Meine 13 Highlights im südlichen Afrika

Meine Highlights im Südlichen Afrika

Mein großer Urlaub dieses Jahr sollte mich in den Süden Afrikas bringen. Afrika war der letzte noch nicht von mir bereiste Kontinent – aber das war natürlich nicht der Hauptgrund für meine Reise. Ich wollte auf Safari gehen, durch Savannen wandern und die Schönheit dieser Länder entdecken. Die Route sollte mich über Simbabwe nach Botswana, von Namibia nach Südafrika bringen – eine ordentliche Strecke für 3 Wochen. Und dabei wollte ich so nah wie möglich an der Natur sein: Übernachtet wurde bis auf ein paar Ausnahmen im Zelt! Camping in Afrika – ein ganz besonderes Abenteuer.

Die Victoria Falls – der größte Wasserfalls Afrikas (Simbabwe)

Die berühmten Victoria Falls sind die größten Wasserfälle Afrikas, welche 1855 vom Europäer David Livingstone „entdeckt“ wurden und sie nach seiner Königin Queen Victoria benannte. Der Sambesi fließt an der Grenze zu Sambia entlang und stürzt die Victoria Fälle hinunter und das mal mehr oder weniger: In der Trockenzeit ist der Fluß ausgetrockneter und die Wasserfälle nicht so beeindruckend, während in der Regenzeit Millionen Liter Wasser in die Tiefe stürzen und sein Umfeld in feinen Nieselregen hüllt. „Mosi-oa-Tunya“ bedeutet donnernder Rauch, – das ist der Name der Einheimischen für die Wasserfälle.

Reisebericht Afrika Simbabwe Victoria Falls

Besichtigen kann man sie sowohl von Simbabwe, als auch von Sambia aus – wobei Simbabwe mehr Aussichtspunkte hat. 30 US-Dollar Eintritt kostet der Spaß und dafür kann man sich auf dem Gelände frei bewegen und eine kleine Wanderung parallel der Falls machen und die unterschiedlichen Stationen besichten. Bei uns war an den ersten Stationen noch recht trocken, aber umso weiter wir kamen, desto nasser wurde es. An den letzten Stationen kam soviel Wasser runter, das wir bis auf die Unterwäsche nass waren! Und dabei haben wir die Falls während der Trockenzeit besichtigt!

Außerdem sehr sehenswert ist eine etwa 3-stündige Bootsfahrt über den Sambesi, wo man neben dem Sonnenuntergang auch einige Tiersichtungen machen kann.

Reisebericht Afrika Simbabwe Victoria Falls

Eine Safaribootsfahrt im Chobe Nationalpark (Botswana)

Der Chobe-Nationalpark wurde 1967 als erster Nationalpark in Botswana gegründet. Er ist der drittgrößte Park in Botswana und hat die größte Tierdichte in Afrika. Ursprünglich befand sich innerhalb des NP noch eine Siedlung, die nach und nach verkleinert wurde und 1975 schließlich aufgelöst werden konnte. Er ist nach dem Fluss Chobe benannt, der die Nordgrenze des Parks bildet. Er fließt aus Angola – wo er Cuando genannt wird – nach Botswana. Der Nationalpark ist bekannt für seine riesigen Elefanten- und Büffelherden. Daneben gibt es aber auch Zebras, Löwen, Hyänen, Leoparden und viele andere Tiere.

Reisebericht Afrika Botswana Chobe Nationalpark

Eine schöne Gelegenheit den Nationalpark zu erkunden ist mit einer Bootsfahrt. Bei dieser Tour tuckerten wir ca 3 Std über den Fluss und konnten spektakuläre Blicke auf die Landschaft werden. Total entspannt sitzen wir auf dem erhöhten Deck und halten nach Tieren ausschau. Schließlich sehen wir auch unsere ersten Elefanten: zunächst nur 3 und dann schließlich ganze Herden, die zum Ufer kommen um zu trinken. Unzählige Antilopen sehen wir auch, verschiedene Vogelarten, Nilpferde, natürlich Büffel und schließlich kommen auch noch Giraffen hinzu. Zum Abschluss noch einen der typischen kitschigen Sonnenuntergänge. Unglaublich!

Reisebericht Afrika Botswana Chobe Nationalpark

Zelten unter uralten Baobab Bäumen (Botswana)

Einmal unter uralten Baobab Bäumen (Affenbrotbäumen) zelten? Kein Problem im Planet Baobab. Auf diesem Campingplatz können wir unsere Zelt direkt unter den großen, markanten Laubbäume aufbauen. Diese haben häufig bizarre Formen und können bis zu 30m hoch wachsen. Der Baum schlägt gewaltige Wurzeln in die Erde – die unglaublich beeindruckend sind. 

Reisebericht Afrika Botswana Chobe Nationalpark

Eine Fahrt in einem Mokoro und campen in der Wildnis des Okavanga Deltas (Botswana)

Inmitten von Botswana erwartete uns ein besonderes Abenteuer: für eine Nacht sollte es in die Wildnis im Okavango-Delta gehen. Unser Abenteuer würde mit einer Fahrt in einem Mokoro – einem Einbaum-Boot – beginnen. Das Okavango-Delta gehört mit seinen 20.000 Quadratkilometern zu den größten und tierreichsten Feuchtgebieten Afrikas. Hier hat man eine spektakuläre Sumpflandschaft mit sehr vielen Tieren auf unglaublich großer Fläche: bisher wurden 71 Fischarten, 33 Amphibienarten, 64 Arten von Reptilien, 444 Vogelarten und 122 Säugetierarten gezählt. Man findet hier außerdem schwimmende Inseln, mit Gras überzogene Ufer, und mal mehr oder mal weniger breite Wasserfläche, in denen massenweise Schilf wächst. 

Reisebericht Afrika Botswana Okavango-Delta

Die Fahrt mit dem Mokoro ist einmalig: man bewegt sich so leicht und leise. Die Ruhe ist unglaublich. Man hört nur das gelegentliche Plätschern des Wassers. Man streift den Schilf. Entspannt lehnen wir uns zurück und lassen uns treiben. Man nennt das Delta nicht ohne Grund das letzte Paradies auf Erden – oder auch das Juwel der Kalahari Wüste oder der Fluss der nie das Meer findet (OK, jetzt ist genug mit kitschigen Sprüchen) –tatsächlich hat das Wasser hier Trinkwasserqualität (wobei der feine europäische Magen hier trotzdem erstmal etwas vorsichtig sein sollte), denn obwohl sich hier viel Salz löst, hat man keine Versalzung. Mit den Mokoros kann man Stellen erreichen, die einem sonst verwährt blieben. Viele Bereiche im Okavango-Delta sind auch ansonsten nur mit einem Flugzeug zu erreichen.

Reisebericht Afrika Botswana Okavango-Delta

An einem Ufer schlagen wir auch unser Camp auf. Wir befinden uns hier mitten in der Wildnis: wir dürfen uns alleine nicht weiter als 250m vom Lager entfernen, denn vielleicht ist ein Raubtier unterwegs auf der Suche nach einem Snack. Am Nachmittag geht es noch auf Entdeckungstour tiefer in den Delta hinein. Nachdem wir uns ein Ziel ausgesucht haben, geht es im Gänsemarsch durch die Savanne. Ich hab den Eindruck, wir trampeln wie eine ganze Elefantenherde über die Steppe und ich bezweifle, das wir irgendwas zu sehen bekommen. Schließlich sehen wir aber doch noch einige Büffel, Giraffen und natürlich Zebras. 

Reisebericht Afrika Botswana Okavango-Delta

Safari: Löwen im Etosha Nationalpark (Namibia)

Auf keiner Safari hatten wir bisher das Glück gehabt Löwen entdecken zu können. Langsam wurden wir nervös – wollten wir doch unbedingt welche sehen. Im Etosha Nationalpark hatten wir aber dann das Glück direkt 12 zu sehen und ihnen auch bei der Jagd zusehen zu dürfen! Wie einmalig! 

Reisebericht Afrika Namibia Etosha Nationalpark

Der Etosha Nationionalpark ist das bedeutendste Schutzgebiet des Landes, welches 1964 gegründet wurde. Der Nationalpark liegt im Norden des Landes, sein Name (Etosha) bedeutet „großer weißer Platz“ in Oshivambo und bezieht sich auf die Salzpfanne die sich dort befindet. Diese Salzpfanne kann man sogar aus dem Weltraum aus sehen, denn sie ist die größte der Welt. Besucher können mit dem eigenen Fahrzeug auf Safari gehen, was ihn zu einen der zugänglichsten Reservate im südlichen Afrika macht. Unser Camp hatte ein grandioses, eigenes Wasserloch wo wir eine Elefantenherde beim trinken, baden und chillen beobachten konnten!

Reisebericht Afrika Namibia Etosha Nationalpark

Steingravuren im Damaraland (Namibia)

In der Wüste angekommen statten wir dem Damaraland einen Besuch ab – hier leben die Damara. Bei Twyfelfontein erfahren wir etwas über die Geschichte der Region: Die ersten europäischen Siedler suchten 1947 hier nach einer von den San überlieferten Quelle. Diese wurde nie gefunden, daher wurde dieses Tal „Twyfelfontein“ (steht für „zweifelhafte Quelle“) benannt. Die Farm wurde 1964 wieder aufgegeben. Das besondere an dieser Gegend sind die tausenden Felsgravuren/Felsritzungen, die z.T. noch aus der Mittelsteinzeit und der Jungsteinzeit stammen. Damit gehören sie zu den ältesten Darstellungen mit einem festen Untergrund in Afrika.

Reisebericht Afrika Namibia Damaraland

Für die Gravuren wird das Material abgetragen und damit eine Vertiefung in den Sandsteinfelsen eingearbeitet. Eine Pigmentierung war nicht nötig für einen farblichen Unterschied, denn die Farbe der Steine veränderte sich nach der ersten Schicht. Es reichten meistens schon wenige Millimeter. Abgebildet werden überwiegend Jagdszenen oder Tiere, die häufig zusammen mit seinen Fährten abgebildet werden. Das Tal ist seit 1952 ein Nationales Denkmal und konnte früher auf eigene Faust erkundet werden. Seit einige Touristen hier allerdings randaliert haben, darf man die Gravuren nur noch mit einem Guide besuchen.

Reisebericht Afrika Namibia Damaraland

Eine Wanderung bei der Spitzkoppe (Namibia)

Die Spitzkoppe ist ein Berg, der aufgrund seiner markanten Form gern als das Matterhorn Namibias bezeichnet wird. Das Gelände um den Berg herum ist riesig und es lohnt sich einen ausgedehnten Spaziergang zu machen um die Landschaft und die Natur zu entdecken. Wer eine geführte Tour machen möchte, kann sich auch die uralten Felsmalereien – genannt das Buschmann Paradies – ansehen. Aber auch ohne diese sind die markanten und teilweise kurios geformten Felsen und Steine, die man hier zu Hauf findet, ein einmaliger Anblick. Anspruchsvolle Kletterer werden auch ihren Spaß haben und man sollte es nicht verpassen zum Sonnenuntergang auf einer der Felsen zu klettern um den Anblick zu genießen. 

Reisebericht Afrika Namibia Spitzkoppe

Reisebericht Afrika Namibia Spitzkoppe

Durch den Namib Naukluft Nationalpark

Die Landschaft auf unserem Weg von Swakopmund in die Namib Desert war vielleicht sogar die schönste Reise-Landschaft auf unserer gesamten Route. Auf jeden Fall die Abwechslungsreichste. Es fing an mit Wüste und Meer an – beides auf seiner eigenen Straßenseite. Dann ging es weiter im Landesinneren, wo wir von asphaltierter Straße auf Schotterpisten wechselten. Es ging für uns mitten durch den Namib-Naukluft National Park. Dieser Nationalpark umfasst u.a. die Namib Wüste und ist der größte Wildpark Afrikas – er ist sogar größer als die Schweiz! Er ist bekannt für seine hohen, isolierten Inselberge und seine zahlreichen Schlangen, Geckos, Hyänen und Schakale. Über den Kuiseb Pass geht es an der sog. Mondlandschaft vorbei. 

Reisebericht Afrika Namibia Namib Desert

Reisebericht Afrika Namibia Namib Desert

Die Besteigung der Düne 45 (Namib Desert, Namibia)

Gnadenlos klingelte der Wecker und um 5 Uhr waren wir schon wieder unterwegs. Es war kalt und wir waren müde. Aber als sich die Tore zur Namib Wüste öffneten, war das vergessen und wir bestaunten die grandiose Landschaft! Natürlich wollten wir die berühmte Düne 45 besteigen! Es war ganz schön anstrengend (und das auch noch ohne Frühstück!), aber es war so grandios! Die Namib Wüste ist die älteste Wüste und einer der wenigen Küstenwüsten der Welt mit wunderschönen und gigantischen Sanddünen und einem grandiosen Licht- und Schattenspiel. 

Reisebericht Afrika Namibia Namib Desert

Reisebericht Afrika Namibia Namib Desert

Ein weiteres Highlight in der Wüste ist das Sossusvlei – hier findet man inmitten von gewaltigen Sanddünen ein kleines Tal. Der Boden ist stellenweise bedeckt mit Salzkrusten, der Hintergrund sieht aus wie gemalt. Der Anblick ist ganz besonders phänomenal: ein ausgetrockneter See in den früher der Tsauchab Fluss mündete, mit zahlreichen abgestorbenen uralten Kameldornbäume.

Reisebericht Afrika Namibia Namib Desert

Sonnenuntergang am Fish River Canyon (Namibia)

Unser letztes Ziel in Namibia sollte der Fish River Canyon sein – der (nach dem Grand Ganyon) zweitgrößte Canyon der Welt! Hier kann man zwischen zwei Aussichtspunkten eine tolle Wanderung machen und den Sonnenuntergang genießen!

Reisebericht Afrika Namibia Namib Desert

Reisebericht Afrika Namibia Namib Desert

Weintasting bei den Cederbergen (Südafrika)

Die Cederbergen sind bekannt für ihre atemberaubenden Felsformationen, seine vielfältige Vegetation mit bunten Blüten, aber auch Höhlen mit historischen Felszeichnungen und natürlich die Rooibospflanze – aus denen der Rooibostee gewonnen wird -, die weltweit fast nur hier in diesen Bergen angebaut wird. Die Region ist ein beliebtes Wanderziel und sicherlich lohnt es sich hier einen Tag mehr einzuplanen.

Reisebericht Afrika Namibia Orange River & Cederberge

Die Weine der Cederberge sind die bekanntesten Weine aus Südafrika und natürlich wollten wir unbedingt ein Weintasting machen! Wir haben 6 verschiedene Weine probiert und sie waren alle klasse! Besonders gut hat mir der African Rooibos Wein gefallen (dritter von links), der ein wenig an einen Portwein erinnert. Davon habe ich mir auch eine Flasche eingepackt und ich freue mich schon, ihn gemütlich auf meinem Balkon zu trinken.

Reisebericht Afrika Namibia Orange River & Cederberge

Kapstadt: Eine Wanderung auf den Lions Head (Südafrika)

DIE Sehenswürdigkeit in Kapstadt ist zwar der Tafelberg – das Wahrzeichen der Stadt – aber eine viel bessere Aussicht hat man vom nahe gelegenen Lions Head. Mit 669 m Höhe ist er zwar deutlich kleiner als der Tafelberg, aber trotzdem eine ordentliche Nummer. Seine Aussicht gilt allerdings als einer der schönsten in der Bucht, da er auch von der Stadt praktisch umgeben ist und man so – neben einer grandiosen Sicht auf den Tafelberg selbst – auch noch die ganze Stadt erblicken kann, die Strände drum herum mit Blick auf die Zwölf Apostel.

Reisebericht Süd Afrika Kapstadt

Reisebericht Süd Afrika Kapstadt

Eine Tagestour zum Kap der Guten Hoffnung (Südafrika)

Wer in Kapstadt ist, sollte es nicht verpassen eine Tagestour zum Kap der Guten Hoffnung zu machen. Das Kap ist bekannt für seine markanten, hohen und steilen Klippen und seinen kleinen Felsstrand. Es ist nicht, wie oft angenommen wird, der südlichste Punkt Afrikas, sondern der südwestlichste Punkt. Die Aussicht ist einfach nur spektakulär!

Reisebericht Südäfrika Kapstadt Kap der Guten Hoffnung

Ob auf eigene Faust oder geführt – auf dem Weg dorthin gibt es auch noch einige weitere Interessante Ziele, wie eine Bootstour zur Robbeninsel Duiker Island oder die grandiose Aussicht am Chapman’s Peak Drive. Auf keinen Fall sollte man die unglaublichen Pinguine am Boulders Beach verpassen. 

Reisebericht Südäfrika Kapstadt Kap der Guten Hoffnung

Reisebericht Südäfrika Kapstadt Kap der Guten Hoffnung

Natürlich haben wir auf unserem Weg noch mehr Ziele gesehen, wie die namibischen Städte Windhuk & Swakopmund. Wir haben ein tolles Bush Dancing der San in der Kalahari Wüste gesehen und haben eine Nacht am Orange River gezeltet. Für mehr Details schaut euch gern noch meine Reiseberichte zu den einzelnen Zielen an. Alternativ findet ihr alle Berichte unter meinen Reisezielen.

Wart ihr schon mal im südlichen Afrika? Was waren eure Highlights? Ich werde definitiv zurück kommen um weitere Länder zu erkunden!