Alaska 02 – der erste Tag in Anchorage, Tony Knowles Coastal Trail

An meinem ersten richtigen Tag in Anchorage, habe ich mich mit einem Fahrrad auf den Weg gemacht um neben der Innenstadt auch den Küstentrail Tony Knowles Coastal Trail zu erkunden

Also ging es richtig los. Ich wollte das mit dem Fahrrad machen, weil ich eben auch den Küstentrail lang fahren wollte. Im Internet hatte ich gelesen, dass mein Hostel auch Fahrräder vermietet – was ich sehr praktisch fand. Als ich danach fragte, wurde mir aber gesagt, dass es das seit etwa 4 Jahren nicht mehr gibt  :mrgreen:   :sweat: (Fahrräder kann man aber auch easy in Downtown mieten).

Typische Aussicht in Anchorage

Reisebericht Alaska Anchorage Homer Seward Denail

Woraufhin mir die nette Hausdame ihr privates Fahrrad angeboten hat  :shock: :cool:   Was ich dankend angenommen habe. Also gurkte ich mit dem schnieken blauen Rad los. Ich bekam noch den Hinweis aufzupassen – die fahren hier wohl wie die Deppen. Aber zum Glück hat Anchorage erstaunlich gut ausgebaute Fahrradwege. Also nichts wie los.

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Anchorage ist so grün! Innerhalb der Stadt hat man viele Ecken wo man den Eindruck bekommen könnte, man ist meilenweit von der nächsten Stadt entfernt.

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Es ging zunächst nach Downtown.

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Das Wetter war heute nicht so besonders, aber gestört hat mich das nicht so sehr. Btw. ist es hier natürlich deutlich kälter als bei uns. Im Sommer sind es hier wohl so meistens 17-18°, aber heute waren es wohl nur so etwa 13°.

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Dann habe ich mir das Visit Anchorag Center angeguckt (täglich, 8-19 Uhr). Ein süßes kleines Häuschen wo man Info-Material bekommen kann und freundlichen Mitarbeiter einen beraten können (Unbedingt den kostenlosen Anchorage Guide mitnehmen).  Dort gibt es auch ein Logbuch in das ich mich gleich eingetragen habe und man sehr überrascht war, dass ich ganz alleine aus Deutschland hier her gekommen bin. Wieso das denn?

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Ich schlenderte weiter durch die 4th Avenue. Neben dem Visitor Center gibt es noch die Historic City Hall, die ganz nett anzusehen ist. Generell gibt es hier ein paar hübsche Gebäude, Geschäfte und Bars & Kneipen zu sehen.

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Anchorage wird nicht unbegründet „City of Flowers“ genannt

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Ich schlendere noch weiter und mache einen kleinen Stop in einem Cafe/Restaurant. So wie man das aus armikanischen Filmen kennt. Es gibt Frühstück und gebratenes zu Essen und eine Frau kommt vorbei und fragt ob sie Kaffe nachschenken darf. Dort gab es für mich French Toast. Sollte eine kleine Stärung für zwischendurch sein.  Der Typ, der das Essen gebracht hat, hat – nachdem er erfahren hat, dass ich aus Deutschland komme – versucht deutsch mit mir zu sprechen. Er konnte zwar nicht viel, weil er es nur 3Monate oder so gelernt hat, aber dafür war es nicht schlecht ^^

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Es ging weiter Richtung Küste. Der nächste Stop war der Resolution Park mit dem Thomas Cook Bildnis. Von hier aus kann man wohl sogar auch Wale beobachten – bei mir haben sich aber natürlich keine gezeigt – und einen herrlichen Sonnenuntergang (den es bei mir leider auch nicht gab :mrgreen: )

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Dann ging es weiter in Richtung Tony Knowles Coastal Trail. Ein sehr schöner und beliebter Weg für Fahrradfahrer, Jogger und Spaziergänger, der sich grandios ca 11 Meilen von der Innenstadt, entlang der Küste bis zum Kincaid Park entlang schlängelt und durch den ein oder anderen Park führt – btw. gilt er als schönster Küsten-Wanderweg des Landes.

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Mit einigen sehr tollen Ausblicken. Man war nicht alleine, aber es war nicht überfüllt und stellenweise hatte man echt den Eindruck mitten in der Wildnis gelandet zu sein.

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Grenzdebiles grinsen – ich hatte sogar einen Helm und der war nicht rosa! :freu:

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Mein Hightlight: ich fahre um die Ecke und plötzlich ist da – keine 200m von mir entfernt – ein riesengroßer Elch . Absolut gemächlich trottet er in den Wald. Für ein Foto war ich nicht schnell genug, denn schwubdiewub war er weg. Was vielleicht ganz gut war, denn Elche können mind. genauso gefährlich sein wie Bären und doof-Chrisha hatte das in dem Augenblick natürlich total verdrängt :sweat:

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Der Küstentrail endet am „Point of Woronzof“, von wo aus man eine sehr schöne Aussicht hat und auch zum Meer runter klettern kann.

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Kontaktaufnahme zum Golf von Alaska

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Wer an diesem Punkt noch nicht genug hat, kann noch weiter bis zum Kincaid Park fahren. Ich hatte noch nicht genug.

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Ich wollte zwischendurch immer mal ne Pause machen, aber sobald ich länger als ein paar Minuten gestoppt hatte, haben irgendwelche Fetti-Wächter in Form von penetranten Moskikos versucht über mich her zu fallen (und ich hatte bereits fieses über die Moskitos Alaskas gehört – keine Ahnung ob diese dazu gehört haben, den die waren zwar nervig, aber nicht so beeindruckend).

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Als ich dann im Kincaid Park ankam, war ich mehr als fix und fertig. Dort steht ein Gebäude rum wo es eigentlich nichts besonderes gibt, außer Toiletten! Juhu!

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Die Tour war also beendet. Und was nun? Ach richtig. Heim fahren muss ich ja noch. Also begab ich mich auf den langen Heimweg. Inzwischen hab ich gekeucht und geschnauft, das ich kaum noch bergauf gekommen bin (alles etwas hüglich da. Hoch, runter, hoch, runter) und ich dann immer schon das Fahrrad schieben musste. Aber auch das hält mich nicht ab (naja.. ich konnte schlecht heimfliegen). Dann fing es auch noch etwas an zu tröpfeln (kurz nachdem ich mir dachte „immerhin regnet es nicht“ ….) und dann kam auch noch eine Baustelle, weswegen ich einen Umweg in die entgegen gesetzte Richtung machen durfte – spaß und freude. Ich fühlte mich kurzzeitig wie in Desperate Houswives, so putzig war dieses kleine Viertel (oder Vorort oder whatever).

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Aber dann war ich endlich wieder in der Stadt und kurz darauf, kam ich schnaufend und keuchend in meinem Hostel an. Meine gefahrene Strecke an dem Tag lag so etwa bei 35km.

Dann war der Tag damit auch fertig für mich. Eine heiße Dusche und gammeln war angesagt – viel mehr ging auch nicht mehr.

Anchorage ?
Anchorage ist die größe Stadt mit dem wichtigsten Industriezentrum Alaskas – fast die Hälfte der Gesamtbevölkerung von Alaska leben hier.Die Stadt selbst hat nicht besonders viele Sightseeing-Highlights zu bieten, aber da die meisten Trips in Alaska von Anchorage starten, bietet es sich an, den ein oder anderen Tag für die Stadt mit dran zu hängen um sich ein bisschen zu klimatisierend.Anchorage (steht btw. für Ankerplatz) ist Dreh- und Angelpunkt des Staates. Die Stadt wurde 1915 als Hauptquartier der amerikanischen Eisenbahngeselleschaft Alaska Railroad gegründet.Die Stadt ist von faszinierenden und eindrucksvollen Bergen, Gletschern und Buchten umgeben. Aufgrund der schützenden Gebirgsketten hat die Stadt ein verältnismäßig mildes Klima. So bekommt man hier einen guten Vorgeschmack auf die wunderschöne Welt Alaskas.

Btw. liegt Anchorage westlich gesehen auf der Höhe von Hawaii und nördlich gesehen auf der Höhe von Finnland.

Dieser Beitrag gehört zu meinem Alaska-Reisebericht. Gehe zu…
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