Barcelona 3 – Tagestour zum Kloster Montserrat

Das Kloster Monsterrat befindet sich in einem riesigen Bergmassiv und ist nicht nur wegen der grandiosen Aussicht ein tolles Ziel für einen Tagesausflug. Hier kann man die schwarze Madonna in der Basilika besichtigen und sich den Knabenchor Escolania de Montserrat anhören.

Auf nach Montserrat

An div. Stellen hatte ich schon vom dem Kloster Monsterrat auf dem gleichnamigen Berg gelesen. Nachdem ich ein paar Fotos gesehen hatte, war mir klar: da wollte ich hin. Mit einer Entfernung von 60 km zu Barcelona war das Ganze auch sehr erreichbar. Es gibt auch die Möglichkeiten mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln dorthin zu kommen, aber ich gestehe: ich war faul und buchte eine Tagestour. Mit We Barcelona wurde ich in Barcelona eingesammelt und es ging dann mit einem kleinen Bus Richtung ins Landesinnere. Wir fuhren die kurvenreichen Straßen bis zum Kloster auf 720m Höhe hinauf und dann waren wir da. Wir wurden mit einer großartigen Aussicht begrüßt…

Reisebericht Barcelona Was für eine herrliche Aussicht!

Das Kloster und die Basilika Santa Maria de Montserrat

Das Sandsteingebirge Montserrat bedeutet „gesägter Berg“ (katalanisch), ist 1.200m hoch und erhebt sich in den Hinterlanden Kataloniens. Das Benediktinerabtei Santa Maria de Montserrat wurde zwischen 1025 – 1035 gegründet, war aber lange Zeit von dem 100km entfernten Kloster Ripoll abhängig. So lebten lediglich 12 Mönche hier, gerade genug um noch als Abtei gelten zu können. Zwischen 1809 und 1811 wurde das Kloster von den Truppen Napoleons zerstört. 1844 war das Kloster wieder bewohnt und wurde erneuert.

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Reisebericht Barcelona Auf der ca 10 km lange Bergkette sind immer wieder kleinere Klöster zu finden

Wenn man mit den Öffentlichen anreist, kommt man am Bahnhof Monistrol de Montserrat an. Von dort aus muss man noch bis zum Kloster hinauf. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten: Die Zahnradbahn oder die Seilbahn. Die Aussicht soll auf beiden Wegen atemberaubend sein. Dann ist man oben angekomen und gegenüber von der Endstation sieht man auch schon die Kirche und das Kloster. Für die eigene Anreise gibt es ein Kombiticket, das die Fahrkarten und Eintritte beinhaltet. Dies kann auch bereits vorab online gekauft werden.

Eine weitere Standseilbahn führt bis zu dem Gipfel Sant Joan – bei uns waren sie wegen Wartungsarbeiten allerdings geschlossen.

Reisebericht Barcelona Links die Zahnradbahn, rechts die Standseilbahn auf den Gipfel

Reisebericht Barcelona Auf dem Gelände des Klosters…

Auf dem Gelände befindet sich außerdem noch das Museum Biblicum mit archäologischen Objekten zum Heiligen Land, Gemälde berühmter Künstler und andere kostbare Gegenstände. Ich hatte mehrmals gelesen, dass sich dieses nicht so lohnen würde und da es auf unserer Tour nicht mit beinhaltet war, habe ich es ausgelassen.

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Reisebericht Barcelona Das Kloster selbst darf nicht besichtigt werden

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Die Toren der Basilika öffen sich von 8 – 10:30 und 12 – 18:30 Uhr. Je früher man da ist, um so kürzer ist natürlich die Warteschlange. Es werden immer nur eine bestimmte Anzahl an Leuten gleichzeitig rein gelassen und ggf. muss man erst warten bis Leute gehen, bevor man rein gelassen wird. Über das Seitenschiff kommen wir rein.

Reisebericht Barcelona Dekorationen im Innenhof der Basilika

An prunkvollen Altären kommen wir vorbei und schließlich stehe ich vor der schwarzen Madonna – Mare de Déu de Montserrat oder kurz La Moreneta. Die Statuette, die als Schutzheilige Kataloniens gilt aus dem 12. Jhd hat ein Jesusknaben auf dem Schoss. Die 95cm große Figur ist aus Pappelholz geschnitzt und mit Gold umhüllt. Früher hat mal vermutet  die schwarze Farbe würde durch den Rauch der vielen Kerzen kommen und im Laufe der Zeit die Statur verfärbt haben, man geht heute aber eher davon aus, dass die Madonna eine typische genuine Figur aus dem südeuropäischen Raum nach den Kreuzzügen war. Heute ist die Figur ein beliebtes Touristenziel, aber auch ein Pilgerziel.

Reisebericht Barcelona Als Zeichen ihrer Würde und Macht hält sie einen Reichsapfel in der Hand als Symbol für das Universum

Sehr sehenswert ist außerdem die kleine Kapelle, auf der rechten Seite direkt nach der schwarzen Madonna.

Reisebericht Barcelona hübsche Details

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Reisebericht Barcelona Heute leben in dem Kloster rund 80 Mönche

Reisebericht Barcelona wer eine Kerze anzünden möchte – kurz bevor man zum Haupteingang der Basilika zurück kommt gibt es diese Stapelweise zum anzünden

Dann geht es in die Basilika selbst. Montags bis Freitags 13 Uhr und Sonntags um 12 Uhr (ausgenommen in der Schulferienzeit) kann man hier den Knabenchor l’Escolania de Montserrat das Marienlied Virolai singen hören. Den Knabenchor gibt es bereits seit 1307 – damit gehört er zu den ältesten Europas. Die Knaben erhalten neben einer intellektuellen Erziehung außerdem eine musikalische Ausbildung. Der Chor ist international bekannt, geht weltweit auf Tournee und man kann CDs und Platten kaufen.

Reisebericht Barcelona Die Insel Montserrat in Zentralamerika wurde von Kolumbus entdeckt, welcher sie nach diesem Kloster benannt hat

Reisebericht Barcelona Die Basilika von innen – in der Mitte über dem Altar kann man die schwarze Madonna sehen

Reisebericht Barcelona Der Knabenchor singt – die Vorführung ist natürlich gut besucht

Wanderung zum Aussichtspunkt

Wer jetzt noch Lust auf etwas Bewegung und mehr grandiose Aussicht hat, begibt sich noch auf die leichte Wanderung zum Aussichtspunkt Creu de Sant Miquel. Die 1,5km sind in einer gemütlichen halben Stunde bewältigt

Reisebericht Barcelona Eine kleine Vorschau auf dem Aussichtspunkt

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Reisebericht Barcelona Es geht ein wenig bergauf.. dafür geht es auf dem Rückweg bergab ;-)

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Reisebericht Barcelona Man hat außerdem ein tollen Ausblick auf das Klostergelände

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Reisebericht Barcelona Man hat das Gefühl, als könnte man über ganz Katalonien blicken

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Wer noch Lust auf eine Spezialität aus der Gegend hat, kann an den Ständen, die auf der Straße parallel zum Kloster, sind entlang schlendern. Wir durften Mató de Montserrat probieren – ein traditionelles Dessert, dass uns in kleinen Bechern serviert wird. Pasteurisierte Kuhmilch, die ein wenig die Konsistenz wie cremige Mozarella hat und sehr mild ist. Schmeckt ausgezeichnet mit Honig! Wirklich sehr lecker fanden wir die Mato von Cal Pujolet.

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Nach dieser aufregenden Tour ging es wieder zurück nach Barcelona und damit endete mein Kurztripp in dem wunderbaren Katalonien.

Siehe auch:
Teil 2 meines Barcelona Reiseberichts: Durch die Ciutat Vella – die Altstadt
Übersichtskarte mit allen genannten Punkten

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