Jahresrückblick: Bye Bye 2020, Hello 2021

Es ist Jahresende – also Zeit für einen Jahresrückblick!

Das war 2020

Ahahahahahahahaaha… Da weiß man nicht, ob man lachen oder weinen soll, oder? Ja, unter welchem Motto stand dieses Jahr? – Corona! Das war wirklich ein verrücktes Jahr, – und auch wenn es sicherlich nicht das beste war, möchte ich an dieser Stelle trotzdem dankbar sein. Aktuell ist alles nicht so wirklich optimal, aber ich kann mich im Großen und Ganzen nicht beklagen. Meine Familie und Freunde sind gesund, ich bin gesund. Keine größeren Dramen. Ich habe im Job mehr Arbeit als ich derzeit bewältigen kann, sitze aber bequem und safe in meinem Home Office. Tatsächlich hatte Corona für mich aber auch ein paar Vorteile: ich hatte mehr Zeit für div. Projekten zuhause und habe sogar angefangen meine Wohnung zu renovieren (wie so gefühlt jeder…). Meine Netflix Watchlist ist jetzt auch deutlich kürzer als vorher (das wollte ich jetzt nicht als Vorteil nennen, aber passt hier gerade hin…).

Reisemäßig war es dieses Jahr natürlich schwierig – Überraschung -, aber das ist bei einer weltweiten Pandemie nicht meine erste Priorität. Ich hab trotzdem ein paar Sachen gemacht – dazu später aber mehr. Da es auch weniger zu schreiben gab, habe ich mir zwischendurch auch mal eine Auszeit vom Bloggen gegönnt. War auch mal nicht schlecht. Lange Rede, kurzer Sinn: die Liste dieses Jahr ist deutlich kürzer geworden, das ist aber nicht so tragisch. Ich wollte ja eh, weniger reisen …. (Vielen Dank für deine Unterstützung, aber du bist etwas übers Ziel hinaus geschossen, Corona).

Chrisha renoviert daheimIm Hause Chrisha wurde dieses Jahr gestrichen

Mein Jahresanfang 2020 – Schnee und Nebel 

Begonnen hat das Jahr noch völlig unschuldig, man blickte voller Enthusiasmus in die Zukunft. Corona lag noch (gefühlt) in weiter Ferne. Mein (Reise-)Jahr hat mit einer Wanderung zur Gotthardruine begonnen. Damit habe ich sozusagen, meinen bayerischen Odenwald Reisebericht vervollständigt. Eine entspannte Wanderung durch den nebligen Januar. Guter Start. 

Chrisha wandert zur Gotthardsruine

Ende Januar ging es dann auf meine erste Reise – und zwar mal wieder ins Allgäu, wo ich mir ja gern meine jährliche Portion Schnee abhole. Dort ging es mit der Wildnisschule Allgäu in die verschneite Natur, wo wir uns unser eigenes Iglu gebaut haben. Was für ein mega cooles Erlebnis! Ich habe mal wieder festgestellt, was für eine unfassbare Lusche ich bin und hatte mir vorgenommen, dieses Jahr wieder mehr Sport zu machen (bitte merken, das wird später noch wichtig). Naja, wir hatten ein schönes Wochenende, auch wenn das Ende doch recht abrupt kam… Haha.

Chrisha baut ein Iglu ... oder versucht es zumindest...

Mein Frühjahr 2020 – Haarscharf an „Corona“ vorbei geschlittert

Im Februar bin ich dann zu meinem großen Jahresurlaub aufgebrochen: 3 Wochen Indien und Nepal. Corona wurde schon langsam Thema, aber ich habe noch laut gelacht und es ehrlich gesagt noch nicht so wirklich ernst genommen. Naja, zumindest ging es zunächst nach Indien, wo ich mich einer Reisegruppe angeschlossen habe und durch den Nord-östlichen Part des Landes gereist bin. Mega schönes Land, mega schöne Reise! Danach ging es weiter nach Nepal, was ich, glaube ich, sogar noch besser fand als Indien – aber eigentlich waren beide einfach mega schön, wenn auch etwas zu stressig für meinen Geschmack. Eines meiner Highlights war das Paragliding, zu dem ich mich trotz Höhenangst überwinden konnte. 

Chrisha in Indien und Nepal

Gegen Ende der Reise wurden die Stimmen aus der Heimat immer lauter, die über die absurde Situation in unseren Supermärkten berichteten. Wer hat das ganze Klopapier und die ganzen Nudeln gekauft? (Jetzt mal ehrlich) Ich wurde langsam nervös, aber die Heimreise war bereits in Sicht. Der Rückflug war stressig, aber ich habe es noch nach Hause geschafft. Ein paar Tage später wurden die Grenzen dicht gemacht. Puuuh. Tatsächlich hatte ich mit dieser Reise gleich 3 mal Glück gehabt: 1. Ich konnte meine Reise problemlos starten und beenden. 2. Eiiigentlich wollte ich dieses Jahr nach China reisen, aber da Indien/Nepal günstiger war (hust), hatte ich mich erstmal dafür entschieden. 3. Eiiiiiigentlich wollte ich erst Anfang/Mitte März fliegen und wäre damit mitten in den ersten Lockdown geschlittert, evlt. noch hin gekommen…, aber da meine Arbeitskollegin da schon Urlaub eingereicht hatte und ich als Vollzeit Arbeitnehmer nicht machen kann was ich will, habe ich meinen Urlaub nach vorne verschoben. Ich würde sagen: Danke, Danke und Danke. 

Naja.. vom Urlaub ging es mehr oder weniger direkt ins Home Office. Zwei Reisen habe ich an dieser Stelle abgesagt: einmal ein City Tripp nach Leipzig und ein kurzer Roadtrip nach Holland/Belgien. 

Mein Sommer 2020 – Lockdown und wandern

Ich hab meine Lockdown-Zeit mit zocken und Filme & Serien gucken verbracht. Ich hab mich zuhause vergraben – denn in mir lebt nicht nur die Outdoor-Chrisha, sondern auch die Introvertierte-Nerd-Chrisha. Nachdem ich eine gefühlte Ewigkeit das Haus nicht verlassen habe, habe ich mich dann doch mal wieder zu einer Wanderung aufraffen können: der Nachtigallenweg im Kühkopf. War sehr schön, entspannend und ruhig. 

Chrisha wandert den Nachtigallenweg

Im Sommer war eigentlich auch noch ein Besuch in Frankreich angedacht (Narf, meine Ardenne Beitrag Teil 2 sollte eigentlich kommen), aber den haben wir abgesagt, auch wenn die Grenzen sich langsam wieder öffneten. Ich bin in der Zeit wieder häufiger wandern gegangen, aber habe die Kamera zuhause gelassen. Als nettes 2020-Goodie gab es dann noch einen Tennisarm obendrauf und damit war der Sommer/Herbst für alle weiteren kreativen/handwerklichen Tätigkeiten durch. Ja, nein, so viel mehr habe ich auch nicht gezockt, hatte mir aber vorher den Arm gezerrt, so nahm das Unglück wohl seinen Lauf.  Ja.. äh.. Danke dafür… Nicht.

Chrisha wandert in heimatlichen Gefilden umher

Geplagt mit dem Tennisarm und einem langsam immer irrer werdenden Blick, musste ich mir was neues zur Beschäftigung suchen. Irgendwie ist wandern dieses Jahr so zu meinem Ding geworden. Ich wollte unbedingt wieder mehr campen gehen und Mehrtageswanderungen machen. Angefangen habe ich mit einem Wochenende in Bernkastel-Kues, wo es abwechselnd Regen ohne Ende gab oder Sonne des Todes. Nicht so Ideal, aber Spaß hat es trotzdem gemacht und das mit dem Campen wird definitiv weiter verfolgt. 

Chrisha campt in Bernkastel-Kues

Mitte des Sommer ging es dann für eine Nacht in ein Baumhaushotel. Gebucht hatten wir es schon lange vor Corona und haben uns dann entschlossen es trotzdem zu machen. Wir waren alleine in einem Baumhaus, haben kaum jemanden gesehen und die Leute von der Orga haben sich um gute Hygienerichtlinien gekümmert – also haben wir uns getraut und es war ein sehr schönes, entspanntes Wochenende inmitten von Grün. Ein toller Ort um einfach mal aus dem Alltag raus zukommen – kam genau zur richtigen Zeit!

Chrisha in einem Baumhaus

So. Für September hatte ich ein paar Tage am Bodensee gebucht – auch schon vor Corona (ja, haha, ich bin Frühbucher). Ich war dann etwas hin und her gerissen, hatte mich dann aber auch dazu entschieden diese Reise anzutreten. Das war mein erstes mal Bodensee und ich war begeistert! Ich hatte nicht nur tolles Wetter, auch die Landschaft und die Orte, die ich mir angesehen haben, waren einfach nur grandios. Heldenhaft, wie ich bin, habe ich meine Reise aber genau auf die letzte Sommerferien Woche von Baden-Württemberg und Bayern gelegt und dank des guten Wetters, sind die ganzen Leute ausgerastet und mir wurde es dann doch etwas zu voll. Das war nicht so optimal, aber ich habe versucht mich eher auf die Ziele an der frischen Luft zu beschränken. Lange Rede, kurzer Sinn: Bodensee, ich komme mit Sicherheit wieder!

Chrisha im Bodensee, oder besser am Bodensee...

Mein Herbst 2020 – Es wird weitergewandert

Der Herbst stand dann schließlich vor der Tür. Scheinbar hatte ich zu viel über meinen Tennisarm gejammert, das mein Rücken sich offenbar vernachlässigt fühlte. Eine Woche vor meinem jährlichen Ausflug in die Sächsische Schweiz, hat es mir dann auch nochmal den Rücken zerfetzt. Auauauaua. Warum? Vermutlich weil ich ein faules Stück bin und kein Sport gemacht habe. Habe ich immer wieder erwähnt, dass ich Sport machen sollte? In div. Blogeinträgen? – Ja. Hat mein Körper mich immer wieder höflich darauf hingewiesen, dass ich es trotzdem nicht tue? – Ja! Habe ich es gemacht? -NEIN! Tja, was soll ich sagen. Ich bin eben nicht so ganz lernfähig. Nennt mich Rentner-Krüppel-Chrisha.

Aber hier geht es nicht um die Leiden der alten Chrisha, sondern um die Reisen. Ich habe mich trotz Rückenschmerzen gen Osten gequält. Auf meinem Weg habe ich noch am Felsenlabyrinth Luisenburg einen kurzen Zwischenstopp gemacht. Sehr schöner Ort! Tolle Wanderung! Von da aus ging es dann in die Sächsische Schweiz, wo es nass und neblig war und mein Rücken nicht besonders begeistert war, ich es aber trotzdem genossen habe. Ha! Es war ein wunderschönes Wochenende (und für alle, die es interessiert, mein Rücken hat sich danach auch wieder eingekriegt.)

Krüppelrücken Chrisha in der Sächsischen Schweiz

So eine richtige Herbstwanderung hat dieses Jahr nicht geklappt, aber im November bin ich nochmal ausgezogen, um etwas in der Heimat wandern zu gehen. Im darmstädter Umfeld ging es zu der Menhiranlage, die ich auch schon seit ner halben Ewigkeit erkunden wollte. Das Wetter war spontan so gut, dass ich an dem Tag einfach nicht anders konnte, wie meine Wanderschuhe zu schnüren. Und es war noch herbstlich genug, um es als Herbstwanderung abzutun, finde ich. 

Chrisha wandert durch Darmstadt

Weihnachtszeit 2020 – Es geht auch mal ruhig

Und ehe man sich versah, war das Jahr schon wieder (fast) rum. Verrückt. Während des ersten Lockdowns dachte ich, dieses Jahr würde nie rum gehen und jetzt haben wir schon Dezember. Meine Weihnachtszeit war dieses Jahr sehr ruhig – was mir überhaupt nicht unrecht war. Ich habe Plätzchen gebacken, hart gechillt und ein paar Geschenke gebastelt. Vereinzelt mal Leute gesehen, um doch das ein oder andere vielleicht Weihnachtlichestimmungsverbreitetene Paket zu verteilen. Für mich mein absoluter Home-Office-Favorit dieses Jahr: wenn ich arbeiten muss und es ist morgens vereist, muss ich nicht kratzen, weil ich nicht raus muss! Yes. Es sind die kleinen Dinge im Leben… 

Für ein bisschen Weihnachtsmarktfeeling ging es gut einpackt mit Glühwein, gebrannten Mandeln und Plätzchen nach Worms. Wir haben uns die Stadt angeguckt, waren am Ende vielleicht etwas angetrunken, aber sehr zufrieden. 

Chrisha in Worms

Die Idee mit dem „Weihnachtsmarkt to Go“ fand ich ganz gut, also bin ich noch mit einer anderen Freundin wandern gegangen. Ohne Kamera, da die Wanderung selbst nicht so spektakulär war, aber am Ende wurden wir noch mit einem wunderschönen Sonnenuntergang verabschiedet. Naja, und wir mussten dann im Dunklen die letzten Meter bis zum Ende laufen, weil wir natürlich zu viel gequasselt und getrunken haben.

Das war mein Jahr gewesen. Weihnachten habe ich im kleinen Kreis (mit selbstauferlegter Quarantäne vorher um halbwegs sicher zu sein) verbracht und auch Silvester wird alleine zelebriert – gut, letzteres hat nichts mit Corona zu tun, aber passt zum Thema. 

Sonnenuntergang FTW

Das wars, wir hatten genug 2020 – es wird Zeit für 2021

In ein paar Tagen ist also dann also da: 2021. Ich ersehne es herbei, da die letzten Wochen auf der Arbeit unglaublich stressig waren und ich „durch“ bin für dieses Jahr. Naja, nicht das sich aufgrund der Jahreszahl am Ende des Datums irgendwas ändert, aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zu Letzt. Trotz des ganzen Dramas blicke ich hoffnungsvoll in die Zukunft und wir harren mal der Dinge, die da noch kommen werden. Ob ich schon Pläne habe fürs neue Jahr? Natürlich habe ich die. Ich wäre nicht ich, wenn ich nicht schon Pläne und Ideen für die nächsten 5 Jahre hätte. ABER.. aktuell gibt es noch nichts konkreteres (und auch noch nichts gebuchtes). Wir werden sehen…

Was habe ich mir für nächstes Jahr vorgenommen:? Jetzt darf nochmal jeder lachen: Wie sollte es auch anders sein, natürlich nehme ich mir fürs neue Jahr wieder vor, mehr Sport zu machen. Wir werden sehen, was ich nächstes Jahr an dieser Stelle schreiben werde, ahahaha. Aber inzwischen ist es aber echt dringend nötig, und evtl. habe ich mir schon ein fieses Ziel als „Motivation“ raus gesucht, nur bleibt abzuwarten, ob es möglich sein wird. Mh, ich schweife ab. Ich werde mir vielleicht hier und da eine Auszeit vom bloggen (also, nicht dass das so wirklich eine freiwillige Entscheidung ist) nehmen und mich auch wieder mehr meinen kreativen Hobbies widmen – der Tennisarm ist auch fast weg. 

Mit diesen Worten verabschiede ich mich für dieses Jahr. Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr und das Ihr und eure Lieben gesund bleibt.

Stay safe. 

Hinweis: Alle genannten Unterkünften/Touren/Restaurants/etc. habe ich selbst gebucht und bezahlt. Dies sind lediglich Empfehlungen bzw. Erfahrungsberichte meinerseits und es erfolgte keine Zusammenarbeit mit einer Firma. Ich wurde für die Verlinkung/Werbung nicht bezahlt. Ich bin ein privater Blog und verdiene damit keinerlei Geld. Ich habe einfach nur Spaß am bloggen und reisen und teile dies mit der Welt :-)

Habt ihr noch Fragen? Schreibt mir gern - die Antwort kann aber evtl. ein bisschen dauern ;-) Seid mir nicht böse