Ein Besuch in Limburg und Ziele in der Umgebung

Es war mal wieder Zeit für einen Tagesausflug. Dieser führte uns zu dem Städtchen Limburg an der Lahn mit seiner historischen Altstadt und einigen Zielen in der Umgebung, – wie die Kubacher Kristallhöhle und die Burg Freienfels…

Die Kubacher Kristallhöhle

Unser erster Stop an diesem Tag war die Kubacher Kristallhöhle. Diese kann von Ende März bis Mitte November innerhalb einer Führung besichtigt werden. Die Führung kostet 6 € (eine Fotoerlaubnis kann man für 1 € extra erwerben) und dauert ca 45 Min. Die Temperatur in der Höhle beträgt konstant 9° – also lieber noch eine Jacke extra einpacken. Die Höhle liegt 50-70m unter der Erdoberfläche und ist die einzige Calcitkristallhöhle in Deutschland. Außerdem ist sie mit 30 Metern Höhe die höchste Schauhöhle.

Reisebericht Limburg347 Stufen muss man bewältigen um die Höhle sehen zu können

Nachdem wir die Tickets gekauft haben, werfen wir noch einen Blick in das dazugehörige Museum. Hier wird über die Entdeckungsgeschichte der Kristallhöhle berichtet und man kann eine große Mineralien- und Gesteinssammlung begutachten. Vor dem Museum befindet sich auch ein Freilichtsteinemuseum mit Gesteinsarten aus unterschiedlichen Epochen der Geschichte.

Reisebericht LimburgSteine und Geschichte im kleinen Museum der Kristallhöhle

Reisebericht LimburgDas kleine Freilichtsteinemuseum 

Die Führung beginnt und wir werden von unserer Führerin eingesammelt. Zu unserem Schutz bekommt jeder einen Helm und schon geht es los. Auf dem Weg nach unten geht es 347 Stufen hinab. Auf unserem Rundgang erzählt man uns einige interessante Information zu der Höhle und ihrer Geschichte. Entstanden ist sie während der Eiszeit und bisher ist nur ein kleiner Teil freigelegt worden. Entdeckt wurde sie auf der Suche noch einer prächtige Tropfsteinhöhle, die sich lt. Aussage von Bergleuten aus dem 19. Jhd in dieser Region befinden soll. Die Lage dieser Tropfsteinhöhle geriet allerdings in Vergessenheit. Die Suche und später dann Erschließung der Kristallhöhle war recht langatmig, da es nur wenige finanzielle Mittel für dieses Projekt gab. 1974 wurde die Kubacher Kristallhöhle das erste Mal von Menschen betreten und erst nachdem man wertvolle Gestein hier fand, wurden Mittel freigegeben. Seit 1981 ist sie für die Öffentlichkeit zugänglich.

Reisebericht LimburgEinen kleinen „See“ gibt es hier auch

Reisebericht LimburgAuf- und Abstiege in der Kristallhöhle

In der Höhle bekommt man einen schönen Einblick über die Erdgeschichte und kann rund 350 Million Jahre alten Kalkstein, Kristalle und Perltropfsteinen bewundern. Insgesamt eine sehr schöne Tour!

Reisebericht LimburgEin paar Perltropfsteinen 

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Ein flauschiger Guide auf der Burg Freienfels

Von dem Eingang der Kubacher Kristallhöhle kann man bereits unser nächstes Ziel erblicken: die Burg Freienfels. Die Ruine der Burg, die auf einem Felssporn errichtet wurde, wurde vermutlich um 1300 von den Grafen von Diez-Weilnau errichtet um ihre Position gegenüber dem Grafen von Nassau zu sichern. Urkundlich wurde sie das erste mal 1327 erwähnt, als sie innerhalb eines Testaments weitervererbt wurde. Der Erbe verkaufte die Burg an den Grafen von Nassau – womit sie für ihn keine Gefahr mehr war. Um 1466 gelangte die damals baufällige Burg in den Besitz des Ritters von Schönborn, dessen Familie die Burg für Rund 220 bewohnten. 1687 wurde die Burg allerdings weiterverkauft an den Freiherr von Friesensee und 1724 wieder an die Grafen von Nassau. Im Laufe der Jahrhunderte verfiel die Burg allmählich – im Gegensatz zu vielen anderen wurde sie nicht durch einen Krieg zerstört. Die Dorfbewohner nutzen sie als Steinbruch. 1910 wurden Instandsetzungsarbeiten vorgenommen – so konnte die gesamte Ruine der Öffentlichkeit zugängig gemacht werden.

Reisebericht LimburgDie Burg Freienfels in herbstlicher Landschaft

Reisebericht LimburgSind diese Wolken nicht großartig? 

Von Anfang April bis Ende Oktober kann die Burg tagsüber auf eine Faust und kostenfrei erkundet werden (sofern keine Veranstaltung statt findet). Bekannt wurde die Ruine durch die alljährlich stattfindenden Freienfelser Ritterspiele, die mehrere tausend Besucher anzieht. Wir parken in der kleinen Ortschaft und laufen etwa 5-8 Minuten von dort aus zur Burg. Es gibt zwar nicht besonders viel zu sehen/zu erkunden, trotzdem ist die Ruine ganz hübsch.

Reisebericht LimburgDie Burg Freienfels von außen

Reisebericht LimburgTeile des Innenhofs

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Unser Besuch wurde zu einem kleinen Highlight, da sich zu uns unser persönlicher, kleiner Guide gesellte. Eine graue Katze schloss sich auf dem Weg zur Burg uns an und wich uns nach kurzen Streicheleinheiten nicht mehr von der Seite. Selbst als wir den Turm besichtigten, den man über ein paar steile Treppen erkunden kann, folgte sie uns bis nach oben. Für ihre Führung verlangte sie aber regelmäßig und lautstark nach Streicheleinheiten. Etwas schwieriger war es, die Katze wieder mit nach unten zu bringen – da man auch geschlossene Türen passierte, mussten wir natürlich darauf achten, sie auch wieder mit raus zu bringen. Nur widerwillig ließ sie sich wieder raus locken – ihr wäre es lieber gewesen, wir hätten sie noch länger gestreichelt.

Reisebericht LimburgUnser flauschiger Guide – sie guckt etwas grimmig, war aber sehr lieb

Reisebericht LimburgDie Aussicht vom Turm auf einen herbstlichen Wald

Reisebericht LimburgUnser Guide nahm seine Aufgabe wirklich sehr ernst und wich uns nicht von der Seite

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Ein Spaziergang durch Limburg an der Lahn 

Von der Burg geht es in die etwa 30km entfernte Stadt Limburg. Die erste urkundliche Erwähnung – damals noch unter Lintpurc – ist aus dem Jahr 910 – wobei man davon ausgeht, dass zumindest die Burg Limburg deutlich älter ist. Die heutige Altstadt entwickelte sich im 11. Jhd. Es ließen sich hier reiche Kaufleute nieder und so erblühte der Handel der Stadt. Beigetragen hat dazu sicherlich auch, dass sie auf dem Handelsweg (Via Publica) zwischen Frankfurt und Köln lag. 1344 wurde Limburg allerdings von der Pest und Feuer heimgesucht, dazu kam noch der Aufstieg der Territorialfürsten und die Stadt verlor mehr und mehr an Wert. Einen Aufschwung gab es erst wieder im 19. Jhd, als Limburg 1827 Bischofsresidenz wurde und 1862 Knotenpunkt wichtiger Eisenbahnstrecken. Viele der alten Gebäude wurden aufwändig restauriert und laden so zu einem gemütlichen Spaziergang durch die Altstadt ein.

Reisebericht LimburgDer Limburger Dom mit der Lahn – mega schön!

Wir parken auf der anderen Lahnseite und überqueren den Fluss über die Alte Lahnbrücke. Die heutige Brücke wurde 1315 erbaut. Seit dem Jahr 1160 existierte hier wohl bereits eine Brücke aus Holz. Nachdem mehrere Holzbrücken an dieser Stelle durch Hochwasser zerstört wurde, kam der Entschluss eine aus Stein zu bauen. Sie diente auch als Überquerung der Lahn des Handelswegs der Via Publica. In der Mitte der Brücke steht eine Figur des Heilige Nepomuk – der Brückenheiliger. Früher gab es hier zwei Brückentürme, die zur Stadtmauer gehörten. Heute ist nur noch einer dieser beiden Türme übrig – angeblich der einzige bewohnbare Brückenturm Deutschlands.

Reisebericht LimburgDie Gesamtlänge der Brücke beträgt 106 Meter 

Reisebericht LimburgDer Heilige Nepomuk mit dem Dom im Hintergrund

Nachdem wir die Lahn überquert haben, tauchen wir in die Altstadt der Stadt ein. Hier findet man zahlreiche kleine Geschäfte, die das Sammelherz mit Nippes, Mode oder Kunst höher schlagen lässt. Kleine Cafes laden zu einer Pause mit leckerem Eis oder köstlichem Kuchen ein. Natürlich müssen auch die vielen, alten und hübschen Fachwerkhäuser erwähnt werden, von denen auch einige mit einer spannenden und interessanten Geschichte daher kommen. Die Straßennamen geben Aufschluss darüber, welches Gewerbe hier früher ausgeübt wurde. So z.B. wurde auf dem Rossmarkt mit Vieh gehandelt, auf dem Kornmarkt mit Korn. Die Barfüßerstraße, Kolpingstraße, Pfarrweg und die Nonnenmauer erzählen von den zahlreichen Verbindungen zu der Kirche hin.

Reisebericht LimburgDie Altstadt von Limburg – ein Fachwerkhaus nach dem anderen

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Besonders aufgefallen ist uns das Haus der sieben Laster aus dem 16. Jhd, dass bekannt wurde durch seine holzgeschnitzten Köpfe über der Eingangstür, welche die sieben biblischen Laster verkörpern. 2001 wurde es im Originalzustand restauriert und in ein kleines Kunstmuseum umgewandelt. Einige der ältesten Fachwerkhäuser der Stadt aus dem 13. Jhd findet man am Fischmarkt. Anhand des Namens könnte man meinen, dass hier früher mit Fisch gehandelt wurde, aber tatsächlich erst seit 1317. Davor war der Name noch Fismart und war so den Wollwebern vorbehalten. Das Haus namens Römer 2-4-6 – der Name lässt sich von der Straßenbezeichnung und seiner Hausnummer ableiten – ist das ältesten freistehenden Fachwerkhaus Deutschlands. Auch sehr hübsch ist das Werner-Senger-Haus. Seine erste Erwähnung stammt aus 1274 – erbaut wurde es vermutlich aber bereits früher. Benannt ist es heute nach dem Kaufmann Werner Senger – ob er allerdings je in diesem Haus wohnte, ist unklar und evtl. bekam es nur irrtürmlich den Namen. Zumindest ist es heute das älteste, bekannte Haus der Altstadt.

Reisebericht LimburgFachwerkhäuser in der Altstadt

Reisebericht LimburgLinks das Haus der Sieben Laster

Reisebericht LimburgDie Sieben Laster über der Eingangstür

Reisebericht LimburgDas Fachwerkhaus am Römer 2-4-6

Reisebericht LimburgLinks das Werner-Senger-Haus

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Spannend und historisch prägend ist das Haus Kleine Rütsche 4. Es war das „Nadelöhr“ auf dem Handelsweg zwischen Frankfurt und Köln. Hier befand sich die engste Stelle der ganzen Strecke und voll beladene Wagen mussten häufig hier abgeladen werden, damit die Fuhrleute nicht stecken blieben. Die Maße dieser engen Stelle wurden sogar auf dem Heumarkt in Köln angezeigt, damit die Wagen bereits vorab richtig bepackt werden konnten. War der Wagen doch zu breit bepackt, mussten sie an der Stelle abgeladen werden. Die Limburger boten hier einen besonderen Service: gegen Entgelt halfen sie die Wagen abzuladen, die Waren durch das Nadelöhr zu transportieren und auf der anderen Seite wieder aufzuladen. Das brachte ihnen den Spitznamen „Säcker“ ein – der auch heute noch für aus der Altstadt stammenden Einwohner geläufig ist.

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Wir verlassen die Altstadt über eine Treppe zu dem auf einem Felsen thronenden Georgsdom. Der 1235 geweihte Dom ist bereits von weithin sichtbar und hat Sieben Türme – mehr als jede andere Kirche in Deutschland. Diese stehen für die Anzahl der Sakramente, wobei die südlichen Ecktürme erst 1863 nachträglich hinzugefügt wurden. Wann die erste Kirche auf dem Fels erbaut wurde ist nicht eindeutig nachweisbar. Die erste wurde aber bereits 910 errichtet und es folgten noch weitere, bevor die heutige Kathedrale errichtet wurde. Die Farben des Doms sind weiß, rot, schwarz und ein wenig ocker und grün – diese wurden zwischen 1968 imd 1972 rekonstruiert, nachdem sie im 19. Jhd nach einer Restaurierung entfernt und in „felsfarbend“ geändert wurde. Nicht weit vond dem Dom befindet sich das Diözesanmuseum im Burgmannenhaus. Es wurde um 1544 erbaut und behergbergt heute die bedeutendste Kunstsammlung zwischen Köln und Frankfurt.

Reisebericht LimburgDie Treppen führen uns hinauf zum Dom

Reisebericht LimburgFrüher zierte der Dom die Rückseite des 1.000 Mark-Scheins

Reisebericht LimburgDer hohe Innenraum der Kirche

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Reisebericht LimburgDas Diözesanmuseum 

Direkt hinter dem Dom befindet sich das Limburger Schloss, oder auch Burg Limburg. Die mittelalterliche Festung wurde vermutlich auf einer ehm. keltischen Siedlung von um 500 v. Chr. errichtet. Ab dem Jahr 800 gab es hier bereits eine Burganlage, die der Straßensicherung diente. Ab dem 13. Jhd diente ein Teil der Anlage als Wohnung der Herren von Limburg und wurde schlossähnlich umgebaut. Im Laufe der Jahre wechselte die Burg immer wieder ihre Besitzer.  1995 wollte das Land Hessen sie an einen privaten Investor verkaufen, was aber zu starken öffentlichen Protesten führte. So wurde ein Verein gegründet und die Stadt kaufte sie 2000 für den symbolischen Preis von einer Mark. Heute befindet sich hier das Stadtarchiv. Leider kann sie nicht besichtigt werden und auch der frei zugängliche Innenhof ist sie nicht besonders spektakulär. Wobei, wenn man eh schon beim Dom ist, kann man auch einen Blick riskieren. Deutlich mehr macht sie aus der Ferne her, wie sie auf dem Felsen liegt.  

Reisebericht LimburgDie Burg vom Roßmarkt aus

Reisebericht Limburghübsche Details im Burghof

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Wir pilgern wieder hinab in die Altstadt, wo wir uns eine Stärkung gönnen wollten. Zwischen den zahlreichen Cafes und Eisdielen wählen wir das Café Will, welches zwar auch ein wenig touristisch wirkt, aber ein Stück Limburger Geschichte mit sich bringt: es ist das älteste Cafe Limburgs und wurde das erste Mal um 1364 erwähnt. Die Geschichte der Betreiber Will beginnt 1880 als Josef Will das Cafe erwarb und ein Backhaus eröffnete. Seit 1984 wird das Cafe in der vierter Generation geführt. Wir können noch einen Platz im Außenbereich ergattern und gönnen uns neben einer heißen Schokolade ein leckeres Stück Kuchen.

Reisebericht LimburgWeitere Fachwerkhäuser in der Altstadt

Reisebericht LimburgWirklich lecker und auch hübsch eingerichtet – das Cafe Will

Wer jetzt noch ein leckeres Mitbringsel braucht, oder sich selbst was mit bringen will, kann noch einen Blick in das Schokoladenhaus werfen. In diesem kleinen Laden findet man edelste Schokolade und Praline – nicht nur aus Deutschland. Gegen eine Gebühr kann man hier auch an einmal im Monat statt findenden Verkostungen teilnehmen.

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An der Plötze werfen wir einen Blick auf den „Limburger Trinker“ oder auch den Brunnen Hattstein. Einge geschichte erzählt, dass der Raubritter von Hattstein den Limburgern ein Dorn im Auge war, so ernannten sie ihn zum Stadthauptmann. Die Wahl war nicht schlecht, denn er war groß und stark und kannte die hiesigen Langfinger. Seinen Moment hatte er, als er ein Fass des begehrten Weines „Runkeler Rote“ besorgen sollte, denn die Runkeler wollten ihren Wein nicht verkaufen. Sie willigten allerdings ein, ein Fass abzugeben, wenn es einen Limburger gäbe, der das ganze Fall auf einmal austrinken konnte. So steht der Ritter heute noch und trinkt seinen Wein.

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Reisebericht LimburgAm Weinhauses Schultes kann man die biblische Verzierhung von „Noa und dem Wal“ entdecken – wobei
dieser seltsame Wal Schnauze, Zähnen, Beinen und Ohren hat

Wir machen einen kurzen Abstecher in die Neustadt. Diese wird von der Grabenstraße von der Altstadt getrennt. Hier beginnt die Hektik der Einkaufsstraße. Ein ganz hübscher Anblick ist das Rathaus, welches um 1898 fertig gestellt wurde, nachdem das alte Rathaus zu klein wurde. In dem Turm befindet sich ein Glockenspiel mit 33 Liedern.

Reisebericht LimburgZunächst sieht das Rathaus nicht so spannend aus (wobei der Brunnen ganz hübsch ist) … 

Reisebericht Limburg… bis man dann das historische Gebäude dahinter erblickt

Reisebericht LimburgDer hübsche Turm mit Glockenspiel

Wir schlendern durch die Einkaufsstraße, bevor wir dann beim Neumarkt wieder Richtung Altstadt abbiegen. Hier besuchen wir den Georgsbrunnen, der den heiligen Georg zeigt, nachdem auch schon der Georgsdom benannt ist. Der 1910 gestiftete Brunnen zeigt den christlichen Heiligen, der während der Christenverfolgung zu Zeiten des Römischen Reichs ein Martyrium erlitt. Um seine Person ranken sich natürlich div. Legende, wie die des Drachentöters. Eine Legende, wie aus dem Märchen: er rettet eine jungfräuliche Königstochter vor einem Drachen, welcher dabei schwer verletzt wurde. Danach konnte die Königstocher ihn zahm in die Stadt führen, der König und das Volk ließen sich taufen und Georg erschlug den Drachen und das Land ist vom Bösen befreit.

Reisebericht LimburgGeorg erschlägt den Drachen

Zurück in der Altstadt schlendern wir die Barfüßerstraße Richtung Bischofsplatz. Hier entdecken wir nochmal ein paar richtig schicke Fachwerkhäuser mit hübschen Verzierungen und Details.

Reisebericht LimburgBlick auf die Barfüßerstraße 

Reisebericht LimburgDas prächtige Kaffeehaus 

Reisebericht LimburgVerrückter Fassadenschmuck an der Kunstbäckerei Hensler

Der Bischofsplatz entstand vermutlich gegen 1322, als die dortige Stadtkirche Limburg errichtet wurde. Auch hier findet man noch einie hübsche Fachwerkhäuser (die letzten für heute – versprochen!). An der Westseite ziert eine Gruppe von 5 Fachwerkhäusern aus dem 15. Bis 17. Jhd den Platz. Das Eckhaus Haus Bayron stammt aus dem 14. Jhd. Insgesamt ein hübscher, gemütlicher Platz. Die Stadtkirche wurde zu Beginn des 14. Jhd Dank großzügiger Spenden wohlhabender Bürger errichtet, als sich die Franziskaner in Limburg nieder ließen. 1485 spendeten sie ihren gesamten Besitz dem Erzbischof von Trier und die Reformation 1577 bis 1582 führte zur Schließung des dazugehörigen Klosters und der Kirche. Im 17. Jhd wurde die Kirche allerdings wieder genutzt. 1820 wurde sie dann vom Staat übernommen und zur Stadtkirche ernannt. Das Äußere mag nicht so spannend sein, aber dafür ist sie von innen sehr hübsch!

Reisebericht LimburgFachwerkhäuser mit kleinen Cafes 

Reisebericht Limburg

Reisebericht LimburgDie Stadtkirche wurde 1742 im Barockstil umgebaut

Reisebericht LimburgDie hübsche Decke mit einem Teil der Orgel

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Damit ist unser Rundgang durch Limburg eigentlich beendet. Wir halten uns hinter dem Bischofsplatz Richtung Lahn und kommen an dem Restaurant Obermühle vorbei. Neben dieser bekannten Mühle befindet sich eine weitere Mühle, die früher die Walkmühle der Wollweberzunft war. Heute ist sie bekannt unter dem Namen „Farbmühle“, da sie ab 1882 zur Farbherstellung genutzt wurde. Niedergelegt wurde die Arbeit erst 1966 und dann verfiel sie langsam. 2005 wurde diese Mühle an der Stelle der ehm. Mühle als Symbol und Denkmal errichtet. Über den Spazierweg am Steiger schlendern wieder zurück zur Alten Lahnbrücke und verlassen Limburg.

Reisebericht LimburgDas Denkmal der Farbmühle

Reisebericht LimburgAm Steiger entlang kann man den großartigen Felsen bewundern, auf dem der Dom steht. Auf einer Anzeige kann man die Höhe des Hochwassers der letzten Jahrhunderte sehen

Unsere Tour durch diese geschichtsträchtige Stadt hat uns gut gefallen. Das Wetter war zwar recht grau, trotzdem ist es trocken geblieben. So konnten wir noch ein wenig ungemütliches, gemütliches Herbst Schmuddelwetter genießen. Fazit: Limburg, aber auch die Kristallhöhle und die Burg Freienfels lohnen sich definitiv als Tagestour!

Hinweis: Alle genannten Unterkünften/Touren/Restaurants/etc. habe ich selbst gebucht und bezahlt. Dies sind lediglich Empfehlungen bzw. Erfahrungsberichte meinerseits und es erfolgte keine Zusammenarbeit mit einer Firma. Ich wurde für die Verlinkung/Werbung nicht bezahlt. Ich bin ein privater Blog und verdiene damit keinerlei Geld. Ich habe einfach nur Spaß am bloggen und reisen und teile dies mit der Welt :-)

Habt ihr noch Fragen? Schreibt mir gern - die Antwort kann aber evtl. ein bisschen dauern ;-) Seid mir nicht böse