Finnland 03 – letzter Tag umgeben von Schnee

Der letzte Tag in Finnland war gekommen und wir wollten mit Schneeschuhen noch die nähere Umgebung erkunden, bevor es wieder nach Deutschland zurück gehen sollte…

Der letzte Tag war gekommen und dieser war unverplant. Es gibt div. Möglichkeiten, wie z.B. auch Snow Mobil fahren. Wir hatten uns fürs Schneeschuhwandern entschieden. Wie immer begann der Tag mit einem Frühstück. Um 10.30 Uhr haben wir uns zum Schneeschuhwandern versammelt. Diese können auch in der Lodge ausgeliehen werden. Es war verhältnismäßig mit -3° schon fast warm.

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Es hat gerade angefangen zu dämmern und der Tag begrüßte uns mit einem wunderbar farbigen Himmel. Endlich konnte ich unmengen von Fotos machen.

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Ist das nicht traumhaft schön?

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So viel unberührter Schnee…. weeeee!

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Wir wandern los und kommen schnell in fahrt. Bevor wir anfangen zu schwitzen ziehen wir unsere Jacken aus. Die Landschaften sind einfach großartig

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Unser Ziel ist der „Hausberg“ Akäskero. Von hier soll man einen großartigen Blick auf die Umgebung haben.

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Es wird relativ schnell, relativ steil und der Hügel scheint kein Ende zu nehmen…

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Die Aussicht ist aber schonmal grandios…

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Auf dem Hügel angekommen dürfen wir neben der grandiosen Aussicht auch noch großartige Farbenspiele und skurrile verschneite Objekte bewundern

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Es geht aber noch weiter…

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Hier oben ist es ziemlich kalt und ganz schön windig…

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Ein bisschen posing muss aber natürlich auch noch sein xD

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Schneeschuhe! Schneeeschuhe!! Im tiefen Schnee ist Schneeschuh-Wandern ziemlich anstrengend, aber es macht so einen Spaß!

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Mitte rechts erkennt man unsere Lodge!

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Nachdem wir die Aussicht ausgiebig genossen haben, geht es wieder zurück. Es beginnt schon wieder zu dämmern. Ich kann es nicht lassen und muss mich ein paar mal auf die Nase legen xD Man bleibt mit den doch unhandlichen Schneeschuhen doch mal irgendwo hängen. Der Schnee federt aber zum Glück gut ab.

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Die Route war schon auch anstrengend, aber sehr angenehm zu laufen. Tolle Tour!

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Und dann sind wir auch schon wieder zurück bei unserer Lodge. Wir überqueren den zugefrorenen und zugeschneiten See …

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Unsere Gruppe sitzt nochmal ein wenig zusammen im Restaurant/Aufenthaltsraum. Es ist noch sehr früh (kaum 15 Uhr!).

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Die anderen wollen noch ausgiebig in die Sauna. Nichts für mich. Also ziehe ich später nochmal alleine los und erkunde die (andere) nähere Umgebung. Hinter der Lodge gibt es noch einige Hütten. Vermutlich werden diese auch an Touris vermietet. Gerade standen alle (oder fast alle?) leer.

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Es ist schon stockdunkel während ich wie ein verirrtes Huhn (ich hab natürlich nicht migedacht und keine Lampe mitgenommen) durch den tiefen Schnee irre… Weil das stellenweise dann doch etwas haarig wurde, habe ich mich wieder auf den Rückweg gemacht.

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Hier sehen wir noch das Eisloch neben der Sauna. Wenn man möchte, kann man hier nach dem Saunieren rein springen um sich abzukühlen ^^‘

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Abends gabs dann nochmal ein richtig gutes Abschiedsessen: eine leckere Ei-Creme mit Brot, ein Salat, eine Karotten/Kürbis-Suppe, unglaublich leckerer (roher? geräucherter?) Lachs (vermutlich richtig frisch!), Schweindelenden mit Kartoffeln. Als Nachtisch Apfelstrudel mit Vanille Soße. Grossartig. Auch ohne die Schweinelenden konnte man mich nach dem Essen ins Zimmer rollen. Aber der Abend war noch nicht rum. Mit den anderen Leute unserer Gruppe haben wir dann noch ein wenig Geld da gelassen und ein paar Liköre getrunken. Sehr schön.

Dann ging es zürck ins Zimmer um die letzten Sachen zu packen. Am nächsten Morgen hat der Wecker um 6.30 Uhr geklingelt. Natürlich ein letztes mal Frühstücken und um 8 Uhr ging der Bus Richtung Flughafen. Der Flieger ging von Kittilä nach Helsinki. Hier hatten wir 5 Std. aufenthalt. Die Zeit haben wir genutzt um etwas leckeres zu Essen und nochmal ausgiebig Erinnerungen und Mitbringsel zu shoppen.

Am Ende hatten wir keine Lust mehr und wollten endlich los. Natürlich musste der Flieger dann noch Verspätung haben. Irgendwann ging es dann doch aber los und wir kamen heil in Frankfurt an. Unser Gepäck auch. Um ca 20 Uhr bin ich dann bei mir durch die Haustür gefallen. Müde. Sehr müde, nach dieser teilweise doch anstrengenden Woche, aber unglaublich zufrieden :-)

Als Mitbringsel hab ich überwiegend essbares geshoppt. Die Schokolade von Fazer ist über die Grenzen hinaus sehr bekannt. Sei es die Tafeln, die Riegel (klassiche, Geisha oder Dumle) oder das Wiener Nougat (trotz des Namens ist es eine Spezialität aus Finnland xD). Sehr lecker alles. Natürlich musste ich mir auch ein wenig Lakritze einpacken – denn das verspeisen die Finnen in jeglichen Formen. Bei mir wurde es Salmiakki – salziges Lakritz. Ich hatte bereits vieles gehört, dass es sehr furchtbar wäre und nicht genießbar – aber ich fand es eigentlich ganz lecker.

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Fazit: So eine Husky-Tour ist ein Erlebnis für sich und eine Erfahrung die ich jetzt nicht mehr missen möchte. Ich bin kein riesiger Hunde-Fan (Katzen-Mensch!) und war auch ein wenig skeptisch, da man häufig liest, das man hier keine Berührungsängste haben darf. Das ist auch richtig. Die Hunde sind überall, alles riecht nach Hund. Wenn man kein Hunde-Mensch ist, ist das vielleicht nicht unbedingt süß wenn sie einen dauernd abschlabbern und anspringen. Das ein oder anderen mal habe ich meine kleinen Vier-Beiner auch verflucht (daher der Spitzname „Pestbeulen“), aber das ist ja alles nichts, was unerwartet kommt. Ich bin damit für die eine Woche gut klar gekommen und hab meine Kleinen nach der Woche auch irgendwie lieb gewonnen – auch wenn ich nicht sagen würde, das ich sie danach groß vermisst habe oder jetzt zum Hunde-Liebhaber bekehrt wurde. Man muss sich aber vorher bewusst sein, dass man hier sehr viel kontakt zu den Tieren hat. Nichts für Leute die keine Hunde mögen oder angst vor der Berührung haben – aber solche Leute werden so eine Tour wohl kaum buchen.

Unsere Tour war sehr cool und hat – gerade auch mit der Selbstversorgung – viel spaß gemacht. Es ist mehr ein Survival Urlaub gewesen und teilweise ziemlich anstrengend. Wer es lieber bequem und kuschlig hat, sollte so eine Tour nicht buchen. Aber dafür gibt es genug andere Touren/Anbieter die nach jedem Ausflug z.B. wieder zurück in die Lodge fahren. Ich hätte mir teilweise mehr Einweisung/Erklärung vom Guide gewünscht. Der war immer ziemlich kurz angebunden und für kleine Noobs wie mich, war es meistens einfach zu wenig. Das hat mir an der ein oder anderen Stelle auch ein wenig den Spaß verdorben, wenn man die ganze Zeit wie ein Depp rum rennt und nicht weiß was man tun soll, oder es falsch macht und dafür dann angemault wird. Das hatte alles schon ein wenig einen Friss-oder-Stirb-Charakter gehabt. Mit unserem Guide war ich jetzt nicht ganz 100% glücklich. Aber gut, das Risiko hat man bei solchen Touren immer.

Das Schlitten-fahren ansich war kein Problem (ich hatte am Anfang ja auch echt schiss, das ich es nicht hinkriege). Es gibt einige Feinheiten/Kniffe die man im Laufe der Zeit lernt, aber das ist nichts, was man nicht bewältigen kann. Man steigert sich nach und nach und der Anfang ist erstmal total easy – hier gibt es wirklich keinen Grund zur Sorge.
Unsere Tour war ausgelegt für Anfänger, die so eine Tour zum ersten mal machen. Was die Fitness angeht, muss man nicht mega trainiert sein, aber ein wenig Kraft/Ausdauer sollte man schon haben, da es doch auch körperliche arbeit ist. Btw. gebucht hatten wir über Diamir.

Ansonsten, die Landschaften von Finnland ist natürlich ein absoluter Traum und wir hatten echt Glück mit dem Wetter gehabt. Das einzige was ich vermisst habe waren die Nordlichter ^^ Wo kann ich mich beschweren?  :lol:

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