Alaska 01 – viele Wege führen nach …. Anchorage

Dieses mal sollte es mich in die Weiten der rauen und wunderschönen Landschaft von Alaksa ziehen. Mein Weg führte mich von Frankfurt über Seattle nach Anchorage…

Ich konnte vorher nicht online einchecken, weil ich irgendwas nicht ausgefüllt hatte (Herzinfakt für eine Sekunde) – Amerika ist ja echt so ein Ding für sich  :mrgreen: –  also war ich extra früh da. Es ging natürlich alles ganz fix und dann saß ich ewig rum. Aber besser zu früh als zu spät ;)

Zeit für ein paar Fakten:

  • Anchorage ist die größte Stadt Alaskas – aber nicht die Hauptstadt (Juneau)
  • Sprache: Amerikanisch
  • Einwohner Alaska: 736.732 (2014) / Anchoarge 300.950 (2013)
  • Währung: 1 US Dollar = 100 Cent (1€ = ca 0,90$)
  • Strom: Adapter wird benötigt / 120 Volt, 60 Hz
  • Trinkgeld: Ja (Tip)
  • Zeitumstellung: -9 GMT
  • Beste Reisezeit: Juni bis Ende August

Verwaltungskram vor der Reise
Für die visumfreie Einreise (Visa Waiver Program) bis zu 90 Tagen benötigt man eine Reisegenehmigung (ESTA). Diese muss spätestens 72 Stunden vor Abflug vorhanden sein, ist aber bis zu 2 Jahren gültig und kostet ca 14 US Dollar (muss per Kreditkarte bezahlt werden).
Könnt ihr hier beantragen und ist keine große Sache. Den Antrag kann man direkt vom Computer aus machen – man darf lauter lustige Fragen beantworten. Das dauert vielleicht 10 Min.
Dann habt ihr auch direkt in dem Augenblick eure fertige Genehmigung. Die am Besten ausdrucken und mitnehmen (ist keine Pflicht, aber sicher ist sicher).
Ansonsten benötigt man einen maschinenlesbarer Reisepass (dieser bordeauxfarbene Europapass), der noch nach sechs Monaten über den Ankunftstermin gültig sein muss. Außerdem muss ein Rück- oder Weiterflugschein vorhanden sein.
Stand Frühjahr 2015 / Informiert euch vor Reisebeginn entsprechend über den aktuellen Stand der Dinge.

Es ging zuerst mit Condor nach Seattle. Ein chilliger 10 Stunden Flug. Gibt auch nicht viel zu berichten, ausser dass das Bord-Programm grottig war (für die Economy Class, man kann upgraden und extra zahlen und dann ist das Programm sogar ganz gut, aber das habe ich nicht eingesehen :aetsch: ), aber es standardmäßig überall USB-Ports gab. Das hatte ich so noch nicht und fand ich ganz cool, so konnte ich die ganze Zeit via Handy Musik hören.

Es ging Richtung Norden über Grönland auf die andere Seite der Welt. Und Grönland ist ein knaller Ausblick von oben:

Reisebericht Alaska Anchorage Homer Seward Denail

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Canada sieht ein bisschen aus wie ein Computer-Chip :kicher:

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Dann kam ich in Seattle an. Ich hatte etwas bammel wegen dem Einreise“Gespräch“ das man ja in den USA führen darf. Mein Englisch ist zwar besser geworden, aber definitiv noch ausbaufähig. Aber es war nicht schlimm und überhaupt hab ich mir das ganz anders vorgestellt. Eigentlich wurde ich gar nicht wirklich was gefragt. Keine Terroristen-Fragen oder so. Ich war schon fast etwas enttäuscht :mrgreen: Und weil die Amis etwas seltsam sind, ist man erst wieder ausgereist um wieder einzureisen. Also Gepäck eingesammelt und wieder durch die Sicherheitskontrolle :roll:

YAY. Ich bin in Seattle. Äh.. Im Flughafen ^^

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Nächstes Boarding ist in 2 Stunden. Also besorgt sich die Chrisha erstmal was zu trinken und erkundet ein wenig den flughafen. UND holt sich ihr erstes Small-Talk-Wir-stellen-fragen,-wollen-darauf–aber-keine-Antwort-„How are you“-ab. Ich weiß ja, das die Amis da so sind, aber ich war trotzdem irritiert.

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So Automaten habe ich in Amerika des öfteren gesehen  :kicher:   Geld bezahlen zum Aufladen von div. Elekro-Geräten? äh. Neee… zumal meistens direkt daneben noch eine normale Steckdose war :lol:

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Der Weiterflug verlief auch soweit ohne Probleme, außer das diesmal neben mir eine sehr… voluminöse (vorsichtig ausgedrückt) Frau saß. Ich dachte mir noch „Gut, dass die Armlehne zwischen uns ist.“ – dann klappte sie diese hoch und schwabbte liebevoll auf mich drauf. DANN holte sie eine Tüte voll mit Fast-Food raus um dies augenblicklich zu verdrücken… Willkommen in Amerika. YAY.

Seattle von oben

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Alaska – schonmal sehr bergig :)

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Abgesehen davon kam ich gut in Achorage an. Aber dann stand ich erstmal da. Bahnen fahren keine – nur Busse. Und die liebe ich im Ausland ja so, weil die Pläne immer so aussagekräftig sind….. nicht. Hier leider nicht anders (irgendwie werden auch nur die großen Stationen, oder nur div. Stationen im Plan angezeichnet und die anderen… halt nicht :shock: wie soll man sich da zurecht finden?) Ich taumel also etwas desorientiert hin und her und weiß nicht so recht wohin, da kommen mir auch schon ganz viele Leute zur hilfe (Alter Falter sind die alle nett :mrgreen: ) und eigentlich war es dann gar nicht mehr so schwer: mit der 7 nach Downtown (Endstation ist ein ganz guter Orientierungspunkt für Überall in Anchorage) und dann mit der 2 nach Midtown.

Hier ein total unspektakuläres Stadtbild an der Endstation (People Move Transit). Ich finde das sieht sehr amerikanisch aus :ja:  :mrgreen:

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Und dann stand ich auch schon vor meinem Hostel – endlich! Ich war inzwischen seit über 24 Std auf den Beinen und auch in Anchorage neigte sich der Tag dem Ende. Dann durfte ich auch direkt mein Einzelzimmer beziehen – es ist nicht schön, aber zweckmässig eingerichtet und sauber UND günstig, also völlig ausreichend. Das Artic Adventure Hostel:

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Ich war dann langsam etwas grantig und hungrig und bin daher  nochmal los gestapft, mir was zu essen besorgen. Ich hatte in der Nähe eine Pizzaria entdeckt, die ganz gut sein sollte – also wollte ich mir das mal angucken. Ich laufe und laufe – und man merkt direkt dass die Amis nicht oft zu Fuß unterwegs sind. Diese Straße war etwas seltsam, weil kein Fußgängerweg vorhanden war und irgendwie nix los war, aber es trotzdem immer Leute da waren die einen seltsam angestarrt haben. Gruselig. Und beim Laufen habe ich mich noch gefragt, wo zum Henker ich da hinlaufe. Bei der Pizzaria selbst, war dann wieder richtig viel los: die sind halt alle mit dem Auto dahin :sweat:

Die Pizza ging dann zum mitnehmen mit, da es demnächst dämmern sollte und ich wollte den gruseligen Weg dann nicht im Dunkeln wieder heim latschen. Naja.. beim Heimlatschen habe ich dann festgestellt, das ich ja etwas weiter nördlich bin und es daher nicht so früh dämmert – die Sonne strahlte immer noch hoch am Himmel und wir hatten bestimmt schon so 22 Uhr. Aber: angepöbelt wurde ich von eine Typen auf dem Heimweg trotzdem (wasweißich, was der genommen hatte :roll: )

Ich bin nicht so der Fan von den Tomatenscheiben und ziehe Soße vor, aber abgesehen davon war sie köstlich. Die Pizza von Moose’s Tooth :lol:

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Den Abend habe ich dann mit der Pizza im Zimmer auskingen lassen. Fotos gecheckt, Sachen geguckt. Etwas ausgeruht. War ein langer Tag. Morgen geht es dann richtig los. Zufrieden bin ich dann direkt eingeschlummert :gaehn:

Ein bisschen Geschichte?
Alaskas Besiedlungs-Geschichte reicht weit bis etwa 12.000 v.C. zurück. Zunächst wanderten von westen her asiatischen Gruppen in das Land ein. Die meisten Völker kamen über die Landbrücke (Beringbrücke) zwischen Asien und Nordamerika.
Der Weg war zunächst von einer riesigen Eisschicht bedeckt. In der letzten Eiszeit ging die Eisschicht vorübergehend zurück und schaffte einen Weg im Norwesten und die Einwanderer breiteten sich auf den restlichen Kontinent aus.Die erste „europäische“ Sichtung machte  Semjon Iwanowitsch Deschnjow und Fedor Alekseev vermutlich 1648 und somit sagt man, dass die ersten „Europäer“ in Alaska die Russen waren.
Um 1783 begann man die Küstengebiete Alaskas zu kolonialisieren, was aber aufgrund der hohen Kosten nie wirklich profitabel war. Man begann mit der Jagd nach Tieren und Pelzen.
Die Ureinwohner, die sich wehrten wurden dabei getötet, als Geiseln genommen und unterdrückt. Es wurden Schulen gegründet um die russische Sprache zu lehren und man führte die orthodoxe Religion ein.So ab 1774 haben die Spanier auch immer mal wieder versucht anspruch auf Land in Alaska zu erheben. 1819 wurde die Region aufgeben, da es einfach zu teuer wurde und es gibt heute nur noch wenige Ortsnamen die an das Spanische Erbe erinnern. Auch die Briten hatten ihr Glück versucht in Form von einigen verstreuten Handelsposten. James Cook segelte die Westküste entlang und stattete Alaska einen besuch ab.Im April 1867 wurde Alaska von den USA für 7,2 Millionen Dollar (aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten bei den Russen) gekauft.
Von 1867-1877 befand sich Alaska unter der Rechtsprechung der US-Army, dann des US-Finanzministeriums (bis 1879) und dann der US-Navy (bis 1884). Dann wurde das Gebiet zum Alaska Territory und erst dann zu Alaska.

Im 19 Jahrhundert herrschte hier der Goldrausch und nach erlsöchen der Reserven wurde das Gebiet zum wichtigen Bergbau-Gebiet.

Am 3. Januar 1959 wurde Alaska offiziell als 49. Bundesstaat in die USA aufgenommen.

Dieser Beitrag gehört zu meinem Alaska-Reisebericht. Gehe zu…
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