Meine 11 Highlights in Paris

Da ich bereits mehrfach in Paris war (das war jetzt mein 4tes Mal!), war dieser Besuch nichts komplett neues für mich. Allerdings hatte es bisher immer nur für Tagesausflüge gereicht – diesmal wollte ich auch in Paris übernachten, um ausreichend Zeit zu haben. 

Meine Highlights in Paris

Paris ist riesig! Es gibt hier so viel zu entdecken! So viele hübsche Gebäude, massenweise Museen, leckeres Essen und gemütliche Plätze. Trotz mehrere Tage ist es eigentlich unmöglich alles zu sehen! Die Stadt besteht aus 20 Stadtteilen (Arrondissements), welche wiederum in verschiedenen Quartiers aufgeteilt wurde. Jedes Viertel hat seine Besonderheiten und seine Sehenswürdigkeiten. Es macht Spaß durch die Straßen zu schlendern und diese besonderen Merkmale zu entdecken. Außerdem unterscheidet man noch zwischen Rive Gauche und Rive Droite – also die linke und die rechte Seineseite. Gern definieren sich die Pariser auch mit ihrer Seite.

Reisebericht Paris Eiffelturm Paris: die Seine, der Pont Alexandre III und der Eiffelturm

Der Eiffelturm

DIE Sehenswürdigkeit Paris: der Eiffelturm. Wer kennt sie nicht, die eiserne Lady? Wer in Paris ist, kommt nicht um den Turm herum – auch wenn man ihn nicht besteigen möchte, darf zumindest ein Foto mit der Seine und dem Eiffelturm im Hintergrund nicht fehlen. Bei einem früheren Besuch haben wir eine Fahrt in den zweiten Stock unternommen – diesmal wollten wir ganz an die Spitze des größten Bauwerks Frankreichs.

Pro Jahr besuchen rund 7.000.000 Menschen den Eiffelturm, was bedeuten würde, dass 20.000 Menschen pro Tag dem Pariser Wahrzeichen einen Besuch abstatten. Das sind eine ganze menge Leute! Wer keine Lust hat, sich in die langen Schlangen einzureihen, kann sein Ticket vorab im Internet buchen. Uns hat der Spaß sagenhafte 25 € gekostet (mit dem Aufzug in den 3. Stock). So viel Fame lässt sich Paris honorieren – aber die Aussicht ist es wert. Jedes Stockwerk hat seine Besonderheiten. Wir sind zunächst bis hoch an die Spitze und haben uns dann von oben nach unten runter gearbeitet. Ich fand es sehr spannend, zu sehen wie sich die Aussicht aufgrund der unterschiedlichen Höhen auf den verschiedenen Stockwerken geändert hat.

Reisebericht Paris Eiffelturm Der 324m hohe Turm schrumpft in jedem Winter um rund 4-8cm, weil sich das Eisen aufgrund der Kälte zusammen zieht

Reisebericht Paris Eiffelturm Der Ausblick aus dem 3. Stock über Paris

Die Stadtinseln und Notre Dame

Paris besitzt 3 Binneninseln mitten in der Seine: die Île aux Cygnes (relativ unbekannt und befindet sich südlich des Eiffelturms) und die Île Saint-Louis und Île de la Cité. Sie sind fest in der Geschichte Paris verankert und ein muss bei einem Paris Besuch. Die kleinere Île Saint-Louis ist eine natürliche Insel und wurde früher auch „Île aux Vaches“ (Kuhinsel) genannt. Die Insel gehörte der Kirche und wurde überwiegend als Weideland für Kühe genutzt. Lange Zeit hat sich die Kirche – trotz Platzmangel – geweigert, die Insel als Baufläche freizugeben. Schließlich wurde die Insel dann doch zum reinen Wohngebiet und ist damals – wie heute – über 5 Brücken zu erreichen.

Die Île de la Cité ist ebenfalls eine natürliche Binneninsel und die bekanntere von den beiden Inseln. Sie ist das Herzstück des mittelalterlichen Paris und bereits seit der Antike bewohnt. Hier befinden sich auch ein paar der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Paris, z.B. die Kathedrale Notre-Dame de Paris! Der Bau begann 1163. Nach der Französischen Revolution war die Kathedrale so verwüstet, dass man kurz davor stand, sie abreißen zu lassen. Napoleon und insbesondere der Schriftsteller Victor Hugo setzten sich dann aber für ihre Rettung ein. Hugo schrieb den Roman der Glöckner von Notre Dame um ein Zeichen für die Kathedrale zu setzten. Das Innere der Kathedrale kann kostenlos besichtigt werden, wenn man die Geduld hat sich in der langen Schlange einzureihen. Ich hatte sie bereits bei einem früheren Besuch gesehen und mir das erspart. Ich wollte allerdings die Türme besichtigen, die man über 422 Stufen erklimmen kann. Leider hatte ich mir kein Ticket vorab gekauft und dementsprechend war die Wartezeit zu lang.

Reisebericht Paris Eiffelturm Notre Dame in ihrer ganzen Pracht

Reisebericht Paris Eiffelturm Eine der zahlreichen Brücken von Paris

Jardin du Luxembourg

Wer nochmal einen richtig schönen, großen Park besuchen möchte, sollte einen Blick in den Jardin du Luxembourg werfen. Auf 25 Hektar findet man einen kleinen Wald, ein großes Wasserbecken, einen Obstgarten, eine Imkerei mit Bienenhaus, eine Orangerie, ein Gewächshäuser und einen Rosengarten, zahlreiche Statuen, den Medici-Brunnen, Spielmöglichkeiten für Kinder und und und. Also jede Menge, was entdeckt werden möchte. 

1612 wurde der Bau von Maria von Medici in Auftrag gegeben. Er wurde von einem Garten Renaissance Stil, zu einem Barockgarten umgewandelt. Dabei ließ sie sich von dem Florenzer Palazzo Pitti inspirieren, wo sie Teile Ihrer Kindheit verbracht hat. Ein bisschen kann man diese italienische Atmosphäre heute noch spüren. Auf dem Gelände befindet sich heute das Palais du Luxembourg – in dem der französische Senat tagt -,das Petit Palais – der Amtssitz des Senatspräsidenten und das älteste öffentliche Museums Frankreich, das Musée du Luxembourg.

Reisebericht Paris Eiffelturm Im Jardin mit Blick auf das Palais du Luxembourg

Reisebericht Paris Eiffelturm Wir beginnen im Süden das Parks beim der Fontaine de l’Observatoire

Montmartre und Sacre Cœur 

Montmartre wird der Hügel (die höchste natürliche Erhebung der Stadt) und das Viertel im Norden des Zentrums genannt. Früher war die Ecke ein eigenständiges Dorf, welches seit 1860 zu Paris gehört. Im 19. Jhd war dieses Viertel eine Hochburg der künstlerischen und literarischen Szene von Paris, die man auch heute noch spüren kann: ein bunter Mix aus Kulturen, Farben und der Vielfalt. Zahlreiche Künstler konnten hier ein günstiges Leben führen, da das Zentrum damals schon sehr teuer war. Van Gogh, Picasso, Braque und viele mehr haben hier einmal gewohnt.

Am bekanntesten ist natürlich die Basilika Sacre Cœur – ein Wahrzeichen von Paris. Der Architekt Paul Abadie ließ sich bei dem Entwurf von dem Markusdom in Venedig und der Hagia Sofia in Istanbul inspirieren. 1875 wurde der Grundstein gelegt, allerdings erlebte er die Fertigstellung nicht. Er starb bereits 9 Jahre später und die Kirche wurde erst 39 Jahre nach Baubeginn (1914) fertig gestellt. Wegen dem Ersten Weltkrieg konnte sie sogar erst 1919 geweiht werden. Besonders faszinierend ist die weiße Fassade, die bei Sonnenlicht gerade zu strahlt. Im Gegensatz zu anderen Kirchen dunkelt hier das Material nicht im Laufe der Jahre nach, da sie aus Kalkstein (Travertin) erbaut wurde. Der Besuch der Kirche ist kostenfrei, für die Kuppel und die Krypte muss man Eintritt zahlen.

Reisebericht Paris Montmartre In Montmartre findet man auch viele Cafes und Restaurants

Reisebericht Paris Montmartre Sacre Cœur in seiner ganzen Pracht

Entlang der Champs-Élysées

Wer kennt sie nicht, die Avenue des Champs-Élysées? Entlang der berühmten Prachtavenue findet man unzählige Restaurants und Luxusgeschäfte. Sie gilt als die schönste Avenue der Welt und ist fast 2 km lang. Sie geht vom Place Charles-de-Gaulle bis zum Place de la Concorde. Den Namen „Allee der elysischen Felder“ trägt die Straße seit 1789 und stammt von der „Insel der Seligen“ Elysion, wohin in der griechischen Mythologie von Göttern geliebte Helden kamen. Hier kann man einige Sehenswürdigkeiten entdecken, wie Arc de Triomphe – Der Triumphbogen, welcher 1806 – 1836 am Place Charles-de-Gaulle errichtet ein weiteres Wahrzeichen der Stadt ist – oder der Grand und der Petit Palais – die für die Weltausstellung 1900 als Ausstellungsgebäude errichtete Gebäude, in denen sich heute noch div. Ausstellungen befinden. 

Reisebericht Paris Champs-Élysées LouvreUm das Denkmal herum führt ein riesiger Kreisel, von dem jeder nicht-Pariser wohl graue Haare kriegt

Reisebericht Paris Champs-Élysées Louvre Die Fassade des Petit Palais besteht zum Großteil aus Fenstern

Pont Alexandre III

An der Seine befindet sich der Pont Alexandre III, die „wohl eindrucksvollste und auch kühnste Bogenbrücke ihrer Epoche“. Sie erinnert an den Zar Alexander III, der dem französischen Staatspräsidenten 1891 ein Defensivbündnisses vorgeschlagen hatte, woraus 1894 die Französisch-Russischen Allianz entstand.  Eine wunderschöne Brücke im Neobarock Stil, aber Achtung: auch ein wahrer Touristenmagnet. Der Pont Alexandre III musste so flach wie möglich sein, um den Blick auf den Dôme des Invalides nicht zu versperren, aber gleichzeitig auch hoch genug sein, um die Schifffahrt nicht zu beeinträchtigen

Reisebericht Paris Champs-Élysées Louvre Der Pont Alexandre III – sehr voll, aber auch sehr schön

Reisebericht Paris Champs-Élysées Louvre Auf der Brücke befinden sich zahlreiche steinerne Statuen

Der Louvre

Als nächstes kamen wir zum berühmten Louvre – das größte und meistbesuchte Museum der Welt! Das Kunstmuseum befindet sich in der ehem. Residenz der französischen Könige, dem Palais du Louvre. Ich habe es tatsächlich bisher noch nicht geschafft, das Museum zu besuchen, den hier sollte man sich ordentlich einplanen (und man wird trotzdem nicht alles schaffen). Aber alleine von draußen macht das Museum mit seiner Glaspyramide im Innenhof schon ordentlich was her. Die Pyramide wurde 1985 – 89 errichtet und dient dem Museum als Haupteingang. 

Angefangen hat alles im 16. Jhd mit dem damalige König Franz I, der als großer Sammler bekannt war. So richtete er auch Leonardo da Vinci ein eigenes Domizil ein (und so kam der Louvre wohl in den Besitz der Mona Lisa).  Es folgten weitere Kunstliebhaber und die Sammlung wuchs – war zu dem Zeitpunkt aber nicht öffentlich zugänglich. Genau 10 Jahre nach der Abschaffung der Monarchie wurde das Kunstmuseum für die Öffentlichkeit geöffnet. 

Reisebericht Paris Champs-Élysées Louvre  Unser erster Blick auf die Glaspyramide

Reisebericht Paris Champs-Élysées Louvre Der französischen Staatspräsidenten Mitterrand hatte die Idee den Louvre in das größte Museum der Welt umzuwandeln

Le Marais

Das Viertel Le Marais ist voller Cafes, Boutiquen, Bars und kleinen Gärten – es ist eines der angesagtesten Viertel Paris. Hier ist immer was los. Man findet putzige, windschiefe Häuschen, aber auch Adelspaläste und enge Straßen mit hipper Dekoration. Hier bewegt man sich auf den Spuren der Tempelritter, die die ursprüngliche Sumpflandschaft im 13. Jhd bewohnbar gemacht haben (Marais bedeutet Sumpf). Im 17. Jhd war hier die bevorzugte Wohngegend des Adels, welcher aber nach der französischen Revolution vertrieben wurde.  Außerdem ist das Viertel auch sehr Gay-freundlich

Reisebericht Paris Champs-Élysées Louvre Hübsche Straßen findet man in Marais zu genüge

Reisebericht Paris Champs-Élysées Louvre Regenbögen auf den Straßen und in der Luft

Die Friedhöfe Cimetière de Montmartre und de Montparnasse

Was ich ja in Frankreich immer ganz besonders mag, sind die schönen, alten Friedhöfe. So kam ich natürlich um den Cimetière de Montmartre und den Cemitière Montparnasse nicht drum rum.  Der Cimetière de Montmartre hat ein großes Gelände und ähnelt einem Park mit teilweise wirklich hübschen, alten Gräbern. Am Eingang gibt es einen Grabplan, in dem die Gräber bekannte Persönlichkeiten markiert sind. Wir haben uns ein paar berühmte Menschen heraus gepickt und uns dann auf die Suche nach ihren Gräbern gemacht.

Der Cemitière Montparnasse gehört neben dem Montmartre zu den 3 großen und wichtigen Friedhöfe von Paris. Er befand sich vor der Eingemeindung des Viertels um 1860 herum außerhalb der Stadtgrenze von Paris. Auch hier liegt wieder die ein oder andere bekannte Persönlichkeit und wieder haben wir uns auf die Suche begeben. In Montparnasse findet man auch die Katakomben von Paris, die auch ein wahres Highlight sein müssen. Bei uns waren sie leider geschlossen.

Reisebericht Paris Montmartre Das rechte Grab ist von Alexandre Dumas der Jüngere – der Sohn des Schriftsteller von die drei Musketiere (Cimetière de Montmartre)

Reisebericht Paris Eiffelturm Das Grab von Sartre ist – wie unschwer zu übersehen – auch heute noch eine Pilgerstätte für seine Fans (Cemitière Montparnasse)

Eine Bootstour auf der Seine

Zum Abschluss unseres Paris Trips haben wir uns noch etwas besonderes gegönnt: Eine Bootstour auf der Seine zum Sonnenuntergang. Hier gibt es verschiedene Touren, bei verschiedenen Anbieter. Wir haben uns für Vedettes de Paris* entschieden, die am Port de la Bourdonnais (direkt gegenüber vom Eiffelturm) ablegen. Man kann wählen zwischen einer Tour für 30 min (12 €) oder 1 Std (15 €). Wir haben die 1 Std Tour gebucht, da diese kaum teurer ist. 

Unsere Fahrt startete beim Eiffelturm und ging bis zum Ende der Stadtinseln und einmal drum herum. Von der Seine aus hat man nochmal einen ganz anderen Blick auf die Sehenswürdigkeiten rund um die Seine, außerdem erfährt man während der Fahrt interessantes auf englisch und französisch. Bei uns ist die Sonne auch langsam untergegangen, also tauchte Paris sich in ein herrliches rot-oranges Licht. Eine Empfehlung für alle, die gerne Bootstouren machen! (wer einen coolen Platz ergattern möchte, sollte je nach Saison zeitig da sein um sich in die Schlange einzureihen).

Reisebericht Paris Eiffelturm Die Boote fahren in der Nebensaison alle 45 min und in der Hauptsaison alle 30 min

Reisebericht Paris Eiffelturm die Sonne geht über dem Pont Alexandre III unter

Der Besuch einer Varieté/Kabarett Show

Für uns gehörte auch der Besuch eines Varietes oder einer Kabarett Show zu Paris dazu. Im Viertel La Pigalle findet man das berühmte Varietee Moulin Rouge, welches 1889 gegründet wurde. Damals wurden hier viele Bälle mit Cancan getanzt, aber auch viele berühmte Pariser Stars tanzten hier. In den 1990er Jahren ging es dem Moulin Rouge finanziell nicht besonders gut. Dank des 2001 erschienen gleichnamigen Kinofilms erfreut sich der Nachtclub heute aber wieder großer Beliebtheit. Wer sich eine Show im Moulin Rouge* anschauen möchte, sollte zeitig buchen – sie sind oft Monate im Voraus ausgebucht.

Alternativ kann man auch die Show vom Lido* besuchen. Unsere Wahl fiel auf das Lido und uns hat die Show sehr gut gefallen. Dabei sind hübsche Tänzer und Tänzerinnen mit tollen Tanzeinlagen und Musik, beeindruckende Akrobatik, humorvolle Einlagen und natürlich darf auch der klassische Cancan nicht fehlen (Fotos sind natürlich während der Show nicht erlaubt). 

Reisebericht Paris Champs-Élysées Louvre Das Lido auf der Champs-Elysees

Reisebericht Paris Montmartre Das berühmte Moulin Rouge

Wie schon erwähnt, war ich bereits mehrmals in Paris – daher hatte ich vieles schon gesehen. Trotzdem habe ich mich sehr gefreut, endlich mal über Nacht in der Stadt zu bleiben und mehr Zeit zur Erkundung zu haben. Die Stadt an der Seine gilt nicht ohne Grund als einer der schönsten Metropolen der Welt und ich hätte euch noch von so vielen weitere hübsche Gebäude berichten können, denn gefühlt ist die ganze Stadt voll von Ihnen! Es lohnt sich, auch einfach durch die Stadt zu schlendern und zu sehen was man spannendes entdeckt. Paris ist auch eine sehr geschichtsträchtige Stadt. So vieles ist in der Vergangenheit passiert, was man hier immer noch sehen und erleben kann. Lange Rede, kurzer Sinn: Paris ist immer einen besuch wert und ich werde sicherlich nochmal wieder kommen!

Hier habe ich im Detail über mein verlängertes Wochenende berichtet:

 

Hinweis: Alle genannten Unterkünften/Touren/Restaurants/etc. habe ich selbst gebucht und bezahlt. Dies sind lediglich Empfehlungen bzw. Erfahrungsberichte meinerseits und es erfolgte keine Zusammenarbeit mit einer Firma. Ich wurde für die Verlinkung/Werbung nicht bezahlt. Ich bin ein privater Blog und verdiene damit keinerlei Geld. Ich habe einfach nur Spaß am bloggen und reisen und teile dies mit der Welt :-)