Der Süden Afrikas – 11 – Namib Wüste & Fischfluss-Canyon [Namibia]

Was auf keiner Namibia Reise fehlen darf ist die Namib Wüste mit ihren großartigen Dünen und Sossusvlei mit dem ausgetrockneten See Death Vlei. Ein einmaliger Anblick, den ich nicht verpassen wollte…

Die Namib Wüste und die Düne 45

Am nächsten Morgen klingelt gnadenlos der Wecker. Wir packten unsere 7 Sachen und um 5 Uhr ging es schon wieder weiter. 1 1/2 Std würden wir von unserem Camp zu den Toren der Namib Wüste brauchen. Wir waren wirklich sehr müde, aber es sollte sich lohnen…

Reisebericht Afrika Namibia Namib Desert Die Namib Wüste früh am Morgen – es liegt Nebel in der Luft

Pünktlich um 7:30 Uhr standen wir in der Schlange beim Einlass. Es befinden sich bereits ein paar Autos und Busse vor uns – denn jeder möchte pünktlich zum Sonnenaufgang in den Nationalpark. Damit haben wir die Namib Wüste – die älteste Wüste und einer der wenigen Küstenwüsten der Welt – erreicht. Übersetzt heißt der Name „Ort an dem nichts ist“. Namibia besteht aus viel Wüste: Im Osten befindet sich die Kalahari Wüste – die Halbwüste aus Sand und Steppe – und hier im Westen befindet sich die Namib Wüste – einer der trockensten Gegend der Welt. Aber gleichzeitig auch wunderschön mit gigantischen Sanddünen und einem grandiosen Licht- und Schattenspiel. 

Reisebericht Afrika Namibia Namib Desert Die Düne 45 liegt vor uns

Natürlich wollten wir eine der Dünen besteigen und deswegen waren wir so zeitig unterwegs: den mitten am Tag möchte man das bei den Temperaturen eher nicht tun. Unser Ziel ist die Düne 45. Ihren Namen hat sie ganz einfallslos bekommen: sie ist 45 km vom Eingang entfernt. Unter Touristen ist es auch sehr beliebt, den Sonnenaufgang auf der Düne zu beobachten. Dafür muss man aber innerhalb des Nationalparks übernachten, da die Tore erst zum Sonnenaufgang geöffnet werden. Wir fahren durch den Nationalpark und können bereits zahlreiche rote Dünen am Horizont bewundern.

Reisebericht Afrika Namibia Namib Desert Es geht ganz schön bergauf

Reisebericht Afrika Namibia Namib Desert

Reisebericht Afrika Namibia Namib Desert Die Aussicht ist aber grandios

Reisebericht Afrika Namibia Namib Desert

Es war _richtig_ anstrengend. Auch wenn die Düne mit ihren 170 m höhe von unten gar nicht so hoch aussieht, kommt man aber dank des weichen Sandes beim Aufstieg schnell ins Schnaufen. Oben angekommen wird man aber für die Anstrengung belohnt, denn die Aussicht ist grandios. Der Weg zurück ist auch sehr lustig und geht auch viel schneller als hoch. Springen und rennen im Sand macht den Abgang zu einem spaßigen Erlebnis. Die Düne 45 ist unter den Touristen sehr populär geworden, weil man von hier den grandiosen Sonnenaufgang besonders schön erleben kann. Auch sehr beliebt, ist eine der höchsten Dünen der Welt: Big-Daddy mit 350m und die nur unwesentlich kleinere Düne Big-Mama. Trotzdem war das kleine faule und müde Ich froh, dass ich diese Düne nicht besteigen musste.

Reisebericht Afrika Namibia Namib Desert Dieser perfekte, unberührte Sand…

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Reisebericht Afrika Namibia Namib Desert Yay! Ich bin oben angekommen

Reisebericht Afrika Namibia Namib Desert Die orangene Farbe bekommen die Dünen wenn das Eisen im dem Sand oxidiert und umso älter die Düne wird, desto dunkler wird die Farbe

Reisebericht Afrika Namibia Namib Desert Spuren im Sand…

Reisebericht Afrika Namibia Namib Desert Dieses Bild ist für mich typisch Namibia

Reisebericht Afrika Namibia Namib Desert Irgendwo muss die Düne anfangen…

Einzigartige Aussichten im Sossusvlei

Unser nächstes Ziel ist das Sossusvlei. Von der Düne 45 geht es erstmal weiter. Nur wenige KM später hören die geteerten Straßen auf. Hier ist für uns Schluss: wir verlassen unser Gefährt und greifen auf den kostenpflichtigen Shuttle-Services (170 NAD) zurück, denn ab hier, darf man nur noch mit Allradantrieb weiter fahren, da der tiefe Sand für normale Fahrzeuge zu weich ist. Mit dem Shuttle überwinden wir die letzten 5 km bis Sossusvlei. Der Name setzt sich zusammen aus Sossus (Blinder Fluss) und Vleis (Pfanne, Senke) – hier findet man inmitten von gewaltigen Sanddünen ein kleines Tal. Der Boden ist stellenweise bedeckt mit Salzkrusten, der Hintergrund sieht aus wie gemalt. Von hier aus wandern wir ca 20 Minuten zu den Death Vlei. Der Anblick ist ganz besonders phänomenal: ein ausgetrockneter See in den früher der Tsauchab Fluss mündete, mit zahlreichen abgestorbenen uralten Kameldornbäume.

Reisebericht Afrika Namibia Namib Desert Perfekt – wie gemalt, oder?

Reisebericht Afrika Namibia Namib Desert Ein paar fleißige Wanderer besteigen Big-Daddy – PUH!

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Reisebericht Afrika Namibia Namib Desert Sand, Sand, Sand und ein einsamer Wanderer rechts auf der Düne

Reisebericht Afrika Namibia Namib Desert Überall gibt es Salzplatten – auf den es sich btw. angenehmer laufen lässt

Reisebericht Afrika Namibia Namib Desert Und dann können wir den ersten Blick auf den Death Vlei werfen

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Reisebericht Afrika Namibia Namib Desert Surreale und einzigartige Landschaften inmitten eines Sandmeeres

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Reisebericht Afrika Namibia Namib Desert Dieser Naturschauspiel ist wirklich einmalig und sollte man nicht verpassen, wenn man in Namibia ist

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Reisebericht Afrika Namibia Namib Desert Der Wind wirbelt den Sand auf

Reisebericht Afrika Namibia Namib Desert Diese Farben! Ich konnte nicht aufhören Fotos zu machen, so einmalig ist diese Location

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Reisebericht Afrika Namibia Namib Desert Anfassen und klettern ist verboten – damit diese einmalige Landschaft erhalten bleibt

Reisebericht Afrika Namibia Namib Desert Schließlich geht es zurück: Sossusvlei ist einmalig –  hier hätte ich noch mehr Zeit verbringen können

Im Sesriem Canyon

Der Abschluss unseres Namib-Wüsten Ausfluges sollte ein Besuch im Sesriem-Canyon sein. Dieser befindet sich ganz am Anfang beim Parkausgang. Der 30m tiefe und 1km lange Canyon ist nicht besonders groß, aber läd nochmal zu einem kurzen und gemütlichen Spaziergang ein. Ein Steiler Weg führt nach unten in ein ausgetrocknetes Flussbett. Ganz selten – nach intensiven Regentagen – fließt Wasser durch den Canyon, dann ist er aus Sicherheitsgründen gesperrt. Der Canyon ist vor Millionen von Jahen entstanden, als der Fluss Tsauchab formte. Der Name Sesriem kommt ist Afrikaans und bedeutet „Sechs Riemen“, weil die ersten Siedler, die hier Wasser aus dem Canyon schöpfen wollten, sechs Riemen aus einem Oryxantilopen Fell schneiden mussten.

Reisebericht Afrika Namibia Namib Desert Ein Blick von oben in den Canyon

Reisebericht Afrika Namibia Namib Desert An manchen Stellen ist der Canyon nur 2m breit, an anderen hat man sehr viel Platz

Reisebericht Afrika Namibia Namib Desert

Camping

Müde, von diesem aufregenden Tag, ging es zu dem nahe gelegenen Sossus Oasis Camp Site. Ein hübsches, einfaches Camp mit lustigen Outdoor Duschen (OK, es waren keine richtigen Outdoor Duschen, aber da die Wände nur bis zu den Schultern ging und man beim duschen die tolle Aussicht genießen konnte, hat es sich angefühlt wie Outdoor Duschen). Zufrieden lehnten wir uns zurück und genossen den Abend. Die Namib Wüste hatte mich wirklich beeindruckt. So unglaublich und so wunderschön! Afrikas Highlight ist wirklich diese großartige Natur!

Reisebericht Afrika Namibia Namib Desert Ein schöner Campingplatz… 

Reisebericht Afrika Namibia Namib Desert … mit toller Aussicht

Ein Blick über den Fischfluss-Canyon

Unsere Zeit in Namibia neigte sich langsam dem Ende zu. Bald würden wir Südafrika erreichen. Am nächsten Tag hieß es für uns nochmal Sitzfleisch beweisen, denn es ging weitere 570 km nach Süden. Wir erreichen unser Camp am späten Nachmittag. Nachdem wir unser Lager aufgeschlagen haben, geht es zum Nahen Fischfluss Canyon (oder Fish River Canyon). Dort gibt es zwei hübsche Aussichtspunkte. Wir kombinieren beide mit einer Wanderung von etwa 2km von einem zum anderen. Die Aussicht ist wirklich atemberaubend! Der Canyon ist etwa 550m tief, 27km breit und rund 160km lang. Damit ist der nach dem Grand Ganyon der größte Canyon der Welt.

Reisebericht Afrika Namibia Namib Desert Ein letztes Mal in Namibia campen bei Hobas Camping

Reisebericht Afrika Namibia Namib Desert 

Reisebericht Afrika Namibia Namib Desert Was für ein Anblick!

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Reisebericht Afrika Namibia Namib Desert Außerhalb der Regenzeit fließt nur ein Rinnsal durch den Canyon

Reisebericht Afrika Namibia Namib Desert Natürlich bleiben wir dort, bis die Sonne untergeht: ein weiterer grandioser Sonnenuntergang in Namibia

Siehe auch:
Teil 10 meines Afrika Reiseberichts: Durch den Namib Naukluft Nationalpark [Namibia]
Teil 12 meines Afrika Reiseberichts: Südafrika: Über die Grenze am Orange River & Cederberg
Übersichtskarte mit allen genannten Punkten

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