Frankreich – Die Ardennes 1: Entlang der Meuse

Während einer Tagestour haben wir die Ardennes und den Ardennen-Nationalpark besucht. Entlang der Meuse haben wir uns angesehen, was die Gegend zu bieten hat…

Einmal durch den Ardennen-Nationalpark

Wir waren mal wieder für ein paar Tage in Frankreich – unserer zweiten Heimat – gewesen. Wir wollten auch dieses mal nicht die Gelegenheit verpassen uns dabei etwas hübsches anzusehen. Da die Ardennes von uns bisher recht verschont geblieben sind, wollten wir das ändern. Unter den Ardennes versteht man u.a. das Département, das im Nordosten des Landes liegt. Dieses ist nach dem Mittelgebirge den Ardennen benannt. Das Gebirge erstreckt sich dabei über Frankreich, Belgien und Luxemburg. Also können sich Ziele, die in der Ardennes liegen, durchaus auch in Belgien liegen. Wir haben uns diesmal aber auf die französische Seite konzentriert – und zwar auf den Ardennen-Nationalpark.

Reisebericht Frankreich ArdenneDie Meuse in der Ardennes

Der Nationalpark ist geprägt von dichten Wäldern, sattgrünen Wiesen, beeindruckende Felsen, Mooren und natürlich dem Fluss Meuse (dt. Maas). Wer gern aktiv ist, ist hier richtig: Fahrrad fahren, reiten, Kanu fahren und natürlich auch wandern. Die Meuse fließt etwa 874km durch Frankreich, Belgien und der Niederlande – und dabei einmal quer durch den Ardennen-Nationalpark. Das ein oder andere hübsche Dörfchen gibt es hier auch. Was kann man sich hier so alles ansehen?

Givet – historische Altstadt mit imposanter Aussicht

Unser erstes Ziel war das historische Stadtzentrum des Städtchen Givet – unweit der belgischen Grenze. Hier befindet sich die nördlichste Gemeinde des Départements Ardennes. Das Wetter hält sich mit der Begeisterung etwas zurück, aber das soll unsere Laune nicht trügen. Das tolle Gesamtbild der Stadt ist direkt zu sehen: hübsche Häuserfassaden, tolle Bauten – die bestimmt die ein oder andere Geschichte zu erzählen haben – und das tolle Bild, dass die Kirche Saint-Hilaire und die hochgelegene Zitadelle zusammen mit der Meuse abgegeben. Unser Rundgang begann bei dem etwas außerhalb liegenden Tour Gregoire.

Zum Tour Gregoire führt ein kleiner, schmaler, unscheinbarer Weg. Nach einigen Minuten sind wir oben angekommen. Der Turm selbst kann nicht besichtigt werden, aber von der kleinen Plattform hat man schon eine schöne Aussicht auf die Stadt. Er ist ein Wachturm aus dem 11. Jhd.

Reisebericht Frankreich ArdenneKleine Häuschen und ein Turm – schon irgendwie idyllisch, oder?

Reisebericht Frankreich ArdenneEine tolle Aussicht auf die Stadt

Über die Brücke geht es weiter Richtung Altstadt. Wir überqueren die Meuse. Von hier aus hat man eine schöne Sicht auf das Stadtbild und auch auf die den kleinen Hafen und die Kirche Notre-Dame.

Reisebericht Frankreich ArdenneÜber die Brücke zur Altstadt

Reisebericht Frankreich ArdenneDer Blick auf den Hafen mit der Kirche Notre Dame

Es geht weiter in das Zentrum der Altstadt. Die vielen Bauten im Zentrum lassen erahnen: dies ist ein sehr geschichtsträchtiger Ort. Die Stadt/Region hat im Laufe der Jahrhunderte immer wieder den Besitzer gewechselt. 1678 wurde Givet ein Teil Frankreichs. Wir kommen an der Tour Victoire vorbei – der ehemaliger Bergfried der Burg der Grafen der Marck aus dem 14. und 15. Jhd.

Reisebericht Frankreich ArdenneLa Tour Victoire mit der Kirche Saint-Hilaire-de-Givet im Hintergrund

Im Hintergrund sehen wir bereits die Kirche Saint-Hilaire-de-Givet. Die im 17. Jhd errichtete Kirche wurde während der Eroberung durch Frankreich um 1675 zerstört, aber danach sofort wieder aufgebaut. Diesmal aus dem blauen Stein (Kalkstein) der Region. Der Chor der Kirche wurde über der Rue de la Fausse Porte errichtet. Wodurch ein interessanter, kleiner Tunnel entstanden ist. 

Reisebericht Frankreich ArdenneDie Altstadt mit der Kirche und der Zitadelle – eine schöne Aussicht

Reisebericht Frankreich ArdenneEin kleiner Durchgang, der uns unter der Kirche hindurch führt

Reisebericht Frankreich ArdenneDie Kirche Saint-Hilaire-de-Givet von Innen

Reisebericht Frankreich ArdenneEin Frosch in einem Brunnen

Am Place Carnot – wo sich die Kirche befindet – steht auch das Hotel de Ville (Rathaus). 

Reisebericht Frankreich ArdenneDas prächtige Rathaus von Givet

Am bekanntesten ist Givet für sein Fort de Charlemont oder auch la Citadelle de Charlemont. Man kann zu Fuß aus der Altstadt hinauf laufen, oder mit dem Auto hoch fahren. Wir sind sehr zeitig dran und haben die Zitadelle fast für uns alleine. Der Eintritt kostet 7 € und wir bekommen einen Infozettel dazu. Die befestigte Anlage wurde 1555 errichtet als das Gebiet noch nicht zu Frankreich gehörte. Im 17. Jhd wurde sie zusätzlich erweitert und verbessert. Die Südfront und die Nordfront des Forts ist durch die Klippe und ausgeprägte Hänge sehr gut geschützt. Auf der Westfront befindet sich eine Hochebene, die die Schwachstelle der Anlage darstellte.

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Auf einem Rundgang kann man durch die Anlage spazieren und verschiedene Punkte besichtigen. Wir beginnen unseren Rundgang im Dorf, welches aus Kasernen und Unterkünften besteht. Hier konnten auch etwa 108 Zivilpersonen auf 28 Häuser verteilt untergebracht werden.

Reisebericht Frankreich Ardenne

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Reisebericht Frankreich Ardenne Bei der Erweiterung im 17. Jhd wurde ein Pulvermagazin errichtet. Dieses Magazin war
von den Mauern der Festung getrennt. Es wurde auch eine Entlüftungsöffnung um das Gebäude
eingerichtet, damit das Pulver vor Feuchtigkeit geschützt wurde. 

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Reisebericht Frankreich ArdenneDie Festung hat mehrere hübsche Aussichtspunkte mit Blick auf die Stadt und auf die Landschaft.

Reisebericht Frankreich ArdenneWährend der Bombadierung von 1914 wurde die Kaserne als Krankenhaus genutzt

Hierges – Dörfchen mit Charme und Schloss

Wir verabschieden uns von Givet und setzen unseren Weg fort. Unser nächstes Ziel ist das kleine Dorf Hierges mit rund 208 Einwohnern. Prinzipiell gibt es hier nicht viel zu sehen, aber das Dorf, das nur aus wenigen Straßen besteht, hat einfach Charme. Die Straßen sind mit Kopfsteinen gepflastert, die Häuser sind überwiegend alte Steinhäuschen und über dem Dorf thronen die Überreste einer mittelalterlichen Burg, dem Château de Hierges. Das Schloss kann im Zuge einer Führung während Juni und September zu einer/zwei Uhrzeiten am Tag besichtigt werden. Die Zeit passt leider nicht in unserem Plan, also begnügen wir uns mit einem Spaziergang durch das Dorf – was auch schon sehr schick ist.

Reisebericht Frankreich ArdenneDas Château de Hierges über der Stadt

Reisebericht Frankreich ArdennePutzige kleine Gassen und Steinhäuschen

Reisebericht Frankreich ArdenneHierges und das Château

Reisebericht Frankreich ArdenneWirklich sehr idyllisch und ein wenig verschlafen

Reisebericht Frankreich ArdenneDie kleine Kirche der Ortschaft

Das Camp Romain in Vireux Molhain

Wir folgen weiter der Meuse. Praktischerweise kann man fast die ganze Zeit eine Route entlang des Flusses wählen. Unser nächstes Ziel ist die Ortschaft Vireux Molhain. Das Dorf sieht ganz hübsch aus, aber hat auch nicht wirklich etwas, was wir nicht schon gesehen haben/sehen werden. Daher geht es für uns relativ schnell weiter. Ein Ziel, etwas außerhalb der Stadt, das wir uns aber näher ansehen wollten, war das Camp Romain. Ab dem 3. Jhd wurde diese Region von den Römern besetzt und so entstant auf einem Felsvorsprung von Molhain ein Militärlager. Heute kann man noch Überreste dieser Festung sehen.

Reisebericht Frankreich ArdenneVireux Molhain und die Meuse

Reisebericht Frankreich ArdenneBlumen und eine Brücke

Wir folgen dem Pfad, der uns zu diesem Camp bringen soll. Eine Infotafel heißt uns willkommen und nennt außerdem noch ein paar hübsche Ziele in der Umgebung. Nach ein paar Metern aufstieg entdecken wir die ersten Mauerreste. Und dann noch weitere. Außerdem bietet uns der Felsvorsprung eine wirklich hübsche Aussicht. Der Wald liegt friedlich und ruhig da und wir gönnen uns eine kleine Runde durch den hübschen Wald. Zum Ende sehen wir sogar noch ein Reh, dass dann aber schnell das Weite sucht. 

Reisebericht Frankreich ArdenneDer Aufstieg zum Camp Romain beginnt steil….

Reisebericht Frankreich Ardenne… aber schon alleine für die Aussicht hat es sich gelohnt

Reisebericht Frankreich ArdenneMauerreste der römischen Festung

Reisebericht Frankreich ArdenneEin ehemaliger römischer Ofen

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Ein Aussichtspunkt in Haybes

Als nächstes kommen wir durch die Stadt Haybes. Da wir die Zeit etwas im Auge behalten müssen – immerhin wollen wir die ganze Tour an einem Tag schaffen – bleibt uns für die Erkundung von Haybes nicht wirklich viel Zeit. Beim Durchfahren entdecken wir aber die ein oder andere hübsche Ecke. Wer mehr Zeit hat, schaut sich hier vielleicht um. Wir machen allerdings nur einen kurzen Stop beim Point de vue de Robinson, von wo wir einen schönen Blick auf die Umgebung und unser nächstes Ziel Fumay haben.

Reisebericht Frankreich ArdenneÜber die Meuse nach Haybes

Reisebericht Frankreich ArdenneEine tolle Aussicht auf eine der zahlreichen Meuse-Schleifen

Fumay – die Hauptstadt des Schiefers

Die Ardennen sind ein Schiefergebirge und Fumay ist von Schiefer umgeben. Das hatte ihr früher mal den Titel Hauptstadt des Schiefers verliehen. Dieses Städtchen hat uns ganz besonders gut gefallen: es ist von einer schönen Landschaft umgeben, man kann gemütlich entlang der Meuse spazieren gehen und hübsche Gebäuden – sowohl putzige, als auch imposante Bauten – gibt es hier auch. Wir beginnen unseren Rundgang am kleinen Hafen.

Reisebericht Frankreich ArdenneBunte Flaggen am Hafen von Fumay

Reisebericht Frankreich ArdenneEin kleines Bötchen aus Holz und Steinen

Reisebericht Frankreich ArdenneEine Brücke über die Meuse und viel Natur

Reisebericht Frankreich ArdenneFumay scheint auch bei Familien beliebt zu sein…

Am Ende des Piers kann man das Château des Comtes de Bryas sehen.  Das Schloss wurde im 17. Jhd auf dem Fundament eines mittelalterlichen Gebäudes errichtet – man kann z.T. noch Reste des ehem. Fundamentes sehen. Nach der Französischen Revolution wurde das Schloss zu einem Gemeinschaftsgut erklärt und gegen 1815 an einen örtlichen Bauunternehmer verkauft. 1835 wurde es von einer Schieferfirma gekauft und war über ein Jahrhundert lang der Hauptsitz der Firma Moulin Sainte Arnne. 1952 wurde es an die Stadt Fumay abgegeben und seitdem befindet sich hier kommunale Dienstleitungen, aber auch die Post.

Reisebericht Frankreich ArdenneHier kann man wunderbar den blauen Farbton des Schiefersteins dieser Region sehen.

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Schon seit dem 12. Jhd wurde in dieser Region der Schiefer geerntet. Da die Adern z.T. nicht weit von der Oberfläche entfernt lagen, war der Abbau sehr einfach. Einen Eingang zu einer der Abbau-Höhlen kann man heute noch in der Rue des Rochettes sehen. Um 1900 herum lag die Schieferproduktion bei 50.000 Tonnen im Jahr. Nach und nach ging sie zurück, so dass während des Ersten Weltkrieg nur noch 37.000 Tonnen abgebaut wurden. Obwohl nach dem Krieg der Wiederaufbau gefördert wurde, um wieder rasch ins Geschäft einsteigen zu können, bleiben die Zahlen eher niedrig. Während 1900 hier noch rund 1.100 Beschäftigte gearbeitet haben, waren es 1937 nur noch rund 200.

Reisebericht Frankreich ArdenneDie Rue des Rochettes ist eine putzige, kleine Gasse mit einer Treppe

Reisebericht Frankreich ArdenneVielleicht ist die auch die Straße der müden Katzen…

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Reisebericht Frankreich ArdenneHier sieht man gut den ehem. Eingang zu einer der Schieferadern

Reisebericht Frankreich ArdenneDas ist schon sehr malerisch, oder?

Nachdem wir den Treppen der Rue des Rochettes hinauf gefolgt sind, kommen wir zu der Kirche St.-Georgs. Die Kirche, die wir heute sehen können, wurde 1872-1876 errichtet. Sie ist bekannt für ihre hübschen Glasarbeiten, die von verschiedenen Bruderschaften gespendet wurden.

Reisebericht Frankreich ArdenneDie St.-Georgs in ihrer ganzen Pracht

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Reisebericht Frankreich ArdenneHübsche Fenster im Inneren der Kirche

Revin – Fachwerkhäuser und Regen

Unser nächstes Ziel war Revin. Eben haben wir noch bei Sonnenschein unsere mitgebrachten Brote (Baguette mit Weichkäse – sehr französisch, oder?) verputzt und plötzlich schüttet es aus sämtlichen Kübeln. Dementsprechend ist unser Rundgang in Revin etwas kürzer ausgefallen als eigentlich geplant. Die Kleinstadt punktet mit ihren malerischen Fachwerkhäusern entlang der Meuse. Das bemerkenswerteste Gebäude ist wohl das Musèe Du Vieux Revin – auch genannt das spanische Haus. Dieses Fachwerkhaus stammt noch aus dem 16. Jhd und steht unter Denkmalschutz. Heute befindet sich hier ein Heimat-Museum, welches sich dem Alltag von früher beschäftigt und es hat auch eine rekonstruierte Wohnung von 1920. Außerdem gibt es noch eine Sammlung von Gusspfannen, sowie regelmäßig wechselnde Ausstellungen über die Stadt, die Meuse und die Ardennes.

Reisebericht Frankreich ArdenneAm Quai hat man eine schöne Aussicht auf die Meuse und die wunderbare Natur der Ardennes

Reisebericht Frankreich ArdenneAn der Ecke befindet sich das spanische Haus

Trotz des Regens haben wir uns noch ein Stück weiter bis zur Eglise des Dominicains geschleppt. Die Kirche stammt aus dem 17. Jhd und wird, soweit ich weiß nicht, mehr als Kirche benutzt. Heute befindet sich hier das Haus des Dialogs.

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Auf dem Rückweg zum Auto machen wir noch an der Pompe Lavoye einen kurzen Stop. Dieser öffentliche Brunne stammt aus dem Jahre 1789. Auf dem Plan stand u.a. eigentlich noch der Aussichtspunkt Point de vue de la Faligeotte – von dem man eine wunderbare Sicht auf Revin und die Umgebung haben soll. Leider hat es bei uns so dermaßen geschüttet, dass wir diesen Punkt übersprungen haben. Völlig durchtränkt setzten wir uns wieder in das Auto und ziehen weiter. 

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Monthermé – Sagenhafte Aussicht auf die Meuse

Glücklicherweise konnten wir dem Regen entfliehen. Kurz darauf kommt die Sonne wieder hervor und tut, als wäre nichts gewesen. Unser nächster Stop war Monthermé. Diese Stadt ist bekannt für ihre grandiose Landschaft und ist daher ein guter Startpunkt für Ausflüge in die Ardennes. Ein wahres Highlight ist eine Wanderung oberhalb von Monthermé – wo man einen tollen Blick auf die Flussschleife der Meuse hat.

Reisebericht Frankreich ArdenneDie wunderschöne Flussschleife von Monthermé 

Wir parken bei der „Auberge de la Roche à 7 Heures“ und wandern von da aus los. Hier gibt es einige spannende Wanderwege. Neben dem schönen Wald gibt es auch immer wieder spannende Felsformationen oder Felssporen zu sehen. Einer der bekanntesten ist wohl la Roche à Sept Heures. Der Name verrät schon fast seine Besonderheit: der Sieben-Uhr-Felsen wird um 7 Uhr Abends und Morgens immer von der Sonne beschienen. 

Reisebericht Frankreich ArdenneHübsche Felssporen am Rand des Weges

Reisebericht Frankreich ArdenneLa Roche à Sept Heures – bei uns war es nicht 7 Uhr

Reisebericht Frankreich ArdenneWie wärs mit einem Päuschen?

Reisebericht Frankreich ArdenneHätten wir mehr Zeit gehabt, hätten wir uns hier definitiv noch mehr angesehen!

In der Region gibt es noch mehr hübsche Punkte, wie z.B. den La Longue Roche. Wer hier Zeit hat, kann ausgiebig wandern gehen!

Bogny-sur-Meuse – eine Legende mit Aussicht

Unser letzte Stop für diesen Tag war nicht mehr weit entfernt. Nur eine Ortschaft weiter befindet sich Bogny-sur-Meuse, die bekannt ist für die mittelalterliche Legende der Haimonskinder. Diese Legende stammt aus dem 8. Jhd und erzählt die Geschichte von 4 Brüdern, die sich gegen Karl den Großen auflehnten und dabei Unterstützung von dem Pferd Bayard bekamen, welches übersinnliche Kräfte haben sollte. Auf einer Anhöhe, ein wenig außerhalb von Bogny, wurde dieser Legende ein Denkmal gewidmet. Es zeigt die Brüder und das Pferd. Von hier oben hat man auch eine grandiose Aussicht auf die Umgebung. (Eine grandiose Aussicht nach der anderen!)

Reisebericht Frankreich ArdenneDie Haimonsbrüder 

Reisebericht Frankreich ArdenneÜbrigends zog es einen der Haimonsbrüder Renaud/Reinold später nach Dortmund, wo er zum Stadtpatron wurde.

Auf der gegenüberliegenden Seite steht die Statue Le Chevalier Dardennor. Der Ritter kniet am Rande eines Felsen und hebt dramatisch sein Schwert in die Höhe. Die 4m hohe Figur symbolisiert den Kampf gegen die Ungerechtigkeit. Auf seinem Schild ist der Kopf eines Ebers abgebildet. Der Eber ist das Symbol für die Ardennes.

Reisebericht Frankreich ArdenneSehr dramatisch und episch

Reisebericht Frankreich ArdenneAuch von hier hat man eine schöne Aussicht!

Reisebericht Frankreich ArdenneUnd das ganze nochmal von der anderen Seite

Damit war unser Rundgang entlang der Meuse beendet. Es hätte noch einige weitere Ziele gegeben, die lohnenswert gewesen wären und man kann definitiv mehr Zeit als einen Tag hier verbringen. Nächstes Jahrs verschlägt es uns wahrscheinlich wieder in die Ardennes und dann folgt voraussichtlich ein Teil 2. Auch sehr hübsch in der Region ist das Chateau Fort in Sedan, das ich schon vor ein paar Jahren besucht hatte. 

Siehe auch:
Frankreich: Tagesausflug nach Verdun
Hier gehts zu meiner Champagne/Lothringen/Ardennes Übersichtskarte

Hinweis: Alle genannten Unterkünften/Touren/Restaurants/etc. habe ich selbst gebucht und bezahlt. Dies sind lediglich Empfehlungen bzw. Erfahrungsberichte meinerseits und es erfolgte keine Zusammenarbeit mit einer Firma. Ich wurde für die Verlinkung/Werbung nicht bezahlt. Ich bin ein privater Blog und verdiene damit keinerlei Geld. Ich habe einfach nur Spaß am bloggen und reisen und teile dies mit der Welt :-)