Indien 5 – Das Taj Mahal in Āgra

An diesem Tag stand das weltberühmte Taj Mahal in Agra auf unserem Programm. Ist es sehenswert oder doch nur eine überfüllte Touristenfalle..?

Auf dem Weg nach Agra

Zunächst müssen wir aber von Jaipur nach Agra kommen und das machen wir natürlich wieder mit dem Zug. Meine Zimmergenossin musste sich in der Nacht schon übergeben und mir schwante nichts gutes. Bisher blieb unsere Gruppe von irgendwelchen Magen-Darm Geschichten verschont, aber irgendwo muss es ja den Anfang nehmen, oder? Die Zugfahrt selbst war nicht besonders spektakulär. Wir waren wieder in der etwas besseren AC CHAIR CAR-Klasse Unterwegs. Die Fahrt dauerte etwa 4 Std. 

Reisebericht Indien Agra Am Bahnhof in Jaipur

Kaum, dass wir Agra erreicht haben – der Zug war schon in die Stadt eingefahren, aber noch am rollen – merke ich, wie ich bestialischen hunger bekomme. Da das Essen hier meistens viel zu scharf für mich ist, hatte ich in den letzten Tagen tatsächlich nicht viel gegessen und nun war wohl der punkt erreicht, wo mein Magen rebellierte. Ich schob mir also eine Reiswaffeln rein (ich hatte mir schon gedacht, dass das Essen nicht meins sein wird und ein paar Snacks von zuhause mitgebracht) und hoffe, dass das Thema damit vorerst erledigt wäre. Aber nein. Mein Magen grummelte und ich fühlte mich nicht so gut. 

Mit dem Taxi ging es dann vom Bahnhof zum Hotel. Der Taxi Fahrer versuchte das beste, meinem Magen den Rest zu geben und ich musste mich wirklich konzentrieren, dass mir nicht noch schlechter wird. Ich weiß nicht, wie ich es geschafft habe, aber ohne mich zu übergeben, bin ich im Hotel angekommen. Ich freute mich schon auf mein Zimmer und etwas ruhe. Dann teilte man uns aber mit, dass unser Zimmer noch nicht fertig wäre und wir ein bisschen warten müssten. Da war es dann vorbei. Ich ging aufs Rezeptionsklo und die Reiswaffel suchte sich ihren Weg nach draußen. Reizend. 

Reisebericht Indien AgraUnterwegs im Zug – schon recht komfortabel

Kurz darauf dürfen wir in unser Zimmer und eigentlich ging es mir inzwischen wieder gut. Da es gerade mal Mittag war, ziehen wir los um etwas zu essen. Ich habe so gar keine Lust auf essen, aber gleichzeitig habe ich einen mega hunger. Tolle Kombination. In dem Restaurant bestellte ich dann nur Reis um meinen Magen nicht unnötig zu provozieren. Der Reis ist zwar nicht scharf (wuhu!), aber leider auch nicht lecker. Vielleicht lag es auch an meiner Appetitlosigkeit, aber ich kriege nur ein paar Bissen rein. 

Ich ziehe mich nach dem Essen auf mein Zimmer zurück. Meine Zimmergenossin war seit der Nacht auch stabil geblieben, aber es ging ihr insgesamt auch nicht so gut. Also saßen wir da in unserem Zimmer und wir litten vor uns hin. Ich hatte leider immer noch einen saumäßigen hunger und war gleichzeitig appetitlos. Also bestellte ich mir im Hotel eine Portion Pommes und hoffe, dass mich frittierte Kartoffeln zum Essen bewegen können. Nicht so wirklich. Ein paar gehen rein, aber das war es auch schon. Immerhin bleiben sie drin. 

Zum Sonnenuntergang ans Taj Mahal

Abends wollten wir zum Taj Mahal View Point um das Taj mit einem Sonnenuntergang zu sehen. Mir geht es inzwischen wieder etwas besser, also beschließe ich mit zu kommen. Hier gibt es einen Garten, der 500INR (ca 6 Euro) kostet und ein „Weg“ der 200 INR  (ca 2,40 Euro) kostet. Ich hoffe ich habe es richtig verstanden. Der Garten sah nicht besonders spektakulär aus und war hinter dem Weg. Von dem Weg aus hat man eine bessere Sicht auf das Taj Mahal, aber wirklich zu sehen gibt es hier nicht viel – wirklich nur das Taj Mahal. Kann man schon machen, kann man sich aber auch sparen. Außer, man hat wirklich einen mega schönen Sonnenuntergang oder tolles Wetter und möchte schicke Fotos machen. Der Sonnenuntergang ließ bei uns auf sich warten – wir warten immer noch. Aber trotzdem war es ganz schön. Da ist es also, das weltberühmte Taj Mahal!

Reisebericht Indien AgraSchon ne ganz schicke Aussicht auf das Taj

Reisebericht Indien Agra Der Sonnenuntergang lässt leider auf sich warten

Ich merke, wie mir wieder schlecht wird. Während die anderen noch in ein Restaurant fahren, zieht es mich zurück ins Hotel. Zu meiner Zimmergenossin, die dort geblieben ist, weil es ihr immer noch nicht so gut ging. Sie will gerade essen bestellen, als ich ankomme und so beschließen wir uns gemeinsam einen gemütlichen Abend zu machen. Ich bestelle mir gebratene Nudeln (Chowmein – auch sehr populär hier!) und bete, dass sie nicht scharf sein werden. Natürlich waren sie trotzdem scharf, aber es war irgendwie noch essbar. Also möchte ich jetzt endlich meinen nicht stillbaren Hunger besänftigen, aber nach zweimal in den Nudeln rum stochern, mag ich schon wieder nicht mehr. Mäh. Ich möchte mich am liebsten auf meinem Bett zusammenrollen und nichts mehr tun, aber ich raffe mich für eine Dusche auf. 

Reisebericht Indien AgraBesonders gut hat mir Verbrennungsanlage (??) direkt neben dem Taj gefallen – passt gut ins Bild

Diese Dusche war die beste Dusche, die ich auf meiner ganzen Reise hatte. Eine stabile Wassertemperatur kann schon Glücksache sein (meistens ist es eiskalt oder kochendheiß), meistens gibt es auch keine richtige Dusche und dann ist das ganze Bad geflutet und der Wasserdruck und -strahl war häufig auch nicht so optimal. Aber das gehört zu Indien dazu und ist vollkommen ok. Diese Dusche war aber perfekt. Es war eine Dusche mit Wanne, das Wasser war angenehm warm und der Wasserdruck perfekt. Das Hotel war absolut unspektakulär und langweilig, aber die Dusche war grandios. Naja, beenden wir mal die Lobpreisungen dieser Dusche. Danach ging es mir so gut, dass ich dachte, jetzt wird es klappen. Ich beschloss mir 5 ordentliche Gabeln von den gebratenen Nudeln rein zuschieben und dann schlafen zu gehen. Ich kam bis zur 4ten Gabel bis ich merkte, dass das alles wieder raus möchte. Und zwar sofort. Dummerweise war meine Zimmergenossin gerade im Bad. Ich klopfte an die Tür, aber natürlich konnte sie so schnell nicht reagieren. Ich guckte mich verzweifelt um, sah einen Mülleimer und übergabg mich in einigen gezielten und üppigen Strahlen in diesen Eimer. Dummerweise hatte dieser Eimer Löscher…. Naja, danach habe ich erstmal etwas geputzt und bin dann beschämt schlafen gegangen. ABER.. mir ging es dann wieder gut! Grummelnd ziehe ich parallelen, dass ich mich am neuen Weltwunder Taj Mahal übergeben musste, genauso wie ich mich am neuen Weltwunder Machu Picchu übergeben musste – die beiden einzigen Male bisher auf meinen Reisen. Ich hoffe, das wird kein Trend, Haha.

Jetzt aber wirklich zum Taj Mahal

Am nächsten Morgen klingelt mein Wecker um die unmenschliche Uhrzeit 4.45 Uhr. Wir haben entschlossen pünktlich zur Öffnung des Taj Mahals da zu sein, damit der Einlass nicht so stressig wird und weniger los ist. Tagsüber ist das Gelände natürlich sehr überfüllt. Tickets kaufen kann man ab 6 Uhr. Es gibt insgesamt 3 Eingänge: den Südeingang, welcher am leichtestens vom Stadtteil erreicht werden kann, dann noch der Osteingang, wo die Schlangen häufig am kürzesten sein sollen und der Westeingang, der tagsüber sehr überfüllt sein soll. Die Tickets können nicht direkt beim Einlass gekauft werden, sondern müssen über einen sepraten Ticketschalter erworben werden.

Der Eintritt kostet 1.300 INR (ca 15 Euro) für Ausländer und ist für 3 Std. gültig. Getrackt wird dies über einen Coin, den man zum verlassen des Geländes benötigt. Im Inneren sind keine Bücher, Essen und Flüssigkeiten erlaubt (Wasser und Desinfektionsmittel ausgenommen), aber auch kein größeres Fotoequipment, wie ein Stativ oder Schreibutensilien. Ein Fotoapparat und ein Handy dürfen aber mit rein genommen werden. Größere Rucksäcke sollten auch nicht mitgenommen werden – es sind nur kleinere Taschen erlaubt. Nach dem Einlass gibt es verschiedene Kontrollen und auch das Gepäck wird komplett durchleuchtet.

Reisebericht IndienDas Taj Mahal ist nicht nur sehr beeindruckend, es ist auch verdammt fotogen

Reisebericht Indien AgraSeht euch diese prächtigen Details an!

Wir waren überpünktlich da und mussten einige Zeit in der Schlange warten, dafür waren wir relativ weit vorn und kamen dann auch recht schnell rein, nachdem das Gelände geöffnet wurde. Es beginnt zu dämmern, als wir drin sind und zusammen mit dem Taj können wir den Tag begrüßen. Es ist noch etwas neblig/diesig. Über das Great Gate betreten wir das eigentliche Gelände, wo auch das Taj Mahal steht und können es in seiner ganzen Pracht gewundern. Da sind wir also nun! Heute kann ich das beeindruckende Gebäude auch mehr appreciaten – mehr als Gestern mit meinem grummeligen Magen.

Aber erstmal etwas zum Taj Mahal selbst: Es gehört zu den neuen sieben Weltwundern und steht seit 1983 in der Liste des UNESCO Weltkulturerbes. Es ist nicht nur das Wahrzeichen Indiens, es gehört zu den schönsten und bedeutendsten Beispielen des Mogulstils. Es ist ein beliebtes Ziel bei frisch Vermählten indischen Eheleuten, da es als ein einzigartiges Symbol der Liebe steht und die gegenseitige Liebe der Besucher dauerhaft machen und bestärken soll. Außerdem wird das Taj Mahal als Gebetsstätte von muslemischen Bürgern genutzt.

Reisebericht Indien AgraDas Great Gate und viele Besucher

Aufgrund von Luftverschmutzung, saurem Regen und Vandalismus litt das weiße Marmor des Gebäudes erheblich. Dem Vandalismus wird durch die Sicherheitskontrollen vorgebeugt. Um die Luftverschmutzung um das Taj zu verbessern, dürfen seit 1994 nur noch Fahrzeuge, die die Luft nicht verschmutzen bis 500m – später sogar nur noch 2 km –  an das Gebäude heran. Außerdem wird das Gebäude rund um die Uhr von Soldaten bewacht und in seinem Umkreis wurde ein Flugverbot erlassen.

Reisebericht Indien AgraOhne seine 4 Türme wirkt das Taj Mahal allerdings etwas unvollständig

Reisebericht Indien Agra

Aber jetzt doch noch ein bisschen etwas zur Geschichte: Es wurde von 1631 bis 1648 errichtet. Der Mogul Herrscher Shah Jahan liess es zu Ehren seiner Frau errichten, die 1631 bei der Geburt ihres 14. Kindes verstarb. Der Mogul hatte viele Frauen, aber dies war ganz offensichtlich seine Lieblingsfrau und so wurde das Taj Mahal zu einem Zeichen der Liebe. Über 20.000 Handwerker waren an seinem Bau beteiligt. Es wurde nicht nur weißes Marmor aus Jaipur verarbeitet, auch schwarzes und gelbes Marmor und 28 verschiedene Arten von Edelsteinen und Halbedelsteinen aus vielen Gebieten Asiens, die in das Marmor eingesetzt wurden.

Reisebericht Indien AgraAlle wollen zum Taj Mahal

Wir betreten wie gesagt, das Gelände über das Great Gate und haben von hier aus direkt die grandiose Aussicht mit Wasserbecken auf das Taj Mahal. Die Rasenflächen rund um den Taj Mahal dürfen natürlich nicht betreten werden. Neben anderen Besuchern gibt es auch zahlreiche selbsternannte Guides und Fotografen. Insbesondere letztere wollen unbedingt die grandiosesten Fotos von dir machen und sich das natürlich bezahlen lassen. Wir sind zum Glück selbst gut ausgestattet.

Wir schlendern zunächst parallel zum Wasserbecken Richtung Taj Mahal. Das Mausoleum steht auf einer 100 mal 100m großen Marmorplatte und ist 58m hoch, sowie 56m breit. Ganz am Ende des Geländes hat man einen schönen Blick auf die Umgebung (z.B. den Sunset Point, den wir am Vorabend besucht hatten) und den Fluss Yamuna. Um das Mausoleum herum befinden sich 4 Minaretten, die absichtlich leicht geneigt gebaut wurden, damit diese bei einem Erdbeben nicht auf das Mausoleum selbst stürzen.

Reisebericht Indien AgraDas Taj Mahal ist beeindruckend, aber das Great Gate macht auch eine schöne Figur

Reisebericht Indien AgraDas Taj Mahal ist ein Gebäude mit persischer Architektur und indischen Elementen 

Das Mausoleum selbst kann auch besichtigt werden. Man zieht die Schuhüberzieher an, die man am Anfang bekommen hat. Fotografieren ist im Inneren verboten. Man läuft einen Weg lang und kommt auf der anderen Seite wieder raus. Das Innere fanden wir tatsächlich gar nicht so beeindruckend, viel spannender war das Mausoleum von Außen mit seinen zahlreichen hübschen Details.

Reisebericht Indien Agra

Reisebericht Indien AgraDas prächtige Eingangstor des Taj Mahals

Reisebericht Indien AgraRund um das Mausoleum kann man sich frei bewegen und auch einen Blick auf den Fluss Yamuna werfen

Reisebericht Indien AgraUnd hier nochmal das Mausoelum mit Minaretten im Gesamtbild – ist schon mega schön, oder?

Das Mausoleum wird von zwei kleineren Gebäuden flankiert. Auf der rechten Seite befindet sich das Mehmaan khana – das ursprüngliche Gästehaus -, und links befindet sich die Kau Ban Moschee. Im Gegensatz zum weißen Taj Mahal selbst, sind diese Gebäude aus rotem Sandstein errichtet worden. Zum Besichtigen dieser Gebäude reicht es, wenn man die Schuhe auszieht – diese können an den Eingängen in Fächer abgelegt werden.

Reisebericht Indien AgraDas Gästehaus des Taj Mahal

Reisebericht Indien AgraEin Blick auf das Taj von der Moschee aus

Reisebericht Indien AgraDie Moschee von innen – roter Sandstein mit prächtigen Verzierungen aus weißem Marmor

Zwar ist das Gelände mit seinem 18 Hektar großer Garten nicht gerade klein, aber man kann es bequem in den 3 Std. besichtigen. Letztendlich ist das Taj Mahal nur ein Gebäude und ich war am Anfang etwas unsicher, ob sich dieser Hype lohnt, aber ja, es ist ein verdammt beeindruckendes und wunderschönes Gebäude. Ich freue mich sehr, dass ich die Möglichkeit hatte es zu besuchen und kann einen Besuch auch nur Empfehlen!

Reisebericht Indien AgraDas Taj Mahal besteht übrigens nicht nur aus weißem Marmor: Es wurde aus gebrannten Ziegelsteinen errichtet, die außen wie innen mit weißen Marmorplatten verkleidet sind

Reisebericht Indien AgraHier lasse ich mich auch zu einem Touri Foto hinreißen

Das Agra-Fort

Nachdem Besuch im Taj Mahal ging es zunächst ins Hotel zurück. Um 13 Uhr mussten wir auschecken. Unser Gepäck kam in die Aufbewahrung und wir konnte uns noch etwas die Zeit vertreiben. Wir entschieden uns für einen Besuch im Fort-Agra. Der Eintritt kostet 600 INR (ca 5 €). Man bekommt einen Rabatt von 50 INR, wenn man am selben Tag im Taj Mahal war (daher unbedingt Ticket aufbewahren). 

Das Rote Fort von Agra wurde 1565 errichtet, nachdem die Hauptstadt von Delhi hierher verlegt wurde. Das Fort wurde von einer bis zu 21m hohen Mauer umgeben, deren Bau bereits 1571 abgeschlossen war. Während des 16. und 17. Jhd diente es – mit Unterbrechung – als Residenz der damaligen Moguln. Die Hauptstadt wurde um 1572 nach Fatehpur Sikri verlegt und kurz darauf nach Lahore, bevor sie dann wieder zurück nach Agra verlegt wurde. Zu dieser Zeit wurden dann Erweiterungen am Fort vorgenommen.

Reisebericht Indien AgraDas Agra Fort – ziemlich rot ;-)

Reisebericht Indien AgraDas Fort hat nur zwei Eingangstore: das Delhi-Tor und das Amar Singh Tor

Das Agra Fort liegt auf einem teils natürlichen, teils von Menschen aufgeschütteten Hügel nahe des Flusses Yamuna. Die Festungs- und Palastanlage besteht überwiegend aus rotem Sandstein. Wie auch schon das Rote Fort in Delhi verdankt das Agra-Fort dem roten Sandstein seinen Namen. Später, bei der Erweiterung des Fort wurde überwiegend weißer Marmor mit Verzierungen mit Halbedelsteinen und Glas verwendet. 

1648 wurde die Hauptstadt wieder zurück nach Delhi verlegt und dieses Fort verlor damit an Bedeutung. Heute kann man das Fort z.T. besichtigen – ein Teil des Geländes wird vom Militär genutzt und ist für die Öffentlichkeit geschlossen. Im Inneren befinden sich hübsche Palastbauten, Moscheen und Gärten. 

Reisebericht Indien AgraAuch hier gibt es viele Eichhörnchen

Wir passieren den Eingang und durchschreiten zunächst das Delhi Tor. Eine Rampe führt zum Inneren des Forts. Wir biegen zunächst nach rechts ab und laufen auf das Jahangiri Mahal zu. Es ist möglicherweise das bemerkenswerteste Gebäude des ganzen Forts. Es wurde damals als Palast für die Frauen des königlichen Haushalts genutzt. Vor dem Jahangiri Mahal befindet sich das Hauz-i-Jahangiri – eine riesige Steinschale. Früher wurde es als Badebecken genutzt, welcher aus einem einzigen Stück Stein geschnitzt wurde. 

Reisebericht Indien Agra Das Jahangiri Mahal 

Reisebericht Indien AgraDie Fassade des Jahangiri Mahal hat einige hübsche Details 

Reisebericht Indien AgraDas Jahangiri Mahal von Innen

Reisebericht Indien Agra

Danach geht es weiter – ich vermute, dass sich hier die späteren Erweiterungsbauten des Agra Forts befinden, denn hier findet man vermehrt weiße Marmor Gebäude, anstatt den roten Sandstein Bauten. 

Reisebericht Indien Agra

Reisebericht Indien Agra

Shah Jahan – der auch schon das Taj Mahal erbauen ließ – ließ die Erweiterungen am Fort im 17. Jhd durchführen. Einige Jahre nachdem das Fort fertiggestellt war, wurde er von seinem Sohn vom Thron gestürzt. Danach lebte er bis zu seinem Tod 1666 im Agra Fort als Gefangener. Vom Fort aus hat man eine hübsche Aussicht auf das Taj Mahal – so konnte er zumindest noch das Mausoleum sehen, in dem sich die Überreste seiner geliebten Frau befinden. Nach seinem Tod wurde er ebenfalls in das Mausoleum beerdigt. 

Reisebericht Indien AgraFür einen Gefangenen hatte er zumindest sehr hübsche Gemächer 

Reisebericht Indien AgraDer Blick vom Agra Fort auf das Taj Mahal

Damit war unser Besuch im Agra Fort auch schon beendet. Die Stadt Agra selbst gehört zwar zu den meistbesuchtesten Städte Indien, dies hat sie aber dem Taj Mahal zu verdanken. Die Stadt selbst ist nicht besonders sehenswert. Wer neben dem Taj und dem Fort noch mehr besichtigen will, kann sich vielleicht noch das Baby Taj oder auch Itmad-ud-Daula genannt ansehen. Wir verbrachten unsere letzten Stunden in Agra noch mit etwas Essen und chillen, bevor es Abends mit dem Nachtzug nach Varanasi gehen sollte. Dazu aber im nächsten Beitrag mehr…. 

Siehe auch:
Teil 4 meines Indien Reiseberichts: Die rosarote Stadt Jaipur
Teil 6 meines Indien Reiseberichts: Mutter Ganges in Varanasi
Übersichtskarte mit allen genannten Punkten und Route
Hinweis: Alle genannten Unterkünften/Touren/Restaurants/etc. habe ich selbst gebucht und bezahlt. Dies sind lediglich Empfehlungen bzw. Erfahrungsberichte meinerseits und es erfolgte keine Zusammenarbeit mit einer Firma. Ich wurde für die Verlinkung/Werbung nicht bezahlt. Ich bin ein privater Blog und verdiene damit keinerlei Geld. Ich habe einfach nur Spaß am bloggen und reisen und teile dies mit der Welt :-)

Habt ihr noch Fragen? Schreibt mir gern - die Antwort kann aber evtl. ein bisschen dauern ;-) Seid mir nicht böse