Krakau 2 – Am Wawel-Hügel & im jüdischen Viertel Kazimierz

In Krakau führte mich mein Weg weiter auf den Wawel-Hügel mit dem berühmten Königsschloss. Anschließend ging es in das geschichtsträchtige jüdische Viertel Kazimierz.

Die Wawel-Burg

Im Süden, am Rand der Altstadt befindet sich der Wawel-Berg/Hügel auf dem das berühmte Königsschloss thront. Es ist von 1040 bis 1795 der Sitz der polnischen Fürsten und Könige. Der Wawel hat eine Höhe von 228m und ist von Höhlen durchzogen, z.B. führt eine solche Höhle vom Flussufer bis zu den Burgmauern. Die Höhle bekam aufgrund ihrer Form den Namen „Drachenhöhle“. Eine Legende erzählt, dass hier einst ein Drache gehaust haben soll. Der Ritter Krakdie soll diesen erschlagen und danach die Stadt Krakau gegründet haben. An dieser Stelle befindet sich bereits seit dem frühen Mittelalter eine Burg. Aufgrund von Zeugnissen kann man eine 1000-jährige Geschichte belegen.

Reisebericht Krakau WawelDas Schloss von der Marienkirche aus

An dieser Stelle möchte ich auch nochmal auf den Königsweg eingehen, von dem man immer so viel hört und liest. Er ist die wichtigste und populärste Route in Krakau und geht von der St. Florianskirche am Jan Matejko Platz über den Marktplatz, die Godzka und Kanonicza Straße entlang, bis zum Wawelhügel. Hier sind auch die Könige auf dem Weg zu ihrer Krönung entlang gekommen. An der St. Florianskirche wurden sie von den Vertretern der Stadt begrüßt und dann vom Volk bis zum Wawelhügel begleitet. Die Route wurde aber nicht nur bei Krönungen genutzt, sondern auch nach siegreichen Schlachten, von Bischöfen vor Amtseinführungen oder Trauerzügen. Auf dieser Strecke konzentrieren sich die schönsten Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Ich erreiche das Schloss von der Altstadt aus über den Weg Droga Do Zamku. Beim Sandomir-Turm betrete ich das Schlossgelände. Er gehört zu den drei Artillerie-Türmen des Schlosses und wurde um 1460 errichtet um die Verteidigung der Anlage gegen Angriffe aus dem Süden zu stärken. Er kann von April bis Oktober bestiegen werden (5 PLN – ca 1,20 Euro) – die Aussicht muss sehr schön sein! Bei mir war er aber geschlossen, also ging es für mich weiter auf das Gelände.

Reisebericht Krakau WawelEiner der Schlosseingänge und der Sandomir-Turm

Eine weitere Möglichkeit das Schloss zu betreten ist am Reiterstandbild Tadeusz Kościuszko entlang. Kościuszko gilt als Nationheld Polens. Das Monument wurde kurz nachdem Polen 1918 seine Unabhängigkeit wieder gewann errichtet. An der Wehrmauer entlang sieht man mehrere Plaketten, die als Hommage an die vielen Spender gelten, die den Wiederaufbau nach dem Ersten Weltkrieg des Wawel ermöglicht hatten. 

Reisebericht Krakau WawelKlein und fein: vor dem Schloss das Denkmal für Kościuszko 

Reisebericht Krakau Wawel

Das Gelände lässt sich zunächst kostenfrei betreten. Im Inneren befindet sich eine große Grünfläche, auf der sich mehrere Fundamente von älteren Bauten befinden. Alles begann hier mit einer hölzernen Burg aus dem 10. Jhd, der später zu einer Burganlage ausgebaut wurde, als der König Kasimir I. 1038/1039 nach Krakau zurück kehrte und die Wawel Burg zu seiner Königsresidenz machte. Auf der rechten Seite sehen wir einen weiteren Turm – den Senatorenturm. Er ist der höchsten der drei noch vollständig erhaltenen Türmen. Er wurde zwischen 1447 und 1460 errichtet und wurde ebenfalls als Verteidigungsturm genutzt. Der dritte Turm ist der Diebesturm, der – auch wie die beiden anderen – als Verteidigungsturm gedient hat. Hier befand sich aber zusätzlich noch ein Gefängnis, was dem Turm seinen Namen verliehen hat.

Reisebericht Krakau WawelEin Teil der Burgmauern und der Senatorenturm 

Reisebericht Krakau WawelFundamente alter Gebäude mit Blick auf den Diebesturm

Nicht zu übersehen ist auch die prächtige Wawel-Kathedrale. Sie ist die dritte Kirche an dieser Stelle und wichtigste Kirche Polens. Die erste wurde bereits im frühen Mittelalter errichtet. Die heutige wurde zwischen 1320-1364 erbaut und hier wurden die polnischen Könige gekrönt und beerdigt. Aber auch kirchliche Würdenträger und Nationalhelden fanden hier ihre letzte Ruhestätte. 

Reisebericht Krakau WawelDie Kathedrale vom Innenhof aus

Der höchste der Kathedralen Türme ist auch der bekannteste: Sigismund Turm. Er beherbergt die mit 11 Tonnen größte Glocke Polens, die Sigismund Glocke. Um die Kathedrale herum ist sie von 19 Grabkapellen umfasst, die im Laufe der Jahrhunderte nach und nach hinzugefügt wurden und so verschiedenen Stilepochen an der Kathedrale vereinen. Eine sehr bekannte ist die Kapelle der Sigismunde, die von draußen an ihrer prächtigen vergoldenen Kuppel zu erkennen ist. Im Inneren befindet sich der silbernen Sarg des Heiligen Stanislaus (Krakauer Bischof und Märtyrer).

Reisebericht Krakau WawelLinks mit dem Sigismund Turm

Reisebericht Krakau WawelDie goldene Kuppel der Kapelle der Sigismunde

Das Innere der Kirche kann kostenfrei besichtigt werden. Fotografieren ist verboten. Natürlich gibt es hier einiges zu sehen, wie z.B. den vergoldeten Hauptaltar, vor dem die polnischen Könige gekrönt wurden. In den Seitenschiffen befinden sich Sarkophage polnischer Monarchen mit steinernen Figuren der Verstorbenen. Im unteren Teil der Kirche befindet sich die Krypta mit weiteren Königsgräbern aus dem 16. Jhd, die nachträglich mit den unterirdischen Relikten der romanischen Kathedrale verbunden wurden. Eintritt kostet der Sigismund Turm, das Kathedralmuseums und die Königskrypten (für Alles 12 PLN, ca 2,81 €).

Reisebericht Krakau WawelHübsche Details an der Außenfassade der Kathedrale

Im Inneren der Gebäude kann man sich verschiedene Ausstellungen ansehen. Eine Ausstellung im Innenhof, gegenüber der Grünfläche in der Rotunde der Heiligsten Jungfrau Maria ist die „Lost Wawel“. Sie widmet sich der Geschichte des Wawelhügels und konzentriert sich auf die Überreste aus dem 10/11. Jhd. Hier kann man sehen, wie sich der Hügel im Laufe der Jahrhunderte verändert hat und veranschaulicht mithilfe einer multimedialen Präsentation die Baugeschichte.

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Für mich geht es weiter zum Schloss. Hier kann man einen Blick auf den nach italienischem Vorbild im 16. Jhd errichteten dreistöckigen Arkadenhof werfen. Insgesamt gibt es im Schlossinneren 71 Säle. Davon können mehrere besichtigt werden. Zu den Highlight gehören die königlichen Gemächer, der Kronschatz und verschiedene Kunstausstellungen. Die Hauptausstellung ist auf mehrere Räume im EG und Wohnungen im 2. OG verteilt. 

Reisebericht Krakau WawelDer prächtige Arkadenhof 

Die Prunkräume (20 PLN Wintersaison/25 PLN Sommersaison) waren öffentliche Räume, in denen die Monarchen Gäste empfangen haben. Hier hängen kostbare, mit gold gewebte Wandteppiche, königliche Portraits, sowie Gemälde und italienische Renaissance-Möbel. Im 1. OG befinden sich die königlichen Gemächer (Wintersaison 23 PLN, Sommersaison 27 PLN), wo man beeindruckende Gotik- und Renaissanceportale bewundern kann. Außerdem weitere italienische Kunstwerke und Wandteppiche aus der Sammlung Sigismund Augustus.

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Weiterhin kann man den Kronschatz und die Waffenkammer besichtigen (Wintersaison 20 PLN, Sommersaison 25 PLN). Hier werden die königlichen Insignien (Krone, Zepter, Schwert etc) und weitere Kostbarkeiten aufbewahrt. Dazu kommen noch weitere diplomatische Gaben und königliche Nachlässe, wie z.B. das Testament von Sigismund Augustus. In weiteren Räumen werden zeremonielle Waffen beherbergt, darunter viele Kriegsbeuten, wie Trophäen aus der Wiener Kampagne, kunstvoll verzierte Reitsportausrüstung, sowie militärische Gegenstände aus der Waffenkammer von Sobieski. Es gibt auch eine weitere Waffenkammer mit Schaftwaffen und Schwertern, sowie Waffen von Hof- und Stadtwächtern.

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Reisebericht Krakau WawelVom hinteren Ende hat man einen ganz hübschen Blick auf die Weichsel und ihre Schleife

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Reisebericht Krakau WawelEin letzter Bild auf das Gesamtwerk, bevor es für mich weiter geht

Als letztes auf der Liste habe ich noch die Drachenhöhle, die immer nur zwischen April bis Oktober geöffnet ist. Gegen ein Eintrittsgeld von 5 PLN kann man vom Westhang der Höhle bis zur Uferpromenade erhabsteigen. Die Höhle entstand vor etwa 21 Millionen Jahren und ist 270m lang – von denen man 81m besichtigen kann. Hier lebte früher der Drache aus der Legende. Am unteren Ausgang steht eine Skulptur dieses Drachens aus dem Jahr 1972, die in regelmäßigen Abständen ein wenig Feuer spuckt. Da die Höhle während meines Besuchs geschlossen war, steige ich außen herum zur Weichsel herab. 

Reisebericht Krakau WawelHier führt eine Treppe runter zum Fluss

Reisebericht Krakau WawelDie Figur des Drachens in seiner ganzen Pracht

Reisebericht Krakau WawelFür mich hat er auch ein wenig Feuer gespuckt

An der Flusspromenade befindet sich ein kleiner Walk of Fame, auf dem zwar überwiegend polnische Prominente ihren Platz finden. Der ein oder andere internationale Star ist aber auch dabei, wie z.B. Celine Dion und Benedict Cumberbatch.

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Das jüdisches Viertel Kazimierz

Als nächstes ging es für mich weiter in das jüdische Viertel Kazimierz. Bis 1800 war dieser Stadtteil südöstlich der Altstadt eine eigenständige Stadt, die ursprünglich aus mehreren Dörfen entstand und nach dem König Kasimir dem Großen benannt wurde. 1494 wurde die Krakauer Juden hier her umgesiedelt und es entstand eine eigene Siedlung für diese. Bis ins 18. Jhd war dieser Stadtteil vom restlichen Kazimierz durch eine Mauer getrennt und der jüdische Teil hatte relativ wenige Berührungspunkt mit dem christlichen Teil. Kazimierz wurde das kulturelle und religiöse Zentrum der polnischen Juden. Um 1800 wurde das Viertel zu einem Stadtteil von Krakau und die Mauern wurden abgetragen. Zwar konnten sich die Juden prinzipiell in ganz Krakau nieder lassen, allerdings blieben die meisten lieber unter sich in Kazimierz. 

Reisebericht Krakau WawelEin bisschen Retro-Stil in Kazimierz

Heute ist Kazimierz ein interessantes und angesagtes Viertel in Krakau und nicht nur bei Touristen beliebt. Es ist nicht sehr groß und lässt sich daher sehr gut zu Fuß erkunden. Neben interessantem Streetart, gibt es zahlreiche Restaurants, Cafes, Kneipen und kleine Läden die entdeckt werden möchten. Obwohl heute nur noch rund 140 – meist ältere – Juden in dem Viertel leben, kann man auch noch etwas über jüdische Leben erleben. In einigen jüdischen Restaurants treten Abends Klezmer-Gruppen auf. Die Alten Synagoge beherbergt ein Museum, dass an die etwa 500-jährige jüdische Geschichte und Kultur in Krakau erinnert.

Reisebericht Krakau WawelStreetart in Kazimierz

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Kazimierz ist heutzutage nicht nur eine beliebte historische Sehenswürdigkeit – das Viertel ist auch ein Platz für Nachtschwärmer geschworden. Zahlreiche junge Leute und Studenten zieht es in das Viertel und es wird zum Szene-Treff. Rund um den Platz Plac Nowy geht es alternativ zu. Der Marktplatz wird Abends zum Würstelstand umfunktioniert. Neben Krakauer Grillwürste gibt es hier auch den leckeren Snack Zapiekanki zu probieren. Dieser entstand als Fast Food für die Arbeiterklasse und besteht aus einem (halben) Baguette mit Käse und Pilzen und natürlich auch mit allerlei weiterem Topping. Wer einen trinken gehen möchte, soll im Pijalnia Wódki i Piwa sehr gut aufgehoben sein.

Reisebericht Krakau WawelDer Platz selbst ist nicht besonders hübsch, aber der richtige Ort wenn man Zapiekanki probieren möchte

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Wer ein bisschen Sightseeing betreiben möchte, schaut sich ein paar der Synagogen an, z.B.die Remuh-Synagoge. Sie wurde 1553 errichtet und zählt zu einer der zwei heute noch genutzten Synagogen in Krakau. Gegründet wurde sie nach der Umsiedlung der Juden nach Kazimierz. Das erste Gebäude wurde 1557 bei einem Brand zerstört – darauf folgte ein Neubau. Das heutige Aussehen bekam die Synagogen während der Restauration 1829. Zu der Synagoge gehört auch ein hübscher Friedhof. Der Eintritt kostet 10 PLN (ca 2,3 €). Die Einnahmen werden zur Instandhaltung und Restaurierung der Synagoge und des Friedhofs genutzt.

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Der im 16. Jhd gegründete Friedhof gehört zu den ältesten Friedhöfen in Polen. Leider wurde er während der Besetzung durch die Nazis fast vollkommen zerstört. Im Vorhof befinden sich einige Gedenktafeln an den Wänden, die aus zerstörten Grabsteinen bestehen. Nach dem Krieg fand man zahlreiche Grabmäler unter der Erde, die wieder ans Tageslicht gebracht wurden.

Reisebericht Krakau WawelDie Synagoge selbst ist sehr klein, dafür ist der Friedhof umso größer

Reisebericht Krakau WawelAuf vielen Grabsteinen lässt sich die Schrift nicht mehr entziffern

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Reisebericht Krakau WawelEs ist ganz schön kalt!

Neben der Remuh-Synagoge und der alten Synagoge ist auch die Fronleichnam Basilika einen Blick wert. die römisch-katholische Kirche wurde 1340 errichtet, wobei die Fassade erst um 1500 beendet wurde und der Glockenturm erst zwischen 1566 und 1582 hinzukam. Zu der Inneneinrichtung aus dem 17. Jhd gehören zahlreiche gotische, Renaissance- und barocke Kunstwerke.

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Geprägt wurde die jüdische Geschichte in Krakau leider auch von der Besetzung durch die Nationalsozialisten während des Zweiten Weltkriegs. Vor der Besetzung lebten 75.000 Juden in Krakau. Im März 1941 mussten alle Juden in das im südlichen Teil der Stadt gelegene Viertel Podgórze umziehen. Das Viertel wurde zum jüdischen Ghetto.

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Das ehemalige Ghetto Podgórze

Über den Steg Kładka Ojca Bernatka kommt man heute von dem Stadtteil Kazimierz über die Weichsel in das Viertel Podgórze. Damals sollte die Bezeichnung Ghetto/jüdische Wohnsiedlung die eigentliche Bedeutung eines Sammellagers, bzw. eines Konzentrationslagers verschleiern. Für das Ghetto wurde ein Gebiet von 600x400m mit einer Mauer und Stacheldraht umzäunt. Das Eingangstor wurde strengstens bewacht. Während vorher hier nur rund 3.000 Menschen lebten, wurden während der Besetzung 15.000 Menschen hier eingepfercht.

Reisebericht Krakau WawelDie Flusspromenade lädt heute zu einem Spaziergang und auf die Restaurants auf den Booten ein

Reisebericht Krakau WawelDie Brücke Kładka Ojca Bernatka  mit ein paar hübschen Figuren

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Der Plac Bohaterów Getta (Platz der Ghettohelden) gilt als einer der wichtigsten Erinnerungsstätten an die Zeit der Judenverfolgung. Auf dem Platz stehen symbolisch leere Stühle, die an die vielen Juden erinnern sollen, die zwischen Juni 1942 und März 1943 von hier aus in das Konzentrationslager Belzec geschickt wurden. Außerdem erinnern sie an die Jüdische Kampforganisation ŻOB, – eine jüdische Widerstandsorganisation, die sich nach dem Warschauer Vorbild während dieser Zeit bildete. Am 22. Dezember 1942 holten sie zu einer groß angelegten Aktion aus, in der sie mehrere Wehrmachts- und SS-Garagen in Brand steckten und deutsche Offiziere angegriffen. Die Täter wurden noch in derselben Nacht gefasst und 10 von ihnen hingerichtet.

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Oskar Schindlers Emaillefabrik

Ein weiterer Ort, der an diese tragische Zeit der Krakauer Geschichte erinnert ist Schindlers Emaillefabrik. Er stand als letzter Punkt auf meiner Tagesordnung für diesen Tag. In dem Verwaltungsgebäude der ehm. Emaillegefäßfabrik von Oskar Schindler befindet sich heute ein Teil des Historischen Museums der Stadt Krakau. Berühmtheit hat Schindler durch Steven Spielbergs Film „Schindlers Liste“ erlangt, der auch an einigen Originalschauplätzen in Krakau gedreht wurde. Während des Zweiten Weltkriegs rettete er gemeinsam mit seiner Frau etwa 1200 Juden das Leben, indem er sie in seiner Fabrik arbeiten ließ und damit vor dem Konzentrationslager bewahrte. Wer den Film nicht gesehen hat, sollte dies unbedingt nachholen.

Reisebericht Krakau WawelDie Fabrik in der Ulica Lipowa 4 (Lindenstraße) 

Reisebericht Krakau WawelFotos erinnern an die „Schindler Juden“

Wer in dem Museum Informationen über Oskar Schindler oder seine Taten erwartet wird enttäuscht. In der Ausstellung geht es um die Krakauer Geschichte zwischen 1939 bis 1945. Sie handelt von den Einwohnern während des Zweiten Weltkriegs, mit Schwerpunkt auf das Schicksal der Juden im Ghetto und der Zwangsarbeit in Plaszow. Neben Erinnerungen an die sogenannten „Schindler-Juden“, findet man zahlreiche Fotografien, Zeitungen, persönliche und amtliche Dokumentationen und einen interessanten Dokumentarfilm über die damaligen Mitarbeiter Schindlers. In 45 Ausstellungsräumen wird eine einem die tragische Geschichte näher gebracht. Das Lager selbst, welches für die beschäftigten Juden in der Fabrik erbaut wurde, ist heute nicht mehr vorhanden. Dafür kann man ein Blick in das ehm. Büro Schindlers werfen.

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Insgesamt ein sehr interessantes Museum, welches zur Geschichte von Krakau dazu gehört. Einen Besuch kann ich empfehlen, wenn man sich mit der doch sehr bedrückenden Geschichte befassen möchte. Der Eintritt kostet 24 PLN (ca 5,6 €). Wer das Museum besuchten möchte, sollte unbedingt vorab Tickets reservieren. Vor Ort sind selten bis gar keine Tickets mehr zu bekommen. Reservieren kann man diese hier.  

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Ein wenig erleichtert verlasse ich das Museum und begebe mich auf den Rückweg Richtung Altstadt. Bei der Weichsel kann ich noch einen Blick auf die schön beleuchtete Brücke Kładka Ojca Bernatka werfen. Mein Urlaub in Krakau neigt sich langsam dem Ende entgegen. Fazit: Krakau ist eine wunderschöne Stadt und auf jeden Fall einen besuch wert! Sowohl fürs Auge, aber auch kulturell und geschichtlich!

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Essen in Krakau – Teil 2

Eigentlich sind Pierogi ja ein Klassiker in Polen. Und eigentlich hatte ich mir für den letzten Abend noch vorgenommen, welche zu essen. Zeitlich hat es dann aber nicht mehr hin genauen. Da ich aber bereits in Görlitz welche probiert hatte, konnte ich es gerade noch so verschmerzen. Wer die leckeren Teigtaschen in gebraten oder frittiert in herzhaft und süß probieren möchte: Ich habe gelesen, dass es in dem Restaurant Przystanek Pierogarnia die besten in ganz Krakau geben soll! Möchte das jemand noch für mich nachholen?

Während ich im jüdischen Viertel unterwegs war, habe ich mir ein sehr leckeres (und günstiges) Essen im Restaurant Kolanko No 6 gegönnt. Das Frühstücksbuffet muss hier auch sehr lecker sein! Für mich gab es aber a la Cart einen ausgezeichneten Smoothie und leckere, herzhafte Crepes mit Spinat und auf russische Art mit Kartoffeln. Auch ein typisches Gericht in Polen. Das Restaurant ist auch wirklich sehr hübsch eingerichtet! Im Sommer kann man auch im Innenhof gemütlich im Grünen sitzen. Insgesamt eine gute Wahl!

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Siehe auch:
Teil 1 meines Krakau Reiseberichts: Die historische Altstadt
Teil 3 meines Krakau Reiseberichts: Tagestour nach Ausschwitz und Salzbergwerk Wieliczka
Übersichtskarte mit allen genannten Punkten und Route
Hinweis: Alle genannten Unterkünften/Touren/Restaurants/etc. habe ich selbst gebucht und bezahlt. Dies sind lediglich Empfehlungen bzw. Erfahrungsberichte meinerseits und es erfolgte keine Zusammenarbeit mit einer Firma. Ich wurde für die Verlinkung/Werbung nicht bezahlt. Ich bin ein privater Blog und verdiene damit keinerlei Geld. Ich habe einfach nur Spaß am bloggen und reisen und teile dies mit der Welt :-)

Habt ihr noch Fragen? Schreibt mir gern - die Antwort kann aber evtl. ein bisschen dauern ;-) Seid mir nicht böse