Meine 10 Highlights aus Barcelona

Als es im Februar in Deutschland noch ganz kalt war, habe ich mir die Hauptstadt Kataloniens angesehen: Barcelona! Bei angenehmen Temperaturen und Sonnenschein habe ich die zweitgrößte Stadt des Landes erkundet und die mediterrane Atmosphäre genossen…

Meine Highlights aus Barcleona

In Barcelona kann man einen einzigartigen Mix aus spannender Kultur, leckerem Essen und Strand direkt am Mittelmeer – umgeben von Bergen – genießen. Es gibt großartige Fotomotive, wie die unzähligen historischen Bauwerke für die Barcelona bekannt ist, die entdeckt werden wollen, großartige Grünanlagen oder Hafen zum schlendern, aber auch Shoppingbegeisterte kommen auf den Flaniermeilen auf ihre Kosten! Am besten lässt man sich durch die impulsiven Stadt treiben und saugt den besonderen Flair auf.

La Sagrada Família – das wohl beeindruckenste Gebäude Barcelonas

Woran man in Barcelona nicht vorbei kommt, ist natürlich die Basílica i Temple Expiatori de la Sagrada Família, kurz: die Sagrada Família – das vermutlich beeindruckenste Gebäude Barcelonas. Die berühmte römisch-katholische Basilika, die 1882 begonnen wurde, von Antoni Gaudí mit entworfen wurde und bis heute unvollendet ist. Aktuell ist die Fertigstellung für 2026 geplant – der 100. Todestaug von Gaudí.

Reisebericht Barcelona Einmal in echt – und einmal bearbeitet :) Trotz Baustelle ist die Kirche ein beeindruckendes Bauwerk

Das Innere der Basilika ist ganz besonders. Die höchste Stelle ist 75m hoch und der Innenraum ist seit 2010 fertig gestellt. Gaudí war ein kränkliches Kind und man sagt, dass er viel Zeit damit verbracht hat, die Natur zu beobachten. Daher haben viele seiner Entwürfe einen naturgeprägten Architekturstil, z.B. sollen die steinernen Säulen im Innenraum  durch die Verzweigungen an Bäume mit Ästen erinnern.

Reisebericht Barcelona Es gibt außerdem ein angedeutetes Blätterdach

Parc de la Ciutadella – eine grüne Oase im Zentrum

Der Parc de la Ciutadella wurde auf dem ehemaligen Gelände der Zitadelle erbaut. Die Zitadelle war eine Festung, die im 18. Jhd nach dem spanischen Erbfolgekrieg erbaut wurde, welche die die Stadt beherrschen sollte. Dafür wurden 1.200 Häuser und zwei Kloster abgerissen. Es wurde sogar ein Fluss umgeleitet und 4.500 Personen wurden – ohne Entschädigung – umgesiedelt. Dementsprechend war die Zitadelle bei der Bevölkerung verhasst und wurde zum Symbol der Zentralregierung durch Madrid. 1841 wurde der Abriss befohlen – sie wurde aber erst 1868 vollständig zerstört.

1870 begann man dann mit der Gestaltung des Parks. Er gehört zu den größten Parkanlagen Barcelonas und auf dem Gelände befindet sich ein Zoo. Auf dem kleinen See kann man Ruderboot fahren, es gibt viele Spazierwege mit vielen Bäumen und exotischen Pflanzen. 

Reisebericht Barcelona Die Cascada Monumental ist ein aufwändig gestalteter Brunnen mit vielen spektakulären Figuren

Reisebericht Barcelona Blick auf das Castell dels Tres Dragons – das Gebäude wurde für die Weltausstellung 1888 entworfen

Bunkers del Carmel – eine grandiose Aussicht auf die Stadt

Eine tolle, nicht zu anstrengende Wanderung kann man zum Bunkers del Carmel machen (für die nicht ganz so motivierten fährt hier aber auch ein Bus) – Hier steht ein ehemaliger Bunker mit Luftabwehrgeschütze aus dem Zweiten Weltkrieg, von wo aus man wohl die beste Sicht auf die ganze Stadt hat – und das auch noch fernab vom Massentourismus! Der Bunker ist heute ein beliebter Treffpunkt für (Einheimische) junge Leute, die die grandiose Sicht genießen wollen – insbesondere zum Sonnenuntergang.

Reisebericht Barcelona Man hat eine tolle Aussicht auf die Stadt

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Castell de Montjuïc – Unterwegs auf dem Hausberg Montjuïc

Das Castell de Montjuïc war eine Festung, die zum Schutz des Hafens, aber auch der Stadt erbaut wurde. Dabei sollte sie die Stadt aber nicht nur beschützen, sondern auch beherrschen – im 19. Jhd wurde die Stadt unter Fremdherrschaft der Festung sogar beschossen. Errichtet wurde die erste Festung an dieser Stelle um 1640, als der damalige Vizekönig ermordet wurde. Innerhalb von 30 Tagen hatte man aus Stein und Lehm eine viereckige mittelalterliche Festung errichtet. 1694 wurden die Mauern verstärkt und es wurde ein Schloss aus der Festung. 1751 wurde die Festung zerstört um eine neue, größere (so wie man sie heute kennt) zu errichten. Bis 1960 war das Castell ein Militärgefängnis. Danach wurde es der Stadt übergeben. 1992, zu den Olypmischen Spielen, wurde es aufgehübscht und für die Öffentlichkeit geöffnet und gilt heute als Kulturstätte.

Wer den Berg nicht aus eigener Kraft erklimmen möchte, kann auch die Hafenseilbahn nehmen. Sie fährt vom alten Hafen aus direkt zur Festung.

Reisebericht Barcelona Der Eingang mit Blick auf den ehemaligen Zwinger

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Tagesausflug zum Kloster Montserrat

Das Kloster Monsterrat ist ca 60km von Barcelona entfernt und ist ein perfektes Ziel für einen Tagesausflug. Es gibt auch die Möglichkeiten mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln dorthin zu kommen – ich hatte an einer gebuchten Tour teilgenommen. Das Kloster befindet sich auf 720m Höhe in einem riesigen Bergmassiv und ist nicht nur wegen der grandiosen Aussicht ein tolles Ziel für einen Tagesausflug. Hier kann man die schwarze Madonna in der Basilika besichtigen und sich den Knabenchor Escolania de Montserrat anhören.

Reisebericht Barcelona Man hat das Gefühl, als könnte man über ganz Katalonien blicken

Reisebericht Barcelona Die kurze Wanderung zum Aussichtspunkt Creu de Sant Miquel lohnt sich schon alleine wegen der Aussicht auf das Kloster

La Catedral de Barcelona

Eines der Highlights der Altstadt ist natürlich La Catedral – eine gotische Kathedrale, die der Heiligen Eulalia geweiht. Die erste Kirche an dieser Stelle stammte noch aus dem 6. Jhd. Die Grundsteinlegung der heutige Kirche erfolgte in 1298 und der Bau dauerte bis 1448. Sie wurde aber später immer noch mal aumgebaut und erweitert. Die Kirche befindet sich am Platz Pla de la Seu, der 1421 erbaut wurde. Im Dezember findet hier ein schöner Weihanchtsmarkt statt.

Einen besonderen Blick wert ist der Kreuzgang, wo man einen kleinen Garten entdecken kann, wo 13 Gänse leben! Sie symbolisieren das Alte der Märtyrerin Santa Eulàlia, die Schutzpatronin von Barcelona. Außerdem waren die Gänse eine super Alarmanlage gegen Diebe – denn sie können sehr laut werden. Das Dach der Kathedrale kann für 7 € bestiegen. Man hat von dort aus wohl eine tolle Sicht auf die Altstadt. 

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Am Strand – Sand, Meer und eine Partymeile

Egal zu welcher Jahreszeit man in Barcelona ist – man muss an den Strand! Der Platja del Bogatell gehört zu den beliebtestens Stränden von Barcelonas. Während es hier im Sommer wohl richtig, richtig voll wird, war es im Februar angenehm leer und ich konnte meinen Strandspaziergang genießen.

Reisebericht Barcelona  Sonne, Meer und Ruhe – perfekt!

Der Hafen Port Olimpic wurde 1992 zu den Olympischen Spielen erbaut. Mit seinen 740 Docks ist der Jachthafen gar nicht so klein und kann sich schon sehen lassen. Der Hafen, der umgeben ist von Stränden sorgt mit seinen vielen Bars, Restaurants, Diskotheken und einem Kasino für ein reges Nachtleben (man könnte auch sagen Partymeile..). Es gibt auch viele Geschäfte, die zum shoppen einladen.

Reisebericht Barcelona Hier reiht sich ein Schiff neben dem anderen

Die Altstadt

Die Altstadt ist das historische und politische Zentrum der Stadt. Die Ciutat Vella (katalanisch für Altstadt) erzählt einem die Stadtgeschichte aus vielen Epochen: Überreste der Stadtmauer der Römer von 133 v. Chr. neben Säulen eines alten Romanum Forums, Einflüsse der Herrschaft der Westgoten und Mauren und natürlich dem spanischen Bürgerkrieg, Kunst von Gaudi und Picasso. Alles findet man hier vereint. 

Hier gibt es natürlich unzählige alte und sehenswerte Gebäude – es ist fast unmöglich sie alle bei einem Wochenendtrip zu erkunden. Deswegen am besten einfach treiben lassen und die Atmosphäre genieße. 

Reisebericht Barcelona  Der Plaça de Sant Felip Neri – ein kleiner Platz im mittelalterlichen Barockstils, etwas abseits des Touristentroubels

Reisebericht Barcelona  Der Plaça De Ramon Berenguer El Gran mit einer lebensgroßen Bronze Statue von Ramon Berenguer III

Die kleinen engen und verwinkelten Gassen des Gotische Viertels sind schön und man findet immer wieder historische Kunstwerte, wie die Pont del Bisbe – die neugotische „Bischofsbrücke“. Sie verbindet die Gebäude Casa dels Canonges mit dem Palau de la Generalitat. Die Brücke wurde erst 1928 – später als die Gebäude – erbaut. Der Künstler Joan Rubió i Bellver wollte eine Reihe neuer Gebäude errichten, die in die Optik der vorhandenen gotischen Gebäude passen sollte, aber lediglich die Brücke wurde von der Regierung genehmigt. Man sagt, der Künstler habe aus Enttäuschung einen heimlichen Schädel mit einem Dolch auf der unterseite der Brücke eingearbeitet. Jeder, der diesen Schädel sieht, soll von einem bösen Fluch getroffen werden.

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Reisebericht Barcelona Der Plaça del Rei gehört zu den Wahrzeichen Barcelonas und ist Sitz des Grafen von Barcelonas und der Könige von Aragonien. 

Der Hafen und Rambla de Mar

Die Straße Ronda Litoral, die parallel zum Meer verläuft lohnt sich für einen Spaziergang. Nicht weit entfernt von der kleinen Halbinsel la Barceloneta mit ihren vielen Resaurants am Meer und langen und engen Gassen, befindet sich Moll de la Fusta – eine elegante Promenade mit Palmen. Wenn das Wetter gut ist, tummeln sich hier zahlreiche Menschen und nicht selten gibt es kulturelle Veranstaltungen. Außerdem kann man auf der Flaniermeile Rambla de Mar – eine aus Holz und Metall erbaute Brücke am Jachthafen von Barcelona – noch einen Kaffee trinken oder ein Eis essen, während man die Geschäftigkeiten Barcelonas an sich vorbei ziehen lässt oder die Möwen beobachtet. Außerdem sollte man das naheliegende  Kolumbus Denkmal nicht verpassen!  Kolumbus wurde nach seiner Rückkehr aus Amerika in Barcelona empfangen und für seine Entdeckung gefeiert. Das 60m hohe Denkmal wurde anlässlich der Weltausstellung 1888 errichtet und es gibt eine Plattform, die man besichtigen kann!

Reisebericht Barcelona Moll de la Fusta sind die ehemaligen alten Docks einer damaligen Holzdeponie

Reisebericht Barcelona Ein Blick auf dem Hafen vom Hausberg Montjuïc

Reisebericht Barcelona Kolumbus zeigt in Richtung seiner Abreise. In der anderen Hand hält er seine Seekarte mit seiner Route

Museu Nacional d’Art de Catalunya

Das Museu Nacional d’Art de Catalunya (auch kurz MNAC) wurde 1929 zur Weltausstellung eröffnet, als die Sammlung des Museu d’Art Modern und das Museu d’Art de Catalunya zusammengelegt wurden und gehört zu den bedeutendsten Museen der Stadt. Ich muss gestehen, ich habe mich weniger für das Innere interessiert, als mehr für das Äußere: das Palau Nacional im Renaissance-Stil mit seinen Treppen thront über dem Plaça Espanya A und macht schon was her!

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Am Ende der Straße sehen wir den Plaça Espanya A – einer der wichtigsten Plätze Barcelonas. Auch er wurde anlässlich der Weltausstellung 1929 errichtet.  Es gibt dort einen sehr hübschen Brunnen in der Mitte, der u.a. von Josep Maria Jujol – einem Mitarbeiter von Antoni Gaudí – entworfen wurde. Davor sehen wir die 47m hohen Torres Venecianes – sie markieren den Eingang zum Ausstellungsviertel. Ursprünglich war im östlichen Turm eine Sirene für Notfälle – diese wurde später dann entfernt. Außerdem konnten die Türme früher mal bestiegen werden, aber heutzutage sind sie i.d.R. immer geschlossen. Oben rechts sehen wir das La Nova Esquerra De L’Eixample – eine ehemalige Stierkampfarena von 1900, die zu einem Einkaufszentrum umgebaut wurde. Hinter den weißen Säulen befindet sich der Brunnen Font Màgica de Montjuïc – der seinen Namen aufgrund des Wechselspiels von Wasser, Licht und Musik erhalten hat. Bei mir hat er gerade geschlafen, aber gerade Abends soll er ein spektakulärer Anblick sein.

Reisebericht Barcelona Die Aussicht auf die Torres Venecianes und den Plaça Espanya A ist vom Museum aus nicht schlecht. 

Muss ich es noch sagen? Barcelona ist wirklich großartig und einen Besuch wert! Meine Top 10 war nur eine kleine Übersicht – aber es gibt noch so viel mehr zu sehen. Hier habe ich im Detail über mein verlängertes Wochenende berichtet: