Indien 1 – Durch den Norden Indiens bis nach Kathmandu

Eine neue Reise hatte für mich begonnen und führte mich nach Asien – um genau zu sein in das aufregende Indien – ein Kulturschock vom feinsten!

Namaste – 3 Wochen durch Indien und Nepal

Ja. Mein großer Urlaub dieses Jahr sollte nach Indien gehen – und auch nach Nepal. 3 Wochen führte mich die Route von Delhi nach Kathmandu, mit einigen tollen Zwischenstopps. Insbesondere Indien stand schon länger auf meiner Liste, da ich das Land und die Kultur einfach mal mit eigenen Augen sehen wollte. Indien gehört zu Südasien und nimmt eine Fläche von 3,3 Mio. m² ein – damit ist es 10 mal so groß wie Deutschland! Dementsprechend vielfältig ist dieses Land. Im Norden ragt das Land an das Himalaya Gebirge, ansonsten hat es auch grüne Täler, aber auch Wüsten z.B. im Westen zu bieten und natürlich Meer und Sonnenschein im Süden. Mit etwa 1,3 Milliarden Einwohnern gehört es zu dem zweit bevölkerungsreichste Land der Welt.

Reisebericht IndienEin Besuch am Taj Mahal musste natürlich auch sein

Gegrüßt wird mit „Namaste“ und die beiden Handflächen werden zusammengelegt – eine Geste, die an eine Gebetshaltung erinnert. Gestartet ist meine Tour in Dehli, über Pushkar und Jaipur – natürlich durfte auch ein Zwischenstopp in Agra nicht fehlen – und Varanasi. Von dort aus ging es nach Nepal weiter. Ich hatte tatsächlich sehr viel Respekt vor diesem Land und meiner Reise dorthin. Und ja – es ist tatsächlich sehr anders als zuhause: so viel Lärm und Smog, aufdringliche Menschen/Verkäufer/Bettler. Delhi war definitiv eine andere Welt, die mich – obwohl ich es ja schon wusste – hart erwischt hat. Kulturschock. Verstopfte Straßen, Staus, hupende Autos, so viel Armut. Kühe mitten auf der Straße (und deren Hinterlassenschaften). Anstrengend. Aber auch aufregend, spannend und wunderschön. Letztendlich habe ich nur einen kleinen Teil von Indien bereist – es gibt so viel mehr noch zu entdecken und gerade der Süden sollte etwas entspannter sein. 

Reisebericht IndienWunderschöne Architektur in Indien….

Reisebericht Indien… manchmal ist es aber auch etwas weniger schön

Dieses mal wollte ich etwas neues ausprobieren beim bloggen und habe alle Infothemen in diesem Bericht zusammengefasst, anstatt diese wie sonst auf die unterschiedlichen Berichte zu verteilen. Manchmal sind sie doch recht lang geworden. Wer sich also nicht für mein allgemeines Geblubber interessiert – nächste Woche starten die normalen Reiseberichte! Vieles was ich hier schreibe, trifft auch auf Nepal zu, aber dazu werde ich in meinem ersten Nepal Beitrag näher eingehen. Btw. Gereist bin ich mit einer Reisegruppe, dementsprechend waren Route und Unterkünfte vorgegeben.

Zeit für ein paar Fakten:

  • Hauptstadt: Neu-Delhi
  • Sprache: Hindi & Englisch, 21 weitere Amtssprachen auf regionaler Ebene
  • Einwohner: 1.368.738.000
  • Währung: Indische Rupie (INR)
  • Strom: 230-240 Volt, Typ C, D und M möglich (wobei ich in jedem Hotel mind. einen Anschluss für den normalen C Stecker finden konnte)
  • Zeitumstellung: MEZ  + 4,5 Std (oder +3,5 Std während der Winterzeit)
  • Beste Reisezeit: Norden & Westküste: Oktober bis März, Süden: Dezember bis Februar

Indien

Einreise & Visum

Indien mag es bei vielen Sachen nicht so genau nehmen – beim Visum wird es aber ernst. Denn dieses muss vorab beantragt und korrekt ausgefüllt werden. Inzwischen gibt es für Touristen das Touristenvisum und das e-Visum. Wer für das e-Visum in Frage kommt, sollte sich für dieses entscheiden, denn es geht schneller, ist günstiger und kann komplett online beantragt werden. Es gibt verschiedene Kriterien, ob man für das e-Visum in Frage kommt, das Entscheidene ist wohl aber die Einreise: Diese muss über über einen der folgenden 28 Flughäfen erfolgen (oder über einen von 5 Seehäfen). Der Flughafen Delhi ist natürlich dabei, also kam das e-Visum für mich in Frage. Bei mir ging alles recht schnell: nach 3-4 Tagen hatte ich das Visum erhalten. Die Gebühr habe ich per Paypal bezahlt.

Reisebericht Indien Herzlichen Glückwunsch – ein Visum, inkl. sau dummen Foto :-D

Schon beim Check-in am Frankfurter Flughafen wurde ich nach meinem Visum, aber auch nach meinem Rückflug gefragt (genaugenommen wurde ich beim Check-In, bei der Kontrolle und beim Boarding gefragt – die meinen es wirklich ernst!). Ich hatte das Visums-Dokument in Farbe ausgedruckt. Mehrfach – so paranoid wie ich bin, habe ich natürlich noch eine Kopien dabei gehabt. Und Online hätte ich es auch noch gehabt. Na gut.

Reisebericht IndienDas typische süd-ost asiatische Kabelgewirr gitb es auch hier

Geflogen bin ich übrigens mit Air India. Viele haben mir einen grauenhaften Flug prophezeit, aber mein Fazit ist positiv: Air India kann man schon machen. Natürlich keine Luxus Airline, aber wer will das schon bezahlen?! Ich hatte Beinfreiheit, Multimedia Programm und das Essen war genauso gut/schlecht wie auf anderen Flügen auch. Geflogen bin ich von Frankfurt nach Delhi, was etwa 7 ½ Std gedauert hat. Bei Ankunft bei der Immigration musste ich mein Visum (& natürlich Reisepass) vorzeigen, dazu wurden noch Biometrischen Daten (Computerfoto & Fingerabdrücke) aufgenommen und schon war ich drin!

Wer das mit dem Visum nochmal genau nachlesen will, kann hier einen Blick drauf werfen. Mir hat die Anleitung sehr geholfen! Preise stehen auch dabei.

Sicherheit in Indien

Verhalten

Einer der Fragen die man sich vor einer Indien Reise stellen kann ist: wie sicher ist es in Indien? Insbesondere für Frauen? Ich kann dazu nur sagen, dass ich mich nie unsicher gefühlt habe. Niemand hat mich belästigt (außer natürlich Verkäufer, Taxifahrer und andere Gestalten, die etwas von mir wollten – die man aber eben vom Reisen in solche Länder kennt, die aber nicht weiter gefährlich sind ;) ) oder ist mir in irgendeiner anderen Form zu nahe gekommen. Ich wurde schon recht häufig angesprochen, aber das konnte ich immer höflich und bestimmt ablehnen. Natürlich gibt es ein Problem mit Straßenkriminalität – aber das kann einem letztendlich überall passieren. Ich habe auf meine Wertsachen geachtet – Reisepass hatte ich tatsächlich fast immer mit dabei, da wir nicht immer einen Safe hatten, aber in einem Brustbeutel unter meiner Kleidung mit den größeren Beträgen Geld. Wertsachen sollten im Auge behalten und nicht offen gezeigt werden, Geld möglichst an unterschiedlichen Stellen positionieren, damit man beim bezahlen nicht gleich alles offenbaren muss. Nachts sollte man gar nicht oder zumindest nur in einer Gruppe unterwegs sein. Dazu noch eine gute Portion gesundes Misstrauen und gesunder Menschenverstand und so hat es zumindest bei mir gepasst.

Natürlich hat man auch viele „selbsternannte“ Guides, die sich anbieten. Auch wenn sie dir am Anfang erzählen, dass sie kein Geld wollen – sie wollten natürlich im Nachhinein immer Geld. Auch soll es wohl auch Probleme geben, dass man zunächst mit z.B. Taxifahrern/Frau mit Henna einen Betrag aushandelt und nach getaner Arbeit weiß die andere Seite von diesem Preis plötzlich nichts mehr – das ist mir aber nicht passiert. Was mir wider rum mehrfach passiert ist, dass z.B. Angestellte von einer Sehenswürdigkeit mir ungefragt und ohne Absprache Sache gezeigt haben und sie dafür dann ein Trinkgeld wollten (selbst, wenn die Person mir nur hinterher gedackelt ist und ich sie gar nicht beachtet habe). Generell habe ich kein Problem damit Leute Vorort zu unterstützen, aber es war z.T. wirklich lächerlich, da habe ich dann auch das Trinkgeld verweigert.

Reisebericht IndienAuf den alltäglichen Straßen in Indien

Frauen, Verhalten und Kleidung

Hier nochmal eine Anmerkung für die Damen unter uns: Die Situation entspannt sich gerade in den Großstädten immer mehr. Jeder kann sich aber schon darauf einstellen angestarrt zu werden. Das wird in jedem Fall passieren, das wird aber auch den Herren passieren. Viele Einheimische haben SO gestarrt, zuerst war es mir unangenehm, aber man gewöhnt sich daran und das ist in Indien einfach normal.

Kleide dich nicht zu freizügig! Auch wenn es warm ist, eine luftige Hose tut es auch. Schultern bedeckt lassen und eine Hose/einen Rock der bis über die Knie geht. Sagen wir einfach: Respektvolle Kleidung. Dann hat man zumindest auch in den Tempeln kein Problem. Sollte man doch mal nicht passend für einen Tempel gekleidet sein, kann man sich aber häufig ein Tuch oder ähnliches leihen – nur so am Rande. Und wenn wir schon bei dem Thema Tempel sind: Schuhe ausziehen bevor man in den Tempel geht ist Pflicht!

Ich habe schon häufiger gelesen, dass es hilfreich sein soll, seinen „imaginären Mann“ vorzuschieben oder einen Ehering zu tragen. Das soll wohl recht gut funktionieren, mir war das allerdings zu blöd und blieb daher ungetestet. Hat man sich mal mit einem Einheimischen darüber unterhalten, dass man Solo unterwegs ist, keinen Mann und Kinder hat und auch nicht mehr mit den Eltern zusammen wohnt, stößt das immer wieder auf Unverständnis – egal bei wem, bei Mann und Frau gleichermaßen. Das ist in Indien einfach nicht üblich und man tut ihnen dann sogar Leid. Mich haben die Reaktionen zumindest immer wieder amüsiert. Generell hilft es auch bei (insbesondere jungen) Männer (Gruppen) nicht zu freundlich zu sein – das wird schnell falsch und als Aufforderung verstanden.

Reisebericht Indien Geschäftige Straßen mit Verkäufsständen bei Nacht

Die Gesundheit

Eins, zwei Worte hierzu. Neben den hygienischen Umstände, die die Gesundheit beeinträchtigen können, gibt es da noch ein paar Krankheiten, die über Mücken übertragen werden können. Das Risiko hängt von der Region und der Jahreszeit ab – informiert euch da am Besten. Generell hat man hier die Auswahl zwischen dem Zika-Virus, dem Dengue-Fieber, dem Chikungunya-Fieber und natürlich auch Malaria. Die Mücken sind z.T. auch tagaktiv. Also ein gutes Insektenschutzmittel nicht vergessen (ich schwöre ja auf das von NoBite und hatte keinen einzigen Stich). Spezielle Pflichtimpfungen gibt es nicht, trotzdem sollte man einen Blick darauf haben was Sinn macht. Lasst euch im Zweifel von einem Reisearzt beraten!

Etwas Geschichte ? 

Indiens Geschichte beginnt bereits zum dritten Jahrtausend v. Chr. Der Name Indien wurde von Indus abgeleitet – dem längsten Fluss auf dem indischen Subkontinent. Er entspringt in Indien und fließt durch das heutige Pakistan. Die Vergangenheit Indiens ist durch viele, unterschiedliche Herrscher geprägt, durch die Zeit der englischen Herrschaft und viele Konflikte. Hier erblühte die erste Hochkultur der Indus, eine der ältesten Zivilisationen der Welt. Um 1500 v. Chr.  wanderten arische Stämme vom Norden her ein, die die Veda Kultur hervorbrachte. Als Mohammed 622 n. Chr. aus Mekka floh, breitete sich auch der Islam nach und nach in Indien aus. Im 6. Jhd entwickelte sich dann der Hinduismus, der Buddhismus und der Jainismus. Die britische Kolonialisierung begann um 1612 als ein Handelsposten in Gujarat errichtet wurde. Dieser stellte das Monopol für den Handel zwischen Indien und England sicher (East India Company). Es folgten Portugiesen, Franzosen und Holländer. Indien wurde dadurch etwas gespalten, da die Feinde Englands die indischen Regenten unterstützen, die mit den Briten im Streit waren.

Reisebericht Indien

1857 kam es dann zu dem „indischen Aufstand“, ein blutiger Aufstand gegen die Briten. Dabei verlor die East India Company die Verwaltung des Landes und diese ging an die Britischen Regierung über. Die Kluft zwischen den Kolonialherren und der einheimischen Bevölkerung förderte den Nationalismus. In den 1920er Jahren setzte Gandhi sich für ein unabhängiges Indien ein. 1945 gelang es Indien schließlich auch: Indien war unabhängig. Da es dem Land aber nicht gelang die vielen Glaubensrichtungen zusammen zu führen, separierte sich ein moslemischen Teil: das heutige Pakistans. Heute ist Indien die größte Demokratie der Welt!

Das Kastensystem Indiens

Für uns sehr ungewöhnlich, aber Indien hat ein Kastensystem. Jeder Hindu wird in eine Kaste hineingeboren und bleibt bis zu seinem Tod an seine Kaste gebunden. Diese weist ihm Berufe und Pflichten zu. Es gibt 4 Hauptkasten: Brahmanen, die oberste Kaste, dessen Hindus sehr hohes Ansehen genießen (Priester, Gelehrte), die Kshatriyas (Fürsten, höhere Beamte, Krieger), Vaishays (Händler und Bauern) und Shudras (Arbeiter). Da drunter gibt es noch die Kaste der „Unberührbaren“ (die Mitglieder der Kaste nennen sich aber lieber „Dalits“ – sie sind Nachfahren der indischen Ureinwohner) (Wäscher, Müllbeseitiger) – diese werden oft als Kastenlos bezeichnet, was aber nicht ganz stimmt – wobei sie nicht zu den klassischen 4 Varnas Kasten gehört. 

Reisebericht IndienÜber den Dächern von Indien

Zwar darf eigentlich kein Inder wegen seiner Kaste diskriminiert werden, allerdings sieht die Realität häufig noch anders aus. Die Dalits gelten als unrein und müssen die niedrigsten Arbeiten verrichten. Sie sind in vielen Bereichen auch heute noch vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen. Die meisten von ihnen leben in Armut. Glücklicherweise verliert das Kastenwesen in den Städten immer mehr an Bedeutung. 

Religion in Indien

Indien ist der Geburtsort von vier Weltreligionen: Hinduismus, Buddhismus, Jainismus und Sikhismus. Das Land ist geprägt von einer Vielfalt an religiösen Überzeugungen und Praktiken. Fast 80% der Bevölkerung glauben an den Hinduismus, fast 15% gehören dem Islam an, 2,3% sind Christen, 1,7% halten sich an den Sikhismus und 0,7% sind Buddhisten.

Reisebericht Indien

Im Hinduismus gibt es unzählige Götter und sogar Tiere und Pflanzen können göttliche Eigenschaften haben, z.B. gilt die Kuh im Hinduismus als heilig, da sie wie eine Mutter ist, die den Menschen alles zum Leben gibt. Die Drei obersten Götter sind Brahma (der Schöpfer, der die Welt erschaffen hat), Vishnu (der Erhalter, der die Welt erhält und ein gütiges Wesen hat) und Shiva (der Zerstörer, der aber auch für Schöpfung und Neubeginn ebenso wie Erhaltung und Zerstörung steht). Manche Hindus verehreren mehrere Götter, manche nur einen.  

Gut zu wissen

Noch ein bisschen wissenswertes im Schnelldurchlauf:

  • Das seitliche Kopfschlenkern ist in Indien die Geste für „ja“. Sie erinnert an unser verneinendes Kopfschütteln und kann schnell missverstanden werden
  • In Indien herrscht Linksverkehr und es geht wild zu auf den Straßen – ich möchte hier nicht Autofahren müssen!
  • Englisch ist eine der Amtssprachen Indiens, daher sprechen fast alle Inder ein gutes Englisch. Sie ist auch im Alltag ein fester Bestandteil der indischen Sprache
  • Kommt das Klopapier in die Kloschüssel oder in den Müll? Das hängt davon ab, ob neben dem Klo ein Mülleimer steht. In diesem Fall ja, ist kein Eimer vorhanden, dann ab ins Klo
  • In fast allen Hotels in denen wir waren, konnte man Essen bestellen und auch Wasser in Flaschen bekommen. Praktisch, wenn es draußen schon dunkel war und man nicht mehr alleine los ziehen wollte
  • Stromausfälle gehören zu dem indischen Alltag, auch in den Hotels. Hier hilft abwarten und Tee trinken und eine Taschenlampe dabei haben
  • Die linke Hand gilt als unrein! Übergebe niemals Gegenstände mit links
  • Alkohol: Der Genuss wird nicht gern gesehen. In (touristischen) Restaurants wird man aber immer etwas bekommen. Das Restaurant/Bar/Geschäft benötigt eine spezielle Lizenz dafür. In manchen Bundesstaaten ist es sogar verboten (z.B. in Gujarat)! Auch der Zigarettenkonsum an öffentlichen Plätzen kann z.T. strafbar sein (z.B. in New-Delhi). Der Besitz von Drogen ist ein ernsthaftes Vergehen und wird streng bestraft.

Reisebericht Indien

  • Trinkgeld gehört zur indischen Kultur dazu und es wird auch erwartet. Manche Restaurants berechnen eine „Service Charge“ (ist auf der Speiskarte vermerkt), dann muss kein zusätzliches Trinkgeld mehr gegeben werden. Ansonsten liegt man mit 7-10% nicht verkehrt. Für einen Flughafentransfers kann man dem Fahrer zwischen 50 und 100 INR geben und bei einer Tagestour 200-400 INR. Im Hotel wird auch Trinkgeld erwartet, dies reicht aber am Ende des Aufenthalts.
  • Auf der Restaurant-Rechnung wird auf den genannten Preis noch die sogenannten „Service Tax“ drauf geschlagen. Diese wird von der Regierung erhoben und ist nicht zu verwechseln mit der Mehrwertsteuer. Bei der Service Tax handelt es sich um eine Servicesteuer für erbrachte Dienstleistungen
  • Ein Ghat ist ein Zugang zu einem Gewässer (Fluss, See, Tempelteich), meistens über Stufen/Treppe
  • Eine Stupas ist ein buddhistisches Bauwerk. Es symbolisiert Buddha und seine Lehre
  • Indien hat 3 Jahreszeiten: Sommer, Winter und den Monsun. Das Wetter kann aufgrund des riesigen Landes und den verschiedenen Bedingungen recht unterschiedlich ausfallen. Das Klima reicht von dürren Wüste, zu frischen und grünen Hochländern und auch Gebirgsregionen. Der Norden und Zentralindien haben ein subtropisches Kontinentalklima, während der Süden und die Küstenregionen ein tropisches Klima haben.

Geld

Die indische Währung sind die Indischen Rupien. Offiziell ist die Ein- und Ausfuhr der Rupien nicht gestattet – ich wurde aber nicht kontrolliert. In den Städten konnte ich immer problemlos mit einer Kreditkarte Geld vom Automaten bekommen. Visa schien populärer als Master Card zu sein, wobei man häufig auch nur die Bank wechseln musste, wenn es mal nicht ging. Manchmal ging es sogar mit der normalen Maestro Karte. Der max Betrag den man am Geldautomaten bekommt sind 10.000 INR (ca 120 €) – wobei man auch mehrmals hintereinander abheben kann. In Restaurants konnte man häufig mit Kreditkarte zahlen, dafür mussten wir i.d.R. zusätzliche Ausflüge/Aktivitäten fast immer bar bezahlen. Fremdwährung (z.B. US$, Euro) dürfen bis zu einem gewissen Betrag (Ich glaube um die 5.000 US$ ?) ohne Deklarationspflicht eingeführt werden. Ich habe mein Geld Vorort an den Bankautomaten abgehoben, hatte aber auch ein paar Euros zur Sicherheit dabei. Die meisten Hotels hatten einen Geldwechselservice – eine gute Möglichkeit doch noch Geld zu tauschen, wenn kein Automat in der Nähe ist.

Reisebericht Indien

Essen in Indien

Ja… Das indische Essen ist sehr beliebt und viele sind in Begeisterung ausgebrochen, als sie hörten, dass es für mich als nächstes nach Indien gehen sollte. Diese Begeisterung konnte ich allerdings nicht teilen. Ich mochte indisches Essen noch nie besonders und (das ist das eigentliche Problem) ich vertrage kein scharfes Essen. Ich habe mein bestes gegeben und versucht verschiedenes zu probieren, aber es war eine Qual. Alles war scharf. A-l-l-e-s – selbst Gerichte wie Pommes oder Pizza. Beim bestellen habe ich darum gebeten es nicht scharf zu machen („no masalas“ / „keine Gewürze“), aber gebracht hat es leider nicht sehr viel. Joghurt soll die Schärfe mildern, bei mir hat das allerdings auch nicht funktioniert. Von daher wird es diesmal nicht so viel über Essen zu berichten geben, da ich einfach nicht so viele verschiedene Sachen probiert habe.

Reisebericht Indien Malai Kofta – Gemüsebällchen in einer scharfen Soße

Aber trotzdem ein paar Worte über Essen und Indien. Generell gilt hier auch die Regel: „Schäle es, koche es oder lass es!“ und man sollte mit gesundem Misstrauen sein Essen auswählen. An einem dreckigen Straßenstand sollte der empfindliche europäische Magen vielleicht nicht gerade essen. Auch Wasser sollte nicht aus dem Wasserhahn getrunken werden – aber ich denke, das ist klar. Ansonsten ist Indien ein Paradies für Vegetarier, denn viele Gläubige verzichten aus religiösen Gründen auf Fleisch (Hindus essen kein Rind, Muslime kein Schwein). Es gibt zwar trotzdem eine gute Auswahl an Fleischgerichten, aber die Auswahl an vegetarischen ist größer und es wird ganz klar Unterschieden zwischen Veg und Non-Veg. Vegane Speisen gibt es zwar auch, aber i.d.R. gibt es keine spezielle Kennzeichnung.

Normalerweise isst man in Indien mit der rechten Hand (nicht mit der linken, die gilt wie im muslimischen als unrein!) – wer möchte, bekommt aber auch Besteck, bzw. in allen Restaurants waren diese eigentlich auch vorhanden. Das indische Essen basiert auf den Grundnahrungsmittel Reis, verschiedene Brotsorten und Hülsenfrüchte. Die indische Küche kann in den verschiedenen Region unterschiedlich ausfallen, zu einem der beliebtesten Gerichte gehört das Dal Bhat. Dal steht für ein Linsencurry und Bhat für Reis. Dazu gibt es meistens auch etwas eingelegtes Gemüse. Ein Dal Bhat gehört eigentlich zu jedem guten Thali. Das wider rum ist eine Essensplatte, die aus mehreren kleinen Metallschälchen besteht, die verschiedenes Essen beinhalten, wie z.B. Gemüse, Fleisch, Reis, Brot und weitere Beilagen.

Reisebericht IndienEin Thali – scharf, aber trotzdem lecker – soweit ich es essen konnte

Reisebericht Indien Eine typische Nachspeise: Zucker mit verschiedenen aromatischen Kräutern

Brote gehören zum indischen Essen auch dazu und die Auswahl ist auch nicht zu verachten. Am bekanntesten ist sicher das Naan – ein flaches Fladenbrot. Dies war eines meiner Grundnahrungsmittel, da ausnahmsweise nicht scharf. Indien hat allerdings noch mehr zu bieten, wie z.B. das (Tandoori) Roti – ein aus Weizenmehl bestehendes Tortilla ähnliches Brot. Oder auch Paratha, – dieses Fladenbrot wird gerne gefüllt gegessen, z.B. mit Kartoffeln.

Vom Essen war ich nicht so wirklich begeistert, aber das haben die Getränke wieder gut gemacht. Ich liebe Lassis! In fast jedem Restaurant bekommt man leckere und vor allem günstige Lassis! Nom nom! Auf der Straße sollte man allerdings aufpassen, denn es kann sein, dass diese dort mit Leitungswasser gemischt werden. Neben dem Lassi gehört natürlich auch ein guter Chai Tee zu den beliebten Getränken in Indien. Ich habe einige probiert und sie haben immer etwas anders geschmeckt, aber sie waren immer lecker. Manchmal etwas scharf dank des Ingwers.

Reisebericht Indien Manche Lassis waren auch besonders geil

Herzlichen Glückwunsch an Alle, die bis hierher gekommen sind. Nächste Woche startet dann der normale Reisebericht…

Siehe auch:
Teil 2 meines Indien/Nepal Reiseberichts: Die Hauptstadt Dehli (Coming Soon)
Übersichtskarte mit allen genannten Punkten und Route
Hinweis: Alle genannten Unterkünften/Touren/Restaurants/etc. habe ich selbst gebucht und bezahlt. Dies sind lediglich Empfehlungen bzw. Erfahrungsberichte meinerseits und es erfolgte keine Zusammenarbeit mit einer Firma. Ich wurde für die Verlinkung/Werbung nicht bezahlt. Ich bin ein privater Blog und verdiene damit keinerlei Geld. Ich habe einfach nur Spaß am bloggen und reisen und teile dies mit der Welt :-)

Habt ihr noch Fragen? Schreibt mir gern - die Antwort kann aber evtl. ein bisschen dauern ;-) Seid mir nicht böse