Meine 11 Highlights in Nord- & Zentralvietnam

Meine Highlights aus Nord- & Zentralvietnam

Für zwei Wochen waren wir in Nord- und Zentralvietnam unterwegs. Vietnam ist wirklich ein super Land zum spontan herum reisen und vor Ort entscheiden, wohin es einen als nächstes treibt. Wir hatten leider nur zwei Wochen Urlaub, daher hat es zeitlich nicht für eine komplett Rundreise in den Süden gereicht. Aber das hat auch Vorteile, denn wenn man nur bis 15 Tage in Vietnam unterwegs ist, benötigt man als Deutscher kein extra Visum. 

Vietnam hat alles: quirlige Metropolen, stille Temple, traumhafte Strände, geheimnisvolle Grotten, grandiose Berglandschaften – es gibt so viel unterschiedliches zu sehen und es lohnt sich auf jeden Fall. Gerade auch, weil Vietnam noch nicht so touristisch ist, wie z.B. Thailand – wobei ich denke, das sich das leider auch in nächster Zeit ändern wird.

Ich werde definitiv wieder kommen um den Süden zu erkunden. Hoffentlich bald. Das waren meine Highlights aus Nord- & Zentralvietnam:

Halong Bucht & Die Insel Cat Ba


Meine Favoriten beginnen gleich mit zwei Punkten auf einmal. Ein absolutes traumhaftes Erlebnis war die 3-Tages Tour in der Halong Bucht und auf der Insel Cat Ba. Zunächst hatten wir eine grandiose Übernachtung auf einem Holzschiff in der Halong Bucht und wurden bei sanften Wellen in den Schlaf geschaukelt – haben grandiose Felsformationen bewundert, einen Aussichtspunkt erklommen und eine Höhle erkundet. Am nächsten Tag ging es auf die Insel Cat Ba, wo wir eine großartige Fahrradtour durch über die Insel gemacht haben. Man kann hier auch eine 2-Tages Tour buchen (nur die Halong Bucht), aber wer die Zeit sollte unbedingt die Insel Cat Ba mitnehmen! Für mich ein absolutes Must-see in Vietnam!

Hanoi – die Hauptstadt Vietnams

Hanoi hat mir auch richtig gut gefallen. Die Stadt verbindet moderne asiatische Metropole mit traditioneller Altstadt. Man hat hier französischen Kolonialstil, pompöse Regierungsgebäude mit breiten Alleen, Museen, Theater und Oper, Diskotheken und Bars. Zwischendrin günstiges, leckeres Essen von Straßenständen und verwinkelte Gassen in der Altstadt. Der Verkehr ist, wie man es von asiatischen Großstädten gewohnt ist, total chaotisch und die Rollerfahrer scheinen nie zu schlafen: ein absolutes Erlebnis!

Hoi An – eine Stadt wie ein Freilichtmuseum

In Hoi An fühlt man sich direkt 200 Jahre in die Vergangenheit zurück versetzt. Die Altstadt, die sich malerisch an den Fluss Thu Bon schmiegt, hat einen ganz besonderen Charme. Es gibt hier einige alte Familientempel und Versammlungshallen, die liebevoll erhaltene Stauten und Holzarbeiten beherbergen, die sich für neugierige Besucher öffnen. Spätestens wenn es dunkel wird, kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus, denn dann hüllt sich die ganze Altstadt in ein wunderbares Licht von Hunderten von Lampions. So schön!

My Son – das Vermächtnis der Cham-Kultur

Wenn man schon in Hoi An ist sollte man nicht verpassen die alte Cham Ruine My Son zu besichtigen. Hier kann man ein bisschen Indiana Jones-Feeling spüren und durch alte, überwucherte Ruinen schlendern und eine längst vergessene Welt erkunden.

Die Zitadelle der Verbotenen Stadt in Hue

Hue – die ehemalige Hauptstadt am Parfümfluss – hat mich ehrlich gesagt nicht so richtig überzeugt. Was mir dafür aber um so mehr gefallen hat, ist die ehemalige Kaiserliche Befestigungsanlage: die Zitadelle der Verbotenen Stadt. Wenn man genug Zeit einplant, kann man hier in aller Ruhe die „Stadt in der Stadt“ auch abseits der typischen Touristenrouten erkunden. Und es lohnt sich: hier findet man schöne alte asiatische Gebäude, ruhige Tempel, tolle verwachsene Grünanlagen und kleine Seen mit hungrigen Fischen.

Der Wasserberg Son Thuy – einer der Marmorberge der 5 Elemente

Da Nang haben wir uns nicht näher angeguckt, denn lt. unserer Recherchen gab es dort nicht viel zu sehen. Was aber absolut einen Stop wert ist, sind die Marmorberge. Wir haben den Wasserberg Son Thuy besucht, der auch zu den meistebesuchtesten der Marmorberge gehört. Die Erkundung des Hügels lohnt auf jeden Fall, denn hier findet man spannende kleine Höhlen, schmale Pfade, Pagoden und grandiose Aussichtspunkte, von denen man einen spektakulären Blick auf die anderen Berge und das Meer hat. Für die Vietnamesen ist das nach wie vor noch ein Ort wo die hinduistische, taoistische und buddhistische Gottheiten verehrt werden.

Paradise Cave & Phong Nha Cave im Phong Nha-Kẻ Bàng Nationalpark


Bei dem Phong Nha Ke Bang National Park handelt es sich um ein Naturschutzgebiet – man findet hier bewachsene Berge, tropische Wälder, riesige Höhlensystem mit unterirdischen Flüssen und uralte Kalksteinfelsen. Hier gibt es mehrere Höhlen, die man besichtigen kann. Wir haben uns die Paradise Cave (auch Thiên-Đường-Höhle genannt) angesehen – sie gilt als schönste Höhle Vietnams und im Inneren kann man hier sagenhafte Stalaktiten und Steinformationen bewundern. Mit einem Boot ging es noch über den Fluss Sông Côn zur Phong Nha Cave. Unterwegs bewundern wir die grandiose Landschaft und schippern dann ganz gemütlich durch die Höhle. Sagenhaft!

Wolkenpass – die Grenze zwischen Nord- und Zentralvietnam


Der Wolkenpass (im vietnamesischen genannte „Hai Van Pass“) ist die Wetterscheide zwischen dem subtropischen Nord- und dem tropischen Südvietnam. Der Weg über den Pass schlängelt sich an der Küste entlang über den Berg und man hat unterwegs eine traumhafte Aussicht. Leider macht der Pass seinem Namen alle Ehre – denn häufig ist es hier sehr bewölkt und regnerisch. Wer den Wolkenpass überqueren möchte, macht das am Besten mit einer privaten gebuchten Tour, denn die öffentlichen Verkehrsmittel gehen über einen Tunnel durch den Berg hindurch. 

DMZ Tour – Durch die demilitarisierte Zone


Wer sich für die Geschichte des Landes interessiert, kann sich überlegen, ob er eine DMZ Tour zwischen Hue und Dong Hoi machen möchte. An verschiedenen Punkten kann man sehen wie das Land durch den Vietnam Krieg geprägt wurde und die Vinh Moc Tunnel besichtigen. In dem 2,8km langen Tunnelsystem hat die damalige Bevölkerung von Vinh Moc Schutz gesucht. Das Tunnelsystem hat drei Stockwerke und war für 94 Familien/300 Personen ausgelegt. Die Tunnel haben eine Tiefe von 10, 15 und 20-30m Tiefe mit 13 Zugängen. Die Bevölkerung lebte in den etwa 1,60-1,70 engen Tunneln für fast 5 Jahre. 

Für mehr Details schaut euch meine Reiseberichte zu den einzelnen Zielen an. Alternativ findet ihr alle Berichte unter meinen Reisezielen.

Wart ihr schon mal in Vietnam? Was waren eure Highlights?