Alaska 13 – Last but not least, Gletscherwanderung im St. Elias Nationalspark

Der letzte Tag unserer Tour war erreicht. Und das beste kommt bekanntlich ja zum Schluss: eine Gletscherwanderung im St. Elias Nationalspark

Nach einem ordentlichen Frühstück (das zum gebuchten Zimmer dazu gehörte, aber in dem Restaurant um die Ecke eingenommen wird) ging für einen Teil der Gruppe zum ersten Programmpunkt für heute. Die Kennecott Mienen.

Wrangell-St. Elias Nationalpark

Dieser Nationalpark ist der größte der Vereinigten Staaten mit 16 der größten Berge (US). Die Berge sind bereits von weitem zu sehen und einige davon sind Vulkane. Der Mount Wrangell ist der letzte aktive (letzte Eruption 1900) von dem man gelegentlich noch Rauch aufsteigen sehen kann. Mit dem Kluane NP in Kanada, dem Glacier Bay NP, dem Tatshenshini-Alsek Provincial Park ist dieses Gebiet eines der größten geschützen Gelände der Welt.

Der Fluss Copper Rivers entspringt hier aus den Gletschern und schlängelt sich 460 km lang durch südost Alaska und in den Golf von Alaska strömt. Im Sommer profitieren aber auch die Tiere, Pflanzen & Baume von den schmilzenden Gletschern – es gibt hier eine menge an Wildlife zu beobachten.

Durch den Park führen nur zwei große Straßen und der großteil befindet sich in Privatbesitz.

Die Aussicht auf die Landschaft ist schonmal grandios! Ein großteil dieser sandigen Hügel sind im Winter mit Eis überzogen und gehören dann noch zum Gletscher dazu.

Reisebericht Alaska Anchorage Homer Seward Denail

…die Aussicht auf die Stadt/die Mienen ist auch nicht zu verachten.

In der geführten Tour kann man durch die alten Gebäude spazieren und etwas über die Geschichte von damals erfahren.

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Kennicot Mienen

Die Miene von Kennicot ist eine kleine Reise in die Vergangenheit. 1900 wurde dort eine Kupferader entdeckt – die damals ergiebigste der Welt – woraufhin man mit dem Bau der Miene begann. 1911 wurde sie eröffnet und hatte damals rund 600 Mitarbeiter.

Neben der Miene wurde eine kleine Stadt gebaut mit Krankenhaus, Schulen, Baseball-Feld etc. Die Miene war 27 Jahre in Betrieb und es wurde in erster Hinsicht Kupfer abgebaut. Sie wurde geschlossen, weil die Förderquote nachließ und der Preis für Kupfer sank und sich der Betrieb daher nicht mehr rentierte.

Danach war die Miene lange Zeit unbewohnt. 1986 wurde die noch stehenden Gebäude zum National Historic Landmark erklärt und ist heute eine Touristen Attracktion.

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Mit einem Helm ausgestattet ging es in das große Gebäude und dort haben wir uns von oben nach unten durchgearbeitet.

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Alles besteht aus Holz und man muss überall etwas vorsichtiger sein  ;-)

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Eine sehr hübsche kleine Tour! Für mich zwar kein Muss-Programm aber wenn man die Zeit übrig hat lohnt sich ein Blick! Btw. sind die meisten Häuser dort rot angestrichen worden, da für rote Farbe Rost benutzt wurde und davon gab es damals mehr als genug.

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Dann hatten wir schon Mittag und wir verdrückten unsere Pausenbrote. Danach sollte es richtig spannend werden, denn wir sollten auf den Root Glacier ein wenig Ice-Hiking machen!  :durchdreh:

Zunächst aber ein kleiner normaler 2 meilen Hike um den Gletscher zu erreichen.

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Es war so unglaublich warm. Und ich war so unglaublich dick eingepackt  :puh:
Das mitgebrachte Wasser war schnell leer – aber kein Problem, auf dem Weg haben wir den ein oder anderen Wasserfall gesehen, aus dem frisches Gletscherwasser sprudelte und da hat man fix seine Trinkflasche wieder aufgefüllt!  :ja: Das Wasser war so unglaublich gut!

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Dann näherten wir uns dem Gletscher….  :durchdreh:

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Wir ziehen uns schnell die Spikes über die Schuhe und dann geht es aufs Eis. Zunächst hatte ich – warum auch immer – echt ein bisschen bammel, das ich zu doof dafür sein würde, aber das funktioniert so einfach (ist ja auch nichts kompliziertes) – das hat direkt instinktiv prima funktioniert.

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Es gab so viel zu erkunden und zu beobachten. Überall laufen kleine und große Bächlein entlang, da der Gletscher im Sommer natürlich am schmelzen ist.

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Weeee! Ich habe stachel an den Füßen  :kicher:

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An manchen Stellen hat sich das Wasser gesammelt und es bilden sich kleine Seen

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An einem etwas größeren See haben wir dann eine kleine Pause eingelegt.

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Unser Guide packte aus seinem Rucksack ein Wasserkocher aus und er hat direkt eine Runde heißer Getränke ausgegeben! Nomm! Heiße Schoki!

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Der See war richtig schön!  :herz:

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Darf ich vorstellen: das Team Christine!  :lol: Da ich immer direkt voraus gestürzt bin und zu allem Ja gebrüllt habe, wurde ich von zwei meiner Mitreisenden zum Lead gekürt und damit war das Team C. geboren  :gihihi: :party: (das ist das erste Team C das es gibt. Ich war richtig stolz – zumal mir meine Teammitglieder alle Ehre gemacht haben)

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Extrem cooles Posing (wobei sich das cool natürlich nicht auf das Posing sondern den Hintergrund bezieht    :mrgreen:    :cool:   :kicher: )

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Bei manchem steileren Stellen/Schluchten hat uns der Guide liebevoll  – einen nach dem anderen – am Kragen gepackt und uns zärtlich an die etwas prikäre Stelle heran geführt und wir haben ganz erfürchtig gestaunt und Fotos gemacht :lol:

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Dann erblickten wir dort die Spalte, die mit Gletscherwasser gefüllt ist und unser Guide fragt ganz frech wer jetzt eine Runde baden gehen möchte. Haha. Guter Witz. War nur kein Witz  :wow:

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Es ging richtig Tief runter. Unser Guide ist direkt mal reingesprungen.

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Ehe wir uns versahen sprang Team C. eine nach der anderen hinterher (Ja, die Männer – haben gekniffen :aetsch: :kicher: ) Ein bisschen aufpassen musste man, denn das Eis war stellenweise sehr scharfkantig. Und nur kurz planschen und dann direkt wieder raus – das Wasser war doch recht frisch.

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Einmal begossene Chrisha? Ja, furchtbares Foto  :kicher: aber das war sooo cool! Das hat so viel Spaß gemacht!  :dance: SO COOL!

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Ja, dann war es danach etwas frisch in der nassen Kleidung, aber es war an dem Tag so warm, dass die Kleidung nach und nach von alleine getrocknet ist (nur mein einziges Paar Schuhe war dann ein nasses Paar Schuhe. Das hat leider auch etwas länger gedauert zum trocknen, aber das wars wert!  :kicher: )

Wir beendeten den  genialen Hike (ich hätte noch Stunden weiter machen können, so toll war das) und es ging wieder zurück. Zurück beim Veranstalter gab es sogar die „Blue Pool Jump“ Tafel auf der wir uns als mutige Springer verewigen durften!  :kicher:   :cool: Wie cool ist das denn?

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Fazit Ice-Hiking: ich denke man hat es schon rausgelesen, aber das war der absolute ober knaller! Das hat mir in der gesamten Tour am besten gefallen! Wer mal die Gelegenheit bekommt sowas zu machen: macht es! Das war so großartig!  :herz:

Abends ging es dann wieder mit der versammelten Gruppe essen und ein bisschen den letzten Abend unserer Tour feiern. Und dann war der letzte Tag auch schon rum  :heul:

6 Uhr GMT-9 Anchorage / 0:00 Std Unterwegs
Der Wecker klingelt und da war dann der wirklich letzte Tag. Schnell Frühstücken und dann gehts zurück Richtung Anchorage. Mit der Strecke von 500km hatten wir ein gutes Stück weg vor uns.

Bye Bye McCarthy  :heul:

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17 Uhr GMT-9 Anchorage / 11:00 Std Unterwegs
Ankunft in Anchorage. Man verabschiedet sich von der Gruppe, den für die meisten ging es direkt weiter. Für mich hieß es erstmal eine günstige Tasche für den Rückweg besorgen (hatte ja bisher einen Rucksack vom Guide gehabt) – aber für was gibts Walmart ;-)

Mit einer Mitreisenden – die auch erst relativ spät am Flughafen sein musste – bin ich noch etwas essen gegangen. Ich wollte doch unbedingt noch Sushi und Lachs futtern :mrgreen: Also ging es in das Benihana Restaurant. Dort wurde das Essen auch spektakulär direkt am Tisch mit mini Lichtshow :lol: vom Koch in Szene gesetzt zubereitet. War sehr gut! :hunger:

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22:00 Uhr GMT-9 Anchorage / 16:00 Std Unterwegs
Ankunft am Flughafen

Da mein Flug erst am nächsten Morgen ging, musste ich noch etwas warten, bis ich überhaupt einchecken durfte :ohm: Da ich aber zu geizig war für die paar Stunden ein Zimmer zu buchen, hieß es abwarten.

03:00 Uhr GMT-9 Anchorage / 21:00 Std Unterwegs – eingecheckt
06:20 Uhr GMT-9 Anchorage / 24:20 Std Unterwegs – Boarding! Juhu!

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Noch schnell ein Anchorage-von-oben Bild gemacht :wimmer:

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11:00 Uhr GMT-8 Seattle / 28:00 Std Unterwegs
Ankunft in Seattle! Zum Glück nur ein kürzerer Zwischenstop!

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14:00 Uhr GMT-8 Seattle / 31:00 Std Unterwegs- Boarding! Ab nach Hause!

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9:00 Uhr GMT+1 Frankfurt/ 41:00 Std Unterwegs

Juhu! Frankfurt! Zuhause! Ich hatte kaum geschlafen und war entsprechend müde. Die deutsche Bahn hat mir dann auch entgültig den Rest gegeben. Die haben sich den Spaß erlaubt die Gleise ständig zu wechseln. Vom Regionalbahnhof zum Überregionalbahnhof, Gleis 9. Oh doch lieber Gleis 7, oder doch Gleis 8? Raaah! :hibbel:

11:30 Uhr GMT+1 Darmstadt/ 43:30 Std Unterwegs

ENDLICH daheim! Da ich mit Jetlag gar nicht erst rum machen, hieß es noch Zähne zusammen beißen und bis zum Abend durchhalten bevor es ins Bettchen gehen sollte :lol:

Und damit endet hier meine Reise :heul:

Fazit Alaska
So Urlaube finde ich ja immer etwas schwierig. Ich komme mir dann vor wie Frodo, wenn er den Ring in den Schicksalsberg geworfen hat „Wie knüpft man an, an ein früheres Leben?“ :lol: (nur eben andersrum, weil es so toll war)Das mit dem Gepäck war natürlich ziemlich uncool, aber das lasse ich mal außen vor. Alaska ist der Knaller. Der KNALLER. Traumhafte Landschaften, rauh und unberührt. Malerische Berge mit wilden Flüssen und dichten Wäldern. Wie aus dem Film! Man kann alle 4 Jahreszeiten an einem Tag erleben und auch die Mitternachtssonne ist mit 20 Sonnenstunden am Tag ein phänomen für sich.Dazu noch eine Reihe an sehr coolen Aktivitäten, die man machen kann. Ja, Alaska ist schweine teuer, aber davon sollte man sich nicht abschrecken lassen. Es ist jeden Cent wert. Der Urlaub war perfekt! (abgesehen vom Gepäck :sweat: )

Das war auch meine erste Reise mit so einer Reisegruppe und ich werde das auf jeden Fall wieder tun! Manchmal nervt es zwar, wenn alle gleichzeit duschen wollen und es gibt nur 2 Duschen :lol: und ich bin auch kein Fan von Multishare-Zimmern, aber hier war das alles gar nicht so problematisch, da es ja keine Random-Leute waren. Super ist, dass es ingesamt einfacher ist und man immer jemanden dabei hat mit dem man los ziehen kann (und gerade in Alaska sollte man unbedingt rum reisen, die Öffentlichen sind nicht so gut ausgebaut wie z.B. in Thailand und ein Mietwagen wäre für eine Person alleine einfach nicht in meinem Urlaubs-Budget drin gewesen)

Ich kann Alaska jedem ans Herz legen, der das nötige Kleingeld zusammen kratzen kann und ein bisschen Lust auf Abenteuer hat, gleichzeit ungelaublich gechillte Leute kennen lernen möchte, nicht unbedingt immer nur Meer und Sonnenstrahl braucht (wobei wir ja auch das hatten :mrgreen: ) und dabei auch noch genialste Landschaften bewundern & erkunden möchte.

Die Tour hatte ich btw. über TrekAmerika (UK) gebucht. Kann ich grundsätzlich empfehlen. Es war gut organisiert, unser Guide war Klasse und konnte immer helfen. Die Auswahl an Aktivitäten (und ggf. Alternativen) war super zusammen gestellt. Man muss hier aber beachten, dass die Tour mehr auf Abenteuer als auf Komfort ausgelegt ist – das war aber genau das, was ich gesucht habe! TOP! (wer hierüber buchen möchte, sollte die Augen aufhalten. Als ich die Tour anfang des Jahres gebucht hatte, gab es einen Frühbucher-Rabatt der sich gelohnt hat!)

Fazit? Ich bin verliebt! :herz: :freu: :tanz: :durchdreh: :gihihi: :dance: :typerhappy: Es war unglaublich

Abschließend noch eine Karte mit (fast) allen von mir genannten Punkten

Dieser Beitrag gehört zu meinem Alaska-Reisebericht. Gehe zu…
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