Ein (nasser) Tag in Bernkastel-Kues

An meinem ersten „richtigen“ Tag in Bernkastel-Kues wollte ich endlich richtig ausgiebig wandern gehen. Aber dann fing es an zu regnen….

Ein nasser Morgen

Zeitig bin ich an diesem Morgen wieder aus dem Zelt gerollt. Es war nicht ultra früh, aber früh genug, dass der Campingplatz noch in eine angenehme Ruhe gehüllt war. Wobei ich zugeben muss, dass der Platz an der Mosel zwar ultra idyllisch ist, aber nicht so ruhig, wie ich es mir erträumt hatte. Der Schiffsverkehr findet hier regelmäßig, unüberhörbar und auch in der Nacht statt. Alles war an dem Morgen etwas klamm und feucht, aber das Zelt hat – trotz miserablem Aufbau – seine gut Aufgabe erfüllt.

Reisebericht Bernkastel-KuesFrühstück zur Morgenstund

Heute wollte ich also richtig wandern gehen. Ich war noch etwas skeptisch wegen dem Wetter, da es bereits zu tröpfeln begonnen hatte. Ich frühstückte schnell, als es mal etwas trockener war und machte mich für meine Wanderung bereit. Ich gebe zu, ich weiß nicht, warum ich erwartet hatte, dass es besser wird, aber die Hoffnung stirbt wohl zuletzt. Mit Sack und Pack ziehe ich los und gehe nochmal aufs Klo. Als ich aus dem Klohäuschen raus komme, schüttet es aus sämtlichen vorhandenen Kübeln. So richtig. Ich stehe ein paar Minuten da und schaue mir das an, bevor ich einsehe, dass das so gerade keinen Sinn macht. Bis ich zu meinem Zeltplatz zurück gehechtet bin, bin ich auch schon komplett durchtränkt. Wohl doch erstmal nicht wandern. Also setze ich mich mit meinem Buch ins Auto und lese. Und lese. Und lese. Ungefähr 3 Std. lang, in denen ich regelmäßig den Regenradar checke und es kaum anstalten macht besser zu werden. Ich werfe einen Blick nach meinem Zelt und muss einsehen, dass es auch hier auch schon etwas nass geworden ist. Ich überlege tatsächlich, ob ich das ganze an dieser Stelle abbreche und nach Hause fahren soll, aber gegen 12 Uhr dann erscheint ein kleiner Hoffnungsschimmer am Horizont und der Regenradar verspricht Besserung.

Reisebericht Bernkastel-KuesRegen, Regen, Regen….

Da die Wetterlage nicht eindeutig geklärt ist, beschließe ich, nicht wandern zu gehen und mir einfach ein bisschen die Stadt anzusehen. Falls es wieder zu sturzartigen Regengüssen kommen würde, könnte ich mich immer noch in ein Cafe oder Restaurant flüchten, hätte aber an dem Tag trotzdem noch was anderes wie mein Auto-inneres gesehen. Als Opfer für den Wettergott lasse ich meinen Cappy für die Sonne zurück, da es in dem Moment nicht aussah, als würde ich das brauchen. Mit gemischtem Optimismus zog ich dann also los.

Reisebericht Bernkastel-KuesAber so Nebel-Wetter ist ansich schon ganz hübsch

Willkommen in Bernkastel-Kues!

Jetzt habe ich viel drum rum geredet, aber kommen wir doch mal kurz zu Bernkastel-Kues selbst. Die erste menschliche Besiedelung in dieser Gegend wird auf etwa 3.000 v Chr. geschätzt. Es gibt Belege eines römischen Kastells aus dem 4. Jhd, wobei die erste urkundliche Erwähnung der Stadt erst aus der ersten Hälfte des 11. Jhd stammt. Ursprünglich bestand Bernkastel-Kues aus zwei Ortschaften – der Stadt Bernkastel und dem Winzerdorf Kues -, die 1905 zusammengeschlossen wurden.

Reisebericht Bernkastel-KuesBernkastel und seine schöne Burg Landshut

Reisebericht Bernkastel-KuesHübsche Promenaden entlang der Mosel

Die Stadt im Herzen der Mittelmosel ist ein wunderbarer Ort um Urlaub zu machen. Als würde die besondere Atmosphäre einer Stadt am Wasser und umgeben Weinbergen nicht schon reichen, findet man hier an unterschiedlichen Stellen grandiose Ausblicke, eine tolle historische Altstadt, die auf eine lange Geschichte zurück blicken kann, viele Möglichkeiten für Outdoor-Aktivitäten, leckeres Essen und natürlich auch ausgezeichnete Weine, die von den bekannten Weinlagen der Region geprägt wurden.

Reisebericht Bernkastel-KuesBernkastel hat sogar ein Riesenrad zu bieten!

Die Stadtteile Bernkastel und Kues werden durch eine große Brücke miteinander verbunden. Von hier hat meine schöne Aussichten auf die Stadtteile, die Mosel und die Landschaften mit ihren Weinbergen. Die erste Straßenbrücke wurde hier 1872 bis 74 errichtet.

Reisebericht Bernkastel-KuesDie Brücke verbinden Kues mit Bernkastel

Reisebericht Bernkastel-KuesEine Sonnenuhr auf der Brücke zwischen Kues und Bernkastel

Der historischer Stadtkern

Ich überquere die Brücke und erreiche so die historische Altstadt, die als besonders sehenswert gilt. Bernkastel-Kues konnte ihr mittelalterliches Stadtbild erhalten und hat einige der schönsten Fachwerkhäuser der Region. Malerische kleine Gassen ermöglichen ein gemütliches herum schlendern und nebenbei-erkunden der Stadt. Zahlreiche Winzerkeller laden zur Weinprobe ein und wenn nicht gerade Corona herrscht, bietet die Stadt auch regelmäßige Weinfeste und Veranstaltungen.

Reisebericht Bernkastel-KuesKleine Gassen führen in den historischen Stadtkern

Hier befindet sich auch vermutlich der Mittelpunkt der Stadt: der historische Marktplatz. Der kleine Platz ist gesäumt von zahlreichen hübschen und alten Fachwerkhäusern, kleinen Geschäften und Cafes. 1291 erhielt die Stadt das Stadtrecht, woraufhin das erste Rathaus am Marktplatz errichtet wurde. Das heutige Rathaus wurde 1608 im prunkvoll Renaissancestil errichtet und ist auch heute noch ein sehr beeindruckendes Gebäude am Platz. Hier steht auch der Michaelsbrunnen, der auch als Marktbrunnen bekannt ist. Er wurde sogar vor dem Rathaus 1606 errichtet. Auch der Brunnen trägt das Wappenschild, welches von zwei Fischmännern gehalten wird. Oben thront eine Figur des Sankt Michael mit Waage und Schwert – dem Schutzpatron von Bernkastel. Er wird zusammen mit einem Drachen dargestellt, der lt. dem Christentum den Teufel in Gestalt des Drachen darstellt, den Sankt Michael bezwungen hat.

Reisebericht Bernkastel-KuesDer Marktplatz in seiner ganzen Pracht

Reisebericht Bernkastel-KuesAltes Fachwerk in Bernkastel-Kues

Reisebericht Bernkastel-KuesDas Rathaus mit dem Michaelsbrunnen

Reisebericht Bernkastel-KuesBernkasteler Stadtwappen und das kurtrierischen Kreuz am Rathaus

Reisebericht Bernkastel-KuesAm Rathaus ist auch heute noch der Pranger zu sehen, an dem Verbrecher mit Ketten in der Öffentlichkeit festgekettet wurden

Reisebericht Bernkastel-KuesDie heutige Figur am Michaelsbrunnen ist eine Nachbildung, da das Original während des Zweiten Weltkriegs zerstört wurde

In der näheren Umgebung des Marktplatzes befinden sich zwei besondere Häuser, die beide heute als Weinstuben genutzt werden: das Spitzhäuschen und das Heinz’sches Haus. Das Spitzhäuschen wurde 1416 erbaut und scheint auf einem viel zu kleinen Sockel zwischen den Häusern zu balancieren. Das Haus gilt als Juwel der bürgerlicher Baukultur des Mittelalters und ist ein Beispiel für ein altes moselländisches Winzerhäuschen mit ausgebautem Weinkeller. Wegen Brandgefahr war lange Zeit das Fachwerk überputzt. Es wurde 1914 wieder freigelegt. Auf der anderen Seite des Marktplatzes befindet sich das Heinz’sches Haus von 1583, welches (zusammen mit dem Spitzhäuschen) zu den ältesten Häusern der Stadt gehört. Es gilt als das am reichsten und schönsten verzierten Fachwerkhaus am Marktplatz. Es fällt besonders durch sein sehr niedriges Erdgeschoss auf, welches ursprünglich zu einem Hallenerdgeschoss gehörte, was später in zwei niedrige Stockwerke aufgeteilt wurde. 

Reisebericht Bernkastel-KuesSieht etwas wackelig aus, aber hält: das Spitzhäuschen

Reisebericht Bernkastel-KuesDas Heinz’sches Haus, mit seinem niedrigen Erdgeschoss

Vom Marktplatz aus schlender ich noch ein wenig durch die hübschen Gässchen Bernkastel-Kues. 

Reisebericht Bernkastel-KuesViel Fachwerk, einige putzige Geschäfte und im Hintergrund die Weinberge

Reisebericht Bernkastel-KuesBernkastel-Kues hat einige hübsche Restaurants zur Auswahl

Weiter ging es für mich zu einem kleinen Geschäft, dem Bonbon Willi. Wer noch ein Mitbringsel benötigt, kann in dieser historischen Bonbonmacherei Bonbons kaufen, die noch so wie vor 100 Jahren hergestellt werden. Die kleinen Leckereien gibt es in den unterschiedlichsten Geschmäckern, wie z.B. Riesling Rotweinbonbons – passend zur Region. Wer Glück hat, kann bei der Herstellung zusehen. Während meines Besuchs wurden gerade keine Bonbons frisch hergestellt, aber das hat mich nicht daran gehindert, ein paar Sorten zu probieren und mitzunehmen.

Reisebericht Bernkastel-KuesEine gewaltige Auswahl bei Bonbon Willi

Langsam bekomme ich hunger. Viele der Restaurants sehen schon recht voll aus. Im Restaurant Alt Bernkastel konnte ich schließlich einen Platz im Außenbereich ergattern – dank Corona und Abstand halten, waren die Plätze natürlich noch begrenzter als sonst. Für mich gab es einen köstlichen Kartoffelauflauf mit Käsesauce. Dazu gönne ich mir noch einen Kerner Spätlese Wein, der wirklich ausgezeichnet war (so ausgezeichnet, das ich mir noch zwei Flaschen für zuhause mitgenommen habe) und einen erfrischenden Traubensaft aus Trauben aus der Region. Die Bedienung war auch super nett – insgesamt ein sehr schöner Platz für eine Pause. 

Reisebericht Bernkastel-KuesDas Restaurant Alt Bernkastel

Reisebericht Bernkastel-KuesEin leckerer Kartoffelauflauf mit Wein und Saft 

Gut gesättigt ziehe ich nochmal los, – mit dem Sightseeing bin ich noch nicht fertig. Als nächstes führt mich mein Weg zum Bärenbrunnen Plaza, dessen Brunnen recht eindeutig zu erkennen ist. Früher fand die Versorgung der Häuser mit Wasser über einen Ziehbrunnen, dem Pütz, statt. Viele Häuser hatten ihre eigene Pütze und das Wasser wurde zum Trinken, aber auch putzen und waschen genutzt. Es gab auch öffentliche Brunnen, die Bore genannt wurden. In Bernkastel-Kues fand man solche Boren z.B. auf dem historischen Marktplatz, am Heimatmuseum Graacher Tor und am Bärenbrunnen Plaza. Eine alte Geschichte erzählt, dass der Name Bernkastel von dem Wort Bärenkessel abstammt, was auch zu dem Stadtwappen passen würde, auf dem ein Bär zu sehen ist. Der alte Brunnen an dieser Stelle wurde 1899 abgerissen. Der neue fand erst 1968 seinen Weg hierher und wurde deutlich aufwändiger Gestaltet. 

Reisebericht Bernkastel-KuesDer heutige Brunnen erinnert mit seinen zwei Bären an den historischen Bärenpütz und an die Wappentiere der Stadt

Mein Weg zieht mich weiter nach Norden, zum Graacher Tor. Es ist das letzte erhaltene Stadttor von ehm. 8 Tore & Pforten der Stadtbefestigung und wurde nach dem Nachbarort Graach benannt, in dessen Richtung der Weg führt. Die damalige Stadtbefestigung wurde um das Jahr 1300 errichtet. Im 18. Jhd wurde das Tor umgebaut, 1714 benutzte man es als Gefängnis. Danach entstanden im Tor Wohnungen. Seit 1985 wurde das Graacher Tor zu einem Heimatmuseum umgestaltet, welches über die 700-jährige Stadtgeschichte und die Entwicklung Bernkastels erzählt.

Reisebericht Bernkastel-KuesDas Graacher Tor aus der Stadt gesehen

Hier verlasse ich mal kurz die Stadt und wandere ein bisschen durch die Weinberge. Das Wetter ist inzwischen so pervers heiß und sonnig geworden, das ich nur ganz kurz darüber nachdenke, ob ich vielleicht doch jetzt noch zu einer Wanderung starten soll. Da ich auf dieses Wetter aber so nicht vorbereitet war und ich inzwischen auch zwei Flaschen Wein in meinem Rucksack habe, entscheide ich mich doch dagegen. Ich vermisse nun schmerzlich mein Cappy, da die Sonne mir jetzt erbarmungslos auf den Schäden knallt. Aber ein Opfer, ist wohl ein Opfer. Von hier aus komme ich zum Doktorberg, der als einer der berühmtesten und (einst) teuersten Weinberge der Welt gilt. Rieslingweine von hier werden von Weinkritikern gern zu den besten Weißweine gezählt. Eine Geschichte erzählt, dass der Erzbischof und Kurfürst Boemund II hier durch ein Glas Wein von einer schweren Krankheit geheilt werden konnte. Zwar ist nicht eindeutig geklärt, warum der Doktorberg so heißt wie er heißt, aber vielleicht hat es ja etwas damit zu tun?!

Reisebericht Bernkastel-KuesDer Doktorkeller der Familie Thanisch – die einen des Doktorberges gepachtet haben

Reisebericht Bernkastel-Kues

Reisebericht Bernkastel-KuesEine putzige kleine Hütte, inmitten der Weinberge

Reisebericht Bernkastel-KuesDer Doktorberg über dem historischen Ortskern

Ich wandere zurück in die Stadt und komme am Karlsbader Platz vorbei. Den Namen hat der Platz von der bekannten tschechischen Kurstadt Karlovy vary/Karlsbad erhalten. Seit 2000 ist sie die Partnerstadt von Bernkastel Kues und dieser Platz ist ihr gewidmet. Hier findet man zahlreiche Cafés, Restaurants und Weinstuben und – wenn nicht gerade Corona herrscht – finden hier auch regelmäßig Konzerte oder andere Veranstaltungen statt. Hier steht auch ein Brunnen, der ein Geschenk aus Karlsbad war. Sein Pendant findet man in Karlsbad an der Pestsäule. Er symbolisiert das ewige Leben und ist mit einem Jungen- und Mädchengesicht verziert. Während das Jungengesicht – mit seinen geschlossenen Augen – für die Nacht steht, steht das Mädchengesicht für den Tag. Oben befinden sich noch zwei Schlangen, die die ewige Kraft verkörpern. 

Reisebericht Bernkastel-Kues

Reisebericht Bernkastel-KuesDie Wappen der beiden Städte (Karlsbad links, Bernkastel-Kues rechts) zieren den Platz

Reisebericht Bernkastel-KuesDer Brunnen am Karlsbader Platz

Nicht weit vom Karlsbader Platz befindet sich die Pfarrkirche Sankt Michael. Der über 600 Jahre alte Turm prägt das Stadtbild, denn er ist bereits von weitem zu sehen. Ursprünglich wurde er 1291 als Wehrturm errichtet und war Teil der Stadtbefestigung. Die Kirche selbst wurde erst in der zweiten Hälfte des 14. Jhd errichtet und der 56m hohe Turm wurde in den Kirchenbau integriert. Heute ist die Kirche das einzige einheitlich erhaltene Bauwerk aus dieser Zeit in der Moselgegend. Während meines Besuches wurde die Kirche renoviert und war von einem Gerüst umgeben. 

Reisebericht Bernkastel-KuesDie Sankt Michael im Stadtbild von Bernkastel

Reisebericht Bernkastel-KuesDer alte Turm der Kirche Sankt Michael war ursprünglich ein Wehrturm der Stadtbefestigung

Reisebericht Bernkastel-KuesNatürlich kann man hier auch ausgezeichnet Boot fahren

Ich habe langsam alles von meiner Liste abgearbeitet und es zieht mich wieder zurück zum Camping-Platz. Einen letzten Punkt habe ich noch auf meiner Liste, das St. Nikolaus-Hospital oder auch Cusanusstift, welches auf der anderen Seite der Mosel liegt und als Wahrzeichen des Stadtteils Kues gilt. Über die Brücke geht es wieder zurück nach Kues. Bereits von weitem ist das ehm. Armenhospital zu sehen, welches von Nikolaus von Kues um 1460 gestiftet wurde. Damals hatte das Hospital genau 33 Plätze für alleinstehende Männer aus dem Adel, dem Klerus und dem normalen Bürgertum. Seit den 1960er Jahren werden aber auch Frauen aufgenommen. Das St. Nikolaus Hospital ist auch heute noch ein Altenheim. Normalerweise kann man das Hospital kostenfrei besichtigen (es gibt wohl einen hübschen Kreuzgang und eine Hospitalkapelle) und auch die Bibliothek (nur im Zuge einer Führung) besuchen. Wegen Corona waren das Hospital für die Öffentlichkeit geschlossen. 

Direkt nebendran befindet sich das Mosel-Weinmuseum mit seiner Moselvinothek. In dem kleinen Museum wird auf multimedialen Präsentationen die Geschichte des Weins an der Mosel erzählt. Die Vinothek befindet sich im historischen Gewölbekellern des St. Nikolaus-Hospitals und hier kann man über 160 Weine aus der Region probieren. Da ich an diesem Tag schon etwas müde war, nahm ich mir einen Besuch für den kommenden Tag vor. 

Reisebericht Bernkastel-KuesDas St. Nikolaus Hospital man der Mosel

Reisebericht Bernkastel-Kues

Obwohl es zu diesem Zeitpunkt noch nicht arg spät war, war ich ziemlich müde geworden. Vermutlich habe ich zu viel Sonne auf den Kopf bekommen. Daher ging es für mich ab hier wieder zurück zum Zeltplatz, wo ich mich schon darauf freute, zu chillen und weiter zu lesen. 

Reisebericht Bernkastel-KuesMmh.. ich bin mir nicht sicher, ob ich diese Rundfahrt buchen möchte

Reisebericht Bernkastel-KuesKaum zu glauben, wie es noch ein paar Stunden vorher wettertechnisch hier ausgesehen hat

Wie ging es weiter?

Der Abend war eigentlich noch sehr entspannt. Dank der vielen Sonne ist mein Zelt und alles drum herum wieder schön getrocknet. Es gab eine einfache, aber leckere Nudelsuppe als Abendessen, mein Feierabend Bierchen und viel lesen in meinem Campingstuhl. Müde ging es dann irgendwann wieder in den trockenen Schlafsack und zum gezirpe der Grillen bin ich eingeschlafen. Nachts bin ich nochmal aufgewacht und habe ich kurz etwas gegruselt, weil ich mir eingebildet hatte, jemand schleicht um mein Zelt herum, aber dann wollte ich doch lieber noch etwas schlafen.

Reisebericht Bernkastel-KuesDer Weinort Kues

Reisebericht Bernkastel-KuesAbendessen – Nudelsuppe mit Croutons

Der nächste Tag fing aber nochmal genauso deprimierend an, wie der vorherige. Regen, Regen und noch mehr Regen. Wie auch am Vortag, konnte ich gerade so frühstücken, bevor es dann wieder endlos schüttete. Der Regenradar versprach auch – zumindest in absehbarer Zeit – keine Besserung. Und dann, hatte ich keine Lust mehr. Ich war generell auch ziemlich schlapp (vielleicht ein Sonnenstich vom Vortag?!) und hatte keine Lust wieder 4 Std. oder länger zu warten um dann zu sehen, ob es vielleicht besser wird und habe daher – in einem etwas Regen schwacheren Moment – mein Lager abgebrochen und bin nach Hause gefahren…

Reisebericht Bernkastel-Kues

Schade, schade. So konnte ich nicht noch das Mosel-Weinmuseum und die Vinothek besuchen. Ich konnte keine richtige Wanderung machen – und um ehrlich zu sein, der Walderlebnispfad war ganz süß, aber wegen dem bin ich nach Bernkastel-Kues gekommen. Ich wollte zur Burgruine Landshut wandern, den Olymp erklimmen (höchster Berg der Region) und Wasserfälle entdecken. Aber gut. Manchmal ist es so im Leben und immerhin hatte ich mir noch die Stadt angucken können. Darüber bin ich ganz happy, denn Bernkastel-Kues ist wirklich eine sehr hübsche und sehenswerte Stadt. Glücklicherweise ist die Anfahrt hierher für mich nicht so lang, von daher bin ich mir ziemlich sicher, dass ich in absehbarer Zeit einen zweiten Versuch wagen und diesmal hoffentlich besseres Wetter haben werde. Insgesamt konnte ich dieses Camping-Wander-Ding aber auf jeden Fall fühlen, auch wenn ich noch ein wenig mehr Sport machen und mich etwas besser organisieren muss. Ich bin gespannt, wie das weitergehen wird!

Siehe auch:
Teil 1 meines Bernkastel-Kues Reiseberichts: Wandern & Campen: Walderlebnispfad
Übersichtskarte mit allen genannten Punkten und Route
Hinweis: Alle genannten Unterkünften/Touren/Restaurants/etc. habe ich selbst gebucht und bezahlt. Dies sind lediglich Empfehlungen bzw. Erfahrungsberichte meinerseits und es erfolgte keine Zusammenarbeit mit einer Firma. Ich wurde für die Verlinkung/Werbung nicht bezahlt. Ich bin ein privater Blog und verdiene damit keinerlei Geld. Ich habe einfach nur Spaß am bloggen und reisen und teile dies mit der Welt :-)

Habt ihr noch Fragen? Schreibt mir gern - die Antwort kann aber evtl. ein bisschen dauern ;-) Seid mir nicht böse