebericht Marokko Aït Ben Haddou

Reisebericht Marokko Aït Ben Haddou

In den 1960er Jahren wurde ein neuer Ortsteil gebaut, in dem heute der Großteil der Menschen dieser Stadt leben. Hier findet man auch Hotels, Restaurants und Geschäfte. Der Alte Ortsteil scheint auch heute noch zu sein wie damals. Er ist wie eine Art Freilichtmuseum, in dem nur noch wenige Menschen leben. Der Eintritt der Kasbah ist kostenfrei, wobei geschäftstüchtiger Bewohner immer wieder versuchen Eintritt zu kassieren. Über die Fussgängerbrücke kommt man zu dem „kostenfreien“ Eingang in die Kasbah rein. Besonders schön ist die Aussicht von dem kleinen Hügel oberhalb der Gebäude.

Reisebericht Marokko Aït Ben Haddou

→ Mehr zu Aït Ben Haddou in meinem Reisebericht

 

Auf dem Hoher Atlas in Aroumd 

Ein weiteres, tolles Ziel außerhalb der großen Städte war das Bergdorf Aroumd. Unseren fahrbaren Untersatz haben wir in dem Bergdorf Imlil gelassen, welches auf 1750m Höhe liegt. Da wir nicht direkt nach Aroumd fahren können, wird das letzte Stück gewandert. Unser Gepäck haben wir auf einen Tagesrucksack reduziert, welches von einem Esel für uns getragen wird. Imlil ist der Ausgangspunkt für Bergtouren in das Gebirge, z.B. dem Toubkal, der mit 4167m der höchste Gipfel Marokkos und ganz Nordafrikas ist. Dementsprechend lebt die Stadt u.a. auch von dem Tourismus und überall sind Souvenirläden oder Shops für Trekkingausrüstung. Wir hatten leider nicht die Zeit eine Wanderung bis an die Spitze zu unternehmen, daher ging es für uns nur bis nach Aroumd.

Reisebericht Marokko Aït Ben Haddou

Reisebericht Marokko Aït Ben Haddou

Das Bergdörfchen Aroumd hat etwa 1.900 Einwohner und liegt auf 1.900m Höhe. Es ist das höchste Dorf im Ait Mizane-Tal und es bietet sich für einen Zwischenstopp bei einer Wanderung zum Gipfel Toubkal an. Aroumd gilt als ruhiger und traditioneller Ort. Es gibt keine speziellen Attraktionen zu sehen, aber es ist der Charme und die Atmosphäre, die diesen Ort interessant macht. Von verschiedenen Punkten hat man eine tolle Aussicht auf das ganze Tal. Insgesamt ein schöner, ruhiger Stop – ob mit oder ohne Wanderung zum Gipfel.

Reisebericht Marokko Aït Ben Haddou

→ Mehr zu meinem Ausflug nach Aroumd in meinem Reisebericht

 

Die pulsierende Stadt Marrakesch 

Ein ganz klares Highlight von Marokko ist natürlich die pulsierende Stadt Marrakesch. Die Stadt ist ein Fest für die Sinne, denn sie bietet alles, was man vom Orient erwartet: eine unglaublich geschäftige Medina, die nie zu schlafen scheint mit ihren Souks, wo einfach alles Angeboten wird. Von Gewürzen, zu Stoffen, über Lampen, Keramik, Souvenirs, Leckereien und noch vieles vieles mehr. Die Medina besteht aus zahlreichen verwinkelten Gassen. Dazwischen ein Gewusel an Menschen, Mopeds und Eselkarren. Man sagt, wenn man sich nicht mind. einmal in den Gassen verlaufen hat, war man nicht da. Etwas Ruhe findet man in den vielen orientalische Riads, mit prächtigen, detaillierten Brunnen und bunten Mosaiksteinen oder den herrlich grünen Gärten der Stadt. Marrakesch wird auch die Rote Stadt (oder auch Ockerstadt) genannt, da ein Großteil der Gebäude eine blass rote Farbe haben.

Reisebericht Marokko Marrakesch

Reisebericht Marokko Marrakesch

Neben den prächtigen Riads und den ruhigen Gärten ist ein Besuch auf dem Jemaa el-Fna ein Muss. Er ist DER zentrale Platz in der Medina von Marrakesch. Neben zahlreichen Garküchen und Ständen mit frisch gepresstem Säften, gibt es hier auch Gaukler und Schlangenbeschwörer. Richtig aufblühen tut der Platz am Abend, wo er sich in ein wildes Treiben aus Gauklern, Wahrsagerinnen, Geschichtenerzählern, Künstlern und Musikern verwandelt. Aber Vorsicht: möchte man ein Foto von einem Darsteller machen, wird man direkt zur Kasse gebeten. Hier ist nichts umsonst. Daneben die dutzenden Essensstände, in deren offenen Küchen die Speisen vor sich hin brutzeln. Wem das ganze zu viel wird, kann sich eine Pause auf einer der verschiedenen Dachterrassen gönnen und das Treiben aus „sicherer Entfernung“ beobachten.

Reisebericht Marokko Marrakesch

Um Marrakesch zu erkunden, darf man sich ruhig ein paar Tage Zeit lassen. Normalerweise bin ich auf Reisen immer organisiert und habe einen guten Plan, wie ich das meiste innerhalb kürzester Zeit mitnehmen kann. In Marrakesch ist viel Zeit dafür „drauf gegangen“ durch die Straßen zu irren auf der Suche nach dem gewünschten Ziel. Die kleinen Gassen in der Medina können so verwirrend sein, dass auch die Karte auf dem Handy manchmal nicht genau weiterhelfen kann oder manchmal ist es auch nicht ganz eindeutig, wo der Eingang des gesuchten Riad zu finden ist. Tragisch war das nicht – denn immerhin ist es genau das, was Marrakesch ausmacht: sich treiben lassen und die Atmosphäre der Stadt aufzunehmen.

Reisebericht Marokko Marrakesch

→ Mehr zu Marrakesch in meinem Reisebericht

 

Die Stadt des Windes Essaouira 

Die Atlantikstadt Essaouira hat mich begeistert. Sie ist zwar recht klein und kann an einem Tag erkundet werden, aber die Atmosphäre ist eine ganz besondere. Nicht ohne Grund trägt sie den Beinamen „Stadt des Windes“ – denn hier weht häufig ein frischer Wind vom Atlantik. Und gerade deswegen ist sie so beliebt bei Wind- und Kitesurfern. Der Name bedeutet „die Eingeschlossene“ und lässt sich vermutlich von der Stadtmauer ableiten, die die Medina umgibt und auch heute noch fast vollständig erhalten geblieben ist.

Reisebericht Marokko Essaouria

In den 1960er Jahre wurde die Stadt von den Hippies entdeckt. Auch heute ist sie noch ein sehr entspannter Ort, der zum Seele baumeln lassen einläd. Ein Tag reicht um alles zu sehen, aber ein weiterer Tag zum Atmosphäre aufsaugen ist sicherlich auch nicht verkehrt, wenn man die Zeit hat. Die Häuser sind größtenteils weiß mit Fensterläden die im traditionellen blau gestrichen sind. Dies soll gegen den bösen Blick helfen. Ungewöhnlich für die Medina ist, dass sie recht geradliniger und übersichtlich angelegt ist. Insgesamt ist Essaouira klein, überschaubar und kann ganz wunderbar zu Fuß erkundet werden.

Reisebericht Marokko Essaouria

Für mich war besonders einprägsam der Fischereihafen, der außerhalb der Stadtmauern liegt. Er hat sich einige Traditionen erhalten, – hier werden auch noch Boote aus Holz gefertigt. Außerdem gibt es hier auch noch einen großen Fischmarkt. Zahlreiche Möwen kreisen kreischend über dem Hafen – auf der Hoffnung nach einem Leckerbissen. Dazwischen kann man Fischer beobachten, die ihre Netze flicken oder Verkäufer an den zahlreichen Ständen, die ihren Fisch unters Volk bringen wollen. Von der Sqala du Port d’Essaouir und der Sqala der Kasbah kann man ein paar grandiose Blicke auf die Stadt mit Mauer und/oder das Meer werfen. Ein Spaziergang durch die Medina lohnt sich auch – insbesondere für faule, denn die Verkäufer sind hier unaufdringlicher und entspannter als ihre Verwandten in z.B. Marrakesch. Das Handeln ist hier sehr entspannt – manchmal kann ich sogar Preisschilder entdecken.

Reisebericht Marokko Essaouria

→ Mehr zu Essaouira in meinem Reisebericht

 

Das waren meine Highlights – obwohl es noch so viel mehr grandiose Ziele in Marokko gibt. Für mehr Details schaut euch gern noch meine Reiseberichte zu den einzelnen Zielen an. Alternativ findet ihr alle Berichte unter meinen Reisezielen.

Wart ihr schon mal in Marokko? Was waren eure Highlights? 

 

Hinweis: Alle genannten Unterkünften/Touren/Restaurants/etc. habe ich selbst gebucht und bezahlt. Dies sind lediglich Empfehlungen bzw. Erfahrungsberichte meinerseits und es erfolgte keine Zusammenarbeit mit einer Firma. Ich wurde für die Verlinkung/Werbung nicht bezahlt. Ich bin ein privater Blog und verdiene damit keinerlei Geld. Ich habe einfach nur Spaß am bloggen und reisen und teile dies mit der Welt :-)